'Und wenn es nicht gut ist, ist es nicht das Ende' - Teil 2

  • Bin jetzt bis Kapitel 19 mit dem Buch durch.

    Ich habe mal die Einteilung von Breumel übernommen.


    Ich habe noch keine Idee, wie Julia es schaffen will, dass sie Frau Smit im eigenen Haus pflegen kann. Der Neffe scheint ja wild entschlossen zu sein, das Haus zu verkaufen. Vielleicht scheinlich findet er keinen Platz im Heim mehr, entgegen seinen Plänen. Oder Frau Smit wacht auf und will heim. Das erscheint mir im Moment am wahrscheinlichsten.


    Und was für eine Menge Leute dort aus und eingehen. Die kennen wir alle noch gar nicht. Gwen hat sie nur erwähnt.

    Das mit Veronique ist hart. Aber ich habe mir schon sowas gedacht. Allein schon wegen ihr muss ein Weg gefunden werden das Haus zu behalten.

  • Also, langsam wird es unübersichtlich mit den Leuten, die da ein und aus gehen. Und keiner verrät Julia, was denn eigentlich genau los ist. Ich glaube ich hätte in der Situation schon jemanden angeschrien, dass man mir sagen soll, was Sache ist und was von mir erwartet wird.


    Das mit Veronique ist ja echt schlimm, aber auf Dauer ist es doch auch keine Lösung so weiterzumachen.

    Ich hab nicht so wirklich den Plan, wie das Ganze weitergehen soll.


    Sabine_D Wie kommst du drauf, dass Julia Frau Smit daheim pflegen will? Hab ich da was überlesen ?

  • Jetzt haben wir fast alle aus dem Klappentext kennengelernt. Nach der Hälfte des Buches wurde es auch Zeit ...


    Pflegen im eigenen Haus habe ich auch nicht gefunden. Im Moment sucht sie ja noch nach einer Möglichkeit, im Haus zu bleiben. Vielleicht klappt es ja als Haussitter o.ä., das sollte doch erlaubt sein. Wäre billiger als die Alarmanlage :grin und besser als das 18 m³ Wohnklo.


    Der Neffe ist ein ziemliches Ekel, hatte mit der Tante allerdings auch nichts zu tun. Ist wohl "nur" die Erbtante. Die gute Frau Smit hingegen hat sich um alles und jeden gekümmert. Veronique wäre aus meiner Sicht in einem Kinderdorf oder einer Pflegefamilie besser aufgehoben. Und wer wohl der angeblich noch dort lebende kurdische Magwan ist? Vermutlich ein Flüchtling.


    Irgendwie hat die Autorin alles reingepackt, was irgendwie ging. Bin noch nicht sicher, ob ich das nicht etwas überfrachtet finde ... Fast 15€ ist jedenfalls ein stolzer Preis für ein 300 Seiten Buch.

    “You can never get a cup of tea large enough or a book long enough to suit me.” :lesend

    C.S. Lewis

  • Halte ich aber für unwahrscheinlich. Eine komatöse Person zu pflegen ist doch mehr Arbeit - Nahrung an- und abhängen, Windeln wechseln, Waschen, regelmäßig umlagern ... Und falls der Alarm losgeht, muss jemand im Haus sein, dann dürfte sie gar nicht mehr rausgehen. Obwohl der Neffe damit wohl leben könnte.
    Ich würde mir das vermutlich nicht zutrauen.

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  • Halte ich aber für unwahrscheinlich. Eine komatöse Person zu pflegen ist doch mehr Arbeit - Nahrung an- und abhängen, Windeln wechseln, Waschen, regelmäßig umlagern ... Und falls der Alarm losgeht, muss jemand im Haus sein, dann dürfte sie gar nicht mehr rausgehen. Obwohl der Neffe damit wohl leben könnte.
    Ich würde mir das vermutlich nicht zutrauen.

    Vor allem ist das für eine Frau schwere körperliche Arbeit und die Häuser sind ja auf so was nie eingerichtet. Ein Full-Time-Job, den man nur gegen gute Bezahlung oder aus Liebe macht aber nicht mal so neben her für eine Wohnung.

