'Der Name des Windes' - Kapitel 14 - 27

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    Original von chiara




    Die Frage habe ich mir auch gestellt. Ich denke, dass die Erzählung vom Geschichtenerzähler schon alt und irgendwie von den Chandrian "autorisiert" ist. Kvothes Vater hatte etwas Neues geschaffen und vielleicht ist der Knackpunkt


    Ich habe es jetzt mal in Spoiler gesetzt, da ich mir nicht sicher bin, ob die Auflösung in dem Abschnitt erfolgt ist.


    Ich hatte meinen ersten beitrag etwas unglücklich formuliert.
    Ich sehe das ähnlich wie chiara.
    Die schon ewig verbreiteten Geschichten über die Chandrian sind harmlos, schon allein, weil sonst ja schon seit Ewigkeiten keiner mehr üner die Chandrian sprechen würde und völlig in vergessenheit geraten, dass will bestimmt kein Dämon, geist oder was sie auch immer sind.
    Gefährlich wird es erst, wenn man, wie kvothes Vater tiefer bohrt.
    ich denke, die Chandrian haben irgendein tiefgreifendes Geheimnis und wer dem zu nahe kommt muss sterben.

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    Original von BelleMorte
    Meinst du, dass die Chandrian nicht wollen, dass man bestimmte Dinge miteinander verknüpft?


    Das ist eine gute Frage.


    Dank Kvothe können wir die Verbindung herstellen. Ich bin mir nicht sicher, ob die anderen Geschichtenerzähler dies wirklich wissen. Ich vermute eher weniger. Kvothes Vater hat sich auf jeden Fall mehr Gedanken gemacht als gut für ihn ist. Auf die Idee, dass die Zeichen, die die Chandrian ankündigen, sich einem bestimmten Chandrian zuordnen lassen, ist vorher auch niemand gekommen. Wahrscheinlich hatte er damit sogar Recht und es ist ein Grund, warum die Truppe sterben musste.

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    Original von BelleMorte
    Meinst du, dass die Chandrian nicht wollen, dass man bestimmte Dinge miteinander verknüpft?


    Ja, ich denke die Chandrian haben irgendeinen Schwachpunkt, der ihnen gefährlich werden kann und wer zu viel nachbohrt und auf der richtigen Fährte ist, ob mit Absicht oder zufällig, wird umgebracht.

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    Original von Zwergin


    Ja, ich denke die Chandrian haben irgendeinen Schwachpunkt, der ihnen gefährlich werden kann und wer zu viel nachbohrt und auf der richtigen Fährte ist, ob mit Absicht oder zufällig, wird umgebracht.



    so hatte ich das eigentlich auch im Gefühl. Die Szene als Kvothes ganze Truppe sterben musste, bzw einfach tot war als er zurück kam war wirklich hart :-(

  • Sodele, auch Abschnitt zwei beendet....
    Das das Buch eines der besten Fantasy-Schmöker seit langem ist, mag ich auch mal so unterschreiben - wobei ich hier sicher nicht sooooo vile dazu sagen kann wie manch anderer "Bücherfresser" hier in der Runde ;) -aber für mich ein absolutes Highlight :fingerhoch


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    Original von Suzann
    Geschichten erzählen zu lassen in einer Geschichte, die erzählt wird und das als Handlung einer Geschichte, die wir lesen. Die Geschichte in der Geschichte in der Geschichte, sozusagen. Ich weiß nicht, ob mir das gefällt.


    Mir gefällt das total gut! Großartig gemacht ist es in diesem Fall noch dazu - wir lernen was über den Glauben kennen, und über Skarpie bekommen wir die Geschichte von Lanre erzählt - und die scheint ziemlich wichtig zu sein, da da irgendein Zusammenhang zu den Chandrian zu bestehen scheint....


    Zitat

    Original von BelleMorte
    Meinst du, dass die Chandrian nicht wollen, dass man bestimmte Dinge miteinander verknüpft?


    :write
    Jeppo. Warum sonst lebt Skarpie noch, während Kvothe Familie sterben musste? Ich denke sein Dad hat etwas zu viel "geschnüffelt"...


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    Original von JuHu
    Die Eskalation mit Pike hat mich sehr schockiert - aber die Entwicklung dorthin, beginnend mit dem rasenden Schmerz über die zerstörte Laute, ist nachvollziehbar geschildert.


