'Das Rosenholzzimmer' - Seiten 112 - 214

  • Als erstes fällt auf, dass die Visionen von Audrey häufiger werden, und das wirkt auf mich ziemlich unrealistisch. Aber ich hoffe immer noch auf eine plausible Erklärung dafür.


    Mittlerweile hat man auch einen kleinen Überblick bzgl. Tonys Familie erhalten. Seine Mutter, Luella, lebt also noch, ausserdem hatte er eine Schwester, Glenda.
    Ob die Schwester und der Vater getötet wurden, oder ob es sich um Unfälle handelt, bleibt wohl abzuwarten, da habe ich bisher noch keine persönliche Tendenz...
    Dann das Tagebuch, das Bronwyn in dem Baumloch gefunden hat, ob das wohl Glenda gehörte? Allerdings weiss ich nicht ob das möglich sein kann, da Glenda vor 20 Jahren gestorben ist und das Tagebuch ja erst 15 oder 20 Jahre alt ist.
    Wenigstens ist der Nachbar Hobe mittlerweile etwas aufgeschlossener, da erfahren wir wohl mal etwas mehr.


    Lesen lässt sich das Buch aber zügig, trotz der mich störenden Visionen.

  • Dieses Buch ist auch weiterhin flüssig zu lesen.


    Durch den kleinen Einblick in Tonys Familie bin ich der Meinung, dass ein Personenverzeichnis doch ganz schön wäre. ( gibt es leider nicht )


    Audrey ist inzwischen ganz bessen von Samuel und hat nachts zunehmend Visionen, die für mich zu ausschweifend dargestellt werden. Die Geschichte von Samuel hat sie total in den Bann gezogen.


    Für mich sind bisher die einzigen positiven Personen: Bronwyn, Hobe und Corey.


    Trotz der flüssigen Schreibweise hat mich die Geschichte noch nicht total gepackt. Es herrrscht doch eine dunkle und bedrückende Stimmung.

  • Bronwyn hat ihren ersten Schultag in der neuen Schule und das Glück, mit Jade gleich eine Patin zu finden, mit der sie sich schnell anfreundet.


    Diesen Begriff des Paten in der Schule kannte ich bisher nicht.
    Gibt es das heutzutage in Deutschland auch?


    Jades Vater ist der gehörlose Danny.
    Zwischen ihm und Audrey scheint es gewisse Spannungen zu geben.
    Aber warum? Manchmal frage ich mich, habe ich etwas überlesen oder setzt die Autorin zu viel beim Leser voraus?

  • Mystik und Visionen sind mir auch einen Hauch zu ausgeprägt. Ferner komme ich immer mit den Personen und Generationen durcheinander.
    Ich habe mir im Geiste einen Stammbaum gemalt.
    Warum der Titel "Rosenholzzimmer" gewählt wurde, erschliesst sich mir bisher noch nicht.

    “Lieblose Kritik ist ein Schwert, das scheinbar den anderen, in Wirklichkeit aber den eigenen Herrn verstümmelt.”Christian Morgenstern (1871 – 1914)

  • Dann bin ich froh, daß es nicht nur mir so geht :alter
    Ich habe mir inzwischen auch einen Stammbaum gezeichnet


    Irgendeine Liebesgeschichte mußte ja rein, deshalb Audrey und der taube Tierarzt, sonst gibt es ja keinen Anwärter


    Die Träume und Visionen sind auch nicht so mein Ding :-(


    Im Rosenholzbett schläft Audrey glaube ich, vielleicht deshalb Rosenholzzimmer :gruebel


    Das Titelbild (Haus) finde ich nach wie vor gut und passend zu der Gesichte


    Also richtig gepackt hat es mich nicht, heute am Nachmittag bin ich zwischendurch über den Buch eingeschlafen :chen

  • Zitat

    Original von maikaefer
    Warum der Titel "Rosenholzzimmer" gewählt wurde, erschliesst sich mir bisher noch nicht.


    Weil Samuels Zimmer mit Rosenholzmöbeln ausgestattet ist.

  • Zitat

    Original von Herr Palomar
    Rosenholzmöbel sind ja anscheinend etwas ganz besonderes und eher selten.
    Hat jemand von euch so ein Stück?


