Beiträge von Sayyida

    Ich höre zur Zeit gerne Kurzkrimis vom Hörmordkartell. Lustigerweise helfen mir diese kurzen Geschichten abends beim Entspannen, insbesondere wenn ich schon zu müde zum Lesen bin. Die Länge von ca. 20 Minuten ist ideal und die SprecherInnen sind sehr professionell.


    Hörmordkartell

    Ich fand dieses Buch fesselnd und es hat mich sehr berührt. Man stelle sich vor, ein Präsident inhaftiert und foltert deine Kinder, weil sie einen regimekritischen Spruch, den sie im Fernsehen gesehen haben, auf eine Wand schmieren und sagt dir, vergiss deine Kinder, geh nach Hause und mach dir neue! Menschen, die sich nach Demokratie und Freiheit sehnen, werden vom eigenen Staat mittels eines Netzes von Geheimdiensten bespitzelt und bei Verdacht ohne Gerichtsverhandlung inhaftiert. Sie verschwinden einfach. Das Militär wird gezwungen, auf eigene Leute zu schießen. Gewichtige Geschäftsverbindungen (Waffen) zu mächtigen Staaten verhindern echte Intervention und Hilfe für die Bevölkerung.

    Der Wahnsinn, der sich leider noch immemr in Syrien abspielt, erzählt von einem jungen Flüchtling, der es bis nach Deutschland geschafft hat.

    Ich bin undendlich dankbar, in einer friedlichen Demokratie leben zu dürfen.


    :lesend

    Habe dieses Buch schon seit Jahren auf dem Reader. Der Klappentext hat mich nicht wirklich überzeugt. Dabei liest es sich unerwartet fesselnd von Beginn an. Ein junger Syrer erzählt hochspannend einer jungen Deutschen vom Krieg in seiner Heimat und von seiner Flucht.


    Klappentext:


    Es ist wie ein Schlag ins Gesicht. Antonia kommt mit ihrer Familie aus dem Urlaub, und plötzlich leben mehrere hundert Flüchtlinge nebenan.

    Klar – irgendwo müssen sie unterkommen. Aber ausgerechnet hier?

    Doch dann trifft Toni auf Shirvan. Und mit jeder skeptischen Frage, die sie ihm stellt, wird die Sache verzwickter.


    amazon


    lg

    Sayyida

    Ein ganz tolles Buch :love:. Müsste ich mal wieder lesen :-)

    Liebe Tweedy39,


    ich finde, es lohnt sich. Die Geschichte der Menschen dieser Inseln ist nicht nur sehr interessant, sie ist auch großartig und sehr sinnlich und zauberhaft erzählt. Erinnert mich an die Geschichte der Karibik, wo es durch den Sklavenhandel und politische wie wirtschaftliche Verflechtungen heute ähnliche Konflikte gibt. Hat mich zu einer Kurzgeschichte "Mord im karibischen Weihnachtsfeuer" inspiriert, falls interessiert, sie ist in der Antho "Der Mörder war immer der Weihnachtsmann" 2019 erschienen. :)


    Liebe Grüße aus Wien :wave

    das finde ich toll das deine Mutter 98 ist, ein gesegnetes Alter. Mein Vater ist im November mit 92 Jahren verstorben, irgendwie bin ich erleichtert, ich dürfte ihn jetzt ja nicht besuchen, er war Demenz. Wie hätte ich es ihm klar machen sollen, das ich nicht kommen darf.

    Liebe Arietta, ich verstehe sehr gut, wie du das meinst. Meine Mutter war nach einem Sturz und einer OP vorübergehend in einem Rehaheim, wo man sie auch nicht mehr besuchen durfte. Da sie sehr schlecht hört, habe ich ihr einen Brief mit einer genauen Erklärung ins Heim geschickt. Dadurch konnte sie verstehen, warum sie niemand besuchen durfte. Aber bei Dementen ist diese lange Isolation besonders hart. Alles Liebe,


    Sayyida

    Liebe AutorInnen,


    am 23. April ist der von der UNESCO ausgerufene Weltbuchtag. European Writers Council veranstaltet eine Aktion zur weltweiten Sichtbarmachung von AutorInnen, Büchern und dem Urheberrecht. Unter dem hashtag #behindeverybook und #worldbookday2020 könnt ihr euch auf social media mit euren Fotos sichtbar machen.


    Eine schöne Aktion, finde ich,


    liebe Grüße aus Wien,

    Sayyida

    Danke, Arietta. Ich bin fast durch. An manchen Stellen sind mir die Tränen hochgestiegen, so berührt war ich.

    Pono, die Hauptfigur erinnert mich ein wenig an meine Mutter (grins - sie ist fast 98 und auch ziemlich unverwüstlich). Ein wirklich besonderes Werk.


