Beiträge von Monina83

    Frostkuss

    Autor(in): Jennifer Estep
    Verlag: ivi
    Seitenzahl: 383
    Preis: 14,99 Euro
    ISBN: 978-3-492-70249-2


    Gestaltung:
    Das Cover sieht sehr mystisch aus. Man erkennt ein Mädchengesicht, bei dem der Mund durch blauen Nebel ersetzt ist. Die Augen des Mädchens sind in dem selben stechenden Blau, wie der Titel und der Nebel.
    Klappt man den Umschlag auf, sieht man ein gespenstisch wirkendes Haus (auch in einem leichten Blauton). Ich kann mir zwar nicht vorstellen, dass das die Schule sein soll, dazu wirkt es zu unbelebt, aber vielleicht spielt dieses Haus ja in den folgenden Bänden noch eine wichtige Rolle.
    Sehr schön fand ich auch, dass die erste Seite jedes Kapitels mit einem grauen Nebel gestaltet ist.


    Story:
    Klappentext:
    „Mein Name ist Gwen Frost. Sobald ich einen Menschen berühre, sehe ich seine Erinnerungen und seine Vergangenheit vor mir – alles, was er erlebt oder gefühlt hat. Ich kenn seine geheimsten Wünsche und Sehnsüchte … Doch diese Gabe ist ein Fluch. Wenn der Junge, den ich küsse, an eine andere denkt. Oder wenn ein Mädchen ermordet wurde, und ich die Einzige bin, die ihren Mörder kennt…“


    Das Buch beginnt, anders als ich erwartet hatte, sofort damit, dass Gwen auf die Mythos Academy geht. Zuerst erfährt man ein bisschen darüber, wie die Gabe des Mädchens funktioniert und wie sie sie einsetzt. Doch dann wird schon ein Mord begannen und die Geschichte wird richtig spannend, denn Gwen ist diejenige, die die Leiche findet und nicht an die Erklärung glaubt, die den Schülern aufgetischt wird. Deshalb macht sie sich auf die Suche nach den wahren Begebenheiten und gerät immer mehr in den Krieg der Götter, an den sie eigentlich nie geglaubt hat, obwohl sie an einer Schule für „besondere“ Schüler ist.
    Ich fand es sehr spannend, wie Gwen immer mehr über die griechische Mythologie, über die Vergangenheit, über Götter und Helden erfuhr und die Geschichte damit langsam zum Höhepunkt geführt wurde.
    Ist Gwen anfangs noch eine richtige Außenseiterin ohne Freunde wird ihr Schicksal nach und nach mit anderen Schülern verknüpft. Besonders gut gefällt mir die Geschichte, wie sie zu ihrer besten Freundin kommt. Das ist wirklich mal eine ausgewöhnliche Freundschaft.
    Auch das Thema „Liebe“ wird in diesem Buch immer wieder angesprochen. Sei es durch die Nebendarsteller: Eine beliebte Schülerin verliebt sich in einen „Freak“ und traut sich das nicht öffentlich zu machen, eine Schülerin wird von ihrem Freund und ihrer besten Freundin betrogen und auch die Protagonistin verliebt sich natürlich, auch wenn diese Lovestory anders endet, als ich es erwartet hatte.


    Charaktere:
    In den ersten Kapiteln wusste ich ehrlich gesagt nicht, was ich von Gwen halten sollte. Sie benutzt ihre Gabe um Geld zu verdienen und erpresst andere. Das machte sie für mich anfangs nicht sehr sympathisch. Doch sobald der Mord geschieht und sie versucht Nachforschungen anzustellen, wurde sie mir sympathischer. Sie ist zwar manchmal ziemlich ruppig und eigenbrödlerisch, doch je mehr man von Gwen erfährt, desto logischer wird ihr Verhalten und man fängt als Leser an sie ins Herz zu schließen und am Ende hab ich richtig mit ihr mitgefühlt und ich fand es sehr schön, dass sie nicht sofort die tolle Heldin wird, die plötzlich alles kann. In den Folgebänden hat sie noch jede Menge Möglichkeiten sich zu entwickeln und ich bin echt gespannt, ob sie noch lernt mit einem Schwert umzugehen.
    Logan, der männliche Protagonist ist zwar beliebt, wie es Helden meist sind, doch er zeigt ein paar sehr unheldenhafte Charaktereigenschaften oder wird zumindest manchmal alles andere als sympathisch dargestellt. Doch ich glaube, dass hinter seinem Verhalten noch viel mehr steckt, was im ersten Band noch nicht ganz ans Tageslicht gekommen ist. Auf jeden Fall gefällt mir seine Art, wie er Gwen neckt und mit ihr flirtet. Das brachte mich ganz oft zum grinsen.
    Schmunzeln musste ich auch über Daphne, die Walküre, die rosa liebt und auf Computer steht. Das ist ja mal ein toller Kontrast. Ich bin sehr gespannt, welche Rolle sie in den Folgebänden noch spielen wird.
    Aber auch die anderen Darsteller, wie z.B. die Professoren oder die Spartaner bringen ihre ganz eigenen Eigenschaften und Geschichten mit und machen die Geschichte so zu etwas besonderem.



    Schreibstil:
    Die Autorin Jennifer Estep beschreibt ihre Welt und ihre Gestalten so, dass ich sie mir sehr gut vorstellen konnte, sie geradezu vor meinen Augen sah. Auch wenn man von griechischer Mythologie keine Ahnung hat, versteht man sehr gut, um was es in dem Buch geht, da immer wieder kleine Erklärungen in die Geschichte eingeflochten werden.
    In diesem Buch werden so viele verschiedene Themen angesprochen: Verrat, Wut, Hass, Liebe, Verzweiflung, Selbstzweifel, Mut, Freundschaft, Eifersucht … und trotzdem ist alles so geschickt in die Geschichte eingebunden, dass sie nicht überfrachtet wirkt. Alles hat seinen Platz und spielt eine wichtige Rolle in diesem Buch.
    Sehr schön fand ich, dass das Buch zwar ein rundes Ende hat, jedoch alles trotzdem nicht in einer heilen Welt endet. Auch auf einen Cliffhanger wurde zum Glück verzichtet, obwohl einen die Leseprobe zum zweiten Band sehr in den Bann zieht und Lust auf mehr macht.
    Obwohl es ein Jugendbuch ist, sind manche Ereignisse für meinen Geschmack doch sehr offen angesprochen, vor allem, wenn es um Sex oder Mord geht. Daher wäre meine Altersangabe doch eher bei 16, als bei 14 Jahren.


