'Die an den Tod nicht glauben' - Seiten 341 - Ende

  • Für die hörenden Eulen:

    " Er hatte sie noch einmal umarmt, doch im Geister war er schon nicht mehr bei ihr. Stückgold geht aufs Polizeipräsidium weil Minda verschwunden ist, sagte er, seine Stimme schwer und seltsam weit weg."

  • So, ich hab dann das Buch mal zu Ende gelesen, ich wollte doch wissen, was denn nun genau passiert ist.


    Also doch Eugen. Lag ich nicht so falsch mit meiner Vermutung. Und das mit Heinrich II. und Thomas Beckett passt wie die Faust aufs Auge. Am Ende muss man nur jemanden finden, der die Drecksarbeit erledigt. So konnte Kalecki sich auch immer um ein gutes Alibi bemühen.


    Und Charon hat sich schon die Ganze Zeit darum bemüht herauszufinden, was mit Susette und mit Frauke passiert ist. Er hat sogar Frauke bei sich im Keller aufbewahrt, damit Perdita die fehlenden Untersuchungen machen kann. Allerdings stellt sich mir schon die Frage, wie er denn drauf gekommen ist, er hat Perdita zum Zeitpunkt des Abholens noch gar nicht gekannt,


    Schön das Dieter befördert wurde und sogar ne große Wohnung vermittelt bekommen hat um Mutter und die neue Familie unterzubringen. Nun kann er Isolde doch noch was bieten.


    Mir hat das Buch gut gefallen. Charon ist ein typischer Charlie Charakter, er darf gerne in weiteren Büchern auftauchen. Und Perdita kriegt ja doch nochmal ne Chance doch noch offiziell Gerichtsmedizinerin zu werden. Ich hoffe mal sie bleibt weiter dran.

  • Allerdings stellt sich mir schon die Frage, wie er denn drauf gekommen ist, er hat Perdita zum Zeitpunkt des Abholens noch gar nicht gekannt,

    Guter Einwand. Perdita kam erst in die Ferkelkneipe, weil die Leiche entführt wurde. Sonst hätte sie alle Untersuchungen ja bereits im Institut machen können. Man könnte aber auch unterstellen, das Charon die Leiche abholte und sich dann erst nach irgendjemand für die Obduktion suchen wollte. Das hätte dann auch jemand anderes sein können.


    Mir hat das Buch auch gut gefallen. Es entstand beim Lesen eine wunderbar schaurig-schwarze Welt des alten Berlins. Dette fand ick jut, wa.

  • Freut mich sehr, dass ihr beide im Ziel seid und meine Totenleser mochtet! Auch wenn ich natürlich bedaure, dass ich euer Lesen gar nicht mitbekommen habe, weil ich noch im Weihnachtsrausch steckte. Ich habe aber alles nachgelesen und bedanke mich ganz herzlich!

    Vielleicht habt ihr ja Lust, noch zu raten, welcher wahre Mordfall die Grundlage zu der Geschichte bildet?

    Zwar sind die Hauptbeteiligten nicht so bekannt, es gibt aber eine extrem bekannte Persönlichkeit, die mit beiden gut bekannt war, und durch diese kann man darauf kommen.

    Dass Charon Perdita ausgesucht hat, beruht darauf, dass er sie seit langem beobachtet. Seit dem Susette-Fall, wo sie ihm aufgefallen ist. Den Schuh der Kritik ziehe ich mir aber an. Da habt ihr völlig recht, das hätte ich erwähnen müssen.


    "Dette fand ich jut, wa?", ist ein wundervoller Abschluss. Danke!

  • Eine Autorin, die eigentlich auf den achten Henry steht, entwickelt eine Geschichte um die Aussagen des zweiten. Ab diesem Satz von Tadéu war die Lösung klar. Schade, dass die Täterschaft von Tadéu nicht nachgewiesen werden konnte. Eine strafrechtliche Lösung, die die Todesstrafe verhindert hätte, gab es auch 1910 schon. Aber dazu war Eugen zu verbohrt. Ob der Fährmann und die Verlorene eine Zukunft haben, gar eine gemeinsame? Als Leser kann man nur hoffen, dass die Autorin einen Verlagsvertrag über Minimum drei Bände hat.

    Nemo tenetur :gruebel


    Ware Vreundschavt ißt, wen mahn di Schreipfelerdes :lesend America against America Wang Huning:lesend Édouard Louis Monique bricht aus