White Christmas - Das Lied der weißen Weihnacht - Michelle Marly

  • Produktinformation (Amazon):

    • Herausgeber : Rütten & Loening; 1. Edition (22. September 2020)
    • Sprache: : Deutsch
    • Gebundene Ausgabe : 272 Seiten
    • ISBN-10 : 3352009392
    • ISBN-13 : 978-3352009396
    • ASIN : B08736VVZT

    Kurzbeschreibung (Verlag):

    Dreaming of a White Christmas.

    Hollywood, Heiligabend 1937. Für den erfolgreichen Jazz-Komponisten Irving Berlin aus New York ist dieser Tag stets ein besonderer – er verbindet damit sein größtes Glück und gleichzeitig auch einen schweren Schicksalsschlag. Doch diesen Heiligabend muss Irving, zum ersten Mal getrennt von seiner Familie, unter der Sonne Kaliforniens verbringen. Voller Sehnsucht nach seiner Frau und den Kindern beginnt er an einem Song über die Weihnachtszeit zu arbeiten – und erfährt schließlich, dass auch in Hollywood ein Weihnachtswunder geschehen kann.

    Eine bezaubernde Liebesgeschichte und die Geschichte des erfolgreichsten Weihnachtsliedes aller Zeiten

    Zur Autorin (Verlag):

    Hinter Michelle Marly verbirgt sich die in Hamburg geborene deutsche Bestsellerautorin Micaela Jary, die in München und Lugano aufwuchs. Durch ihren Vater, den Filmkomponisten Michael Jary, begegnete sie vielen Künstlern und Filmschaffenden der fünfziger und sechziger Jahre, später berichtete sie als Reporterin über das Showbiz, bis sie nach Paris zog und Romane zu schreiben begann. Heute lebt sie mit Mann und Hund in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern. Ihre Romane bei atb „Mademoiselle Coco und der Duft der Liebe“, „Madame Piaf und das Lied der Liebe“ und „Die Diva. Maria Callas – die größte Sängerin ihrer Zeit und das Drama ihrer Liebe“ sind internationale Bestseller. Zuletzt erschien von ihr bei Rütten & Loening „White Christmas – Das Lied der weißen Weihnacht“.

    Meine Meinung:

    Irving Berlin ist der Komponist und Autor eines der wohl bekanntesten Weihnachtsliedes der Welt. White Christmas läuft jedes Jahr wieder in zig Variationen in den Geschäften und im Radio. Dieses Buch erzählt den Hintergrund dazu, wie dieses Buch entstand. Wobei diese Entstehungsgeschichte mehr der Rahmen für Berlins Familiengeschichte ist.


    Seine Frau kam aus der New Yorker Upper Class, eine Verbindung zwischen den beiden war damals gesellschaftlich eigentlich vollkommen unmöglich. War seine Frau Ellin doch katholische Christin und er selbst Jude. Sie kam aus einer reichen Industriellen Familie, er hat sich aus ärmsten Verhältnissen hochgearbeitet und verdankt seinen Reichtum seinem Talent und harter Arbeit. Für Ellins Vater Grund genug alles zu tun, um diese Verbindung zu verhindern. Allerdings war Ellin selbst wohl eine bemerkenswerte junge Frau, die fest an sich und ihre Gefühle für Irving glaubte.


    Die Geschichte dieser Liebe erzählt das Buch leise und eindringlich. Und diese Liebe spiegelt sich auch später in dem Lied wider, das Irving 1937 schreibt, als er beruflich in Los Angeles festsitzt und sich nach seiner Familie im verschneiten New York sehnt.


    Ich habe das Buch gerne gelesen, erzählt es doch eine wahre und trotzdem unglaubliche Geschichte, in der Liebe tatsächlich einmal alle Hindernisse und Schicksalsschläge überwindet.

    Von mir daher eine Leseempfehlung.


    8 von 10 Punkte

  • Ich habe das Buch mit einer anderen Erwartungshaltung gelesen. Da ich den Klappentext meist vor dem Lesen nicht nochmal anschaue, bin ich mehr von einer weihnachtlichen Geschichte ausgegangen statt von der Lebensgeschichte des Komponisten, daher war ich etwas enttäuscht.


    Das Buch liest sich unterhaltsam und es ist interessant zu wissen, welche Geschichte hinter dem wohl bekanntesten Weihnachtslied steckt.

    Ich hatte beim Lesen immer den Wunsch, nebenbei die angesprochenen Musikstücke zu hören, von denen ja wirklich viele bekannt geworden sind.

  • New York, Dezember 1900: Der zwölfjährige Zeitungsjunge Izzy Baline wünscht sich nichts sehnlicher als einmal ein singender Kellner zu werden. Schon jetzt kann er mit seinem Gesang seinen Verkauf steigern.


    1924: Aus dem Zeitungsjungen ist der Songwriter Irving Berlin geworden. Er lernt Ellin Mackay kennen, die aus der irischen Upperclass stammt. Beide verlieben sich, doch Ellins Familie hat Vorbehalte gegen den deutlich älteren jüdischen Songwriter, der ihrer Meinung nach nicht in ihre Gesellschaftsschicht passt. Doch Ellin ist entschlossen, um ihre Liebe zu kämpfen.