    Fazit:
    Dieses Buch ist mein erstes Buch, das mit griechischer Mythologie zu tun hatte und ich muss sagen, ich bin wirklich begeistert. All diese Helden- und Göttergeschichten, die für Jugendliche aufbereitet sind, haben mich total in ihren Bann gezogen und das Buch war so spannend, dass ich es in einem durchgelesen habe, da ich einfach nicht mehr aufhören konnte. Leider war das Buch viel zu schnell zu Ende und jetzt warte ich sehnsüchtig auf Band 2, um zu erfahren, wie es mit Gwen Frost und ihren Freunden und Feinden weitergeht.


    Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

    Halo

    Autor(in): Alexandra Adornetto
    Verlag: rororo
    Seitenzahl: 557
    Preis: 17,95 Euro
    ISBN: 978-3499216008


    Gestaltung:
    Das Cover gefiel mir sofort sehr gut. Ich finde es sehr schön, dass man nur die Schatten von den Personen, die wahrscheinlich Xavier und Bethany darstellen sollen, sieht. Das ist einmal etwas ganz anderes, als die übrigen Cover. Und das Beste: Das Buch sieht auch ohne Schutzumschlag wirklich super aus.


    Story:
    Klappentext:
    „In dem verschlafenen Ort Venus Cove scheint die Welt noch in Ordnung. Doch dunkle Mächte sammeln sich, immer öfter kommt es zu unerklärlichen Todesfällen. Bis eines Nachts drei Engel auf der Erde landen, vom Himmel gesandt, um dem Bösen Einhalt zu gebieten. Fasziniert vom Leben der Menschen, mischt sich Bethany, die jüngste und unerfahrenste der drei himmlischen Geschwister, unter die Schüler der Highschool – und verliebt sich Hals über Kopf in den attraktiven Schulsprecher Xavier. Doch ihre Liebe bringt die Mission der Engel in Gefahr, denn niemand darf über ihre eigentliche Herkunft Bescheid wissen. Und schlimmer als der Zorn des Himmels ist die Bedrohung durch das Böse, das bereits ein Auge auf Bethany geworfen hat …“


    Die Inhaltsangabe hat mich sofort in den Bann gezogen und ich wollte das Buch unbedingt lesen, da ich Geschichten mit Engeln total gerne mag. Das Buch fängt auch wirklich schön an, indem beschrieben wird, wie Bethany und ihre Geschwister Gabriel und Ivy auf die Erde kommen und sich in Venus Cove einleben. Super fand ich, dass Bethany nicht sofort alles wusste. Es ist ja ihr erster Aufenthalt auf der Erde und da hat sie einiges zu lernen z.B. auch, wie ein menschlicher Körper funktioniert.
    Danach geht es ab zur Highschool, wo sie andere Teenager kennenlernt, wie z.B. die beliebte Cheerleaderin Molly, die ihr hilft, sich zurecht zu finden. Und dann taucht natürlich Xavier auf und Bethany weiß zuerst nicht recht was ihr geschieht, da sie das Gefühl des verliebt seins ja noch nicht kennt. Doch nach und nach werden die beiden ein unzertrennliches Paar und da Bethany nicht möchte, dass sie Geheimnisse voreinander haben, offenbart sie sich ihm als Engel. Leider fand ich Xaviers Reaktion auf dieses Geständnis doch sehr übertrieben. Überhaupt muss ich zugeben, dass mir die Liebesgeschichte doch etwas zu viel war. Die beiden verbringen kaum noch Zeit ohne einander und treffen sich selbst zwischen den einzelnen Schulstunden, damit Xavier Bethanys Bücher zum nächsten Klassenzimmer tragen kann. Natürlich will man, wenn man frisch verliebt ist, jede Minute miteinander verbringen, aber ich finde, dass das hier etwas übertrieben dargestellt ist.
    Als dann Gabriel und Ivy erfahren, dass Bethany ihr Geheimnis verraten hatte, dachte ich, jetzt käme endlich das Donnerwetter und Gabriel holt sich auch den Rat der anderen Erzengel, aber … leider passiert nichts. Bethany wird nicht einmal dafür gerügt, dass sie ihr wichtigstes Geheimnis, ihre Identität, verraten und damit ihre Mission in Gefahr gebracht hat. Da habe ich mir anhand des Klappentextes doch etwas mehr erwartet.
    Danach plätschert die Geschichte so ein bisschen dahin und Xavier lernt Bethanys Familie kennen und Bethany lernt Xaviers Familie kennen, sie verbringen Zeit miteinander und gehen zur Schule… .
    Als mit Jake Thorn, ein neuer geheimnisvoller Schüler in der Schule auftaucht und Bethany schöne Augen macht, hab ich mich total gefreut. Endlich passiert mal etwas! Und Jake bringt auch jede Menge Schwung in das Buch, er hetzt Freunde gegeneinander auf und bringt Bethanys und Xaviers Beziehung ins Wanken. Diesen Teil fand ich wirklich super und auch spannend, denn man wusste als Leser nie, was als nächstes passieren würde.
    Doch leider hielt diese Spannung nicht lange an, denn die Engel entdeckten schnell, dass Jake zur „anderen Seite“ gehört und bringen ihn (für meine Verhältnisse) etwas zu einfach zur Strecke.
    Sehr gut gefallen hat mir der Schluss. Es ist zwar ein richtiger Cliffhanger, aber das gab dem Buch dann doch noch etwas Spannung und durch die Leseprobe zu Teil 2, die es am Ende von „Halo“ noch gibt, freu ich mich richtig auf die Fortsetzung und hoffe, dass es darin mehr Spannung und weniger Liebesschnulze gibt :)


