Mini-Leserunde zu Nikola Hotel: Rabenblut - Einen Flügelschlag entfernt (früher: Rabenblut drängt)

  • Einige TeilnehmerInnen des IlmePs und Thriller Threads haben beschlossen, gemeinsam (oder so) das Buch Rabenblut - Einen Flügelschlag entfernt von Nikola Hotel zu lesen. Weitere MitleserInnen sind herzlich willkommen!


    Da wir für eine offizielle Leserunde nicht genug Teilnehmer sind, haben wir überlegt, dass jeder Beitrag einfach mit der Seitenzahl begonnen werden sollte, auf der der Verfasser des Beitrags gerade ist. Die Kapitel haben leider keine Nummerierung.


    Gestartet werden kann ab sofort.


    :welcome

    “You can never get a cup of tea large enough or a book long enough to suit me.” :lesend

    C.S. Lewis

  • Danke, breumel  :knuddel1 Ich hoffe, ich mache es richtig.


    Ich habe gestern damit begonnen und die Seiten 1 - 26 der ersten beiden Kapitel gelesen.


    In "Schaumzähne" machte ich Bekanntschaft mit zwei namentlich benannten, sprechenden oder denkenden Raben mit ihrem Schwarm.

    Alexej und der junge Pavel wollen, dass ein Einzelgänger-Wolf ein Schaf reißt, um sich dann selbst daran gütlich zu tun. Während des Wolfsangriffs wurden sie von einer Meute Hunde angegriffen. Pavel wollte sich beweisen und bezahlte dafür, Alexej wird verwundet. Plötzlich verwandelte sich Alexej in einen Menschen zurück und hielt Pavel als Vogel in den Händen.

    Ich bin gespannt, was das alles soll.


    Jetzt lerne ich Isabeau in "Nachtschuss" kennen. Sie unterstützt in Tschechien für 1 Jahr als Praktikantin Wildtierforscher und lebt momentan in einer Hütte mit kaputter Heizung bei kalten Temperaturen.

    Dunkle Wälder haben auf sie eine beruhigende Wirkung, was ihr entgegenkommt, als sie ganz früh einen Knall hört und mit Marek an die Stelle fährt. Sie hören furchtbare Schmerzenslaute und treffen auf den toten Wolf und dann auf einen nackten Mann, der eine riesige Fleischwunde am Arm hat.

    Isabeau reißt sich von dem grausigen Anblick los und holt eine Decke.

    Sie sieht, dass der Mann einen toten Vogel im Arm hält. Es gelingt ihr, dass er ihr den Vogel gibt.

    Sie verfrachten den Mann ins Auto und düsen los.

    Ich finde Isabeau sehr tough, in dieser Situation Ruhe zu bewahren und das richtige zu tun.

    Irrlicht und Hexe (7. Hexenregel: Unterschätze nie die Kraft des Wortes - es hat eine besondere Kraft, es kann befreien, anstoßen und verändern, aber auch verletzen und zerstören)

  • Irri Genau bis dahin, also Seite 26, habe ich in der Mittagspause auch gelesen.


    Eine Zusammenfassung musst du nicht schreiben, wir lesen ja alle das Buch auch. Ein paar kurze Sätze reichen. Wichtiger finde ich deine Gedanken dazu. Was fällt dir auf, stört dich etwas, hast du Überlegungen zur Weiterentwicklung der Geschichte? Schreib einfach, was dir so durch den Kopf gegangen ist beim Lesen bzw. im Rückblick. Und natürlich, falls du Fragen dazu an uns andere hast!


    Was mir spontan einfiel: Ich vermute stark, dass "Der Tag des Falken" zu den Lieblingsfilmen der Autorin gehört. Isabeau ist jetzt kein so verbreiteter Name, und Gestaltwandler und einen Wolf gibt es da auch ...


    Ich frage mich, wie alt Isabeau und Alexej wohl sind. Isabeau ist Praktikantin - ob sie wohl studiert (hat)? Dass sie noch nicht wirklich Tschechisch gelernt hat, finde ich ziemlich nachlässig.


    Alexej ist deutlich älter und erfahrener als Pavel und hat jetzt einen Vollbart. Aus irgendwelchen Gründen hat er etwas gegen seine menschliche Form und hat diese anscheinend lange nicht mehr angenommen. Er scheint deutsch zu verstehen. Pavel hat ihm viel bedeutet, er kannte ihn wohl schon als Küken oder Baby (?) Jetzt scheint sein Genick gebrochen zu sein.

    “You can never get a cup of tea large enough or a book long enough to suit me.” :lesend

    C.S. Lewis

  • Ich habe das Buch zwar schon gelesen, aber ich lese es jetzt fast neu.

    Ich mag den Namen Isabeau eben seit dem Film und habe Michelle Pfeiffer immer vor Augen.


    Momentan geht mir noch nicht so viel durch den Kopf, ich lerne erstmal die Protas kennen.