    Jou, bin froh, dass das noch jemand hier so empfunden hat... Fand ich auch extrem schlimm, ja. Vor allem, wenn man bedenkt, das Kvothe in ja tatsächlich auch hat brennen sehen wollen :-(
    Aber ja, da muss man dann wohl wirklich zum einen die Vorgeschichte zugrunde legen, und zum anderen nicht vergessen, wie jung er da war, und das er da schon eine Weile den "Gesetzen der Strasse" unterworfen war. Schockieren darf einen das sicher trotzdem...


    Zitat

    Original von JuHu
    Über den Satz "Trip schenkte mir ein Gürtelmesser mit Ledergriff, weil er fand, jeder Junge sollte etwas haben, womit er sich wehtun könnte." bin ich gestolpert. Hat der eine tiefere Bedeutung oder ist das nur ein Scherz?


    Das - so denke ich - war dann doch einfach nur ein "dummer Scherz" :rolleyes


    Zitat

    Original von Saiya
    Warum hat Ben die Truppe verlassen? Hat er etwas von dem Überfall gewusst? Warum wurde Kvothe verschont? Was wird jetzt aus Kvothe, wohin verschlägt es ihn nun? Ich lese dann mal weiter. :-)


    neee, das glaube ich nicht... wobei auch ich über diesen Satz in der Einleitung hierzu stolpere.... Moment mal... hier:

    Zitat

    Wie Ihr seht, hätte man Ben keine bessere Falle stellen können, auch wenn man sehr viel mehr Phantasie darauf verwendet hätte.


    ....-wie ist das gemeint? Wieso Falle? Denk ich da schon wieder zu sehr um die Ecke?
    Oder hat man Ben einfach aus der Truppe raus haben wollen, weil er den Überfall möglicherweise hätte vereiteln, bzw. die Gefahr früher bemerken können?


    So, soweit erst mal Kommentare zu Euren Postings..... - zum Großteil spiegeln sich ja, wenn man nicht gerade zu den ersten Schreibern gehört, viele eigene Gedanken schon wieder...


    Nach wie vor fesselt mich das Buch, und ich freue mich auf jede freie Leseminute :lesend
    Die Art des Erzählens lässt mich eintauchen, dabei sein, mit-fühlen, mit-leiden... Jetzt bin ich gespannt, wie die Geschichte um Skarpie weitergeht, und wie und wann Kvothe an die Universität kommt - denn DASS es dieses tut, daran zweifel ich nicht... (Sagt er nicht auch Eingangs zum Chroniker, in seiner "Ich bin Kvothe..."-Ansprache ;) er sei als jüngster von der Universität geflogen, oder so ähnlich?)


    Oh, und ich mag Trapis irgendwie, seufz... sehe ihn so richtig vor mir, mit seinem "was denn, was denn... Wird schon, wird schon....." :-)

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    Original von Grinse
    ....-wie ist das gemeint? Wieso Falle? Denk ich da schon wieder zu sehr um die Ecke?
    Oder hat man Ben einfach aus der Truppe raus haben wollen, weil er den Überfall möglicherweise hätte vereiteln, bzw. die Gefahr früher bemerken können?


    Ich hab das so verstanden, dass er (nicht bösartig gemeint) der Frau in die Falle gegangen ist. Das Schicksal hat ihm einfach eine Gelegenheit geboten, ein gutes Leben an der Seite einer einsamen aber gut situierten Witwe zu führen. Die Truppe um Kvothe hatte damit nichts zu tun.

    Es gibt keine Tasse Tee die groß genug- und kein Buch das lang genug für mich ist. - Lewis Carroll

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    Original von Twomix


    Ich hab das so verstanden, dass er (nicht bösartig gemeint) der Frau in die Falle gegangen ist. Das Schicksal hat ihm einfach eine Gelegenheit geboten, ein gutes Leben an der Seite einer einsamen aber gut situierten Witwe zu führen. Die Truppe um Kvothe hatte damit nichts zu tun.