    Liebe Grüße aus Wien,

    Sayyida

    Das Buch umfasst 600 Seiten. Ich habe es mir vor langem bei Donauland als Lebensbuch in einer Sonderedition gekauft.


    Jetzt in der Corona Krise und im Homeoffice finde ich endlich Zeit es zu lesen.


    Klappentext: Vier Frauen auf der Suche nach ihrer Vergangenheit - verborgen auf Hawaii, der Insel ihrer Vorfahren, tief vergraben in den Erinnerungen einer alten Frau, die sie fürchten, deren Groll sie nicht verstehen ... Voller Magie und Sinnlichkeit - ein großartiger, leidenschaftlicher Roman.


    Sinnlich kann ich nach den ersten Seiten bestätigen - und vor allem magisch , :frech


    lg

    Sayyida

    Für meinen neuesten k u. k - Krimi recherchiere ich bis in die Kulinarik. 1908 herrschten schlechte Zeiten in Wien. Bei uns in Österreich sagt man zu einem heimatlosen Gesellen oder Clochard auch Sandler.

    Dazu ein köstliches Rezept mit einfachen Zutaten. Genannt: der Nuss-Sandler:


    650 g Mehl, 350 g weiche Butter, 150 g Staubzuckker, 150 g feine, geröstete Haselnüsse, 4 Eigelb, Zitrone, Zimt, 1 Prise Salz (ich nahm nur die Hälfte, reichte für ein ganzes Blech)


    Man mischt alles rasch zusammen, formt Stangen im Durchmesser von 2 1/2 cm und stellt sie an einen kalten Ort. Sind die Stangen gut hart, werden sie mit Ei bestrichen und in Hagelzucker gewälzt. Dann schneidet man Schnitten von 6 - 7 mm und bäckt sie schön goldgelb.

    Leider grad sehr aktuell,


    die Rache des Rembetiko liest sich spannend von Beginn an, vor allem da der Krimi sehr aktuelle politische Situationen in Europa beschreibt,


    Zusammenfassung (Klappentext):


    Die Bilder der Flüchtlingskatastrophe lassen Kokoschanksy nicht los. So reist er nach Idomeni, um sich selbst ein Bild von der Lage zu machen. Plötzlich taucht in Griechenland die ROR auf, die Revenge of Rembetiko, eine Organisation, die im Land Ausschreitungen und Krawalle organisiert. Kokoschansky geht den wenigen Spuren nach und stößt auf ein europaweit verzweigtes Netzwerk, dessen Fäden tief in die Politik hineinreichen. Als sein griechischer Freund Evangelistos spurlos verschwindet, weiß Kokoschansky, dass er den Hintermännern schon sehr nahe gekommen ist.


    lg
    Sayyida

    Zufällig auf dem Postamt entdeckt, spontant gekauft.


    Mich interessiert das Geheimnis um diese Frau, die so rasch nach ihrem Tod heilig gesprochen worden ist. Ein Priester erzählt in diesem Buch über seine Erlebnisse mit ihr. Sie scheint eine besondere Aura gehabt zu haben. Wenngleich ich so manchen ihrer Ansichten sehr kritisch gegenüberstehe, so z.B. zur Geburtenregelung und Demütigungshandlungen - Respekt gebührt ihr für ihre Barmherzigkeit allemal und das Buch liest sich flüssig.


    Kurzbeschreibun amazon:


    Mutter Teresa widmete ihr Leben den Ärmsten der Armen. Ohne Geld und Sicherheiten errichtete sie Häuser für Sterbende und Waisenkinder. Weltweit wird die "Heilige von Kalkutta" als Ikone der Nächstenliebe bewundert und verehrt. Leo Maasburg war viele Jahre an ihrer Seite: als Ratgeber und geistlicher Reisebegleiter, als Übersetzer und Priester. In "wunderbaren Geschichten" erzählt er als Augenzeuge, wie Mutter Teresa wirklich war.


    lg
    Sayyida

    In entspannter Urlaubsatmosphäre ein berühmtes Buch von Stefan Zweig begonnen und von der ersten Seite an gefesselt - ein wahrer Meister des Wortes berichtet hier von den Geschehnissen seiner Zeit, Geschichte hautnah erlebt:


    Zusammenfassung (Amazon):


    Die Welt von Gestern das war aus Sicht Stefan Zweigs die bürgerliche Welt im habsburgischen Österreich, die in zwei Weltkriegen unterging. Zweig schildert das alte Wien, das Leben seiner Generation und seine eigene Biografie. Im südamerikanischen Exil, in dem er 1939 41 dieses sehr persönliche Buch niederschrieb, erreichten ihn die Schreckensmeldungen aus Hitlers Drittem Reich. Die 'Welt von Gestern' war unwiederbringlich verloren doch in diesem bewegenden Buch wurde sie für die Nachwelt aufgehoben.


