'Der schottische Bankier von Surabaya' - Seiten 365 - Ende

  • Bei Zukunftszenarien liebe ich den großen Wurf: Mey Ling, Amanda und Ava gründen eine Firma, muss ja nicht in Hongkong sein, Maria wird kolumbianische Außenministerin oder UNO-Botschafterin - und die Ferienhütte der Lees liegt auf halber Strecke ...


    :wave Huhu Wampy, liest du noch in diesem Abschnitt?

    Bin gerade erst fertig geworden. Bin gespannt, ob und wann es zur Frauenfirma kommt.

    :hörend Jörg Kastner - Teufelszahl

    :hörend Jörg Maurer - Oberwasser
    :lesend Ian Hamilton - Der schottische Bankier von Surabaya

    :lesend Hanna Caspian - Gut Greifenau - Nachtfeuer

    :lesend Ralf H. Dorweiler - Der Gesang der Bienen

    :lesendJames Lee Burke - Nacht über dem Bayou

  • Nun noch mein Senf zum letzten Leseabschnitt. Ava traut sich noch einmal nach Surabaya und übersteht es ungeschoren. Was am Flughafen abgeht klingt eher nach Spionageroman als nach Kriminalroman. Eliteeinsatzkräfte und Geldsummen, die man sich kaum vorstellen kann. Die Auslöser in Kanada nerven Avas Mutter, aber die hat es auch verdient.

    Bei Onkel sieht es nicht gut aus, aber er will mit Würde abtreten. Er hat seine Dinge bereits geordnet und Ava spielt dabei eine wesentliche Rolle. Onkel legt Ava nahe, sich mit Mey Ling und Amanda zusammen zu tun. In privaten Dingen ist Onkel der fürsorgende, großzügige und herzensgute Patriarch, der seine Lieben gut versorgt zurücklassen will. In geschäftlichen Dingen ist er knallhart und auch rücksichtslos. Ava ähnelt ihm da sehr. Sie erinnert mich stark an hardboiled-Ermittler, vor allem an Vic Warshawski von Sara Paretsky, die sich auch ihren Platz in einer Männerdomäne gesichert hat. Nach anfänglichen Problemen bin ich immer besser in den Roman hereingekommen. Das Ava natürlich selbst kriminell handelt stört mich nicht, denn ich mag solche Typen, z. B. Wyatt von Garry Disher. Vielleicht liegt es daran, dass diese Helden zwar Kriminelle sind, aber doch von einer starken Moral geprägt sind, die sie sympathisch erscheinen lässt.

    Zum Ende des Romans ist die Welt von Ava Lee aus den Fugen geraten und sie muss quasi einen Neuanfang wagen. Ich bin gespannt, welche der Figuren uns auch weiterhin begleiten werden.

    :hörend Jörg Kastner - Teufelszahl

    :hörend Jörg Maurer - Oberwasser
    :lesend Ian Hamilton - Der schottische Bankier von Surabaya

    :lesend Hanna Caspian - Gut Greifenau - Nachtfeuer

    :lesend Ralf H. Dorweiler - Der Gesang der Bienen

    :lesendJames Lee Burke - Nacht über dem Bayou

  • Am Ende haben drei geschäftstüchtige Frauen interessante Geschäfte vor sich, von denen ich May Ling am wenigsten einschätzen kann, weil mir dazu die Ereignisse des 3. Bandes fehlen. Ava könnte demnächst finanziell unabhängig sein und leben und arbeiten, wie sie will. Maria könnte sich an eine Botschaft irgendwo in Asien bewerben ...


    Eine symbolkräftige Szene von großer Weisheit dreht sich um das Schicksal von Sonny. Sonny braucht Struktur, einen Boss, der ihn antreibt und versorgt. Genau das, was Chinas Füher über die Bürger des Landes denken. Chinesen brauchen Struktur, Kontrolle, sonst laufen sie völlig aus dem Ruder und Chaos droht.

    Das glauben nicht nur Chinesen. Wenn ich mir diese ganzen nationalistischen Bewegungen ansehen, die weltweit aus dem Boden geschossen sind.

    :hörend Jörg Kastner - Teufelszahl

    :hörend Jörg Maurer - Oberwasser
    :lesend Ian Hamilton - Der schottische Bankier von Surabaya

    :lesend Hanna Caspian - Gut Greifenau - Nachtfeuer

    :lesend Ralf H. Dorweiler - Der Gesang der Bienen

    :lesendJames Lee Burke - Nacht über dem Bayou

  • Am Ende bleiben jetzt etliche Fragen für mich offen. Habe ich es überlesen oder hat Ava ihr Blut am Ende nicht mehr untersuchen lassen? Vivian hat sie nochmals daran erinnert. Ist das untergegangen oder soll die Antwort im nächsten Band gegeben werden? Sehr gespannt bin ich was aus der Geschäftsidee (oder wie man es nennen will) von May Ling, Amanda und Ava wird. Onkel wird vermutlich nicht mehr dabei sein, deshalb kann es auch interessant werden, wer dann im Hintergrund noch mitmischt. May Ling hat auch viele Verbindungen, aber ob die ausreichen?

    Ich glaube, dass das Weglassen unwichtiger Geschehnisse zum Stil von Ian Hamilton gehört. Und wenn die Blutprobe kein negatives Ergebnis hat, nimmt man den positiven Ausgang für gegeben. Er überlässt Zwischengeschehnisse der Fantasie der Leser und tritt nicht alles total breit. Auch seine Gewaltdarstellung ist meist zurückhaltend. Seine Schilderung des Kampfes auf dem Flugplatz findet eigentlich durch ein paar Geräusche und dann durch die Beschreibung der Überbleibsel statt. Beide Sachen gefallen mir gut. Da kann man seiner eigener Vorstellung Raum geben.

    :hörend Jörg Kastner - Teufelszahl

    :hörend Jörg Maurer - Oberwasser
    :lesend Ian Hamilton - Der schottische Bankier von Surabaya

    :lesend Hanna Caspian - Gut Greifenau - Nachtfeuer

    :lesend Ralf H. Dorweiler - Der Gesang der Bienen

    :lesendJames Lee Burke - Nacht über dem Bayou