'Mit Rosen bedacht' - Seiten 240 - 320 (Kapitel 18 - Ende)

  • Mich hat das Buch sehr berührt und ich mochte Wanda unheimlich gerne.
    Auch Karim war wunderbar, so wie wir ihn durch Wanda und ihrem Zusammensein kennengelernt haben.
    Auch die Liebe der beiden.


    Das hat mir persönlich sehr gut gefallan - eben auch, daß sie nicht in ihn gedrungen ist und versucht hat, alles aus ihm herauszubekommen.
    Sie hat ihm vertraut - so wie es eigentlich in einer Beziehung sein sollte.
    Einem anderen diesen Freiraum zu lassen, finde ich wichtig.


    Trotzdem macht es mich - eben gerade weil sie so eine wundervolle Beziehung hatten - traurig, daß er vermutlich nicht aus dem Koma aufwachen wird.


    Ich bin wohl die Einzige, die es nicht gestört hätte, wenn er wieder aufwacht - ich weiß, ich bin da oft hemmunglos harmonie-Und Happy end- bedürftig :schaem

  • Ihr habt ja recht, daß es realistischer ist.
    Aber ich sach ja ich bin ein Harmoniemensch und in echt ist es mir realistisch genug. Da darf ein Buch gerne mal ein büschen unrealistisch sein :grin


    Das Buch hat mir aber trotzdem sehr gut gefallen. Ich hab es fast in einem Rutsch durchgelesen und fand es schade, als es aufhörte.


    Also Mulle, was kommt als nächstes? Ich will mehr von Dir :grin

  • Oh man was für ein Ende. :yikes Auch als Leser kann man mal falsch liegen.


    Auch wenn es nicht abschließend gesagt wird, so ist für mich Karim dann letztendlich gestorben, aber wenigstens ist Wanda mit ihm im Reinen. Dass sie dann doch ihre Periode bekommt, hat mich traurig gemacht. Das Kind hätte ich ihr gegönnt. Vielleicht mit seinen Augen?


    Es war also kein richtiger Ehrenmord und Wanda hatte immer Recht damit, dass ihr Karim kein grausamer Mensch ist. Ich hatte erst den Gedanken, dass Jaron Susan verarscht hat, weil die beiden sich so ähnlich sehen, aber er hat zumindest die Beziehung zerstört und die Bilder rum geschickt.


    Was Faribas Freund ihr angetan hat geht mal gar nicht, aber konnte sie sich wirklich nicht anders helfen? Das kann ich nicht so recht begreifen.


    Wie Jaron Wanda gekidnappt hat, das war echt heftig. Der Kerl war völlig von Sinnen. Auch die Sache mit der toten Katze, total krass. Ich habe das total geglaubt bis dann zum Glück noch die Auflösung kam. Zum Glück, Erleichterung pur.


    Mir hat der Roman unheimlich gut gefallen, von der ersten bis zur letzten Seite spannend, fesselnd und vor allem voller Überraschungen.

  • Zitat

    Original von JaneDoe
    So schlimm das auch für die Angehörigen ist, ich glaube, das war das HappyEnd, dass Karim nicht wieder aufwachen wird. So wie sein Zustand beschrieben wurde, ist es für ihn sicher besser so.


    Ja da bin ich vollends deiner Meinung, denn für so einen charakterstarken Menschen ist es wohl ein Graus ein Pflegefall zu sein.

  • Das Ende ging ja wirklich unter die Haut. Nun wissen wir, was sich tatsächlich abgespielt hat und es bleibt genug eigene Vorstellungskraft für die eine oder andere offene Frage. Ein sehr emotionales Ende.