    Charaktere:
    Bethany gefiel mir sehr gut. Obwohl sie ein Engel ist, ist sie nicht perfekt. Sie muss sich erst auf der Erde zurechtfinden und tut sich dabei manchmal ganz schön schwer z.B. als sie zum ersten Mal Zug fahren soll. Schade fand ich, dass Bethany ihre Mission so ganz egal zu sein scheint, denn sie will einfach nur einmal alles erleben, was „normale“ Teenager auch erleben. Sie will zur Schule gehen, Freundinnen treffen, sich verlieben, auf Bälle gehen usw. Und dabei geht sie manchmal sehr egoistisch vor. Auch als es darum geht, Xavier ihre wahre Identität zu verraten, denkt sie nicht lange über die Konsequenzen nach, sondern handelt einfach, wie sie es für richtig hält. Während sich ihre Geschwister bemühen, die Welt ein wenig besser zu machen, bemüht sich Bethany eigentlich nur um Xavier, den sie sofort über alles liebt. Das fand ich persönlich sehr schade, da, meiner Meinung nach, in Bethany viel mehr Potenzial steckt.
    Xavier ist der absolute Held, doch nicht auf die sympathische, sondern eher die perfekte Art. Er scheint überhaupt keine Fehler zu haben und auch seine Vergangenheit, von der man Anfangs denkt, sie würde ihm vielleicht im Weg stehen, ist sehr schnell vergessen, als es um Bethany geht. Er hat auch keine Angst und legt sich, obwohl er ja ein Sterblicher ist, auch mit den dunklen Mächten an. Als Bethany ihm ihr Geheimnis anvertraut ist er nicht einmal schockiert oder denkt, er träumt, nein, er nimmt das alles einfach hin, weil er sie ja liebt. Diese Liebe wird nur ein einziges Mal auf die Probe gestellt und ich war wirklich froh, dass Xavier in dieser Situation ausnahmsweise wie ein richtiger Junge reagiert hat.
    Gabriel und Ivy sind zwar Engel, aber auch sie sind viel zu perfekt. Sie wissen alles, können alles und treffen nie falsche Entscheidungen. Was mich zusätzlich gestört hat, war die Tatsache, dass Gabriel viel zu sehr auf die göttliche Macht vertraut und deshalb öfter nicht selber handelt. Er befolgt treu alle Gesetze, komme was wolle und fällt dabei nie aus der Reihe. Die beiden Engel stoßen einige Hilfsprojekte an, aber was wirklich ihre Aufgabe auf der Erde ist, konnte ich nicht so recht erahnen.
    Jake Thorn war mir ehrlich gesagt noch am sympathischsten, auch wenn er eigentlich der Böse ist. Er bringt ordentlich Schwung in die Geschichte und scheint auch seine Fehler zu haben, als er sich z.B. in Bethany verliebt. Ich bin gespannt, was mit ihm im zweiten Teil noch passiert.


    Schreibstil:
    Das Buch ist sehr schön und flüssig geschrieben, so dass es Spaß macht es zu lesen.
    Die Autorin, Alexandra Adornetto glänzt mit tollen Beschreibungen z.B. von Bethanys Ballkleid, so dass man sich alles genau vorstellen kann und richtige Bilder im Kopf entstehen.
    Auch die Darstellungen über den Himmel fand ich sehr gelungen. Obwohl jeder seine eigenen Vorstellungen zu diesem Thema hat, gefiel mir die Version der Autorin doch sehr gut und auch für Menschen, die nicht an Engel glauben, ist die Geschichte, meiner Meinung nach gut erzählt.


    Fazit:
    Ich denke, ich hab mir von dem Buch zu viel erwartet. Wenn man es als schöne Liebesgeschichte sieht, liest es sich wirklich wunderbar. Wenn man jedoch Spannung sucht und auf Action wartet, ist es wohl eher eine Enttäuschung.
    Trotz allem hat es mir Spaß gemacht dieses Buch zu lesen und ich denke (anhand der Leseprobe), dass es im 2. Teil auf jeden Fall spannender wird und ich freu mich schon auf diese Fortsetzung.


    Von mir bekommt das Buch 4 Punkte von 5.


    Vielen Dank an den rororo Verlag, der mir dieses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.


    Mein Blog: www.suechtignachbuechern.blogspot.com

    Sternenfeuer

    Autor(in): Amy Kathleen Ryan
    Verlag: PAN / Doemer Knaur
    Seitenzahl: 425
    Preis: 16,99 Euro
    ISBN: 978-3426283615


    Gestaltung:
    Das Cover gefiel mir sofort sehr gut, obwohl es so schlicht ist. Der Kettenanhänger ist sehr schön und die Farben gefallen mir auch sehr gut.
    Besonders schön fand ich, dass die jede erste Seite eines Kapitels mit einem kleinen Sternenhimmel verziert ist.


    Story:
    Klappentext:
    „Das mächtige Sternenschiff Empyrean ist auf dem Weg zu einem weit entfernten Planeten. Zu den ersten Kindern, die auf der langen Reise geboren wurden, gehört die 15-jährige Waverly. Alle erwarten von ihr, dass sie bald ihren Freund Kieran heiratet, um selbst Kinder zu bekommen und so das Überleben der Menschheit zu sichern. Aber ist Waverly wirklich schon bereit, diesen entscheidenden Schritt zu gehen?
    Das friedliche Leben endet dramatisch, als wie aus dem Nichts das Schwesterschiff der Empyrean auftaucht – und angreift! Alle Mädchen werden entführt und finden sich in einer Welt wieder, in der nichts ist, wie es scheint. Waverly muss alles daransetzen, zu entkommen und zu Kieran zurückzukehren, der Lichtjahre entfernt um sein Überleben kämpft…“


