Ich freue mich sehr, dass es dir so gut gefällt, dass du so schön miträtseln kannst ![]()
Beiträge von MelanieM
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ich bin noch nicht ganz so weit aber etwas anstrengend zu lesen finde ich das Vera Psychoanalytikerin ist.
Das kommt mir zu oft vor sie hat ihre Ausbildung als Psychoanalytikerin gemacht, sie denkt als Psychoanalytikerin so usw...
Ansonsten wird der Herr Braun ja seine Vergangenheit haben, das bekommen wir sicher noch mit ein unangenehmer Zeitgenosse.
Ja, im ersten Abschnitt musste ich versuchen, die notwendigen Infos über die Psychoanalyse unterzubringen. Tut mir leid, wenn das etwas anstrengend geworden ist. Wie hättest du es dir lieber gewünscht? Auf der anderen Seite ist Vera relativ "verkopft", diese neue Tätigkeit war ja auch ihr Versuch, ihr Leben nach dem Tod ihres Mannes wieder lebenswert zu machen.
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Vielen Dank für dein Feedback, das für mich als Autorin wie immer wertvoll ist und mir zeigt, ob ich richtig beim Spuren legen war
. Dazu äußere ich mich dann erst im letzten Abschnitt, wegen Spoilergefahr.Pauls Gesichtsverletzung ist das beherrschende Thema in Hafenschwester 2, da wird auch Moritz Kellermann so schwer verwundet und die beiden Männer geben sich in der schweren Zeit gegenseitig halt. In Hafenschwester 2 wird die Heimatfront gezeigt, nicht die Front in Frankreich, nur das, was in Hamburg ist, und da waren dann eben die Verwundeten und was man gemacht hat, wenn jemand so schwer betroffen war.
Ich fand es sehr schön, dass ich diese Ereignisse jetzt auch noch gekonnt mit diesem Buch verbinden konnte, sodass es einen kleinen Gastauftritt gibt, der nicht hergesucht ist, sondern in die Handlung passt.
Alma ist eine Nervensäge, ja, eine junge Frau, die noch nicht wirklich weiß, was Professionalität ist, sondern einer ganz eigenen Vorstellung hinterher läuft. Das machte mir Spaß beim Schreiben, dass sich jemand so völlig über alle Grenzen wie ein Trampeltier hinwegsetzt und auch noch denkt, alles richtig zu machen, ohne bösartig zu sein. Das ist das Vorrecht, wenn man jung ist, auch wenn die meisten natürlich nicht so forsch sind wie Alma.
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Gib zu, beim Schreiben der Familienfeier mit dem Eklat wegen "Schnipp-Schnapp" hattest Du sicher auch Spaß.

Ja, da auch
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Ja, die gute Alma, die wäre mir auch zu übergriffig gewesen, hat mir richtig Spaß gemacht, diese Figur zu beschreiben

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Spannend, dass sich quasi jeder Psychoanalytiker nennen konnte. Möchte nicht wissen, was da für Scharlatane unterwegs waren. Wobei, es gibt ja auch heute noch etliche Tätigkeitsbezeichnungen, die nicht geschützt sind und mit denen sich jeder schmücken kann.
Deshalb hat die psychoanalytische Gesellschaft dann später eigene Voraussetzungen für die Anerkennung geschaffen.
Was mich auch überrascht hat, wie lange es den Lesezirkel schon gibt.
Die ersten Lesezirkel gab es schon im 17. Jahrhundert. 1908 wurde der Verband der Besitzer Deutscher Lesezirkel gegründet, um einheitliche Richtlinien für Vertrieb und Werbung zu schaffen.
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Ich freue mich, dass du so gut reingekommen bist.
Hier habe ich erstmalnachgeforscht, welche Ausbildung man haben muss, um sichPsychoanalytiker nennen zu dürfen, denn ein abgeschlossenes Studiumkann Vera ja nicht vorweisen.
Psychoanalytiker war damals (ganz anders als heute, heute muss man Psychologie oder Medizin studiert haben und anschließend noch eine Analytiker-Ausbildung machen) kein Ausbildungsberuf. Jede Person, die selbst eine Analyse durchlaufen hatte, durfte sich Psychoanalytiker nennen.
In meinen Augen müßtedas eigentlich heißen: Doktor Grunewalds Verdacht, der Täter könnteschwächer gewesen sein... Oder stehe ich dagerade selbst neben mir?