    Aaaaah, ja. :gruebel Okay - klar, das kann gut sein. Man sollte vielleicht nicht überall zu viel hinein interpretieren :zwinker

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    Original von Grinse


    Aaaaah, ja. :gruebel Okay - klar, das kann gut sein. Man sollte vielleicht nicht überall zu viel hinein interpretieren :zwinker


    Wieso nicht? Genau das ist es doch, was Spaß macht. :-)
    Ich bin immer noch der Ansicht, dass Bens Verlassen der Gruppe, auf die ein oder andere Art mit dem Überfall auf die Truppe zu tun hat. Ich könnte mir auch gut vorstellen, dass die Frau nicht zufällig in Bens Leben aufgetaucht ist. Wer weiß, was er hätte verhindern können, wenn er bei Kvothe und seiner Familie geblieben wäre... :gruebel

  • Da könntest du natürlich Recht haben, Saiya! Ich persönlich hatte das jetzt auch eher als Zufall gewertet.


    Was mich eher wundert ist das Kvothe nach dem Überfall nicht versucht zurück zu Ben zu kommen, immerhin ist der die einzige Bezugsperson die er noch hat. Und so extrem weit weg war die Truppe bei dem Überfall ja gar nicht...

  • Zitat

    Original von Maharet
    Was mich eher wundert ist das Kvothe nach dem Überfall nicht versucht zurück zu Ben zu kommen, immerhin ist der die einzige Bezugsperson die er noch hat. Und so extrem weit weg war die Truppe bei dem Überfall ja gar nicht...


    Hatte Kvothe nicht erwähnt, dass die Stadt, in der Ben nun lebt, zu weit weg war und dorthin zu Fuß zu gelangen? :gruebel Wenn ich mich recht entsinne, ereignete sich der Überfall nur weniger Tage nach Bens Verlassen der Truppe. Aber sie waren ja mit Pferdewagen unterwegs und damit macht man an einem Tag schon viel Strecke. Für die gleiche Strecke wird man zu Fuß einige Tage länger brauchen und zu der Jahreszeit und ohne Nahrung wäre es schon sehr schwierig den Marsch zu bewältigen.

  • Zitat

    Original von Maharet
    Da könntest du natürlich Recht haben, Saiya! Ich persönlich hatte das jetzt auch eher als Zufall gewertet.


    Was mich eher wundert ist das Kvothe nach dem Überfall nicht versucht zurück zu Ben zu kommen, immerhin ist der die einzige Bezugsperson die er noch hat. Und so extrem weit weg war die Truppe bei dem Überfall ja gar nicht...


    Nach dem Tod seiner Eltern und der ganze Truppe war kvothe ja erstmal so von der Rolle, dass er planlos in den Wald marschiert ist, unter Schock kam er wohl gar nicht auf die Idee, dass es da ja doch noch einen Menschen gibt, dem er was bedeutet.

  • Zitat

    Original von Zwergin


    Nach dem Tod seiner Eltern und der ganze Truppe war kvothe ja erstmal so von der Rolle, dass er planlos in den Wald marschiert ist, unter Schock kam er wohl gar nicht auf die Idee, dass es da ja doch noch einen Menschen gibt, dem er was bedeutet.


    Ja, das glaube ich so auch, trotzdem, wenn ich mir vorstelle ich bin 12/13 und habe plötzlich gar niemanden mehr.... nach einer gewissen Zeit der "Starre" schaut man doch das man eine Bezugsperson findet, und da läge Ben eigentlich ja am nächsten...


    chiara : Danke, soweit bin ich vielleicht einfach noch nicht :wave

  • Zitat

    Original von Suzann
    Geschichten erzählen zu lassen in einer Geschichte, die erzählt wird und das als Handlung einer Geschichte, die wir lesen. Die Geschichte in der Geschichte in der Geschichte, sozusagen. Ich weiß nicht, ob mir das gefällt. Ich warte die ganze Zeit darauf, wann es jetzt endlich losgeht, mit der richtigen Geschichte.


    Der Verlust seiner Eltern und Freunde, das harte Leben in der Stadt sind eindringlich beschrieben, so dass man sich gut in Kote hinein versetzen kann. Mir gefällt, das manches nur angedeutet wird, wie die Szene mit dem Jungen auf der Straße unterhalb Kotes Versteck. Seine Worte über gebrochene Knochen und das Bedauern sind aus der weisen Rückschau eines Erwachsenen gesprochen. Hinterher weiß man es immer besser.....


