Habt ihr viele "lesende Freunde"?

  • also mein freundeskreis beschränkt sich auf eine person und die liest. meine freundin und ich kennen uns schon seit der schulzeit; damals haben wir die gleichen bücher gelesen und auch getauscht... mit den jahren hat sich unser lesegeschmack leider gesplittet, nur ganz selten mal lesen wir die gleichen bücher... aber nach über 15 jahren freundschaft berichten wir trotzdem von den gelesenen büchern.


    LG Minerva

  • Ich habe ca. zweieinhalb lesende Freunde :grin. Auf die halbe komme ich, weil sie nur bestimmte Bücher liest und sonst ein Lesemuffel ist. Mit den anderen beiden Freundinnen tausche ich mich immer mal wieder über Bücher aus. Sie haben beide einen ähnlichen Lesegeschmack wie ich, das macht es leichter. Ich habe auch schon öfter mal ein Buch empfohlen (bekommen).


    lg, Alasen

  • Ich möchte jetzt mal das Gegenbeispiel zu den "jungen Lesern" bringen. Sehr viele meiner Freunde lesen gern und viel und unter ihnen sind so einige, die auch Anfang zwanzig sind. :wave

    :lesend Ich lese gerade: "Carry On" von Rainbow Rowell und "Mansfield Park" von Jane Austen | SuB: 50

  • ich habe leider keine lesenden Freunde, auch nicht die Familie, kann sie auch nicht anstecken. Aber meinen Mann habe ich angesteckt. Dafür lese ich umso mehr.

    Zitat

    Bücher haben Ehrgefühl, wenn man sie verleiht, kommen sie nicht zurück. T.Fontane


    :lesend :fruehstueck
    Ich lese Thomas Mann; Der Zauberberg;

  • Doch ich habe durchaus einige Freunde, die gerne lesen. Unser Geschmack deckt sich natuerlich nicht in allem, aber es gibt Ueberschneidungen. Die eine Freundin liest gene Krimis, die andere fast nur Sachbuecher, die naechste querbeet. Der Austausch findet mit fast allen statt, nur eben in unterschiedlichen Genres.


    Wenn ich Buecher kaufe, so immer mit meinem lesenden Freundeskreis in Gedanken. Denn da ich fast nur Buecher leihe, ist der Kauf solchen Buechern vorbehalten, die ich meinen Freunden weitergeben und mit ihnen diskutieren moechte. Meine Buecher machen da immer recht grosse Runden.


    Man braucht nicht "viele" lesende Freunde, um einen solchen Austausch zu erleben. Aufgeschlossenheit gegenueber anderen Genres ist dagegen durchaus hilfreich. Und auch mal verschmerzen koennen, dass ein Buch hin und wieder den Weg nicht ganz zurueckfindet. Was solls, ich weiss eines ist irgendwo in derzeit in New Brunswick im Osten Kanadas ein paar Flugstunden von mir entfernt unterwegs und wird auch Leute erfreuen, die ich gar nicht mal kenne ... Die Unterhaltungen, die ich wegen dieses Buches mit einer Reihe von Freundinnen hatte, denen ich es auslieh, sind unbezahlbar und wiegen diesen Verlust mehr als auf!!!!

    Gruss aus Calgary, Canada
    Beatrix


    "Well behaved women rarely make history" -- Laura Thatcher Ulrich

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  • Nö, meine Freunde lesen alle nicht. Vielleicht mal eine Zeitschrift oder ein Fachbuch aber das ist dann schon das höhste der Gefühle. Ich werde immer ganz euphorisch, wenn ich jemanden kennenlerne und merke, das er oder sie auch ein Leser ist. :lache

  • Ich habe in meinem Verwandten- und Bekanntenkreis gerade mal zwei Freundinnen, die gerne lesen. Leider haben wir in Bezug auf Bücher entweder gar nicht, oder nur sehr entfernt den gleichen Geschmack. Die eine liest für ihr Leben gerne Amelie Fried, Hera Lind o.ä, die andere mag zwar Krimis, aber eher solche von Martha Grimes (Inspector Jury) oder Patricia Cornwell (Kay Scarpetta). oder Ruth Rendall. Ist ja mal ganz nett, denn Krimis/Thriller/Mysterythriller lese ich auch. Aber für mich, als jemand der hauptsächlich Bücher aus den Genren Horror oder History bevorzugt, auch nicht immer die geeignete Plausch- und Büchertauschpartnerin. :-(

  • Ich habe eigendlich nur zwei Freunde, die wirklich viel lesen. Aber ich helfe Ja auch in einer Bücherei bei und hier im Dorf, und die Erwachsenen da, lesen auch sehr viel, und mit denen tausche ich mich dann auch immer viel aus. Mit meinen Freunden rede ich aber eigendlich nur über ein Buch, und zwar Bis(s) Zum Abendrot oder Breaking Dawn!
    :wave

  • Naja, ich habe eine Freundin mit der ich mich über die Bis(s)-Bücher unterhalten kann, sie liebt die genauso wie ich. Aber sie braucht für ein Buch ewig und so dauerts leider immer ein wenig... aber abgesehen von den Bis(s)-Büchern eigentlich nicht... meine Schwester liest auch viel und gerne nur meist nicht solche Bücher, die mich interessieren. Von daher hab ich also eigentlich niemanden mit dem ich mich drüber unterhalten kann (außer natürlich euch), aber so schlimm finde ich das nicht, ich habe mein eigenes Bild und meine eigene Meinung von Büchern, so brauch ich mich eigentlich hinterher nicht mehr groß drüber austauschen (es sei denn es war besonders schön :-])


    Liebe Grüße
    Lara

  • Ich kenn niemanden in meinem Freundeskreis der "soviel" liest wie ich. Dabei finde ich es im Vergleich zu anderen Eulen total wenig. 4,5 Bücher in einem Monat - da gehör ich fast noch zur wenig lesenden Fraktion :lache


    Insgesamt sind es 3 Freunde die lesen - mit einer hab ich zumindest ein Genre gemeinsam, mit den anderen leider gar keines. 1 Bekannte hab ich noch, die auch fast nur schnulziges liest und mit den Arbeitskollegen tausch ich mich nur aus, wer was gerade liest.


