'Der Name des Windes' - Prolog - Kapitel 13

  • Es geht um den Gastwirt Kvothe, der sich jedoch mit einem anderen Namen tarnt. Gleich am Anfang stürzt ein verletzter Kerl in sein Gasthaus, der von einer spinnenartigen Kreatur angegriffen wurde.


    Kvothe, der sich daraufhin selbst nachts auf die Straßen begibt, während sein Schüler Bast sich um das Gasthaus kümmert, lernt dort durch Zufall Devan Lochees - besser bekannt als Chronicler - kennen, kurz bevor beide von 5 der spinnenartigen Wesen angegriffen werden. Kvothe kann sie besiegen und es stellt sich heraus, dass er mehr ist, als ein einfacher Gastwirt - zumal ihn Chronicler erkennt. Daraufhin einigen sie sich darauf, dass der berühmt-berüchtigte Kvothe seine Geschichte in drei Tagen erzählen wird, während Chronicler sie aufschreiben wird. Vom ersten Tag wird also dieses erste Buch handeln.


    Der erste Teil der Geschichte handelt vom jungen Kvothe, der in einer Art Wanderzirkus aufwächst. Als sich ein Arcanist dem Wanderzirkus anschließt, fängt dieser an, den jungen Kvothe auszubilden. Der Arcanist, Ben genannt, erkennt das unglaubliche Potential von Kvothe und schlägt seinen Eltern am Ende vor, ihn zur Universität zu bringen, was nur den wenigsten und talentiertesten, jungen Leuten gestattet ist.


    Im Gasthaus selbst kommt es fasst zur Konfrontation zwischen Bast und Chronicler, als Chronicler die wahre Natur von Bast erkennt und ein Stück Eisen hervorholt, wodurch Bast sich irgendwie angegriffen fühlt. Kvothe kann die Gemüter der Beiden aber wieder besänftigen. Was genau der Grund für dieses feindselige Verhalten war, wird hier aber noch nicht erklärt.


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    Ich habe von dieser Reihe schon viele gute Dinge gehört, wobei mich sowas meistens ein wenig skeptisch stimmt.


    Aber ich muss sagen: Wow! Dieses Buch ist bislang wirklich grandios!


    Ich lese das englische Original und hatte schon Befürchtungen, was den Schreibstil anbelangt. Aber das Buch lässt sich zügig lesen, während der Schreibstil wunderschön ist.


    Die Erzählgeschwindigkeit ist zwar ein wenig langsamer, aber in jedem Kapitel tauchen soviele neue, interessante Fragen auf, dass man unbedingt weiterlesen möchte. Ich hoffe es wird so weitergehen.

  • Zitat

    Original von BelleMorte
    Vielleicht kann mal einer drauf achten, der englisch liest, im Prolog wird von jemand gesprochen der "blumensichelnd" schläft. Ich wüsste gern, was das englische Pendant dazu ist? :)


    Du meinst wahrscheinlich den letzten Satz im Prolog. Da steht im Englischen:
    It was the patient,cut-flower sound of a man who is waiting to die.

  • Zitat

    Original von Rouge


    Du meinst wahrscheinlich den letzten Satz im Prolog. Da steht im Englischen:
    It was the patient,cut-flower sound of a man who is waiting to die.


    Gott, wenn ich solche Übersetzungen lese, wünsche ich mir doch glatt, das ich mir das Buch damals auf englisch gekauft hätte :lache Nun ja, vor sechs Jahren war mein Englisch auch eher bescheiden, aber für die nächsten Bände nehme ich mir das mal vor.

    :lesend
    Rachel Aaron - The Spirit Rebellion
    Patrick Rothfuss - Der Name des Windes
    Stefan Zweig - Sternstunden der Menschheit

  • Ich bin bei Kapitel 4 angelangt und muss sagen dass ich das Buch ziemlich gut finde. Zur Story kann ich noch wenig sagen, als das mit Kote, Bast und dem Chronicler (wie nennt sich der in der deutschen Übersetzung?) interessante Figuren mitspielen. Die Stimmung ist düster, von der Sprache bin ich fasziniert, alleine der Prolog. Ich bin froh, dass ich es in Englisch hier habe.

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    "Es hat alles seine Stunde und ein jedes seine Zeit, denn wir gehören dem Jetzt und nicht der Ewigkeit."

  • Zitat

    Original von Suzann
    Ich bin bei Kapitel 4 angelangt und muss sagen dass ich das Buch ziemlich gut finde. Zur Story kann ich noch wenig sagen, als das mit Kote, Bast und dem Chronicler (wie nennt sich der in der deutschen Übersetzung?)


    Im Deutschen heißt er der Chronist.


    Ich hab jetzt die ersten drei Kapitel gelesen und mir gefällt es ziemlich gut bislang. Wie gesagt, sprachlich leider etwas holprig, aber die Handlung ist schon ansprechend, obwohl es doch scheinbar sehr langsam abläuft. Mir gefällt der detailierter Schreibstil sehr und Kote habe ich auch schon ins Herz geschlossen.