    Als ich den Klappentext las war ich zuerst etwas skeptisch, weil ich eigentlich kein Fan von Raumschiffen und Science Fiction bin, doch ich habe nur Gutes über dieses Buch gehört und wollte es schließlich auch unbedingt lesen und als ich einmal angefangen hatte, konnte ich nicht mehr aufhören … .
    Das erste Kapitel beginnt noch ganz harmlos und man wird als Leser erst einmal in die Welt der Empyrean entführt und erfährt etwas über die einzelnen Personen, die dort leben. Doch sofort im nächsten Kapitel beginnt der Angriff und die Mädchen werden entführt. Obwohl ich das ja schon anhand des Klappentextes wusste, muss ich ehrlich zugeben, habe ich die Luft vor Spannung angehalten.
    Ging es im ersten Kapitel vor allem noch um Waverlys Gefühle, ob sie Kieran schon heiraten sollte oder noch nicht, rückt das in den nächsten Kapiteln erst einmal in den Hintergrund, denn auf die Mädchen warten ganz andere Herausforderungen und Waverly, als Älteste, fühlt sich für die anderen verantwortlich. Das Mädchen hat auch große Schwierigkeiten zu erkennen, was die wahren Gründe für ihre Entführung sind, da sie einige verschiedene Versionen zu hören bekommt und auch auf ihrem Heimatschiff, der Empyrean, nicht immer alles so perfekt gewesen ist, wie sie immer dachte.
    Sehr schön fand ich auch, dass die Geschichte von zwei Seiten erzählt wurde: Zum einen waren da Waverly und die anderen Mädchen, die auf die New Horizon verschleppt wurden zum anderen wurde aber auch die Geschichte um Kieran und die Jungen weitererzählt, die auf der Empyrean zurückblieben. Dachte ich zuerst noch, dass der Teil in dem es um Kieran geht langweilig werden könnte, musste ich diese Meinung gleich nach dem ersten Kapitel zurücknehmen, denn auch auf der Empyrean passieren jede Menge unvorhersehbare und spannende Ereignisse.
    Das Buch ist wirklich von der ersten bis zur letzten Seite spannend und selbst das Ende ist so geschrieben, dass ich sofort weiterlesen wollte.
    Doch trotz all der Spannung bleibt auch noch reichlich Platz für Gefühle: Ob das jetzt der Junge ist, der auf ein nettes Wort von seinem Vater wartet und enttäuscht wird; oder die Frau, die sich nichts sehnlicher wünscht als ein Baby und dafür (fast) alles tun würde; oder ein Mädchen, dem schreckliches passiert ist und das nicht darüber sprechen möchte … all diese Gefühle und kleinen Geschichten sind so geschickt in die Gesamtgeschichte hineingearbeitet und haben dort ihren Platz, ohne dass es zu viel wird oder die eigentliche Geschichte gestört wird.
    Dieses Buch hat einfach alles, was ein gutes Buch, meiner Meinung nach braucht und ich hatte es auf ein paar Stunden durchgelesen.


    Charaktere:
    Waverly ist von Anfang an eine typische Heldin: Sie ist selbstbewusst, lässt sich nicht in irgendwelche Schubladen stecken und bildet sich meist ihre eigene Meinung. Etwas naiv scheint sie jedoch im Hinblick auf ihr Heimatschiff, die Embyrean zu sein. Erst als sie auf der New Horizon landet und dort auch negative Dinge über ihren Captain erfährt, fängt sie an alles kritischer zu sehen. Trotz allem kämpft sie darum, zurück auf die Embyrean zu kommen. In Kieran scheint sie verliebt zu sein, doch irgendwie hatte ich auch meine Zweifel und ich frage mich, welche Gefühle sie für Seth hat.
    Kieran war mir zwar sympathisch, aber ein richtiger Held war er für mich nicht. Obwohl es für ihn klar zu sein scheint, dass er der nächste Captain werden wird, ist er doch total überfordert mit der Situation und zeigt wenig Führungskraft. Gut an ihm finde ich, dass er Gewalt in jeder Form ablehnt, selbst als sich die Situation zuspitzt. An seinen Gefühlen zu Waverly habe ich kein einziges Mal gezweifelt. Er denkt häufig an sie und möchte sie unbedingt retten.
    Bei Seth war ich sehr zwiegespalten. Zu Beginn des Buches war er mir sehr sympathisch und ich mochte ihn sogar lieber als Kieran. Er schien der eigentliche Held zu sein. Er ist selbstbewusst, taff und findet sich auf der Embyrean auch besser zurecht als Kieran. Doch dann verändert er sich und wurde mir immer unsympathischer. Ich hab mich echt gefragt, ob ich mich so in ihm habe täuschen können. Am Ende des Buches war ich mir jedoch wieder überhaupt nicht sicher, was Seth betrifft. Ich hoffe, dass ich in den Folgebänden noch aus ihm schlau werde.
    Aber auch einige Nebendarsteller, wie z.B. Amanda, Samantha, Felicity und Anne Marther bringen ihre eigenen Geschichten mit und machen damit die Geschichte spannend und gefühlvoll.


    Schreibstil:
    Das Buch ist einfach geschrieben, obwohl es einige „Fachausdrücke“ wie z.B. Shuttle Hangar enthält. Die ganze Umgebung und Gegebenheiten werden jedoch so beschrieben, dass man sich alles gut vorstellen kann, auch wenn man sich mit Raumschiffen nicht auskennt.
    Die Autorin, Amy Kathleen Ryan, schafft es, den Leser sofort zu fesselnd und in die Geschichte hineinzuziehen. Schnell beginnt man mitzufiebern und auch mitzufühlen, da trotz der ganzen spannenden Ereignisse auch sehr viel Gefühl in der Geschichte steckt.
    Was mir auch sehr gut gefallen hat, dass es diese Schwarz-Weiß-Malerei nicht gab. Es ist nicht alles super, was auf der Embyrean passiert und die Leute auf der New Horizon sind nicht alle böse. Kieran ist nicht der Held schlechthin und manche Personen, z.B. Seth wusste ich überhaupt nicht einzuschätzen. Man wird als Leser immer wieder dazu animiert, selber über alles nachzudenken und sich seine eigene Meinung zu bilden.