    Richtige Diskussionen über die Bücher kann ich aber leider nur im Forum führen - real heißt es nur "Ja, war gut" "Nein, gefällt mir nicht". :-(


    Fazit: Ich bin froh hierher gefunden zu haben :grin

    Man kann im Leben auf vieles verzichten, aber nicht auf Katzen und Literatur! :-]


    :lesend Sophie Kinsella - Kein Kuss unter dieser Nummer

  • Auf die Gefahr hin gesteinigt zu werden, gehört das nicht eher in die Plauderecke :gruebel ?
    Zur Frage, nein ich habe ein paar Freunde, die hin und wieder mal ein Buch in die Hand nehmen, dann aber welche von den Bestsellerlisten oder welche, die man ihrer Meinung nach gelesen haben sollte, ich kenne niemanden der so viel liest, wie ich, die meisten bedenken einen dann mit einem ganz komischen Blick. Die meisten meiner Freunde lesen hin und wieder mal ein Buch, es ist nicht so, dass sie eine Bücherfurbie hätten, besonders viel wird da aber nicht gelesen.

  • bei mir ist es genauso, ich werde auch schief angesehen, allein schon wegen den vielen Büchern, die wollen dann ausleihen, da werde ich schon zum Tier, ich verleihe keine Bücher, wer weiß wie sie zurück kommen. Ich habe nur meinen Mann angesteckt, sonst ist niemand zu bewegen zu lesen. Und jemand sagte mal zu mir, lesen bildet nicht, dann fragte ich diesen, wie er lesen und schreiben gelernt hat.
    :gruebel

    Zitat

    Bücher haben Ehrgefühl, wenn man sie verleiht, kommen sie nicht zurück. T.Fontane


    :lesend :fruehstueck
    Ich lese Thomas Mann; Der Zauberberg;

  • Ich habe eigentlich keine näheren Bekannten, die gar nicht lesen. Aber soviel wie ich liest kaum jemand und vor allem nicht so queerbeet. Zum Glück ergänzen meine Freunde sich da ganz gut, einige lesen mehr Klassiker und Anspruchsvolles, andere auch mal Fantasy... Meine Familie liest auch viel. Dennoch findet man bei der Masse an Büchern, die es gibt, nicht immer jemand, der das Buch kennt, das man gerade liest. Daher ist das Bücherforum hier trotzdem klasse!

  • In meinem Freundes-/Verwandten-/Bekanntenkreis gibt es leider auch niemanden, mit dem man sich austauschen kann.


    Es gäbe zwar eine, aber die findet meinen Büchergeschmack doof und nicht intelektuell genug. Na ja, sie ist halt was seltsam.


    Munitia

  • Zitat

    Original von Munitia


    Es gäbe zwar eine, aber die findet meinen Büchergeschmack doof und nicht intelektuell genug. Na ja, sie ist halt was seltsam.


    Munitia


    Ich glaube, der sehr unterschiedliche Zugang zu Büchern und der sehr unterschiedliche Büchergeschmack wird häufig unterschätzt. Nur weil jemand liest, habe ich noch lange kein Gesprächsthema mit ihm. Selbst wenn er die gleichen Bücher liest, kann es sein, dass man keine Ebene findet, darüber zu reden, weil man vielleicht auf völlig unterschiedliche Aspekte anspringt. Je besser und vielfältiger ein Buch, um so größer die Wahrscheinlichkeit, dass drei Menschen dieses auf drei völlig verschiedene Arten lesen.


    Ich persönlich beurteile Menschen schon lange nicht mehr danach, ob, was und wieviel sie lesen, weil das allein eben selten was aussagt. Und wenn man intellektuell und emotional wirklich auf einer Linie liegt, kann man sich auch über Bücher austauschen, die nur einer gelesen hat. Meine Mutter und ich gehen zwar regelmäßig gemeinsam Bücher kaufen. Aber jeder sucht sich unterschiedliche Bücher aus - wir lesen kaum mal beide das gleiche. Trotzdem können wir gut über unsere Eindrücke reden.


    Mein Mann liest überhaupt keine Belletristik. Trotzdem erzähle ich ihm regelmäßig von meinen Büchern (so, wie er mir von seinen philosophischen Schriften erzählt) und es ist selten, dass dieser Austausch nicht trotzdem fruchtbar ist. Austausch ist ja gerade dann spannend, wenn möglichst unterschiedliche Gedanken und Ideen zusammenkommen. Daher finde ich es nicht unbedingt notwendig, dass mein Gesprächspartner das gleiche Buch gelesen hat.

  • In meinem Freundeskreis lesen eher wenige. Eher noch Zeitschriften oder die Zeitung. Das schon. Aber so richtige Bücher eher wenig. Aber ich finde das auch nicht so wichtig. Wenn ich irgendwas Interessantes gelesen habe, kann ich das ja trotzdem erzählen.