Nein, du hast recht, da haben wir beim Lektorat nicht aufgepasst. Ist mir bis eben durch die Lappen gegangen, du bist die erste Person, der das beim Lesen aufgefallen ist, bzw. es mir mitgeteilt hat.
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Die Psychaterin im Dezember habt ihr ja sicher alle auf dem Schirm.
Vielen lieben Dank! Ich freue mich schon. Im Dezember ist es allerdings "Die Psychoanalytikerin", nicht die Psychiaterin. Ich schreibe das nur, damit sich nicht jemand wundert, wenn er nach dem Buchtitel suchen sollte und ihn nicht findet.

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Super, vielen Dank. Einmal hatte ich es, dass eine PN bei mir nicht ankam, also falls ich nicht innerhalb eines Tages geantwortet habe, noch mal versuchen oder hollyhollunder Bescheid geben, sie hat meine Email-Adresse. Aber ansonsten sind die PNs immer angekommen.
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Schickt mir jemand eine Nachricht, wenn ihr euch für eine Leserunden der Hafenschwester entschieden habt? Ich verliere sonst schnell den Überblick.
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Bitte auch dort lassen.
Da bleiben sie auch. Keine Scheidung in Sicht
Ich bin ja niemand, der so verkorkste Beziehungen beschreibt. Meine Helden überlegen sich länger, ob sie passen und Probleme werden dann gemeinsam gelöst. -
Ich melde mich auch endlich mal zu Wort. Ich habe das Buch mit Begeisterung gelesen und lese auch fleißig eure Beiträge hier mit, aber leider ging es bei mir in der letzten Woche ziemlich drunter und drüber, so dass ich es nicht geschafft habe wirklich an der LR teilzunehmen.
Das macht ja nichts, ich war diesmal auch sehr beruflich eingebunden, dass ich nicht so viel dazu gekommen bin, mich zu beteiligen, wie ich es sonst tue, aber ich fand es toll mit euch.
ich fand das Ende etwas zuviel mit der Hochzeit mit Goldie...
Und doch passte es irgendwie.
Goldie ist einfach immer etwas "zu viel" - sie mischt sich zu viel ein, aber wenn man pragmatisch damit umgeht, kann man dem noch etwas abgewinnen. So ging es dann Renate und Matthias.
Es wird noch einen Band geben? Irgendwie ist die Geschichte rund für mich.
Das freut mich. Jeder Band soll für sich allein rund sein. Der nächste fängt mit der Reise nach Amerika an und man erfährt, was mit Herrn Zierrauh passiert, und natürlich macht Doktor Kleinschmidt wieder Ärger. Wir erleben Renate und Matthias nun als Ehepaar im Alltag, er studiert, sie arbeitet als Ärztin.
Ich bin kein großer Fan von Hochzeiten, aber die hier hat mir gut gefallen, schon allein der pragmatische Ansatz von Renate und Matthias beim Outfit, da bin ich ganz bei den Beiden, und das dann in diesem pompösen Rahmen, fand ich toll diesen Gegensatz.
Das freut mich. Ja, ich dachte mir, irgendwie muss ich die beiden ja unter die Haube bringen
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Ach Du Schande, ich hätte vorher mal die Seitenzahlen checken sollen, bevor ich mich da so leichtfertig auf was einlasse. Die Hafenschwester hat 464 + 512 + 704 Seiten
Wer mich kennt, der weiß auch, dass meine optimale Buchdicke bei max. 400 Seiten liegt.
Naja, nützt ja nix. Ich hab jetzt drei Briketts hier liegen und wäre bereit. 
Eigentlich wollte ich vier Bücher daraus machen, aber die Lektorin wollte eine Trilogie. Im Grunde hätte man aus Band 3 auch zwei Bücher machen können, sie sind unterteilt in "Die Weimarer Republik" und "Das dritte Reich" - jedes hätte dann etwa 350 Seiten. Band 1 der Hafenschwester hat auch einen Cut in der Mitte - daraus hätte man auch zwei Bücher machen können, da kommt dann ein kleiner Zeitsprung. Band 2 hat im Prinzip auch zwei Teile - vor dem 1. WK und danach. Stell dir also einfach vor, du liest 6 Bücher in deiner LIeblingslänge.
