Beiträge von Debs

    Genau, Fachschaft, Asta, Senat oder dergleichen. Ich weiß nicht nicht recht, wie das bei euch strukturiert ist, aber ganz so macht- und hilflos sind diese studentischen/universitären Gremien ja auch nicht. Zumal diese ordentlich Aufmerksamkeit generieren können, wodurch wiederum Handlungsdruck entsteht.
    Aber die Sache mit den Krankheitstagen scheint ja nicht das einzige zu sein, was im Argen liegt. :wow


    Ich wünsch euch allen einen guten Start in die neue Woche. :-)

    Nightflower : Danke für die Erklärung. Das ist eine bodenlose Frechheit. Gibt es da kein studentisches/universitäres Gremium bei euch, dass dem Landesprüfungsamt diesbezüglich mal ordentlich auf die Finger klopfen könnte?


    Eliza : Glückwunsch zur Scheinfreiheit. :-) Kennst du schon das Thema deiner BA-Arbeit?


    Nach dem ich den ganzen gestrigen Tag unterwegs war, wird der heutige Tag sehr ruhig bleiben. Lesen, couching, fernsehen usw usf. :grin


    Ich wünsch euch auch allen einen schönen 3. Advent. :-)

    Pieter Webeling: "Das Lachen und der Tod"
    Als ich in der Stadtbibliothek vor dem Ausleihtresen stand, fiel mein Blick auf die Auslage mit den Neuanschaffungen und dabei fiel mir sofort das Cover dieses Buches auf. Ein Mann, von dem man nur den Rücken sieht, mit einer Melone, einem Jackett und schwarzen Schuhen auf einem weißen Hintergrund. Die Anspielung auf Charlie Chaplin ist unverkennbar. Aber statt eines Spazierstockes hält er einen Ast und statt einer Anzugshose trägt der Mann eine gestreifte „Pyjamahose“. Selten hat mich ein Cover so sehr beeindruckt wie dieses. Eigentlich ist es recht schlicht und gleichzeitig ist es doch so gehaltvoll.
    Ernst Hoffmann ist ein erfolgreicher niederländischer Komiker, der nicht nur in Amsterdam vor vollem Haus auftritt. Unglücklicherweise fällt er in die Kategorie der sogenannten „Halbjuden“, was dazu führt, dass er im Februar 1944 nach Auschwitz deportiert wird. Auf der Fahrt dorthin in einem Viehwagon lernt er Helena Weiss kennen und verliebt sich in diese. Nach der Ankunft im Konzentrationslager werden sie im Zuge einer ersten Selektion getrennt. Der Gedanke an sie schafft es aber, dass Ernst einen letzten Rest von Mut und Durchhaltewillen behält. Schließlich gelingt es ihm sogar, mit Hilfe des Blockältesten Schlomo Kontakt mit Helena aufzunehmen. Dieser kümmert sich ein wenig um Ernst und überredet ihn dazu, jeden Abend in der Baracke eine kleine Veranstaltung zu organisieren, damit die anderen Häftlinge nicht komplett die Hoffnung verlieren. Trotz der Strapazen, die er durchlebt, versucht Ernst dies zu realisieren. „Jeden Tag ein Lacher“, dass ist das Motto. Dabei begreift er es aber nicht als reine Selbstdarstellung, sondern bezieht seine Mithäftlinge ein, die er anregt ebenfalls Witze oder andere Anekdoten zu erzählen. Die Abende sind ein solcher Erfolg, dass diese weit über die Baracke hinaus bekannt werden und schließlich auch dem Lagerkommandanten zu Ohren kommen, der Ernst dazu bringen möchte, zur Unterhaltung der SS-Mannschaften aufzutreten.
    Pieter Webeling beschreibt in einer brutal schonungslosen Offenheit „das Leben“ in Auschwitz. Um eine möglichst authentische Geschichte zu schreiben, hat er sich mit Zeitzeugen unterhalten und entsprechende Biografien gelesen. Dass sich der Autor intensiv mit der Thematik beschäftigt hat, ist dem Buch anzumerken.
    Mich hat das Buch sehr betroffen gemacht und ich muss zugeben, dass es mir manchmal ob der unvorstellbaren Grausamkeit schwer fiel, es in die Hand zu nehmen. Dabei besteht der Schrecken auf zwei Ebenen: zum einen die vielen Details aus dem Lageralltag, die in dem Buch beschrieben werden. Zum anderen die Gewissheit, dass es keine Fiktion ist.
    Schaut man sich Bewertungen bei Amazon an, so fällt diese ausnahmslos positiv aus. Es wurde dort bislang nur die volle Sternenzahl vergeben. Dem würde ich mich so nicht anschließen.
    Ich empfinde das Buch irgendwie etwas überfrachtet. Webeling scheint auf knapp 300 Seiten ein zu komplexes Bild von Auschwitz vermitteln zu wollen: die Baracken, die Arbeitskommandos, die Krankenbaracke, der Unterschied zwischen den „normalen“ Häftlingen und den Herausgehobenen, also den Kapos und Blockältesten. Er lässt sich über die Sonderkommandos, die Krematorien und den Verbrennungsgraben aus, das Lagerorchester, das Effektenlager und die Villa des Lagerkommandanten.
    Zum anderen kann ich ein paar Details manchmal nicht recht nachvollziehen, was besonders den Lagerkommandanten betrifft, dessen abschließende Charakterisierung ich auch wenig überzeugend finde.
    Das Grundthema, wie man an einen der schwärzesten Orte mit Humor verbinden könne, hat der Autor solide umsetzen können. Wobei er thematisch kein Neuland betritt. Mit am bekanntesten hierzu dürfte der Film „Das Leben ist schön“ von Roberto Benigni sein.
    Ich möchte die Rezension mit einem Witz aus dem Buch beschließen, welchen ich frei wiedergebe. Dies erscheint mir recht passend, denn "Humor ist nichts weiter als die strikte Weigerung, der Tragödie das letzte Wort zu überlassen." (S. 105):
    Um Kontakt mit der gemeinen deutschen Bevölkerung aufzunehmen, fährt Hitler mit seinem Chauffeur übers Land. Damit er nicht erkannt wird, rasiert er sich das Bärtchen ab und setzt eine Perücke auf. In einem Dorf rennt ein Hahn vor das Auto und der Chauffeur schafft es nicht mehr, diesem auszuweichen. Hitler hebt das tote Tier auf und geht damit zum Bauern, um diesen über den Unfall zu informieren. Kurz darauf kehrt er mit einer blutigen Nase zurück. Der Chauffeur fragt ganz entsetzt, was denn passiert sei. Woraufhin Hitler erwidert, der Bauer sei nicht begeistert, denn es wäre sein einziger Hahn gewesen.
    Im nächsten Dorf passiert das nächste Unglück. Ein Schwein rennt vor das Auto. Der Chauffeur erklärt sich bereit, dieses Mal selbst dem Bauern die Nachricht zu überbringen. Nach etwa einer halben Stunde kehrt dieser zum Auto zurück, überhäuft mit Blumen und sichtlich angetrunken. Hitler fragt ihn, was er denn den Leuten erzählt habe. Darauf antwortet der Chauffeur: „Heil Hitler, dass Schwein ist tot.“

