'Die Hafenschwester: Als wir zu träumen wagten' - Seiten 202 – 298

  • Bei Millis Falle für ihren widerlichen Vormund frage ich mich, ob die Fototechnik damals wirklich schon so weit war, Menschen in Bewegung deutlich erkennbar festzuhalten?

    Bei den üblichen Portraits aus dieser Zeit mussten die Leute ja ewig stocksteif rumstehen.

    Nein, da habe ich mir dichterische Freiheit erlaubt, erkläre das aber im Nachwort.

  • Probleme hätte ich nur, wenn im Hamburg der 1890er Jahre plötzlich ein Düsenjet landen würde. Da würde mir die Spanne zwischen Realität und Fiktion dann doch ein wenig arg weit auseinander klaffen. :lache

    Naja, wenn Du ein Buch über eine Zeitreise liest und die Zeitmaschine diesmal kein DeLorean ist, sondern ein Düsenjet, der im Hamburg des Jahres 1890 landet, könnte das vielleicht auch ganz spannend werden. :chen

  • Alles, was in diesem Abschnitt passiert, gefällt mir. Milli wehrt sich gegen den Amtmann und den Polizisten und Martha hat Spass und Erfolg in ihrem Job, als OPschwester. Ich hoffe auch, dass sich eine Verbindung zwischen ihr und Paul Studt entwickelt. Den Streik der Hafenarbeiter habe ich interessiert verfolgt, da mir der bisher noch nicht so bekannt war. Ich widme mich nun wieder der Lektüre, da mich das Buch wirklich fesselt.

  • Ich gestehe, ich habe gestern über den Abschnitt hinaus gelesen.

    Daher halte ich mich lieber zurück.

    Ich bin demnächst mit dem nächsten Abschnitt durch, da ist das sicherer. :grin

    Mir erging es genauso. Aber schuld ist einfach MelanieM , weil sie so mitreißend schreibt, dass man gar nicht bremsen kann, wenn man gerade Lesezeit hat. :engel


    Jedenfalls bin ich auch durch diesen Abschnitt "geflogen" (also nach Ayasha Art - also für andere nicht allzu schnell :zwinker) und ich inhaliere die Geschichte richtiggehend.


    Wie es beowulf schon erwähnt hat, ist der "politische Teil" etwas nüchterner erzählt. Aber ich finde das passt hier sehr gut, dass diese geschichtlichen Fakten in gewisser Weise neutraler geschildert werden.


    Martha hat es mehr als verdient, als Op-Schwester arbeiten zu dürfen und auch wenn sie mich damit überrascht hat, finde ich es gut, dass sie Auguste gegenüber Mal die Krallen ausgefahren und sich gewehrt hat. Vermutlich wird Auguste das nicht einfach so auf sich sitzen lassen. Gerade auch wenn man ihren Vater sieht, der bestimmt sehr hohe Erwartungen an sein Töchterchen hat. A propos Augustes Vater: Es hat mich so sehr gefreut, als Marthas Vater ihm am Sommerfest so wortgewandt Kontra gegeben hat. Überhaupt bin ich wieder mit Marthas Papa versöhnt. Koko und der Leierkasten haben ja fast ein Wunder vollbracht und ihn aus seinem Loch geholt. So schön! :-]


    Als das Äffchen zum Einsatz kam und dann auch noch in Kleidung gesteckt wurde, bin ich erst etwas zusammengezuckt. Aber damals haben sich die Menschen ja nichts Böses dabei gedacht und ich will Martha und Co. zugute halten, dass das Bewusstsein vom Tierschutz da noch nicht so war wie heute. Und ich bin sicher, dass die beiden bestimmt ein ganz goldiges Paar abgegeben haben. :zwinker


    Und da ist er - unser Paul... :-] :love: Mir gefällt die Weise der Annäherung von Martha und Paul auch außerordentlich gut. Die beiden begegnen sich auf Augenhöhe und die gemeinsamen Überzeugungen sind bestimmt eine gute Basis für die Zukunft. ich finde es auch sehr angenehm zu lesen, dass Martha auch Mal hadert und nicht einfach nur Feuer und Flamme ist.

    Finde ich überhaupt nicht. Für mich passt die Mischung zwischen historischen Fakten und dem eher emotionalen fiktiven Teil.


    Bei Millis Falle für ihren widerlichen Vormund frage ich mich, ob die Fototechnik damals wirklich schon so weit war, Menschen in Bewegung deutlich erkennbar festzuhalten?

    Bei den üblichen Portraits aus dieser Zeit mussten die Leute ja ewig stocksteif rumstehen.

    Nein, da habe ich mir dichterische Freiheit erlaubt, erkläre das aber im Nachwort.

    Soweit hatte ich beim Lesen gar nicht nachgedacht - umso interessanter, dass ihr das hier anspricht. Für mich sind jedenfalls solche "künstlerische Freiheiten" absolut okay. Ich lese ja einen Roman und keinen Tatsachenbericht. :zwinker 

    Und das Millie sich so einen Plan ausgedacht hat und das so durchzieht, bewundere ich sehr. Sie ist genauso eine patente junge Frau wie auch Martha. Ganz tolle Frauen! :love:

  • Es gab sogar als ich in den 70er Jahren Kind war, noch Leierkastenmänner mit Affen. Die Affen haben dann immer das Geld eingesammelt.

    und niemand wäre auf die Idee gekommen, das sei Tierquälerei. Wobei die Tiere sich auch gewehrt haben, meine Schwester wurde mal gebissen, als sie so einem Affen zu nahe kam.

    Nemo tenetur :gruebel


    Ware Vreundschavt ißt, wen mahn di Schreipfelerdes :lesend America against America Wang Huning:lesend Die Hafenschwester Teil 2 Melanie Mezenthien

  • Es gab sogar als ich in den 70er Jahren Kind war, noch Leierkastenmänner mit Affen. Die Affen haben dann immer das Geld eingesammelt.

    Die kenne ich auch noch.


    Ich bin auch über diesen Abschnitt hinweg.

    Das Buch liest sich wirklich Ruck zuck.


    Ich habe mich mal an der Schwester von St. Pauli versucht die ging gar nicht. Deswegen war ich hier etwas skeptisch aber zu Unrecht;)


    Millie und Martha sind solche Herzensmenschen.

    Schade das Millie Moritz Antrag nicht annimmt.


    Der Vormund geht gar nicht aber toll das Millie so selbstbewusst ist das sie eine Lösung für sich findet.