    Fazit:
    Obwohl ich kein Fan, von Geschichten bin, die im Weltall spielen, hat mich dieses Buch sofort von der ersten Seite an total gefesselt. Es ist so spannend, dass ich es nicht mehr aus der Hand legen konnte. Doch auch die kleinen Geschichten, die ich oben schon erwähnt habe, machen dieses Buch so lesenswert, denn trotz all der Spannung gibt es auch reichlich Platz für all die großen und kleinen Gefühle und genau das macht ein gutes Buch für mich aus.
    Ich bin sehr froh, dass sich der Doemer Knaur Verlag dazu entschieden hat, die Bücher auch nach der Schließung des Pan Verlags weiterhin zu veröffentlichen.


    Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.


    Vielen Dank an den Doemer Knaur Verlag, der mir dieses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

    Plötzlich Fee – Winternacht

    Autor(in): Julie Kagawa
    Verlag: Heyne
    Seitenzahl: 496
    Preis: 16,99 Euro
    ISBN: 978-3453267220


    Gestaltung:
    Da mir schon das Cover des ersten Bandes so gut gefallen hat, war ich natürlich auch von diesem hier total begeistert. Die Farben sind sehr schön und passen super zum Titel „Winternacht“. Auch das Auge, das dieses Mal von der anderen Seite zu sehen ist, sieht wunderschön aus. Es ist mit lila und silbernen Federn geschmückt und lila und silber geschminkt. Ich liebe die „Plötzlich Fee“-Cover einfach :)


    Story:
    Klappentext:
    „Meghan steckt in großen Schwierigkeiten: Als Gefangene der grausamen Herrscherin des Winterhofes fühlt sie ihre magischen Fähigkeiten mit jedem Tag schwinden und ist zum Nichtstun verdammt – obwohl sie ahnt, dass Nimmernie in höchster Gefahr schwebt. Denn die Eisernen Feen, Geschöpfe von unglaublicher Macht und Grausamkeit, haben im Hintergrund schon längst damit begonnen, Mab und Oberon gegeneinander auszuspielen und einen Krieg heraufzubeschwören, der das ganze Feenreich zu vernichten droht. Doch niemand will Meghans Warnungen Glauben schenken. Und selbst Ash, der Winterprinz, an den Meghan in Herz verloren hat, zeigt sich plötzlich abweisen. Wen wundert es da noch, wenn Pucks Annährungsversuche bei der verletzten Meghan auf wenig Gegenwehr stoßen?“


    Während der erste Teil für mich etwas langsam anfing, ist man im zweiten Teil gleich voll im Geschehen drin, da dieser ja direkt im Nimmernie beginnt und zwar im Winterreich, wo Meghan gefangen gehalten wird oder laut Königin Mabs Aussage „Gast ist“. Ich fand es sehr schön, zu lesen, wie es am Winterhof ist und welche Wesen sich dort aufhalten. Sehr gespannt war ich darauf, was Mab denn mit Meghan vorhat und warum Ash sich plötzlich von Meghan abwendet.
    Und dann wurde es so richtig spannend, als die Eisernen Feen wieder auftauchten. Ich muss ehrlich sagen, ich war ja nach dem 1. Teil der Meinung, dieses Problem hätte sich erledigt, da ja ihr König tot ist. Wer hätte gedacht, dass es so schnell Ersatz geben würde?! Doch wer der neue König der Eisernen Feen ist, erfährt man in diesem Band noch nicht, denn es gibt genug andere Feinde und neue Verräter, die erst einmal in die Flucht geschlagen werden müssen, um überhaupt an den Eisernen König heranzukommen.
    Ich muss sagen, in diesem Band passiert so viel: alte Feinde kommen wieder zurück, es gibt neue Verräter und Wesen, die die Seiten wechseln und trotz allem, ist die Geschichte so schlüssig und die einzelnen Elemente werden so gut, in die Gesamtgeschichte hineingefügt, dass es nicht zu viel, sondern wirklich spannend ist und man von Anfang bis Ende mitfiebert.
    Sehr schön fand ich, dass die Geschichte um Meghans „Vater“, bzw. den ersten Mann ihrer Mutter weiterging und nicht einfach in all den Ereignissen untergegangen ist. Das hat die Autorin geschickt eingebaut und ich bin gespannt, wie sich das noch weiterentwickelt.
    Die Liebesgeschichte zwischen Ash und Meghan spitzt sich ja auch zu, als Ash am Winterhof nicht zu den Gefühlen zu Meghan steht. Teilweise ist er richtig fies zu ihr, aber das hat natürlich alles seinen Grund und die beiden müssen trotz allem Gefühlwirrwarr wieder zusammenarbeiten, um einen Krieg zu verhindern und das Nimmernie zu retten.
    Als ich im Klappentext aber gelesen habe, dass Meghan den Annährungsversuchen von Puck nicht widerstehen kann, hab ich in Gedanken ganz laut „nein“ geschrien, denn ich bin ein absoluter Ash-Fan und wollte nicht, dass Puck sich zwischen die beiden drängt. Doch das bringt natürlich zusätzlich Spannung in dieses Buch und obwohl das Ende ja ziemlich eindeutig zeigt, für wen Meghan sich entscheidet, würde ich als Leser nicht die Hand dafür ins Feuer legen, dass das in den zwei Folgebänden auch sicher so bleiben wird. Wer weiß, was da noch alles kommt?! ;)