    Und vielleicht war Wandas Verzeihen und das Erscheinen seiner Schwester dann der Punkt, dass Karim nun endlich gehen kann. Ich kenne so ein Phänomen von meinem Vater. Er lag schon mehrere Tage ohne Bewußtsein im Sterben, als meine Tante ihn noch als letzte aller Freunde und Verwandte noch einmal besuchte. Als sie ging und meine Mutter ihr vom Balkon nachwinkte, starb er friedlich. So als hätte er nur darauf gewartet, dass alle noch mal da waren. Ich denke, es wird das Beste für Karim sein, denn ich denke nicht, dass er nach so einem langen Koma jemals wieder der Alte wird. Auch wenn es mir und Wanda noch so sehr weh tut.


    Als Freund von Happy Ends hätte ich mir eher gewünscht, dass er irgend etwas gehabt hätte, wo er längere Zeit nicht bei Bewusstsein gewesen wäre, dann aber wieder gesund geworden wäre. So hätte der Rest auch stattfinden können.


    Ein sehr berührendes und spannendes Buch, voller Tiefe über die Liebe zweier Menschen und die Vergangenheit. Sympathische Charaktere, auch Karim, so wie Wanda ihn die letzten vier Jahre kennen gelernt hat … bis die Sache mit der Vergangenheit kam, aber es machte ihn nicht unsympathischer, man konnte sein eigenartiges Verhalten, was er manchmal hatte, nun nachvollziehen. Er war immer nur bemüht, alles Schlimme und Schlechte von seiner Familie fernzuhalten, auch wenn er sie dafür aufgeben musste bzw. sie ihn aufgegeben hat, so hat er doch wieder gelernt gehabt zu lieben und geliebt zu werden. .


    Ein Buch, das sich man sehr gut und fließend lesen konnte, gut geschrieben mit stetigem Spannungsaufbau. Es hat mir gut gefallen trotz der Dramatik.

    :lesend Constanze Wilken - Die Frauen der Villa Fiore 1: Giulias Geschichte

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    Hörbuch: Steffi von Wolff - Fremd Küssen

    Hörbuch: Stefanie Gerstenberger - Orangenmond

    SuB: 297


  • :anbet :write


    Genau so ist es!


    Ayasha hat das mit der totenunddanndochglücklicherweisenichttoten Katze ihren Ausführungen nach wohl ähnlich empfunden wie ich. :knuddel1


    Die Szene mit dem Brautkleidkauf gefiel mir gut. Hat vielleicht was mit meinen "mütterlichen Problemen" zu tun...


    Der Schluss mit dem verbrannten Brief erinnerte mich an das verlinkte Buch, das ich vor vielen Jahren mit Begeisterung gelesen habe.


    Also, ich war rundherum zufrieden! Gern werde ich weitere Bücher von dir lesen, liebe Mulle, allerdings keine "Dark"-Geschichten, das ist einfach nicht so mein Genre, sorry.
    Rezension erfolgt zeitnah!
    :wave

    “Lieblose Kritik ist ein Schwert, das scheinbar den anderen, in Wirklichkeit aber den eigenen Herrn verstümmelt.”Christian Morgenstern (1871 – 1914)

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  • [quote]Original von nicigirl85




    Was Faribas Freund ihr angetan hat geht mal gar nicht, aber konnte sie sich wirklich nicht anders helfen? Das kann ich nicht so recht begreifen.


    /quote]


    Das war für mich auch das einzige Minus in der Geschichte. Ne, die Entführung auch , denn ich mag überhaupt keine Entführungsgeschichten, weder im Film noch im Buch.


    Aber wie Mulle sagte, wer hätte ihr geglaubt?? Die Mutter mehr oder weniger unfähig irgendwie zu handeln, die Brüder eben noch recht jung und man sieht ja was bei rauskam.


    Wenn die Mutter ihr zur Seite gestanden hätte, mit ihr evtl. zum Anwalt, ins Frauenhaus, eben eine neutrale Stelle gegangen wäre, hätten die sich wohl effektiver darum kümmern können.
    So muss man sagen, dumm gelaufen aber sonst gäbe es wohl auch das Buch nicht.

    [SIZE=7]"Leute die Bücher lesen, sind einfach unberechenbar." Spruch aus "Wilsberg " [/SIZE]