Mechthild Gläser - "Die Buchspringer" (ab 12 J.)

  • ''Die Buchspringer'' von Mechthild Gläser war mein erstes Buch der Autorin und hat mir aufjeden Fall Lust gemacht, noch weitere von ihr zu lesen.
    Der Schreibstil ist sehr einfach gehalten und ermöglicht es einem blitzschnell durch das Buch zu fliegen. Die Handlung beginnt sehr plötzlich ohne lange Erläuterungen oder Ausschweifungen, das hat mir gut gefallen. Auch der Handlungsort Stormsay hatte seinen Charme und ich habe mich in Schottland gut aufgehoben gefühlt.
    Leider hatten die Charaktere aber recht wenig Tiefgang und auch ihre Probleme wurden mir teilweise zu flach abgehandelt. Trotzdem fand ich die Protagonistin Amy sympathisch und es war schön mit ihr durch bekannte Klassiker der Literatur zu springen.
    Amys Fähigkeit ist wohl für jeden Buchliebhaber ein Traum und deshalb hat mich das Geschehen auch regelrecht verzaubert, selbst wenn mir ein paar logische Ungereimtheiten aufgefallen sind und manche Erklärungen, sowie das Handeln der Charaktere zu einfach wirkte.
    Ich vergebe 8 Punkte für eine Geschichte, die mich gut unterhalten hat.


    Danke, dass ich das Buch als Wanderbuch lesen durfte. :wave

  • Hmm, mich hat das Buch nicht ganz so begeistert.


    Die Grundidee hat mich sehr angesprochen, aber ich muss sagen, dass ich mehr erhofft hatte. Die Umsetzung scheiterte an eigenen Stellen. Grundsätzlich kann ich mich Saiya anschließen, ich fand die literarischen Figuren auch sehr drollig und liebevoll gestaltet, aber mit den Personen auf der realistischen Seite konnte ich nicht viel anfangen. Ich habe vieles einfach nicht nachvollziehen können, zum Beispiel wurde NIE etwas hinterfragt, es wurden keine klärenden Gespräche geführt und teilweise haben sich die Charaktere einfach aberwitzig dämlich aufgeführt (allen voran Amys Mutter).


    Dazu kam die sehr simple Sprache und die kurzen, abgehackten Sätze. Das hatte zwar den Vorteil, dass man sehr schnell durch das Buch lesen konnte, die Handlung kam mir gleichzeitig aber sehr gehetzt vor. Viele Szenen wurden nur angerissen und nicht richtig beschrieben, sodass ich bei dem ganzen Hin und Her Gespringe zwischen der Buch- und der normalen Welt teils den Faden verloren habe. Schade, da wurde Potential verschenkt.


    Das Ende fand ich furchtbar, nicht richtig durchdacht und irgendwie hingeklatscht. Ich hatte mir eine andere Auflösung gewünscht, aber generell war der rote Faden, also das Geheimnis im Buch, nicht so relevant und spannend, wie ich es gerne gehabt hätte. Aber nun gut, da zeigt sich dann vielleicht auch die Zielgruppe des Buchs. Für mich war es weniger interessant und ich vergebe 5 Punkte für eine nette Idee und putzige Buchcharaktere, mehr ist aber wegen des belanglosen Inhalts und der platten realen Personen nicht drin.


    Danke fürs Wandernlassen!

  • "Die Buchspringer" hat mich von Anfang angefesselt und nicht wieder losgelassen. Ein Buch über Bücher, sowas habe ich gesucht und hiermit auch gefunden.
    Die Grundidee ist wunderbar und ich wünschte das Buch könnte wahr werden. In Bücher hineinzuspringen und die Charaktere kennen zu lernen - Ein Traum.
    Schade fand ich, dass neben den zwei Hauptcharakteren Amy und Will, die Nebencharakter ziemlich blass und unscheinbar geblieben sind.
    Ganz toll fand ich die vielen Anspielungen auf andere Bücher, die man einfach kennen muss.
    Es gibt sehr viele Überraschungen und Wendungen, sodass man nicht müde wird "Die Buchspringer" zu lesen.
    Der Schreibstil ist sehr einfach gehalten und durch die kurzen Sätze manchmal etwas seltsam zu lesen, aber ich konnte dies schon nach kurzer Zeit großteils ausblenden, sodass mich dies nicht weiter gestört hat.
    Das Cover ist total gelungen und passt sehr zu der Geschichte zwischen den Buchdeckeln.


    Vielen Dank fürs wandern lassen :)

    :lesend "Des Teufels Gebetbuch" von Markus Heitz
    :lesend "Don't kiss Ray" von Susanne Mischke
    :lesend "Plötzlich Fee - Sommernacht" von Julie Kagawa

  • Beim Lesen des Klappentexts war mir eigentlich schon klar, dass ich das Buch lesen möchte und dann habe ich es hier im Wanderbuch-Treat gefunden. Und ich wurde nicht enttäuscht.


