Personal Novel

  • Heute bin ich im Netz auf folgende Seite gestoßen:


    klick!


    Was haltet ihr davon? Hat jemand von euch sowas schonmal verschenkt? Wenn ja mit welchen Erfahrungen? Oder würdet ihr sowas nie-nimmer-nich verschenken? Wenn ja, warum?


    Bin auf eure Antworten gespannt... :-)


    LG,
    Rava

    Ich, ohne Bücher, bin nicht ich.


    Bücher sind lebensnotwendig. Ohne Bücher existiere ich. Aber ich lebe nicht.

  • Um Gottes Willen! Was für ein Schmodder! :lache


    Für ein Kind finde ich sowas eine nette Idee, wenn es selbst als Held in einem tollen Abenteuer auftritt - ich denke, das wäre auch ein netter Weg, einen Lesemuffel zum Lesen zu ködern. Aber unter Erwachsenen? Himmel hilf! :grin

    Lieben Gruß,


    Batcat


    Ein Buch ist wie ein Garten, den man in der Tasche trägt (aus Arabien)

  • Gleich ausprobiert:


    Prüfend schaute Dr. Remus Lupin abwechselnd auf die Mappe, die er in seinen Händen hielt, dann auf das Krankenbett, an dessen Seite er stand. Ein leichtes Stirnrunzeln konnte er nicht vermeiden und seine braunen Augen unter den Brillengläsern drückten Besorgnis aus.
    Krankenschwester Delphin schaute bewundernd zu Remus Lupin. Ihr strassenköterblondes Haar bewegte sich leicht durch ihre Kopfbewegung, doch auch ihr war die Sorge von Dr. Remus Lupin nicht entgangen. Seit eine Nacht war Krankenschwester Delphin nun schon die Assistentin von Dr. Remus Lupin, hatte ihn durch viele schwere Operationen begleitet und ihm zur Seite gestanden.
    Zahllose Kämpfe um die Leben ihrer Patienten hatten sie schon gewonnen, zahllose Krankheiten besiegt- doch wann würde er ihr stilles Verlangen erhören?


    :lache

  • Bei mir gehts auch hochdramatisch zu:


    Herzblatt Callaghan schnaufte lautstark. Wie konnte Batcat nur auf diesen Unsinn kommen? Nun kannten die beiden sich schon seit Jahren, doch so etwas hätte er ihr nie zugetraut.


    Die Sonne schien durch die hohen Fenster des ganz in Holz getäfelten Herrenzimmers. Das braune Haar von Batcat schimmerte beinahe unwirklich im Sonnenlicht. Tränen der Ohnmacht und der Wut stiegen in Herzblatts grüne Augen. Sein Blick ging hinaus auf den Gemüsegarten, den seine Großmutter bereits angelegt hatte.


    All das sollte verloren sein? Das ganze Lebenswerk seiner Familie? Das stolze Landgut Callaghan Hall? Nur weil eine smarte Anwältin aus Flederhausen sich dafür hergab, eine Motocross-Teststrecke in dieser wunderbaren unberührten Landschaft Cornwalls bauen zu wollen?


    Ich sterbe!

    Lieben Gruß,


    Batcat


    Ein Buch ist wie ein Garten, den man in der Tasche trägt (aus Arabien)

  • Meine Eltern haben mir vor etlichen Jahren mal ein Buch geschenkt, in dem ich die Hauptrolle spielte.
    Da waren auch sehr viele Bilder drin, und drei meiner Freunde waren auch dabei. Das war eigentlich echt cool, wir waren auch keine Helden oder so sondern haben ein wildes Känguru gefunden, was wir aufgezogen haben (mein Lieblingstier war damals das Känguru...)
    Ich fand echt klasse, aber ich war erst 7 oder 8. Heute wäre es wohl auch noch lustig, aber verschenken würde ich es nicht.