    Vielen Dank Miss Moneypenny, dass werde ich mir gleich notieren. :-)


    Und wo ich schon dabei bin, möchte ich ganz starkes Interesse für die Agatha-Christie-Leserunde anmelden. Es gibt tatsächlich noch das ein oder andere Buch, dass ich nicht von ihr gelesen habe. Hier könnte ich mir aber auch ein reread vorstellen. Das würde dann aber auf das jeweilige Buch ankommen, oder besser gesagt auf mein Erinnerungsvermögen. :-)

    Hallo an alle, :wave


    an einer Edgar-Wallace-Leserunde würde ich mich ebenfalls gerne beteiligen.
    Ein paar seiner Bücher habe ich schon gelesen ("Ein gerissener Kerl" / "Der grüne Bogenschütze" / "Der Pfeifer" / "Der Frosch mit der der Maske" / "Der Joker"), aber unter Umständen könnte ich mir auch ein reread vorstellen.


    LG Debs

    Vielen Dank an alle für die lieben Genesungswünsche. :knuddel1
    Wärmflasche und Wärmepflaster haben schon gut geholfen. Zwicken tut es zwar immer noch, aber es ist schon deutlich besser geworden.
    Da ich heute auch nirgends hin muss, kann ich mich ganz auf den weiteren Genesungsprozess konzentrieren,


    Nightflower : Das klingt nicht nur völlig bescheuert, sondern auch total gesetzeswidrig. Wo gibts denn sowas? :wow


    Ich werde den heutigen Tag ganz ruhig angehen. Ganz viel Wärme, ein wenig Haushalt und dazwischen gibts dann Martin Suter. Da es ja Kurzgeschichten sind, eignet sich das hervorragend.
    Dafür ist der ganze morgige Tag schon ausgebucht: Tagsüber gehts nach Buchenwald und abends mit ein paar Freunden und Bekannten zu einer Aktion in ein Bar.


    Ich wünsch euch allen jedenfalls schon mal einen guten Start ins Wochenende. :-)

    Guten Morgen allerseits. :-)


    Solche selbstgemachten Schoko-Crossis sind echt was feines. Man braucht nur wenige Zutaten und es lässt sich super schnell umsetzen. Ich hab schon überlegt, die dieses Jahr wieder mal anstatt von gekauften Süßkram zu verschenken.