    lg
    Sayyida

    Ich habe einen Krimi in einem kleinen Verlag (kein DKZ) veröffentlicht. Nach drei Jahren ist der Absatz gering geworden und ich bekam das Angebot, Teile der lagernden Rest-Exemplare der Auflage sehr günstig aufzukaufen, alle übrigen Exemplare werden verramscht ohne weitere Honorarzahlung und - das ist das Entscheidende - ich erhalte die Rechte zurück. Kann also, das werde ich auch tun, den Text als Ebook und vielleicht auch als Taschenbuch, muss ich noch überlegen, weiter anbieten. Und ich werde 10 TB-Exemplare vom Verlag kaufen. Alles rechtens, stand auch so im Vertrag.


    lg
    Sayyida

    Zunächst denke ich über den Charakter und die Aufgabe der Figur in der Geschichte nach. Wenn die Psychologie halbwegs feststeht, überlege ich mir das passende Äußere. Und gerne suche ich nach Vorbildern unter bekannten Persönlichkeiten, suche mir ein passendes Gesicht im Internet, drucke es mir aus und hänge es an die Pinnwand. So kann ich leichter mit der Figur kommunizieren. Die Methode macht Spaß! In meinem aktuellen Roman-Projekt, ein historischer Krimi zur Zeit der österreich-ungarischen Doppelmonarchie, ist z.b. der schöne, junge Alain Delon mein Hauptprotagonist (rein äußerlich) :-)


    lg
    Sayyida

    Vieles von dem, was hier schon gepostet wurde, mache ich auch. Mit einer Leserunde in der Büchereule konnte ich mit meinem historischen Roman "Mit der Kraft von Purpur" gute Erfahrungen machen. Das Feedback war recht vielfältig und kompetent. Von anderen Lesegruppen wie auf lovelybooks z.B. halte ich nicht so viel. Dort geht man in der Masse unter bzw. wird AutorInnen, wie ich gehört habe, bezahlte Werbung für ihre Bücher aufgedrängt, um in der Masse sichtbar zu werden.


    Zusätzlich bin ich mit den historischen Romanen bei der Facebook-AutorInnen-Vereinigung "Romane made in Austria" und mit den Krimis Mitglied bei Autorenvereinigungen, wie den mörderischen Schwestern (bin seit kurzem Regioleiterin für Österreich), wir veranstalten u.a. Treffen mit div. ExpertInnen und ich bin Mitglied bei den österr. KrimiautorInnen, dieser Verein mietet jedes Jahr einen eigenen Stand auf der Wiener Buchmesse, wo wir kräftig Werbung für unsere Mitglieder machen und zumindest kurz darauf die links auf der Vereins-webpage und zu unseren Büchern ansteigen (die Mitgliedsbeiträge sind gering und machen sich auf jeden Fall bezahlt). Grundsätzlich empfehle ich die Mitgliedschaft in diversen Literatur-Gruppen - gemeinsam ist man bekanntlich stärker.


    Lesungen können Spaß machen, doch meist erscheinen dann doch nur die lieben Bekannten und Verwandten. Buchhandlungen abzuklappern bringt nicht viel, habe ich auch schon versucht, verkauft man wenig, wenn man keinen großen Namen hat. Am ehesten kommt es noch zu Steigerungen online im EBook-Verkauf (allerdigns nur, wenn man seine Bücher zu einem schmerzlich tiefen Preis anbieten kann, verlangt man über 3 Euro fällt das Kaufinteresse sofort). Lesezeichen finde ich schön, als Geschenke, zum Auflegen bei Veranstaltungen oder Messen, ob sie den Verkauf ankurbeln, bezweifle ich aber.


    lg
    Sayyida

    Ich bin katholisch erzogen worden, ausgetreten und überlege seit einiger Zeit wegen gewisser positiver Tendenzen (Entschuldigung gegenüber in der Vergangenheit zu Unrecht verurteilter Schwuler, Frauen usw.) evtl. wieder beizutreten. Solche Meldungen tragen wenig dazu bei, mein Zögern aufzugeben. Die Botschaft der Liebe ist bei gewissen Erz-Katholiken leider noch immer nicht angekommen. Schade. Ich fürchte des Weiteren, solange Frauen ausgeschlossen bleiben, wird sich dort auch nichts ändern. Bevor ich mich verbiegen muss, ich kann auch ohne Mitgliedschaft spirituell leben.


    lg
    Christine