  • Zitat

    Mühelos zerteilte der Bug die entgegenkommenden Wellen, während das Wasser quer über das Schiff bis zum Achterdeck schäumte. Nur noch in Rufweite vor ihnen befand sich das spanische Handelschiff mit seiner wertvollen Ladung.
    Seit wenigen Monaten kreuzte seine Fregatte nun in den südlichen Gewässern auf der Suche nach der von den Spaniern gefangen genommenen blonden Elizabeth Turner. Cpt. James Sparrow stand aufrecht mit versteinerter Miene und hartem Blick in seinen schwarzen Augen und starrte auf den schwerfälligen Dreimaster. War er nun endlich am Ziel? Hatte er nach zwei Jahren der Trennung von Elizabeth Turner in Tortuga endlich die Möglichkeit, sie wieder zu finden? "Gefechtsstationen Backbord klar", rief sein erster Offizier in freudiger Erwartung. Cpt. James Sparrow drehte sich zu ihm um.


    :lache :lache


    Die Idee ist gut, aber an den Texten müssten sie noch feilen, damit ich das verschenken würde :wow

  • Zitat

    Ungeduldig riss Streicher seinem Knappen die Turnierlanze aus den Händen. Diese Schmach konnte der stolze Ritter nicht auf sich sitzen lassen. Ausgerechnet Lady Alizée Jacotey, die braune Lady Alizée Jacotey, verweigerte ihm seinem Gegner zu Ehren das Treueband, welches seine Rüstung zieren sollte.
    Seit 20 Jahre hatte er sich auf das Turnier in Korsika vorbereitet. Wütend zog er das Visier seines stählernen Helmes herunter, so dass das unbeherrschte Blitzen in seinen blauen Augen kaum zu sehen war.
    Gespannt blickte er in Erwartung des Signals auf die Tribüne mit den Ehrengästen. Das Raunen verstummte und das Volk starrte abwechselnd auf die Kontrahenten und die Tribüne. Das Signal! Streicher galoppierte los und beugte langsam seine Lanze in Richtung Lanzelot, der auf seinem schwarzen Wallach kampfbereit auf ihn zustürmte...


    Oh man :lache


    Naja...ich glaub' da schreib' ich lieber selbst was :write

  • Oje. Wenn mir jemand sowas schenken würde, würde ich vermutlich vor Lachen zusammenbrechen und den Schenker somit ziemlich verletzen, sollte er es ernst meinen. Aber bei meinen Freunden habe ich in der Hinsicht nichts zu befürchten, sie würden mir sowas höchstens als Gag schenken.


    Selbst verschenken würde ich es auch nicht, ein einzigartiges Individualbuch schreibe ich lieber selbst :grin. Ich frage mich übrigens, wie dieser Verlag die Worte "einzigartig" und "Individualbuch" interpretiert ... :gruebel

  • Zitat

    Die Streitmacht sammelte sich zum Zug auf die Stadt. In der Ferne sah der Prinz die beeindruckenden Zinnen dieser glanzvollen, mächtigen Stadt, von denen er das braunene Haar der hübschen Jojo glänzen zu sehen glaubte.
    Seit 2 Jahren bereitete er sich auf diesen Moment vor. Diesen Moment der Rache, aber auch diesen Moment des Wiedersehens. Dieser süße Moment... doch wie viele Opfer, wie viele Schlachten würde er noch schlagen müssen? Seine blauenen Augen blitzen vor Siegesgewissheit und Anspannung. Vorsichtig schloss er den Brustpanzer, zog sich den federgeschmückten Helm auf und prüfte sein Schwert.
    Endlich kam der Soldat mit seinem Pferd, endlich war der Prinz fertig vorbereitet für den Moment, der sein Leben verändern sollte- für den Sturm auf Troja!


    :rofl :rofl :lache Mal sehen, ob der Prinz es schaft, mich zu befreien. Ich lade euch dann zu meiner Hochzeit ein. :lache

  • So etwas würde ich nicht verschenken -_- Und auch nicht haben wollen.


    Die Formulierungen reizen mein Sprachgefühl und die Stories beleidigen meine verbliebenden Gehirnzellen.