    Mit welchem Begriff ist die Wandhalterung denn im englischen geprägt? "Torheit" hört sich irgendwie seltsam an.


    Was mich auch etwas aus der Bahn geworfen hat, waren die teilweise so "normalen" Namen. Da muss ich mich etwas dran gewöhnen.

    :lesend
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  • Ich hab Kapitel 5 fast fertig und die Story bislang echt interessant wenn auch recht langsam erzählt. Die Sprache erschien mir hier und da etwas zu holprig, wobei das rein an der Übersetzung liegen könnte ("blumensichelnd", really?)
    Kote und Bast habe ich schon richtig lieb gewonnen, besonders Basts Sprüche sind teilweise herrlich :lache


    Das einzige was mich stört, ist, dass ich bei den Skrael-Viechern immer irgendwie an die Headcrab von Valve denken muss... brrr

    Es gibt keine Tasse Tee die groß genug- und kein Buch das lang genug für mich ist. - Lewis Carroll

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  • Zitat

    Original von Twomix
    Das einzige was mich stört, ist, dass ich bei den Skrael-Viechern immer irgendwie an die Headcrab von Valve denken muss... brrr


    Ich habe da diese widerwärtigen Skarabäen aus "Die Mumie" vor Augen. Da bekomme ich richtig Gänsehaut von :yikes


    Skarabäus

    :lesend
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  • Wo muss ich die Wandhalterung suchen? Wäre mit bis Kapitel 4 nicht aufgefallen. Bin grade an der Stelle wo Kote dem Chronisten sein Drei-Tage-Ultimatum stellt.


    Die relativ normalen Namen stören mich gar nicht. Der langsame Storyaufbau ist gewöhnungsbedürftig, vor allem weil ich vor Kurzem "Dorn" gelesen habe, wo es aufbautechnisch ähnlich losgeht, aber viel weniger ausführlich.


    Twomix : Headcrab von Valve? Kenn ich nicht. Erklär mal.


    FRAGE: Was ist das mounting board das Kote an die Wand hängt, zu Beginn von Kapitel 2, als er sich mit Bast unterhält?

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  • Zitat

    Original von Suzann
    FRAGE: Was ist das mounting board das Kote an die Wand hängt, zu Beginn von Kapitel 2, als er sich mit Bast unterhält?


    Das wäre dann wohl die Wandhalterung :grin

    :lesend
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  • Ja genau, die Wandhalterung heißt im englischen "mounting board" und so wie ich mich erinnern kann ist es geprägt mit "Folly"
    Ich hab aber gerade das Buch nicht zur Hand. Ich schau später noch einmal nach.

  • Zitat

    Original von Suzann
    Twomix : Headcrab von Valve? Kenn ich nicht. Erklär mal.


    Die Headcrab ist eine Gegnerart aus den Half-Life Videospielen vom Entwicklerstudio Valve. Die Dinger sind richtige Berühmtheiten, man findet sie als Hut, Plüschie, Schmuck, als Gimmick in anderen Spielen etc.


    Im Spiel sind die Krabben Parasiten, die sich einen größeren Wirt suchen, was in der Regel der nächststehende Mensch ist. Sie springen ihr Opfer an, setzten sich auf dem Kopf fest und verwandeln es quasi in einen Zombie. Wenn dich so ein Ding im Dunklen plötzlich anspringt, bleibt einem eigentlich nur weglaufen oder schnell drauf eindreschen :chen

    Es gibt keine Tasse Tee die groß genug- und kein Buch das lang genug für mich ist. - Lewis Carroll

  • Zitat

    Original von Rouge
    Ja genau, die Wandhalterung heißt im englischen "mounting board" und so wie ich mich erinnern kann ist es geprägt mit "Folly"
    Ich hab aber gerade das Buch nicht zur Hand. Ich schau später noch einmal nach.


    Dachte mir fast, dass du das meinst, Shadow. :grin


    Folly ist der Name für das Schwert, Rouge.


    Kotes Reaktion, als Bast sein Schwert holt, ist göttlich:
    :rofl "Careful, Bast! You are carrying a lady there, not swinging some wench at a barn dance."


    Danke für die Aufklärung, 2mix. Das passt. Ganz schön schaurig. Und das als Plüschvieh. Brrrrrr

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  • Zitat

    Original von Suzann


    Dachte mir fast, dass du das meinst, Shadow. :grin


    Folly ist der Name für das Schwert, Rouge.


    Ach jetzt versteh ich das auch endlich. Der Name des Schwertes lautet "Torheit" und das ist auch in die Wandhhalterung eingraviert. Also manchmal bin ich echt zu blöd :rolleyes

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  • Der Abschnitt endet mit:


    ¨Die Geschichte kommt jetzt an einen Wendepunkt. Es geht jetzt abwärts, wird finsterer. Wolken ziehen auf.¨


    (Dieser Wendepunkt zeigt auch, dass die Leseabschnitteinteilung gut ausgewählt ist.)