    Alexej und Pavel stehen sich sehr nahe, vielleicht sind sie Brüder, was den Verlust noch tragischer macht. Leider lernt man Pavel jetzt nicht weiter kennen, der ja noch am Anfang seines Lebens stand.

    Ich denke, dass Alexej vielleicht so Ende 20, Anfang 30 ist.

    Ich frage mich, inwieweit er mit dem Schwarm familiär verbunden ist und wie es kommt, dass sie sich verwandeln können.

    Isabeau mag ich schon Mal, sie kann anscheinend mit anpacken und ist sehr geerdet.

    Irrlicht und Hexe (7. Hexenregel: Unterschätze nie die Kraft des Wortes - es hat eine besondere Kraft, es kann befreien, anstoßen und verändern, aber auch verletzen und zerstören)

  • Danke breumel für das Eröffnen dieses Threads.


    Dies ist meine allererste Leserunde.

    Einige Bücher von Nikola Hotel kannte ich schon, jedoch noch keines im Fantasy-Genre. Ich bin also sehr gespannt.


    Ich bin jetzt Seite 50.


    Der Schreibstil gefällt mir sehr gut. Er liest sich schön flüssig. Die Darsteller sind sympathisch, bis jetzt hat mich noch keiner genervt. Ich wüsste auch gerne das Alter von ihnen. Das ist etwas, das in vielen Büchern nicht erwähnt wird. Das finde ich immer sehr schade, denn ich finde das Alter wichtig und möchte es immer gerne wissen.


    Super gefällt mir, dass die Autorin die Raben ein bisschen beschreibt, z. B. dass sie sehr intelligent sind und wie sie sich verhalten. Ich habe schon in mehreren TV-Dokumentationen gesehen, wie schlau diese Vögel sind. Ich finde das sehr interessante Tiere und freue mich, dass sie in diesem Buch eine grosse Rolle spielen. Das Setting gefällt mir auch.


    Etwas gefällt mir nicht so gut. Die Ich-Form, die abwechselnd zwischen Isabeau und Alexej geschrieben ist. In letzter Zeit fällt mir auf, dass das in sehr vielen Büchern der Fall ist. Scheint irgendwie " in " zu sein. Also, ich komme damit schon klar, ich mag es halt einfach nicht.

  • Ich bin jetzt auch auf Seite 50.


    Mir gefällt die Ich-Form, so kann ich intensiver mit den Protas mitfiebern. Ich finde, das schafft Nähe.

    Bei Alexej habe ich den Verdacht, dass es schon sehr alt ist. Er achtet auf seine Ausdrucksweise und liebt klassische Musik. Das könnte ein Hinweis auf lange Lebensdauer, vielleicht sogar relative Unsterblichkeit, sein. Starke Selbstheilungskräfte scheint er aber nicht zu haben, die Verletzung hat ihn erst mal flach gelegt. Sein Blut scheint auch nicht zu normalen menschlichen Blutgruppen zu passen, die Transfusion wäre ja fast schief gegangen. Optisch scheint der Pflegerin ja ganz gut zu gefallen, in gewaschenem und rasiertem Zustand ;)


    Von Isabeau hat man noch nicht viel erfahren außer ihrer Arbeit, aber wir sind ja auch noch am Anfang.


    Mir gefallen auch die wissenschaftlichen Hintergrundinformationen. Es ist immer besser, wenn die Autoren ordentlich recherchieren. Und etwas dazu zu lernen schadet nicht ... Habt ihr schon Kolkraben live gesehen? Ich bisher nur am Tower von London. Das sind ganz schöne Brummer.

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    C.S. Lewis

  • Ich kann nicht sagen, ob ich schon mal einen Kolkraben in echt gesehen habe.


    Klar, die Ich-Form schafft schon Nähe. Aber das ständige Umdenken von Kapitel zu Kapitel, wer ist jetzt schon wieder " ich " , habe ich noch nie gemocht. Das nervt mich.


    Auf Seite 53 erfährt man das Alter von Isabeau. Sie ist 24.

  • Durch den Besuch von streifi und ihren Töchtern bin ich nicht mehr zum Lesen gekommen.


    Auf Fuerteventura gibt es einen Platz, an dem sich viele Raben aufhalten. Die setzen sich auf die Zaunstangen und lassen die Leute ganz nah an sich heran.




    Mir ist die Erzählform relativ egal, Hauptsache sie bringt mich in die Geschichte rein.

    Wenn sie in der Ich-Form gut funktioniert, so wie hier, lese ich es sehr gerne, das ist ja nicht immer der Fall.


    Ja, wenn es gut recherchiert ist oder ich zumindest das Gefühl habe, ist es noch ein Sahnehäubchen, wenn ich dabei noch etwas lerne.

    Irrlicht und Hexe (7. Hexenregel: Unterschätze nie die Kraft des Wortes - es hat eine besondere Kraft, es kann befreien, anstoßen und verändern, aber auch verletzen und zerstören)

  • Bei uns in den Alpen leben viele Bergdohlen. Sie gehören auch zu den Rabenvögeln. Die lassen die Menschen auch ganz nah heran, sind teilweise richtig frech und fressen sogar aus der Hand.