    Nein, wir jedenfalls haben keine Rosenholzmöbel.
    Aber meines Wissens sind Humidore größtenteils aus Rosenholz.

  • Tja, welches Rosenholz haben die Übersetzer wohl gemeint?
    Ach ja, Übersetzer - gibt es bei denen inzwischen auch Pseudonyme? Übersetzt von pociao und Roberto de Hollanda?????


    Es gibt brazilian tullipwood und brazilian rosewood. Das erste ist eine Pallisanderart, zunächst schön rot, sehr lichtempfindlich und wird leicht grau. Die zweite Sorte, das eigentliche Rosenholz, ist eine ganz andere Gattung und inzwischen streng geschützt.


    Schulpaten für die neuen Kinder gibt es auch hier an manchen Grundschulen. In der meiner Kinder gab es sowas. Da haben die Kinder aus der zweiten Klasse die Patenschaft über die Erstklässer übernommen.


    Das mit dem Stammbaum ist übrigens eine gute Idee, Maikäfer. So groß ist die Familie ja gar nicht und man hat endlich Ordnung.


    Was mich wirklich stört, ist Audreys Besessenheit. Sie gerät ja in eine Art Wahnzustand. Ich bin gespannt, ob das in irgendeiner Form erklärt wird.

  • Bis jetzt spielt aber weder Samuels Zimmer noch Audreys Bett eine in meinen Augen den Buchtitel rechtfertigende Rolle. (Das ist eine Bemerkung, kein Meckern! Der Autor bzw der Verlag können ihr Buch natürlich benamsen wie sie es für richtig halten! :grin)
    Ja, das Rumgezicke mit dem Doc deutet auch in meinen Augen auf die Einleitung zu einer Liebesgeschichte hin.
    Audrey ist mir nicht unsympathisch, aber etwas exaltiert.
    Mir gefallen übrigens die Namen. Bei Audrey zB muss ich an die junge Linda Evans aus "Big Valley" denken (kennt das noch jemand?), bei Bronwyn an eine bemerkenswerte Adaption eines Auszugs aus der Geschichte des englischen Königshauses "Der Zauber von Oxmoon". :wave

    “Lieblose Kritik ist ein Schwert, das scheinbar den anderen, in Wirklichkeit aber den eigenen Herrn verstümmelt.”Christian Morgenstern (1871 – 1914)

  • Zitat

    Original von Rumpelstilzchen
    Das mit dem Stammbaum ist übrigens eine gute Idee, Maikäfer. So groß ist die Familie ja gar nicht und man hat endlich Ordnung.


    So einen Stammbaum könnte ich auch mal gebrauchen, um im Bedarfsfall schneller Orientierung zu bekommen.
    Maikaefer, vielleicht kannst Du den Stammbaum hier posten, wenn es Dir zeitlich passt?

  • Ihr Lieben, ich schrieb oben:
    "Ich habe mir *im Geiste* einen Stammbaum gemalt."! :lache
    Und selbst wenn ich den zu Papier brächte, könnte ich weder fotografieren noch scannen oder so.
    Aber ich versuchs mal verbal, zumindest mit der direkten Linie:


    1. Klaus und Ehefrau Jarmann/Samuel und Aylish
    2. Sohn Cleve Jarmann oo Tochter Luella(Lulu) (befreundet mit Hobart Miller)
    3. Kinder Tony und Glenda, befreundet mit Corey und Bruder Danny//Tony&Audrey:
    4. Bronwyn, befreundet mit Jade, Tochter von Danny
    :wave

    “Lieblose Kritik ist ein Schwert, das scheinbar den anderen, in Wirklichkeit aber den eigenen Herrn verstümmelt.”Christian Morgenstern (1871 – 1914)

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  • Mir hat der Abschnitt einigermaßen gut gefallen. Ich finde es toll wie Hobe endlich mal ein bisschen auftaut.


    Allerdings finde ich es unheimlich wie sehr Audrey davon besessen ist alles über Samuel und Aylish herauszufinden. :gruebel Schön und gut, dass sie alte Briefe findet und es sie interessiert, aber dass sie sogar davon träumt. Naja...