    Charaktere:
    Die Hauptdarstellerin Meghan Chase ist meiner Meinung nach durch ihre Erlebnisse aus Band 1 etwas taffer geworden. Nur wenn es um Ash geht, ist sie noch das naive Mädchen, das im ersten Teil häufig gerettet werden musste. Doch sonst zeigt sie allen, was in ihr steckt und schreckt vor keiner Gefahr zurück, um das Nimmernie zu retten. Schade fand ich allerdings, dass ihre Kräfte vom ersten Teil erst einmal nicht mehr vorhanden zu sein scheinen. Besser hätte es mir gefallen, wenn Meghan gelernt hätte, ihre Kräfte bewusst einzusetzen. Aber so ganz bleibt die Magie von ihr ja auch in diesem Teil nicht aus.
    Ash, zeigt sich zu Beginn des Buches von einer weniger sympathischen Seite. Doch als Leser ahnt man natürlich schnell, dass er dafür seine Gründe hat. Immer wieder kommt jedoch auch hier seine sanfte, liebevolle Seite hervor und ich hab mir nichts mehr gewünscht, als dass die beiden endlich wieder vereint und glücklich sein können. Doch in diesem Band hat es der Winterprinz leider alles andere als leicht und er muss einige schwierige Herausforderungen meistern, bevor er zum Ende des Buches eine Entscheidung treffen kann.
    Puck taucht auch recht bald wieder in der Geschichte auf und weicht natürlich nicht mehr von Meghans Seite und endlich gesteht er ihr auch seine Gefühle, was man ja als Leser schon im ersten Band vermuten konnte. Doch ich muss ehrlich zugeben, für mich ist Puck etwas zu selbstsicher und behandelt manch andere magische Wesen sehr herablassend, was mich an ihm sehr stört. Und obwohl er Meghan immer wieder hilft, bin ich nach wie vor nicht auf seiner Seite.
    Sehr schön finde ich in diesem Buch auch die Nebenrollen, wie z.B. die von Grimalkin. Ich bin mir zwar noch nicht ganz sicher, welche Rolle die Cat Sidhe wirklich spielt, aber ich bekomm immer gute Laune, wenn Grim auftaucht, weil er meist einen sehr trockenen Humor mit sich bringt und so tut, als wären alle anderen ohne ihn verloren.
    Spannend wird sicher auch noch die Geschichte um Leanansidhe, der Meghan ja noch einen Gefallen schuldet und da ja auch noch eine Rechnung offen ist.
    Es wird also wieder richtig spannend im 3. Teil von „Plötzlich Fee“…


    Schreibstil:
    Die Autorin, Julie Kagawa, schaffte es auch in diesem Band wieder, ihr Nimmernie so zu beschreiben, dass in meinem Kopf richtige Bilder entstanden sind und ich in die Welt der Feen eintauchen und mich verlieren konnte.
    Obwohl in diesem Band so viel passiert, zieht sich doch ein roter Faden durch das ganze Buch, der es leicht macht, der Geschichte und den einzelnen Ereignissen zu folgen.
    Sehr schön finde ich, dass die Autorin nie eine Geschichte vergisst, wie z.B. die Sache mit Meghans „Vater“. Auch wenn man im ersten Teil nichts mehr über den Verbleib von diesem erfährt und Meghans Erinnerung an ihn „gelöscht“ wird, ist die Geschichte dadurch nicht einfach erledigt, sondern taucht im 2. Band wieder auf und wird weitererzählt. Es gefällt mir sehr gut, wie Julie Kagawa immer wieder Personen aus dem ersten Band erscheinen lässt und neu ins Spiel bringt.
    Das Buch ist in einfacher Sprache geschrieben, so dass es kein Problem ist, der Geschichte zu folgen und beim Lesen zu entspannen und trotzdem ist es so spannend, dass man es nicht mehr aus der Hand legen kann.


    Fazit:
    Das Buch ist eines der besten Bücher, die ich dieses Jahr bis jetzt gelesen habe. Hatte ich im ersten Band noch ein paar Schwierigkeiten, um in die Geschichte einzutauchen, war ich in diesem Band sofort mitten im Geschehen und so gefesselt, dass ich nicht mehr aufhören konnte zu lesen. Ich muss mir unbedingt sofort Band 3 kaufen, denn ich liebe die Geschichte um Ash und Meghan und möchte wieder im Nimmernie versinken.


    Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.


    Vielen Dank an den Heyne Verlag, der mir dieses tolle Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

    Zweilicht

    Autor(in): Nina Blazon
    Verlag: cbt
    Seitenzahl: 412
    Preis: 18,99 Euro
    ISBN: 978-3570161173


    Gestaltung:
    Auf den ersten Blick hab ich mich sofort in das Cover verliebt. Mit den Efeuranken sieht es richtig geheimnisvoll aus und die Frau, mit den grünen Augen sieht einfach wunderschön aus. Dazu der Titel in gold, der sich etwas vom Einband abhebt, macht das Titelbild perfekt.


    Story:
    Klappentext:
    „Der 17-jährige Jay ist in der Stadt seiner Träume angelangt – ein Jahr wird er als Austauschschüler in New York, der Heimat seines verstorbenen Vaters, verbringen. Gleich zu Beginn verliebt er sich in die geheimnisvolle Madison mit den Indianeraugen. Doch was er keinem zu erzählen wagt: Hin und wieder taucht ein anderes Mädchen auf, das außer ihm niemand zu sehen scheint. Sie nennt sich Ivy und er kann nicht aufhören, an sie zu denken. Bis sie ihn schließlich in eine verwunschene Welt entführt, die seit Jahrhunderten kein lebender Mensch betreten hat. Als auch im New York der Gegenwart die Geister und Dämonen erwachen, beginnt für Jay ein Kampf auf Leben und Tod. Der Dämon mit dem Herzen aus Eis ist ihm auf der Spur und giert nach menschlichen Seelen. Und Jay muss sich entscheiden – zwischen zwei Mädchen, zwei Leben, zwei Wirklichkeiten …“