    Nikolaus ist mittlerweile auch schon wieder Geschichte, die erste Weihnachtsfete wurde gefeiert, 2 von drei Glühweinstände sind absolviert und ich schlag mich seit gestern mit einem eingeklemmten Nerv oder etwas ähnlich Unerfreulichem rum. Na ja, wenigstens hab ich heute zwei Kalendertürchen zu öffnen. :keks

    Martin Suter: " Business Class. Geschichten aus der Welt des Managements"


    "›Business Class‹ spielt auf dem glatten Parkett der Chefetagen, im Dschungel des mittleren Managements, in der Welt der ausgebrannten niederen Chargen, beschreibt Riten und Eitelkeiten, Intrigen und Ängste einer streßgeplagten Zunft."

    Ich kann mich den Lobeshymnen nur anschließen. Die Fortsetzung steht Teil eins ("Niceville") in Nichts nach.
    Die inhaltliche Entwicklung der Geschichte sowie der Schreibstil haben mich bislang schwer begeistert und ich kann es kaum erwarten, den abschließenden Band der Trilogie in die Finger zu bekommen.
    Carsten Stroud schafft es auf eine grandiose Art und Weise ein Netzwerk von Figuren und Handlungen aufzubauen, ohne das dabei irgendetwas oder irgendwer vergessen werden würde. Sicherlich kann die recht hohe Anzahl der Protagonisten am Anfang zu etwas Verwirrung führen. Aber ich finde, wenn man erstmal in der Geschichte drin steckt und kontinuierlich weiter liest, ist das kein Problem.
    Die Geschichte besteht gewissermaßen aus zwei Hauptsträngen: zum einen dreht es sich um einen Banküberfall und die Konsequenzen bzw. Folgeerscheinungen, welcher dieser nach sich zieht und zum anderen geht es um den Fluch, der auf der Stadt lastet und der besonders durch die Figur des Rainey Teague in Erscheinung tritt. Während die eine Handlung eher einem Thriller entspricht, geht die andere in den mystischen Bereich. Das ist zwar nicht so unbedingt meins, trotzdem habe ich auch diesen Teil der Geschichte sehr gern gelesen. Zudem schafft es Stroud, diese Handlungen geschickt miteinander zu verknüpfen, so dass sich die Geschichte wie ein stetiger Fluss liest. Und an manchen Stellen ist sie genauso reißend wie der wilde Tulip, der durch Niceville fließt.
    Abschließend möchte ich noch einmal den Schreibstil positiv hervorheben. Er ist trocken (im Sinne eines trockenen Humors), prägnant, ironisch/sarkastisch, sprich einfach fesselnd.
    All diese Komponenten machen das Buch wie sein Vorgänger zu einem Turnpager, den man gelesen haben sollte.

    Ich wünsche euch ebenfalls einen schönen zweiten Advent und einen entspannten Sonntag. :-)


    Gleich läuft auf KIKA "Das singende klingende Bäumchen". Für mich einer der schönsten Märchenfilme überhaupt.


    Danach gehts vermutlich ganz gemütlich mit "Business Class" von Martin Suter weiter, was ich heute beginne. :lesend

    Ich wünsch euch ebenfalls einen schönen Abend. :-)


    Ich werde mich gleich wieder dem Finale von "Die Rückkehr" von Carsten Stroud widmen. Noch knapp 90 Seiten liegen vor mir, verflixt spannende 90 Seiten. Schade, dass der 3. Teil und damit der Abschluss der Trilogie noch nicht in der Stadtbibo bereit liegt.

    Ich hoffe, ihr seid alle gut durch die Woche gekommen. :-)


    Ich habe heute beim Weihnachtsstand der Diakonie ehrenamtlich ausgeholfen, was mir sehr viel Spaß gemacht hat, aber jetzt bin ich auch froh, wieder im Warmen zu sein. Vermutlich werde ich noch etwas lesen. Ich hoffe, dass ich das Wochenende mein Buch (Carsten Stroud: "Die Rückkehr") endlich beenden kann.


    Ich wünsch euch allen ein schönes Wochenende. :-)

    Hallo an alle, ich wünsch euch ein schönes Bergfest.
    Morgen darf endlich der Adventskalender angegangen werde. :lache


    Jessamy : Ich wünsche dir ebenfalls alles Gute nachträglich zu deinem Ehrentag. Hoffentlich hattest du einen Tag und hast dich kräftig feiern lassen. :suppeln :geschenk


    Susannah : Hoffentlich haben deine Gegenmaßnahmen geholfen und es geht dir heute wieder besser.


    Ich komme derzeit auch kaum zum Lesen. Maximal vor dem Einschlafen und wenn ich dann 20 Seiten schaffe, bin ich schon froh. Aber das wird gewiss auch wieder besser. :-)