    Heiligabend 1937: Irving Berlin ist ohne seine Familie in Hollywood und arbeitet an einem Weihnachtslied.


    Während der erste Zeitabschnitt nur im Prolog zu tragen kommt, wechselt die Geschichte zwischen den beiden anderen hin und her. Probleme bereitet das keine, da der frühere Zeitabschnitt größtenteils aus Ellins Sicht erzählt wird, der spätere aus Irvings).


    Eigentlich hatte ich erwartet, dass der Roman vor allem die Entstehung eines der bekanntesten Weihnachtslieder, nämlich „White Christmas“ erzählt, tatsächlich spielt das zwar eine Rolle, aber der Fokus liegt auf der Liebesgeschichte zwischen Irving und Ellin. Diese hat viele Hochs und Tiefs und irgendwann wurde ich ziemlich ungeduldig, da es sich immer wieder um die Ablehnung der Familie Ellins drehte und sich dabei manches wiederholte. Ellin will beiden Seiten gerecht werden, doch dies scheint unmöglich. Für mich war nicht immer nachvollziehbar, warum sie nicht einfach so handelt, wie sie möchte.


    So steht auch Ellin im Mittelpunkt, nicht Irving, was ich schade finde, denn der Titel suggeriert etwas anderes. Ellin ist mir sympathisch, aber ich hätte sie gerne öfter geschüttelt. Insgesamt ist ihr Charakter aber gut gezeichnet, ebenso wie ihre Familienmitglieder. Auch Irving gefällt mir gut und man erfährt manches über ihn, sein Leben und seine Karriere. Schön auch, dass Songs Irving Berlins als Überschriften dienen. Man bekommt direkt Lust, sie sich anzuhören. Gut gefallen hat mir auch, dass nicht nur die beiden, sondern auch eine ganze Reihe anderer realer Persönlichkeiten den Roman bevölkern, bis hin zum britischen Thronfolger.


    Der Roman lässt sich gut lesen, wie schon aber oben erwähnt, nervte mich das Hin und Her zwischen Irving und Ellin irgendwann, doch genau da wurde dann endlich eine Entscheidung herbeigeführt. Spoilern werde ich hier nicht, aber wahrscheinlich wird der eine oder andere sowieso schon wissen, wie die Geschichte zwischen Ellin und Irving ausging, und ob Ellin 1937 zu Irvings Familie gehört – das wird der unwissenede Leser erst am Ende erfahren. Das Nachwort der Autorin ist lesenswert, man sollte es nicht auslassen.


    Obwohl ich etwas anderes erwartet hatte, habe ich den Roman gerne gelesen und mich auch ein bisschen mehr mit Irving Berlin beschäftigt. Jedoch hätte ich mir mehr Fokus auf Irving und seine Karriere und weniger auf die Liebesgeschichte gewünscht. Ich vergebe 7 Punkte und eine Leseempfehlung für alle, die Liebesgeschichten mögen.

  • Irving Berlin ist ein erfolgreicher Komponist, der als kleiner Junge noch Zeitungsverkäufer auf der Straße war. Auf einem Diner lernt er Ellin Mackay kennen und eine leise Liebesgeschichte entwickelt sich. Zwischendurch springen wir in manchen Kapiteln ein paar Jahre voraus, in das Jahr 1937, in dem Berlin sein bekanntestes Lied komponiert: White Christmas.


    Ich habe mir das Buch als Weihnachtslektüre vorgenommen und war deswegen ein wenig enttäuscht. Die Entstehungsgeschichte von dem Lied "White Christmas" beträgt am Ende nur ein paar Seiten und nimmt einen marginalen Platz in dem Buch ein. So kommt auch kaum Weihnachtsstimmung auf, weil die andere Geschichte eine Liebesgeschichte ist, die sich über mehrere Jahre erstreckt. Das finde ich vom Marketing her sehr unglücklich, denn eigentlich ist es eine schöne Liebesgeschichte, die diesen ganzen Plot rund um "White Christmas" gar nicht gebraucht hätte. Ob es sich aber so besser verkauft?


    Nun ja, nehmen wir nur die Geschichte von Irving Berlin und Ellin Mackay verfolgen wir eine intensive, von Wertschätzung geprägte Liebesgeschichte. Standesunterschiede von Neureichen und "altem Geld", von Hollywood-Stars und der gehobenen Gesellschaftsschicht, in denen Arbeit eher verpönt ist, von Christen und Juden bestimmen und prägen die Hürden, die sich den beiden verliebten in den Weg stellen. Familien wollen die Vermählung verhindern, mehrere Meilen trennen immer wieder das Paar - und bei jeder Seite ist man sich zwar sicher, dass die Liebe der Beiden eigentlich alles überwinden könnte, doch haben sie auch genügend Mut dafür? Denn in keiner Welt, in der die Beiden sich bewegen, wollen die Menschen um sie herum, dass aus den Beiden ein Paar wird.



    Michelle Marly hat einen besonderen Erzählstil solche Geschichte zu erzählen, der leise und einfühlsam daher kommt. Er kommt ohne viel Action aus und die Spannung ergibt sich einfach aus den Emotionen, die uns mit jeder Seite begleiten. Mir hat das Buch am Ende sehr gefallen, als ich mich davon verabschiedet habe, einen Weihnachtsroman zu lesen.