    Ich fand das ja von Anfang an seltsam. Auch als Bezahlung diese stundenweise Betreuung. Sie hat sich da ja keine wirklichen Gedanken gemacht. Ich könnte das nicht.

  • Viel fällt mir zum zweiten Abschnitt nicht ein, es passiert ja nicht so viel.

    Julia kann in dem Haus nicht wohnen bleiben (wieso eigentlich nicht, als Haussitter z. B.?) und schaut sich ein Dreckloch von Wohnung an. Zwischen dem Neffen von Frau Smit und dem Wohnungsvermittler kann ich von der Schreibe her keinen großen Unterschied erkennen.

    Überhaupt erinnert mich das Buch sehr an die Romane von Catherine Ryan Hyde, da wird auch immer alle Menschlichkeit zusammengekratzt, um Kinder vor dem System zu retten.

    Nun ist noch die qusselnde Friseurin aufgetaucht...


    Ich langweile mich gerade ein bisschen. Aber ich lese natürlich weiter.

  • Überhaupt erinnert mich das Buch sehr an die Romane von Catherine Ryan Hyde, da wird auch immer alle Menschlichkeit zusammengekratzt, um Kinder vor dem System zu retten.

    Den Gedanken hatte ich beim Lesen auch, owohl ich nur "Ich bleibe hier" von ihr gelesen hatte.

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  • Genau, an das Buch musste ich auch denken. Aber auch in "Wir kommen mit" (das ich abgebrochen habe) und "Bis wir uns wieder begegnen" müssen sich quasi Fremde plötzlich um Kinder kümmern. Im Buch ist das ja auch immer alles ganz toll, aber die Realität sieht leider anders aus, und auch, oder vielleicht gerade weil ich ebenfalls eine fast Siebenjährige zu Hause habe, kann ich mir bei aller Menschenliebe so eine Verantwortung für ein fremdes Kind nicht vorstellen zu übernehmen, auch wenn man dann damit die "Böse" ist.

  • Ich kenne mittlerweile einige Kinder aus dem Kinderdorf und die Geschichten dazu, und habe Freundinnen im Jugendamt. Ich bin da auch eher für die offiziellen Wege. Gerade das Kinderdorf ist eine wunderbare Einrichtung für die Kinder, die dort unterkommen. Und mir geht es wie killerbinchen - meine zwei reichen mir. Ich helfe gerne aus und lade die Kinder auch immer wieder mal zum Übernachten, Kino o.ä. ein, aber Verantwortung dafür zu tragen wäre mir zuviel.

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  • Die Erklärung mit den Spiegeln im Fahrstuhl fand ich interessant. Hat was, diese Erklärung. Ich habe mir da ehrlich gesagt noch nie Gedanken gemacht warum es die dort gibt.

    Stimmt. Ging mir auch so.


    Da kommen ja ein paar interessante Menschen zusammen in diesem Haus...…….....


    Die Wohnungsbesichtigung war ja auch "ein Erlebnis". ;-)

  • Es wird immer voller im Hause Smit, finde ich recht gewöhnungsbedürftig, besonders da irgendwie keiner Info an Julia geben. Aber Julia geht schon recht entspannt damit um.


    Den Neffen finde ich immer noch sehr unsympatisch, er scheint keine emotionale Verbindung zu seiner Tante zu haben.

    Seine Tante scheint da eine andere Lebenseinstellung gehabt zu haben. Sie hat scheinbar für viele Leute ein offenes Ohr gehabt und Hilfe angeboten.


    Mal sehen wie es mit dem Haus weitergeht. Eigentlich wäre es doch schön, wenn Julia auf das Haus aufpassen könnte.


    In diesem Abschnitt hat mich am meisten Veronique's Geschichte bewegt.

    Das Buch ist wie eine Rose, beim Betrachten der Blätter öffnet sich dem Leser das Herz.


    (Sprichwort aus Persien)


    LG büchervamp :flowers