Beiträge von Petra Du-Be

    Gibt es zu Teil 2 auch wieder eine Leserunde mit Dir? Das wäre schön!


    Und bis dahin muss ich mal schauen, wann Du eine Lesung in meiner Nähe machst... :-]

    Von mir aus können wir gerne wieder eine Leserunde machen. Aber schön wäre es auch bei Band 3 im Folgejahr - denn da betritt Mimi völlig neues Terrain. Und mit ihr etliche andere Mitspieler ...

    So ihr Lieben, es ist ruhig geworden in unserer Leserunde. Dafür war es zuvor umso lebhafter! Ich danke allen fürs Mitmachen, es hat wie immer Spaß gemacht mit euch!
    Nun wünsche ich euch einen wunderbaren Leseherbst und -Winter und wer weiß? Vielleicht sehen/lesen oder hören wir uns im Frühjahr irgendwo wieder, wenn Mimis Geschichte weitergeht!

    Ich werde jetzt noch drei Wochen Lesungen abhalten, Mitte November ist dann noch die Lit.Love in München bei Randomhouse. Und danach werde ich mit dem dritten Teil der Saga beginnen. In meinem Kopf (und in den Kapitelexposes) ist sie vollständig vorhanden, umso schöner, angenehmer und "runder" wird sich das Schreiben anfühlen! Darauf freue ich mich sehr.

    Liebe Grüße von eurer Petra


    Bei meinen Eltern war diese Tendenz auch erkennbar, allerdings hatte ich das Glück, einen (älteren) Onkel in der Familie zu haben, dessen Ansichten fast schon spektakulär modern waren. Dem habe ich es letztlich zu verdanken, das ich den Job lernen durfte, den ich heute (in erweiterter Form) mache. Er hat meine Eltern dermaßen "rund" gemacht, das die es nicht wagten, gegen einen anderen, aber trotzdem seriösen Beruf zu stinken.


    Danke, liebe Petra, für die Antwort

    ... dann erging es dir ja wie Mimi!!! Ist das nicht schön?

    Alexander tut mir immer noch etwas leid. Er scheint begabt zu sein, seine Mutter möchte, das er das auch "auslebt" aber sein Vater... ist betrunken, nüchtern, verhaftet in alten Ansichten und sperrt sich. Irgendwie verstehe ich das noch immer nicht so ganz. Okay, ich kenne tyrannische Elternteile, die der Ansicht sind, sie können und wissen alles besser, sehen den Lebensweg ihres Kindes in allen Einzelheiten/Zeitfenstern vor sich, weil... .sie sind ja die Erwachsenen und können das beurteilen. Das sich die Welt verändert und somit auch das Umfeld, erkennen sie nicht. Vielleicht sollte ich mich im Augenblick darauf zurückziehen, das Alexanders Vater in genau diese Kaste zu stecken ist.


    Jetzt bin ich neugierig, wie es weiter geht, besonders, nachdem die Leseprobe so ... mittendrin aufhört.

    Liebe Hke, ob du es glaubst oder nicht - bei uns im Schwäbischen gibt es immer noch ganz viele von solchen Vätern! Ob Rechtsanwälte, Flaschner, Lampengeschäft oder Gärtner - es kommt ihnen gar nicht in den Sinn, dass der Sohn vielleicht lieber was anderes machen würde als das, was der Opa aufgebaut und der Vater weitergeführt hat. Die Söhne fügen sich - auch heute noch - aber sie verbittern sehr oft dabei. Zumindest habe ich das schon öfter im weiteren Umfeld erlebt. Mir tun sie leid. Aber es muss jeder für sich selbst einstehen.

    Ich muss sagen mich macht das Buch aggressiv. Soviel Trostlosigkeit für die Jugendlichen und die verschrobenen Erwachsenen.


    Schade Petra ich würde gern mit dir über das Buch diskutieren :knuddel1du hast einen wunden Punkt getroffen bei mir:kiss:anbet

    Fürs Diskutieren treffen wir uns doch hier, oder?
    In Wahrheit war es wahrscheinlich noch viel schlimmer als ich es beschreibe. Auf meiner Lesung in Laichingen kam eine Frau zu mir und erzählte mir von der Mutter ihres Mannes:
    Die Frau war hochschwanger, musste aber jeden Tag noch auf den Acker zum Steine klauben und hacken. Eines Tages sagte sie zu ihrem Mann, der ebenfalls auf dem Acker war: "Ich glaube, es geht los."
    Er sagte zu ihr ganz kühl: "Dann geh halt heim!"
    Die Frau hat sich dann mitsamt ihrer Wehen nach Hause geschleppt und ihren Sohn alleine bekommen.

    oh, mensch ich hatte das auch so verstanden wie Buchdoktor. dabei nehme ich an der Leserunde gar nicht teil.