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Nö. Der Erste. Ihre Schwester war MTA in Quindao und hat dort einen Lehrer, später Herr Proffessor, kennengelernt und ist 1919 an den Folgen japanischer Haft verstorben. Darauf wurde die jüngste Schwester der Verstorbenen nach Tsingtau geschickt um sich um die zwei Söhne zu kümmern. Zwei Jahre später, also 1921 wurde geheiratet und noch zwei Kinder mein Vater und meine Tante wurden 1923 und 1924 in Tsingtau geboren. Ich nannte meine Onkels aus der ersten Ehe meines Großvaters immer Dreiviertelonkel, da ja die Großeltern mütterlicherseits schon wieder identisch waren. Mein zweier Onkel Jahrgang 1914 war der letzte in Tsingtau geborene Deutsche. Er war praktisch noch im Kreissaal als die Japaner Tsingtau eroberten und ja bis 1945 behielten.
Eine wahnsinnig spannende Familiengeschichte.
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Das kann meine Oma väterlicherseits lässig toppen. Geboren und aufgewachsen in Donaueschingen, heute Baden- Württemberg. Geheiratet in Tsintau, heute Quindao, Shandong,China.
Was hat deine Oma nach China verschlagen? Der 2. Weltkrieg?
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Die Hafenschwester kenne ich auch noch nicht, aber meine Kindleapp hat gerade ein Dreibandbundle geladen. So ganz von selbst quasi. Ich wäre also bereit.
Das freut mich. Die Hafenschwester-Trilogie und die Stillen Helden mit Im Lautlosen als Startband sind auch meine Lieblingsbücher. Sie unterscheiden sich von den Bücher um Renate oder Gut Mohlenberg, dass sie Epen sind, die ganze Lebensgeschichten erzählen, während Renate und die Mohlenberg-Reihe immer nur einige Monate oder ein Jahr aus dem Leben der Figuren pro Band erzählen. Deshalb kann man die oft schneller weglesen, weil sie etwas leichter verdaulich sind.
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Meine Eltern Jahrgang 22 und 23 des vorigen Jahrhunderts sind gemeinsam mit den Eltern meiner Mutter in Urlaub gefahren. Bezahlt hat Opa. Urlaub war in Langenargen am Bodensee und der junge Mann kam sich vor wie gegrillt auf Schwiegersohn Tauglichkeit. Wie meine Existenz beweist (züchtig Jahre nach der Eheschließung gezeugt) hat er den Test mit Bravour bestanden.
Ich bin auch erst 10 Jahre nach der Eheschließung meiner Eltern geboren. Aber mein Vater war auch schon immer ein Verfechter von Kondomen, lange bevor es die Pille gab. Er meinte immer, der Mann trüge die Verantwortung, dass es keine negativen Folgen für die Frau hat. Und wenn wirklich etwas passiert, sollte man sich nur mit Partnern/Partnerinnen einlassen, mit denen man im Zweifelsfall auch wirklich eine Familie gründen wollte. Als AIDS in den 1980ern los ging, meinte er, man hätte mit der Seuche kein Problem gehabt, wenn alle immer so gehandelt hätten wie er.
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Ich finde es schwierig: so richtig kennenlernen (im Sinne von: was ist mein Partner im Alltag für ein Mensch?) konnte man sich damals noch nicht, da ein Zusammenleben ohne Trauschein wegen des Kuppeleiparagraphen eigentlich auch nicht legal möglich war.
Wobei die jungen Paare damals schon gemeinsam verreist sind. Meine Eltern (Jahrgang 1932 und 1937) waren auch schon unverheiratet zusammen im Hotel an der Ostsee. Ich fragte meine Mutter, wie sie das damals gemacht hätten. Sie sagte, sie hätte demonstrativ einen Ring getragen, sie waren ja schon verlobt, und mein Vater die Meldeformulare ausgefüllt. Die Hoteliers haben nicht nachgefragt, damals musste man noch keinen Ausweis im Hotel vorlegen und wer wäre schon auf die Idee gekommen, Leute, die ordentlich und zivil wirken, nach ihrem Trauschein zu fragen? Auch meine Großmutter hat es Anfang der Dreißiger mit ihrem Verlobten ähnlich gehalten, auch da funktionierte das so in Hotels. Zwischen dem, was Vorschrift war und dem, was man wirklich machte, lagen oft Welten. Auch, wenn eine Frau oder ein Mann eine eigene Wohnung hat, durfte er da natürlich Besuch haben. Im Zweifelsfall war der Besuch immer die Cousine oder der Cousin. Und wenn jemand gar eine Eigentumswohnung oder ein Haus hatte, war das eh wurscht, dann griff auch kein Kuppeleiparagraf.