    Das Buch beginnt sofort mit magischen Wesen, die einen schlafenden Jungen beobachten und man erkennt gleich, dass es sich um Jay, den Protagonisten handeln muss und dass sich eines dieser magischen Wesen in ihn zu verlieben scheint.
    Danach geht es erst einmal mit einer „normalen“ Welt weiter, wie wir sie kennen. Jay kommt an eine neue Schule und verliebt sich dort in Madison, die seine Gefühle zu erwidern scheint. Ein paar Kapital wird dann von den beiden erzählt und plötzlich taucht Ivy auf und man weiß nicht recht, was man von ihr halten soll. Als Leser erfährt man nur, dass sie ebenfalls in Jay verliebt zu sein scheint und dass sie ihn von Madison trennen möchte. Doch dann kommt das, worauf der Leser schon von Beginn an wartet: Die Ereignisse überschlagen sich und plötzlich ist alles ganz anders, als es zuerst scheint.
    Die Geschichte beginnt langsam und ich hatte die ersten Kapitel immer das Gefühl, dass es doch langsam losgehen müsste, mit der eigentlichen Story. Aber dann gibt es plötzliche eine überraschende Wende, mit der ich ehrlich gesagt so überhaupt nicht gerechnet hatte und dann passieren so viele Ereignisse auf einmal, dass ich Mühe hatte den Überblick nicht zu verlieren. Das wurde vor allem auch dadurch erschwert, dass die Geschichte einmal aus der Sicht von Jay erzählt wird, dann wieder aus Ivys oder Madisons. Zudem haben die magischen Gestalten eine menschliche und eine magische Seite, die häufig innerhalb der Geschichte wechselt, was meiner Meinung nach weiter Verwirrung stiftet.
    Das Ende des Buches hat mir sehr gut gefallen, weil es teilweise vorhersehbar war, andererseits aber auch ein paar überraschende Momente beinhaltete und einige Personen noch einmal in einem anderen Licht zeigte.


    Charaktere:
    Jay, der Hauptdarsteller des Buches war mir von Anfang an sympathisch. Er macht ein Auslandsjahr in New York und findet sich dort sofort zurecht. Schön fand ich, dass er sich nicht, wie sonst so typisch, in das beliebteste Mädchen der Schule verliebt hat, sondern dass eher ein unscheinbares Mädchen sein Herz erobert. Aber wie es nunmal in der Liebe so ist, ist es nicht so einfach, denn es gibt da noch jemanden, der Jay nicht mehr aus dem Kopf geht.
    Madison konnte ich eigentlich überhaupt nicht einschätzen. Über sie erfuhr man als Leser zuerst nicht sehr viel und sie bleibt immer etwas geheimnisvoll. Doch irgendwann kommt auch ihre Geschichte ans Licht. Doch ein Urteil über sie, sollte man sich doch erst ganz zum Schluss bilden.
    Auch Ivy bleibt für den Leser ein Geheimnis. Sie taucht immer wieder auf, bleibt aber nicht lange genug, als dass man wüsste, was es mit ihr auf sich hat. Bis es zur großen Wende im Buch kommt und der Leser nach und nach Ivys Geschichte erfährt.


    Schreibstil:
    Das Buch ist in einfacher Sprache geschrieben, die einzelnen Schauplätze sind gut beschrieben und ich konnte mir sehr gut vorstellen, wie die Landschaften aussahen.
    Etwas schwierig fand ich, dass die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven erzählt wurde. Mal erfährt man etwas von Jay, dann von Madison oder von Ivy und die Geschichten ist aus ihrer Perspektive, jedoch nicht in Ich-Form geschrieben. Es wurde zwar deutlich gemacht, aus welcher Sicht das jeweilige Kapitel geschrieben ist, die einzelnen Personen, vor allem die magischen, hatten jedoch so eigene Denkweisen und Geschichten, dass ich Mühe hatte, den roten Faden nicht zu verlieren.
    Weniger gefallen hat mir, dass das Buch am Anfang etwas langsam anläuft und lange nicht wirklich etwas passiert und dann plötzlich kommt eine sehr starke Wendung und die Ereignisse stürmen nur so auf den Leser ein. Dann spitzt sich die Lage zu und schließlich folgt der Höhepunkt und trotzdem kommt mit der Auflösung des Höhepunkts noch nicht das eigentliche Ende. Denn dafür hat sich die Autorin, Nina Blazon, doch nochmal etwas Besonderes ausgedacht.


    Fazit:
    Die Geschichte des Buches gefiel mir sehr gut, leider fand ich die Umsetzung etwas verwirrend und ich hatte mir aufgrund des Klappentextes doch etwas anderes vorgestellt. Trotz allem sind die Protagonisten sehr sympathisch und das Buch ist alles andere als vorhersehbar. Mit all seinen Wirrungen und Überraschungen war die Geschichte doch sehr unterhaltsam.


    Von mir bekommt das Buch 4 Punkte von 5.


    Vielen Dank an den cbt Verlag, der mir dieses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

    Hallo an alle!


    Hier meine Rezension zu Kyria & Reb:


    Kyria & Reb – Bis ans Ende der Welt

    Autor(in): Andrea Schacht
    Verlag: INK Egmont
    Seitenzahl: 381
    Preis: 17,99 Euro
    ISBN: 978-3863960162


    Gestaltung:
    Das Cover des Buches fand ich von Anfang an wunderschön. Es zeigt einen hölzernen Steg und ein paar Häuser inmitten eines Waldes, der in türkis und grün gehalten ist. Links oben und rechts unten sieht man pinke Blüten im Vordergrund über das Cover fallen. Ich stelle mir so die Reservate vor, die im Buch vorkommen.


    Nimmt man den Schutzumschlag ab, sieht man das Cover noch einmal ohne Autorin und Titel, was bei den Büchern des INK Verlages immer der Fall ist und ich sehr schön finde.


    Story:
    Klappentext:
    „Im Jahr 2125 hat sich Europa in eine Welt der kompletten Überwachung verwandelt. In diesem perfekt gesteuerten System – New Europe – wächst Kyria behütet auf. Bis sie an ihrem 17. Geburtstag erfährt, dass sie an einer tödlichen Krankheit leidet. Jetzt zählt nur noch ein Gedanke: Flucht. In der wenigen Zeit, die ihr bleibt, will sie endlich frei sein! An einem Ort, der dem Zugriff des Systems entzogen ist. Mit ihr auf den Weg macht sich Reb, der vor nichts und niemandem Angst hat. Doch schon bald sind den beiden die Verfolger auf der Spur. Und das ist nicht die einzige Gefahr: Alle, die sich der Macht von New Europe entziehen, drohen furchtbaren Seuchen zum Opfer zu fallen …“


    Ich habe in letzter Zeit viele Dystopien gelesen und fand jede einzelne super. Umso mehr habe ich mich gefreut, dass endlich auch einmal eine Dystopie von einer deutschen Autorin geschrieben wurde. Es war klar, dass ich diese haben musste.