    Ich fürchte ja etwas, dass mir die Fortsetzung zu finster wird, mich hat der Klappentext schon fast abgeschreckt.


    Bisher finde ich das Buch sehr gut lesbar, beginnend mit dem atmosphärischen Prolog in dem die dreistimmige Stille das kommende Grauen schon andeutet.


    In den ersten Kapiteln herrscht meist eine Gelassenheit, unter der ich das brodeln des Unbekannten (oder doch schon bekanntem, aber nicht aussprechbaren) fast spüren kann.


    Die Beschreibung des Raubüberfalls ist sehr witzig, aber beim Satz ¨Das Schlimmste, was passieren konnte, war passiert¨ habe ich gedacht, dass das kaum stimmen wird. Aber die Haltung des Chronisten beim Überfall fand ich schon klasse. ;-)


    Interessant fand ich auch die Gegenüberstellung von den verschiedenen Ansichten zum ¨Aberglauben¨, z. B. beim Gespräch zwischen Kvothes Eltern und Ben.

  • Zitat

    Original von Rouge


    Du meinst wahrscheinlich den letzten Satz im Prolog. Da steht im Englischen:
    It was the patient,cut-flower sound of a man who is waiting to die.


    Ich finde es auch schade, dass mein Englisch bei weitem nicht fürs Original ausreicht...
    Von ¨schläft¨ habe ich allerdings nichts gelesen.
    Und beim ¨blumensicheln¨ kommt bei mir die Assoziation mit dem Sensemann, gerade bei der Fortsetzung ¨der darauf wartet, zu sterben¨
    Ist denn ¨cut-flower¨ im englischen ein gebräuchlicher Ausdruck oder eine Wortschöpfung von Rothfuss?

  • Ich bin jetzt gerade in Kapitel 8 und bis jetzt gefällt mir das Buch sehr gut!
    Ich bin froh, dass ich mich entschieden habe das Buch auf englisch zu lesen. Ich komme sehr gut mit der Sprache zurecht und finde es auch nicht "holprig" wie manche hier geschrieben haben. Vielleicht hängt das wirklich mit der deutschen Übersetztung zusammen.
    Mich stört der langsame Handlungsaufbau überhaupt nicht. Ich finde die Atmosphäre die in dem Buch erzeugt wird bis jetzt super. Ich kann alles richtig vor meinem inneren Auge sehen und fühle mich zum Teil wie wenn ich mit Kote und Bast zusammen in der Gaststube sitzen würde.
    Bast mag ich bis jetzt irgendwie am liebsten...

  • Zitat

    Original von Twomix
    Ich hab Kapitel 5 fast fertig und die Story bislang echt interessant wenn auch recht langsam erzählt.


    Naja, wir haben ja noch einiges an Stoff vor uns, mir liegt es, dass es nicht gleich zu turbulent wird und ich langsam Bekanntschaft mit den einzelnen Figuren schließen kann. Manches ist ja auch noch etwas verwirrend, aber Du hast recht, auf jedem Fall sehr interessant!



    Zitat


    Kote und Bast habe ich schon richtig lieb gewonnen, besonders Basts Sprüche sind teilweise herrlich :lache


    Da geht es mir ähnlich, und vor allem Bast scheint ja noch einige unbekannte Facetten zu haben (Kapitel 13)


    Zitat


    Das einzige was mich stört, ist, dass ich bei den Skrael-Viechern immer irgendwie an die Headcrab von Valve denken muss... brrr


    Die kenne ich nicht. Mir fiel spontan ¨Die schwarze Spinne¨ von Jeremias Gotthelf ein, habe ich vor Jahren einmal gelesen. Ich weiß gar nicht mehr, was die Spinnen da angestellt haben, aber die Atmosphäre war auch sehr düster und hat mich wohl nachhaltig beeindruckt...

  • Zitat

    Original von JuHu


    Ich finde es auch schade, dass mein Englisch bei weitem nicht fürs Original ausreicht...
    Von ¨schläft¨ habe ich allerdings nichts gelesen.
    Und beim ¨blumensicheln¨ kommt bei mir die Assoziation mit dem Sensemann, gerade bei der Fortsetzung ¨der darauf wartet, zu sterben¨
    Ist denn ¨cut-flower¨ im englischen ein gebräuchlicher Ausdruck oder eine Wortschöpfung von Rothfuss?


    Keine Ahnung, ich kenne cut flowers nur als Schnittblumen.


    Aber dieses Wort blumensichelnd ist mir irgendwo dauerhaft in Erinnerung geblieben. Hat mich doch halt beschäftigt. Dabei muss ich sagen, dass ich die englische Schreibe einmal mehr viel prägnanter finde. Habe mich aber damals einfach nicht ans Original gewagt.