    Die Idee ein Buch über die Welt der Bücher zu schreiben finde ich toll. Man hat ja häufig das Gefühl in ein Buch hineingezogen zu werden und fiebert richtig mit.
    Ich fand es total spannend zu sehen wie Buchfiguren lebendigwurden die eigentlich jeder kennt und wie diese ausserhalb ihrer Geschichte agieren. Die Buchwelt bildet sozusagen ihr eigenen Universum.


    Die Charaktere sind liebevoll beschrieben und man fühlt direkt mit Ihnen. Es macht richtig Freude zu sehen wie Amy die Buchwelt entdeckt und herrausfindet, was dort gerade nicht stimmt.


    Der Schreibstil ist leicht verständlich und lässt sich sehr flüssig lesen. Man kommt schnell voran und muss sich nicht stark konzentrieren, so dass man auch schön Abends im Bett lesen kann. ;)


    Ich bin begeistert von der Geschichte, denke aber das man schon von dem ein oder anderen Buch gehört haben sollte um die Fazination auch zu spüren. Klassiker wie (Stolz und Vorurteil, Alice, Das Dschungelbuch oder Sherlock Holmes sollten einem zumindestens ein Begriff sein)

    Das Buch ist wie eine Rose, beim Betrachten der Blätter öffnet sich dem Leser das Herz.


    (Sprichwort aus Persien)


    LG büchervamp :flowers

  • Bekannte Literaturfiguren persönlich treffen? Mit Mechthild Gläsers Roman „Die Buchspringer“ ist das kein Problem, denn hier wurde eine tolle Geschichte mit spannender Handlung und starken Charakteren erschaffen.


    Wir bekommen diesen Roman abwechselnd aus Sicht der Protagonisten Will und Amy erzählt, wobei wir Amys Sicht der Dinge direkt vermittelt bekommen und Will eher eine passive (Er-)Perspektive einnimmt. Vor jedem Kapitel wird uns ein Fragment aus einem Märchen dargeboten, das sich gegen Ende des Romans als Ganzes zusammensetzt. So bekommt der Leser peu a peu die Hintergrundstory erzählt, was zusätzliche Spannung erzeugt und ein netter Übergang zwischen den Kapiteln ist. Der Schreibstil von Frau Gläser ist sehr direkt und einfach gehalten. Sie versteht es, ein Märchen zu erzählen, bei dem alle Aspekte passen: zwei Liebende, ein Widersacher und ein Monster. Und natürlcih ganz viel Magie.


    Mit Amy bekommen wir eine Protagonistin geliefert, die sowohl glaubwürdig als auch stark ist. Sie geht ihren Weg und setzt sich über jedes Hindernis hinweg, egal, was sich ihr in den Weg stellt. Sie war mir von der ersten Seite an sympathisch, da sie nicht die typische Heldin ist. Tolpatschigkeit ist nur eine der Eigenschaften, die ihr mehr als einmal Schwierigkeiten bereiten. Auch optisch weicht sie von der Norm ab, was mir sehr gut gefallen hat. Will war für mich etwas Undurchsichtig zu Beginn. Mit ihm konnte ich nicht wirklich viel anfangen und auch im späteren Verlauf war er für mich nicht so richtig stimmig. Vielleicht lag das aber auch an der doch sehr distanzierten Perspektive oder eben an seiner Rolle in der Geschichte.


    Was mir sehr gut gefallen hat, waren die Nebencharaktere. Ich fand, dass sie liebevoll ausgearbeitet sind und jeder für sich seine Rolle einfach perfekt gespielt hat. Allerdings war es dann schade, dass die Autorin so einen abrupten Cut gemacht hat und wir als Leser dann überhaupt nicht mehr erzählt bekamen, was aus den einzelnen Personen wurde. Was als Gesamtgeschichte angefangen hat, wird im Verlauf irgendwann zu Amys und Wills Story – ohne Rücksicht auf die Gefühle und Handlungen der Nebencharaktere.


    Der Leser wird direkt in die Handlung hineingeworfen und braucht dann erst einmal ein paar Seiten, bis er sich orientiert hat. Besonders verwirrend fand ich hier, dass Amy ihre Mutter beim Vornamen nennt. So habe ich etwas länger gebraucht, bis ich die Zusammenhänge herstellen konnte. Ansonsten ist die Story fast durchgängig spannend und abwechslungsreich, allerdings ist die Mitte etwas flacher. Start und Schluss halten einige Wendungen bereit, aber wie schon angedeutet ist das Ende ein bisschen kurz. Für mich war alles ein bisschen gehetzt, ebenso hatte ich noch einige Fragen, die leider offen blieben.


    Wer ein magisches Abenteuer durch die Welten er Literatur erleben möchte, liegt mit diesem Buch genau richtig. Meiner Meinung nach eine spannende Geschichte, die durchdacht ist und mit starken Protagonisten aufwarten kann. Allerdings sollte man nicht erwarten, dass sie allzu lange im Gedächtnis bleibt, da sie eher kurzweilig ist.