    Ansonsten wäre die Grundidee gar nicht so übel. Wenn sie etwas... einzigartiger und... individueller ausgeführt wäre.




    Jass :keks

  • Ohja, mir gefällt vor allem die Krankenhausgeschichte (klingt so nach Bahnhofsbüchlein) und das mitreißende Schicksal von Callaghan Hall:grin


    Früher hat mein Vater uns Detektivgeschichten mit meiner Schwester und mir in der Hauptrolle erzählt - um LÄNGEN besser als dieser Schund.


    ..sehr unterhaltend.. wenns denn ein Witz sein soll..

  • Mein Mann hat mir diese Woche eins von diesen Büchern geschenkt und bis jetzt mag ich die Idee. Zumindest wird es einen ganz besonderen Platz in meinem Regal bekommen.


    So schlecht finde ich die Story und den Text nicht; eine Mischung aus "Denise Mistery" und Schulaufsatz... Mein Gehirn wird es wohl nicht verbrutzeln.


    Meine Geschichte spielt im schottischen Hochland, wo sich ein böses Monster in einem Moor herumtreibt. Ein Mädchen konnte ihm ums Jahr 1900 entkommen; ca. 100 Jahre später kommt eine Lehrerin aus England ins Dorf (ich :-]), die dem Mädchen von 1900 auf´s Haar gleicht.


    Ernst gemeint ist so was natürlich nicht; just for fun!
    :wave

    „An solchen Tagen legt man natürlich das Stück Torte auf die Sahneseite — neben den Teller.“

  • Ich habe auch so ein Buch, mein Freund ist der "Held", ich na klar seine Geliebte und mein eheamliger Mitbewohner der Bösewicht. Die Story ist flach, aber ein Buch mit seinem eigenen Namen zu lesen ist witzig. :lache

  • Nach dem Verhör suchte Foer sogleich den Staatsanwalt auf. Bo kam schon mit neugierigen Blicken auf sie zu. „Und? Was hat sie gesagt?” „Der Gärtner ist der Mörder.” Sie musste selbst über diesen Scherz schmunzeln und strich sich eine ihrer blonden Locken aus dem Gesicht. Seine braunen Augen blitzten. „Lassen Sie den Unfug. Also, was sagt die Zeugin?” „Sie hat gesagt, dass die Schäfers wirklich essen gehen wollten. Und sie hat erzählt, dass Frau Schäfer im Keller ihres Hauses in Buxdehude Kameras versteckt hat, um ihren Mann zu überwachen.” „Ich wusste es!” Der Staatsanwalt jubelte. „Was wussten Sie?”, fragte Foer etwas irritiert. „Dass bei den beiden schon seit Jahren der Haussegen schief hing. Er hat das mit den Kameras spitz gekriegt und ist durchgedreht. Klarer Fall.” Bo lächelte zufrieden.



    :gruebel


    Sir? Sind Sie der Wissenschaftler aus Buxdehude?” Bo fuhr erschrocken herum. „Ja.” Vor ihm stand eine hübsche Frau mit blonden Haaren. Sie trug eine Dienstuniform: blaues Jackett, knielanger schwarzer Rock und schwarze Stiefeletten. „Ich bin Lieutenant Foer Margolin”, stellte sie sich vor und reichte ihm ihre Hand, deren Druck erstaunlich fest war. „Willkommen auf dem Mond! Wir haben nicht viel Zeit. Kommen Sie mit.” Bo musterte die junge Frau mit seinen braunen Augen. Sie war ihm auf Anhieb sympathisch, nur ihre Uniform stieß ihn ab. „Ich bin seit Jahren die stellvertretende Einsatzleiterin”, erklärte Foer, während sie zu den Aufzügen gingen. Als der Aufzug in die Tiefe sackte, glaubte Bo, ihm würde der Boden unter den Füßen weggezogen. Für einen Moment war er schwerelos. Kurz darauf fühlte er wieder sein eingeschränktes Gewicht. Foer lächelte. „Das gibt sich.”