  • Was mir am Buch wirklich gut gefällt, ist dass es in Australien handelt.
    Das Land kenne ich überhaupt nicht und als literarischer Weltreisender bin ich natürlich interessiert.
    Im Internet habe ich mir einige Bilder von Queensland und Brisbane River etc. angesehen. Wirklich schön. War von euch schon jemand mal da?

  • Zitat

    Original von Rumpelstilzchen
    Ach ja, Übersetzer - gibt es bei denen inzwischen auch Pseudonyme? Übersetzt von pociao und Roberto de Hollanda?????


    Roberto de Hollanda ist mir schon öfter mal als Übersetzer aufgefallen, z.B. 2004 bei Das etruskische Lächeln von José Luis Sampedro
    oder letztes Jahr bei Der Feind meines Vaters - Almudena Grandes


    Zitat

    Original von Rumpelstilzchen
    Schulpaten für die neuen Kinder gibt es auch hier an manchen Grundschulen. In der meiner Kinder gab es sowas. Da haben die Kinder aus der zweiten Klasse die Patenschaft über die Erstklässer übernommen.


    Das ist ja auch eine ganz positive Sache!
    Nur den Begriff "Pate" kannte ich in dem Zusammenhang nicht, vielleicht weil er früher zu vorbelastet war durch den Marlon Brando-Mafia-Film. :grin

  • Ich kannte es - neben den Taufpaten natürlich - aus einer Kurklinik, bei der schon länger als 1 Woche anwesende Patienten neuen Patienten gegenüber Paten wurden, ihnen erläuterten, was man wann wo wie am besten erledigt etc. Fand ich gut.
    Wenn sich jemand für Australienbücher interessiert, kann ich 2 ziemlich unterschiedliche von Colleen McCoullogh empfehlen:
    1. Tim
    2. Die Dornenvögel
    Ich las die Dornenvögel kurz vor dem Hype um die Verfilmung und fand einzelne Charaktere (die im Film von Barbara Stanwyck in einer ihrer letzten Rollen verkörperte Tante Mary z. B.) ebenso wie die das Land angehenden Informationen damals wahnsinnig interessant.
    Falls es jetzt irgendwie untergegangen ist: Ein Stammbaumversuch ist in Generationen aufgeteilt oben in meinem letzten posting.
    Ich finde übrigens den bei AMAZON gelisteten Originaltitel "Thornwood House" wesentlich besser als die Beschränkung auf ein einziges Zimmer.
    :wave

    “Lieblose Kritik ist ein Schwert, das scheinbar den anderen, in Wirklichkeit aber den eigenen Herrn verstümmelt.”Christian Morgenstern (1871 – 1914)

  • Mir gefällt die Geschichte bisher gut.
    Ich habe mich für Brown gefreut, dass sie so einen schönen ersten Schultag hatte.
    Audrey ist immer noch mit ihren Träumen und Visionen beschäftigt. Bin gespannt wie es damit weitergeht. Aylish gestattet uns auch wieder einen Blick in ihre Zeit, Samuel war schon ein bisschen zum fürchten, bin gespannt wer die Briefe unterschlagen hat und warum Aylish der Anruf nicht ausgerichtet wurde.

  • Zitat

    Original von Eliza08
    Aylish gestattet uns auch wieder einen Blick in ihre Zeit, Samuel war schon ein bisschen zum fürchten, bin gespannt wer die Briefe unterschlagen hat und warum Aylish der Anruf nicht ausgerichtet wurde.


    ja, das war ernüchternd für Aylish. Samuel ist vollkommen verbittert zurückgekehrt.
    Das kann ich auch nachvollziehen, da er in Kriegsgefangenschaft seelisch und körperlich viel durchmachen musste. Da wäre ein Brief von Aylish ein Trost gewesen. Schade, dass die Briefe nie ankamen.
    Tragisch auch, das Samuel nach der langen Zeit so verbohrt ist, dass er nicht bereit ist, Aylish zu glauben und an allem zu zweifeln, was zwischen ihnen war.


    Diese Kapitel aus den vierziger Jahren sind gut gemacht. Gut jedoch, dass sie von der Autorin sparsam eingesetzt werden, so sind sie umso effektiver.