    Die wechselnde Ich-Form ist bisher das Einzige, das mich stört. Natürlich stört mich das auch in anderen Büchern. Deswegen habe ich schon Bücher abgebrochen oder gar nicht erst gekauft. Doch ansonsten gefällt mir Rabenblut bis jetzt wirklich gut und ich werde auf jeden Fall weiterlesen.:)

  • Ich bin jetzt auf Seite 96.


    Alexej hat seinen Schwarm wiedergefunden. Da geht es den Raben wie die Menschen: Sie sind ungern alleine. Interessant finde ich, wie so anders, feiner, seine Sinne als Rabe sind.

    Anscheinend sind er und sein Schwarm schon lange in dieser Form. Warum also hat er sich gerade jetzt zurück verwandelt? Vielleicht wegen der starken Emotionen nach Pavels Tod?

    So nach und nach erfährt man mehr aus seinem Leben. Ich bin gespannt darauf, warum sie sich verwandeln können und warum sie lieber als Raben leben.


    Isa ist dabei, sich über ihre Gefühle im Klaren zu werden, noch leugnet sie die Alexej gegenüber.


    Was meint ihr, ich finde, dass ganz schön viel Aufwand getrieben wird, um so ein paar Wildtiere zu überprüfen, wovon die meisten Rehe und Hirsche sind und ein paar wenige Luchse.

    Wer hat das in Auftrag gegeben und finanziert das?

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  • Irri : Ich bin auch schon etwas weiter, mittlerweile auf Seite 107. Ich denke, dass das ganz normale Studien sind, die von Instituten oder Regierungen bezahlt werden.


    Was mir auffiel, war, dass es eine reine Männerrunde zu sein scheint. Fast als hätten nur Männer diese Gabe (?) und müssten dann zum Schutz ihrer Familien diese verlassen. Was jetzt wohl mit Pavels Bruder passiert?


    Die (Rück-)Verwandlung in einen Menschen wurde vermutlich durch die Verletzung ausgelöst. Als verletzter Vogel hätte er gegen die Hunde keine Chance gehabt.


    Ob Alexej wohl ein traumatisches Erlebnis hatte und deshalb lieber Rabe ist? Oder ob ihm einfach die Freiheit, die schärferen Sinne und das Fliegen besser gefallen?


    Mit "Der Tag des Falken" lag ich zumindest richtig :lache

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    C.S. Lewis

  • Ja, stimmt, es sind nur Männer im Rabenschwarm. Fortpflanzung gibt es also vielleicht dort nicht? Oder müssen sie sich dazu zu anderen Schwärmen begeben?


    Ich vermute, dass das vielleicht in einigen Familien an einem bestimmten Ort ist, dass sich Mitglieder verwandeln können. Ist es ein Tribut, den die Familien zahlen müssen oder ein Fluch?


    Ja, es hat mit dem Tag des Falken zu tun - ich liebe diesen Film und gucke ihn gerne in Abständen immer wieder.

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  • Ich bin erst auf Seite 74.


    Den Film kenne ich, glaube ich, gar nicht.


    Mir gefällt sehr gut, dass Alexej so rätselhaft dargestellt wird. Nach und nach erfährt man mehr über seine Andersartigkeit. Diese ist Isa ja schon zu Beginn aufgefallen, jedoch Lara und Marek nicht. Die finden ihn einfach nur sympathisch.


    Auch spannend ist, von wem wohl der vierte Pfotenabdruck an der Kampfstelle stammt. Habt ihr da schon eine Ahnung ?

  • Ich bin jetzt auf Seite 130.


    Lese jetzt Eve Dallas weiter und warte, bis Du, Jenya , auch so weit bist. Sag' Bescheid, dann tauschen wir uns weiter aus.


    Auf den Film "Der Tag des Falken" nimmt Isabeau ja Bezug und Alexej ist sehr interessiert, da es darin auch um die Verwandlung von Menschen in Tiere und umgekehrt geht.


    Ich finde den Film wunderschön, auch heute noch.

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  • breumel

    Stimmt, es waren vier Bluthunde. Ich hatte die zwei Hütehunde im Kopf, die waren ja auch da. Das kommt davon, wenn man übermüdet oder zu schnell liest.:(

    Aber weshalb kam dann die Frage auf, wegen des vierten Pfotenabdrucks ?

    Könnten die Abdrücke der Bluthunde verschieden sein ? Naja, eigentlich schon, vielleicht waren sie ja verschieden gross. Oder verschiedene Rassen? Oder ich bringe schon wieder etwas durcheinander ? :gruebel:pille


    Leider habe ich heute auch nicht viel Zeit zum Lesen. Abends sind wir zum Essen eingeladen. Aber morgen will ich endlich weiterlesen und ich werde mir Mühe geben, schnell aufzuholen, damit ihr nicht lange auf mich warten müsst. Sorry. Ich werde versuchen, nächste Woche viel mehr zu lesen.:lesend