    Haha, so gehts mir auch irgendwie.
    Ich denk immer, dass er doch mal seine Gaben anwenden soll.
    Im Moment kommt er mir wieder wie ein normaler Junge vor, der alles verloren hat. Warum benutzt er nichs von dem, was er gelernt hat bei Ben oder anderen?
    Mir hat es gefallen, als er im Wald war. Aber das mit der Stadt finde ich nicht so ne tolle Entwicklung. Ich mach mir Sorgen um ihr um ehrlich zu sein, er wird ja auch immer rücksichtsloser und gleichgültiger anderen gegenüber. Geld und Essen scheint alles zu sein, was ihn interessiert...


    Zitat

    Original von BelleMorte
    Ich finde es eigentlich ganz faszinierend. Immerhin demontiert sich hier ein Held selbst, dessen tatsächliche Heldengeschichte der Leser gar nicht kennt.


    Ja, das stimmt auch irgendwie. So hab ich das noch gar nicht gesehen. :gruebel


    Zu der Geschichte über die Dämonen. Ich hätts nett gefunden, wenn erst die Geschichte gekommen wäre und dann alles in der Stadt über die Masken etc, weil mich hat das ein wenig irritiert warum die sich als Dämonen verkleiden und so.


    Zitat

    Original von chiara


    Das ist eine gute Frage.


    Dank Kvothe können wir die Verbindung herstellen. Ich bin mir nicht sicher, ob die anderen Geschichtenerzähler dies wirklich wissen. Ich vermute eher weniger. Kvothes Vater hat sich auf jeden Fall mehr Gedanken gemacht als gut für ihn ist. Auf die Idee, dass die Zeichen, die die Chandrian ankündigen, sich einem bestimmten Chandrian zuordnen lassen, ist vorher auch niemand gekommen. Wahrscheinlich hatte er damit sogar Recht und es ist ein Grund, warum die Truppe sterben musste.


    Ja, ich glaube er wusste einfach zu viel...
    Die Chandrian scheinen ja auch quasi zaubern zu können, hat es auch mit der sympathy zu tun, die Ben Kote gezeigt hat oder ist das was anderes? :gruebel


    Zitat

    Original von Maharet
    Da könntest du natürlich Recht haben, Saiya! Ich persönlich hatte das jetzt auch eher als Zufall gewertet.


    Was mich eher wundert ist das Kvothe nach dem Überfall nicht versucht zurück zu Ben zu kommen, immerhin ist der die einzige Bezugsperson die er noch hat. Und so extrem weit weg war die Truppe bei dem Überfall ja gar nicht...


    Hey!! Das hab ich mich auch gefragt!!


    Zitat

    Original von chiara


    Hatte Kvothe nicht erwähnt, dass die Stadt, in der Ben nun lebt, zu weit weg war und dorthin zu Fuß zu gelangen? :gruebel Wenn ich mich recht entsinne, ereignete sich der Überfall nur weniger Tage nach Bens Verlassen der Truppe. Aber sie waren ja mit Pferdewagen unterwegs und damit macht man an einem Tag schon viel Strecke. Für die gleiche Strecke wird man zu Fuß einige Tage länger brauchen und zu der Jahreszeit und ohne Nahrung wäre es schon sehr schwierig den Marsch zu bewältigen.


    Ja schon, aber ich hatte das Gefühl, dass er außerhalb der Stadt viel besser zurecht gekommen ist und auch mehr zu essen hatte!
    Und er meinte ja auch, dass es ein Fehler gewesen sei, dass er überhaupt erst in die Stadt gegangen ist...


    Schon komisch. Erst kommt Kote einem total erwachsen vor und dann ist er doch wieder nur Kind. Ich mein, klar, dass ihn das mit seinen Eltern total schockt und so. Aber er war ja davor auch SO erwachsen (was ich im Grunde nicht soo sehr mochte um ehrlich zu sein, außer es wird noch erklärt warum er so ist/war und warum er so schnell lernt...)

  • Zitat

    Original von Nightflower


    Mir hat es gefallen, als er im Wald war. Aber das mit der Stadt finde ich nicht so ne tolle Entwicklung. Ich mach mir Sorgen um ihr um ehrlich zu sein, er wird ja auch immer rücksichtsloser und gleichgültiger anderen gegenüber. Geld und Essen scheint alles zu sein, was ihn interessiert...



    Ja Sorgen kann man sich um den kleinen Kvothe in der großen Stadt wirklich machen, ist aber in seiner Situation nur natürlich, dass ihn außer Essen und Geld nix interessiert, wenn man so richtig hungert wie er.