Suche Roman zum Leben von Soldatenfrauen

  • Ich würde gerne ein Buch über das Leben von Soldatenfrauen lesen. Sprich über die Ehefrauen deren Männer im Krieg sind. Wie sie den Alltag meistern, mit welchen Sorgen und Problemen sie sich herumschlagen müssen. Zeitlich sind dem keine Grenzen gesetzt. Dadurch das sich die Lebensumstände durch technische Errungenschaften verändert haben wäre jeder Zeitabschnitt interessant.


    Leider habe ich zu dem Thema nicht so richtig was finden können.


    Grundsätzlich suche ich zwar schon einen Roman, aber einen der durchaus realistisch sein könnte.


    Ich hoffe die Eulen haben ein paar Vorschläge. :grin


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  • Drei Frauenschicksale, verbunden durch einen furchtbaren Tag in den Schützengräben an der Somme...Ein bewegendes Debut für alle, die «Der Außenseiter» von Sadie Jones oder «Abbitte» von Ian McEwan gelesen haben. London, Herbst 1920: Eine Neuigkeit bewegt die Gemüter. Die englische Regierung lässt - zum ersten Mal in der Geschichte - die Überreste eines Unbekannten Soldaten exhumieren. In fünf Tagen soll er mit allen militärischen Ehren in der Westminster Abbey bestattet werden. Feierlich wird der Leichnam von den Schlachtfeldern an der Somme nach London gebracht.

  • Anlass lässt der Geschichtswissenschaftler Christoph Birnbaum nun erstmals die wahren Protagonisten dieses Krieges zu Wort kommen. In Zusammenarbeit mit den Museum für Kommunikation in Berlin analysiert er die Feldpostbriefe deutscher Wehrmachtssoldaten aus dem Jahr 1941 und vergleicht ihre private Perspektive mit der offiziellen Sichtweise des Oberkommandos. Auf diese Weise erlebt der Leser die Euphorie nach den ersten erfolgreichen Schlachten ebenso hautnah mit wie das Heimweh oder die Sorgen und Ängste der Soldaten im russischen Winter. "Wir meinten alle, Weihnachten wieder zu Hause zu sein. Dann wurde es Weihnachten und nochmal Weihnachten, und jetzt geht es wieder auf Weihnachten."

  • Authentische Zeugnisse vom Leben vor und hinter der Front. Zahlreiche Originaldokumente und Briefe, die die Todesangst und das Heimweh der Soldaten an der Heimatfront wiedergeben. Das Buch ist in der Zusammenarbeit mit dem Museum für Kommunikation in Berlin entstanden.

  • Komtess Martha Althaus, die spätere Gräfin Dotzky, gehörte zu jenen jungen Frauen der Wiener Hocharistokratie Ende des 19. Jahrhunderts, die alles hatten, was sie nur begehren konnten: Reichtum, Rang und Liebe. Nach kurzer Ehe jedoch verliert sie den Mann und Vater ihres Kindes „ans Vaterland“ in Italien, wo Österreich gegen Sardinien und Frankreich kämpft. Da beginnt sie aus ihren konkreten Erfahrungen mit dem menschenverachtenden Unsinn und der Widernatürlichkeit des Krieges Schlüsse zu ziehen, die in der allgemeinen Öffentlichkeit auf Unverständnis stossen und sie in krassen Widerspruch zu ihrer Gesellschaftsschicht bringen. Dieses Buch, 1889 erstmalig erschienen, erreichte bis 1905 37 Auflagen; übersetzt in 16 Sprachen, wurde es zu einem Welterfolg. Die Erkenntnisse der Ich-Erzählerin sind für uns heute nicht nur von historischem Interesse, sondern werfen Fragen auf, die auch 100 Jahre nach ihrer Niederschrift von beklemmender Aktualität sind

  • In diesem Roman steht das Leben als Soldatenfrau zwar nicht im Mittelpunkt, aber es spielt indirekt eine wichtige Rolle. Vielleicht magst du das Buch ja trotzdem lesen, auch wenn Protagonistin Maya nur in einem Teil des Buches "Soldatenfrau" ist. Da die Autorin immer sehr sorgfältig recherchiert nehme ich an, dass die Schilderungen auch so gewesen sein könnten.



    Oxford, 1853. Maya Greenwood lauscht wie gebannt den Geschichten eines seltenen Gastes: Ralph Garrett, der in der britischen Armee in Indien dient. Als er ihr den Hof macht, rückt ein abenteuerliches Leben in der Fremde für die junge Frau in greifbare Nähe. Ihre Familie ist gegen die Verbindung, und so brennt Maya kurzerhand mit Ralph durch. Als er nach Arabien entsandt wird, fällt Maya in die Hände von Beduinen. Dort erlebt sie den wahren Orient - und muss sich eingestehen, dass der Anführer der Wüstenkrieger, der charismatische Rashad al-Shaheen, auch ihr Herz gefangen hält ...

    "Wir brauchen alle immer mal wieder Beschäftigungen, die uns eine Pause von uns selbst gönnen." Tracy Chevalier, Violet, Atlantik Verlag 2020

  • Ich kann dir diesen Band empfehlen.


    Wenn sich die späten Nebel drehn, werd ich bei der Laterne stehn, wie einst, Lili Marleen . Mit seiner Mischung aus Heimweh, Liebe und Sehnsucht sprach Lale Andersens Schlager von 1939 den Menschen aus der im Zweiten Weltkrieg geschundenen Seele. Mit dieser Seele und damit, was sie zu Kriegszeiten bewegt, beschäftigen sich Legionen von Büchern. Und doch lernen wir mitunter aus einem Liedtext viel mehr über den Kriegsalltag oder aber aus der Feldpost zwischen Front und Heimatfront. Darin berichten Soldaten erschütternd direkt von den Schrecken des Krieges. Nicht minder bewegend sind die Briefe an die Front, von Eltern, Frauen oder Kindern in stetiger Sorge um ihren Angehörigen. Die Dokumente, die Hellmuth Karasek für den sechsten Band unserer erfolgreichen Reihe Briefe bewegen die Welt zusammenträgt, führen uns eine individuelle Wahrnehmung des Krieges jenseits der Geschichtsschreibung vor Augen. Das kann bedeuten, dass unsere Erwartungen bestätigt werden, wenn Heinrich Böll 1940 von der Westfront schreibt: Es gibt nichts Grauenhafteres als den Krieg. Das kann aber auch bedeuten, dass ein Soldat 1917 seiner Familie aus Ostende herzlichste Seeluftgrüße sendet: Das hatte ich mir nie träumen lassen, jemals das gewaltige Meer schauen und bewundern zu können während gleichzeitig die Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts wütet. Die Briefe in diesem Band zeigen die vielen Gesichter kriegerischer Auseinandersetzungen: vom Dreißigjähri - gen Krieg bis zum Afghanistankrieg. Wir erfahren von deut schen Auswanderern im Amerikanischen Bürgerkrieg oder von jüdischen Soldaten, die im Ersten Weltkrieg für das Deutsche Reich kämpften, um später von den Nazis verfolgt zu werden. Es gibt Schreiben von namhaften und namenlosen Soldaten. Allen Briefen gemein ist aber, dass sie bewegende Zeugnisse ihrer Zeit sind, die uns bis heute etwas zu sagen haben und uns berühren.

    Die eigentliche Geschichte aber bleibt unerzählt, denn ihre wahre Sprache könnte nur die Sprachlosigkeit sein. Natascha Wodin