    8 Eulenpunkte

  • Endlich mal ein schönes, fantasievolles und spannendes abgeschlossenes (!) Jugendbuch. Mir hat es gut gefallen, ich fand die Idee mit den Springen in die Bücher toll (und natürlich die vielen Bücher, die so ganz nebenbei angesprochen werden) und auch die Jagd nach dem „Dieb“ sehr aufregend. Durch die Kapitelaufteilung und die einfache Sprache las es sich auch sehr schnell, fast zu schnell. :-]


    Die Kritik meiner Vorscheiber kann ich trotzdem unterschreiben. Ja, gerade die „Draußenwelt“ hätte etwas differenzierter ausfallen können und so manche Unklarheiten blieben. Da wurde viel Potenzial verschenkt. Doch dem Lesevergnügen hat das zumindest bei mir keinen großen Abbruch getan, die positiven Eindrücke überwiegen bei weitem. Auch wenn die angepeilte Altersgruppe wahrscheinlich einen (Groß-)Teil der angesprochenen Bücher nicht kennt, lässt sich das Buch m. M. nach gut lesen. Inhalte, die für die Handlung wichtig sind, werden ja kurz erklärt. Und vielleicht animiert es ja den einen oder anderen, zu manchem Titel zu greifen.


    Fazit: Ein empfehlenswertes fantasievolles Jugendbuch, das mir großen Spaß gemacht hat. Deswegen ausgezeichnete 9 Punkte.

    „Aber das macht unser Leben aus, nicht wahr? Dass wir durch Begegnungen zu dem werden, was wir schlussendlich sind.“ Michael Düblin, Der kalte Saphir, Seite 263

  • Alexis und ihre Tochter Amy fliehen aus Deutschland zu Amy‘ s Großmutter nach Stormsay. Von ihr erfährt Amy auch, dass sie zu einem Buchspringer – Clan gehört. Sie erfährt, dass sie die Literaturwelt beschützen muss. Kurze Zeit später nimmt sie am Buchspringer – Unterricht teil und lernt dort die Kinder des Macalister Clans kennen. Doch plötzlich geschehen merkwürdige und traurige Dinge auf der Insel Stormsay und zunächst weiß keiner, was eigentlich passiert…


    Die Idee der Autorin finde ich super. Denn welche Leseratte wünscht sich nicht auch mindestens einmal in ihrem Leben in ihr Lieblingsbuch zu springen und sich mit den Figuren zu unterhalten. Ein Muss also an jeden Buchliebhaber. :-)
    Die Geschichte wurde zunächst nur aus Amys Perspektive beschrieben/erzählt, später folgte aber noch die Perspektive von Will. Meines Erachtens sind die Charaktere liebevoll gestaltet.
    Zwei kleine Kritikpunkte habe ich dennoch, auch wenn ich sonst restlos begeistert bin. Ich weiß nicht, ob all die Bücher, in die Amy springt heute noch in den Schulen behandelt werden und ob sie so früh behandelt werden, immerhin scheint das Buch ja ab 12 zu sein. Der zweite Kritikpunkt, und das ist meine absolut persönliche Meinung, ist das Ende. Es war zwar schlüssig, aber dennoch doof. :-( Für mich!
    Insgesamt bekommen „Die Buchspringer“ aber 9 von 10 Punkten.

  • Meinung zum Inhalt: Mir hat das Buch leider nicht so gefallen. Die ganze Story ist ziemlich flach, immer wieder eher zäh und ich habe insgesamt etwas Mysteriöseres erwartet. Die Idee hat mir aber gut gefallen. In Bücher zu springen hört sich toll an und war es am Anfang auch. Gut gezeichnet waren auch die Charaktere aus den einzelnen Büchern, vor allem Werther. Ein wenig seltsam fand ich allerdings, dass die Bösen dann auf einmal nicht mehr böse sind, sondern dass sie das nur in der Geschichte sind wie zB Schir Khan aus dem Dschungelbuch. Auch sind manche Themen nur angerissen worden, was ich schade fand, wie zB die Geschichte von Alexis und ihrem Freund. Ich hätte auch gerne mehr gewusst über das verbrannte Buch oder über die Familien der Buchspringer an sich. Insgesamt war ich auch ein wenig verwirrt welche Bücher hier genau abgehandelt wurden. Als ob Jugendliche schon Macbeth kennen oder Werther… Das Ende war ganz ok. Es hat mich dann doch noch ein wenig überraschen können, aber mir hat die Auflösung nicht so zugesagt. Meiner Meinung nach merkt man auch zu deutlich, dass das Buch eigentlich für ein jüngeres Klientel gedacht ist. Der Schreibstil ist sehr einfach gehalten.


    Fazit: Leider nicht so fesselnd wie erwartet. Vergebe daher nur 6 Punkte.

  • Ich habe diese Buch auch gerade gelesen zum Inhalt muss ich ja nichts mehr sagen. Aber Meine Meinung möchte ich euch mitteilen. Ich habe das Buch von der ersten bis zur letzen Seite genossen. Es war so ein schönes Buch, Ich bin gerne mit Amy durch die Bücher gesprungen. Nur das Ende hatte ich mir anders vorgestellt. Trotzdem Bekommt das Buch von mir 5 sterne.

    liebe grüße

    :lesend Sebastian Fitzek; Noah

    :lesend Die Romantherapie; Ella Berthoud; :lesend Michael Hjorth Das Mädchen das Verstummte