  • Ich hab mir das gerade mal angeschaut ... Na ja.


    Meine Schwester hat vor einigen Jahren mal ein Kinderbuch dieser Art bekommen, da war ich etwas eifersüchtig drauf - aber heute würde ich so etwas weder selbst haben noch verschenken wollen.


    Nette Idee, aber sonst ... Und außerdem finde ich den Preis etwas heavy. Ich meine, klar, die Namen müssen ja eingefügt werden, das dauert ja, dann der Druck etc., aber trotzdem.

  • Meine Tante hat meinen Großeltern mal so ein Buch geschenkt. War auch eine eher seichte Liebesgeschichte, aber wir haben uns totgelacht. Man muss ja ausfüllen, wer wer sein soll, aber da sie die Geschichte nicht im ganzen kannte, kamen da sehr lustige Sachen raus. :-D


    Ernst genommen hat das keiner, es war einfach witzig und die ganze Familie hat reihum das Buch gelesen und sich dabei köstlich amüsiert. Als Witz also sehr gut geeignet. :wave


    Lieben Gruß
    Larna


  • ey, das sind beides meine Texte, meine Bücher!
    Wie kommst du in mein Buch?
    Und wo bin ich jetzt?
    :yikes
    Identitätskrise! Gespaltene Persönlichkeiten!



    Im Ernst: Als Kind hätte ich mich wie blöde gefreut, ein Buch mit mir als handelnder Person zu bekommen.
    Aber muss ich das jetzt noch haben?

  • :gruebel Irgendwie hat das was und ich erinnere mich, dass ich die Seite schon einmal gesehen habe...



    Horst Wurst Callaghan schnaufte lautstark. Wie konnte Dumpfbacke nur auf diesen Unsinn kommen? Nun kannten die beiden sich schon seit Nanosekunden, doch so etwas hätte er ihr nie zugetraut. Die Sonne schien durch die hohen Fenster des ganz in Holz getäfelten Herrenzimmers. Das ockerblaue Haar von Dumpfbacke schimmerte beinahe unwirklich im Sonnenlicht. Tränen der Ohnmacht und der Wut stiegen in Horst Wursts schimmelgrüne Augen. Sein Blick ging hinaus auf den Gemüsegarten, den seine Großmutter bereits angelegt hatte. All das sollte verloren sein? Das ganze Lebenswerk seiner Familie? Das stolze Landgut Callaghan Hall? Nur weil eine smarte Anwältin aus Doofmannshausen sich dafür hergab, eine Motocross-Teststrecke in dieser wunderbaren unberührten Landschaft Cornwalls bauen zu wollen?

  • Ich hab mich kaputtgelacht... Tolle Idee! aber blöd.



    „Ich habe mir die Begleitung eines Mannes gesichert, der seit Donnerstag in Afrika lebt, das Land kennt und die Sprachen beherrscht. Vielleicht sagt Ihnen der Name Eduard Mayer etwas?” Dr House lächelte selbstzufrieden. Bohemia fragte sich, ob sie es sich nur einbildete, dass die eisblauenen Augen des Engländers sie plötzlich schärfer musterten. Sie schüttelte so heftig den Kopf, dass ihre blondgesträhnten Locken über ihre Schulter fielen. „Nie gehört. Und woher wissen Sie, dass Herr Meyer mit ihren Plänen einverstanden ist?” Dr House zuckte die Achseln. „Ich bin sicher, dass es ihm herzlich gleichgültig ist, in welchen Teil des Kaokoveldes er uns wann führt. Im Gegensatz zu Ihnen und mir sieht er die Welt eher pragmatisch. Ich treffe ihn heute Abend in Fernsehen. Vielleicht wollen Sie auch kommen? Dann könnten Sie ihn selbst kennen lernen.”

    Education is an admirable thing, but it is well to remember from time to time that nothing that is worth knowing can be taught. ~ Oscar Wilde