    Der Klappentext hörte sich sehr gut und spannend an, sodass ich sofort zu lesen begonnen habe und völlig in die Geschichte eintauchte.


    Zu Beginn wird viel von Kyria und ihrem Leben als Electi (als Priviligierte) erzählt. So bekommt man einen Einblick davon, wie das Mädchen aufgewachsen ist. Schnell erfährt man auch von Kyrias Krankheit und bekommt richtig Mitleid.


    Als Kyria im Heilungshaus auf Reb trifft und erfährt, dass sie bald sterben soll, überschlagen sich die Ereignisse und beide entscheiden sich zu fliehen.


    Leider muss ich zugeben, dass ich mir für die Flucht etwas mehr Spannung gewünscht hätte. Für mich hörte sich der Klappentext so an, als wären ihnen die Verfolger schnell auf den Fersen, doch meiner Meinung nach läuft alles viel zu glatt ab und die beiden müssen nicht wirklich befürchten erwischt zu werden.


    Trotzdem fand ich die Geschichte spannend, da einige Ereignisse ganz anders sind, als sie zu Beginn scheinen und der Leser bis zum Schluss bei einigen Personen nicht wirklich weiß, auf welcher Seite sie stehen. Viele Fragen werden in diesem 1. Band aufgeworfen und die Antworten dazu gibt es erst in den Folgebänden. Ich denke, dass sich die Ereignisse darin noch zuspitzen werden und die Spannung sicher noch steigen wird. Der 1. Band diente wohl eher dazu, die Welt von Kyria & Reb zu beschreiben, so dass sich der Leser davon ein Bild machen kann, was Andrea Schacht meiner Meinung nach gut gelungen ist.


    Sehr gut gefällt mir, dass Kyria & Reb nicht sofort von Anfang an total verliebt ineinander sind und nur noch aneinander denken. Trotzdem ist es schade, dass eine Zeit lang in dem Buch Reb quasi gar keine Rolle mehr spielt und danach dann doch alles sehr schnell geht zwischen den beiden. Die Liebesgeschichte ist zwar sehr schön, hätte aber vielleicht noch etwas anders aufgebaut werden können.


    Ich würde wirklich sehr gerne wissen, wie es weitergeht mit Kyria & Reb, NuYu und den Reservaten und kann es kaum erwarten bis Band 2 erscheint.


    Charaktere:
    Kyria gefiel mir am Anfang sehr gut. Sie hat sich nicht darum gekümmert, zu welcher Schicht die einzelnen Personen gehören, sondern sich ihre eigenen Gedanken zu den Personen und Ereignissen gemacht. Als sie dann jedoch ihre sichere Welt verlässt, wird sie, wie Reb es so schön sagt, eine richtige Electizicke. Man liest ständig „Ich kann nicht“ und „Ich will nicht“ von ihr und sie kommt einem verwöhnt und unselbstständig vor. Der Kampfgeist, den sie Anfangs zeigt, scheint irgendwie verflogen zu sein und ohne Reb wäre sie hilflos und aufgeschmissen. Erst zum Schluss des Buches kommt ihr Wesen, das sie anfangs zeigt wieder zum Vorschein und macht sie wieder sympathischer.


    Reb ist der typische Held. Etwas rau, um sich seine eigenen Gefühle nicht eingestehen zu müssen, mutig, selbstbewusst und doch hat er eine weiche Seite. Ich finde es super, dass er Kyria nicht sofort hoffnungslos verfallen ist bzw. das vorerst nicht zeigt, weil es Wichtigeres gibt. Er war mir von Anfang an sympathisch und ich wartete nur auf die Szenen, in denen er und Kyria wieder aufeinander trafen.


    Sehr gut gefielen mir auch die Nebendarsteller, wie z.B. Cam oder Hazel. Jeder hatte seine eigenen Charakterzüge und seine eigene Geschichte, die wunderbar in das große Ganze der Story gepasst hat.


    Schreibstil:
    Andrea Schacht gelingt es meiner Meinung nach sehr gut ihre Welt zu beschreiben. Eine wirklich neue Idee ist es, dass die Frauen die Herrschaft in NuYu übernehmen und die Männer nur eine untergeordnete Rolle spielen. Das brachte mich als Frau natürlich etwas zum Schmunzeln ;)


    Besonders gut gefielen mir die Dialoge zwischen Kyria § Reb. Die beiden liefern sich einen Schlagabtausch nach dem anderen und bleiben sich nichts schuldig. Es gab immer wieder Gespräche, die mich zum Lachen brachten, gemäß dem Spruch „Was sich liebt, das neckt sich“ :)


    Schade fand ich, dass viele Dinge, wie z.B. die Flucht von Kyria & Reb reibungslos verlaufen. Hier hätte die Autorin durch unvorhergesehene Ereignisse noch mehr Spannung in das Buch bringen können.


    In dem 1. Band werden sehr viele Fragen aufgeworfen, von denen jedoch die meisten offen bleiben, so dass der Leser mit freudiger Erwartung auf Band 2 wartet. Dadurch bringt Andrea Schacht doch noch viel Spannung in das Buch, was mir sehr gut gefiel.


    Fazit:
    Auch wenn ich die Spannung in den einzelnen Szenen ein bisschen vermisst habe, kann ich es doch jedem empfehlen. Es ist eine wirklich gut durchdachte und schöne Geschichte mit sympathischen Charakteren, die Lust auf mehr macht. Ich hoffe, ich muss nicht allzu lange auf Band 2 warten.


    Von mir bekommt das Buch 4 Punkte von 5.


    Vielen Dank an den Egmont INK Verlag, der mir dieses tolle Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.


    Schaut doch auch mal auf meinem Blog vorbei: www.suechtignachbuechern.blogspot.com


    Lg
    Monika