    Das tut mir leid das hatte ich dann wohl auch missverstanden

    Ihr könnt gerne mitmachen, wenn euch die Fragen ansprechen, freut mich das. Die Frage ist halt, was euch das bringt, ohne das Buch dazu gelesen zu haben. Denn die Fragen basieren ja auf dem Buch ;-)

    Jetzt muss ich doch mal nachfragen: Du hast das Buch nicht gelesen? Und trotzdem beantwortest du Fragen zum Buch?

    Hmm, jetzt habe ich wohl eher geschrieben, was sich nicht so wirklich geändert hat...

    Da ich gerade krank daheim bin, schaue ich mehr Fernsehen als sonst. Und mir ist was aufgefallen: In allen Werbespots, in denen es um Hausarbeit geht, werden ausschließlich Frauen gezeigt!!!! Nirgendwo wäscht oder putzt ein Mann oder preist ein Putzmittel an ...

    Ich denke, es hat schon viel geändert, zumindest in den meisten Ländern, Frauen dürfen arbeiten, wer kann sich heute noch vorstellen, dass es noch gar nicht so lange her ist, dass man seinen Ehemann fragen musste. Wir dürfen wählen, wir dürfen für uns selbst entscheiden, wir können ohne Mann existieren - und das alles, ohne komisch angeschaut zu werden.

    Und was ist, wenn eine Frau Kinder bekommt, nichts mehr verdient und plötzlich aufs Gehalt ihres Mannes angewiesen ist? Da kenne ich einige unschöne Fälle, die mich seeehr an Mimis Zeiten erinnern ...

    Die ersten beiden Fragen sind mir zu banal, da komm ich mir vor wie in der Schule :saint:.

    Aber die folgenden finde ich interessant, mache mir Gedanken dazu und werde gerne darauf antworten.

    Auch das ist ein tolles Feedback für mich. Dann muss ich mich wohl noch ein bissi mehr reinhängen mit meinen Fragen ;-)
    Wobei ich persönlich weder die eine noch die andere Frage banal finde. Im Gegenteil: Über die Frage, was sich von der Abhängigkeit der Frauen zu ihren Männern seit Mimis Zeit geändert hat, könnten wir wahrscheinlich stundenlang diskutieren ...

    Und der Vergleich mit anderen Industriezweigen ist zumindest für mich als Historikerin hochinteressant, wenn wahrscheinlich auch nicht für jeden Leser ;-)

    Book-Club-Question 5:

    „Eveline verliert sich oft in Tagträume, dabei denkt sie auch viel an Johann. Sollte sie nicht lieber versuchen, ihr Leben praktisch zu verbessern? Oder sind solche Träume manchmal die einzige Möglichkeit, die Realität zu ertragen – was meinst Du?“

    Book-Club-Question 3:

    “Mimi möchte die Menschen mit ihren Fotografien „im schönsten Lichte darstellen“. Hannes wirft ihr vor, sie würde den Menschen damit ewas vormachen. In seinen Augen wäre es besser, sie würde die harte Realität ablichten. Was denkst Du?“

    Book-Club-Question 1:

    “Mimi Reventlow entscheidet sich für ein selbstbestimmtes Leben und gegen den sicheren Hafen der Ehe. Um 1900 herum war dies höchst ungewöhnlich, denn Frauen waren zu dieser Zeit in hohem Maß abhängig finanziell den Männern. Was hat sich Deiner Ansicht seit damals für Frauen geändert?“

    Ihr Lieben,

    mir kam gerade eine Idee und deshalb nutze ich diesen Teil unserer Leserunde, um EUCH etwas zu fragen :-)

    Hättet ihr denn Lust, wenn ich euch in einem Abschnitt des Romans - sagen wir mal im ersten Teil - ein paar Fragen stelle, wie sie in amerikanischen book clubs auftauchen könnten? Ich bin gerade dabei, für meine amerikanischen Leser ein paar Ideen zusammenzustellen und dachte mir, das könnte euch auch gefallen? Wir könnten uns dann ganz speziell zu einer Frage unterhalten. Keine Ahnung, ob das in Deutschland auch funktioniert, aber in Amerika klappt das super.
    Bitte sagt mir aber ganz ehrlich, ob das was ist oder nicht, also nicht nur mir zuliebe zusagen, ok?
    Liebe Sonntagsgrüße von Petra