Die Kaffeeprinzessin. von Karin Engel

  • Kurzbeschreibung
    Bremen Anfang des 20. Jahrhunderts: Für die schöne und kapriziöse Schauspielerin Felicitas geht ein Traum in Erfüllung, als sie in die vornehme Familie Andreesen einheiratet, die ihren Reichtum dem Kaffee verdankt. Doch zunächst ist es nicht leicht für die temperamentvolle und eigenwillige Frau, sich ihren Platz in dieser Welt zu erobern. Vor allem ihre Schwiegermutter Elisabeth beäugt die Fremde mit Misstrauen. Felicitas muss viel Mut und Erfindungsreichtum aufbringen, um sich durchzusetzen, und als sie ihren Mann verliert, scheint sie völlig alleine dazustehen. Und dann ist es ausgerechnet Elisabeth, die ihr neuen Lebensmut gibt ... Eine Familiensaga, durch die der Duft von Kaffee zu ziehen scheint!



    Ein Buch mit einer Odysee ... erst hatte ich meine Probleme, Zugang zu dem Buch zu finden, dann hatte ich ihn und konnte es nicht erwarten, weiterzulesen und dann war das Buch auf einmal weg. Nachdem ich es dann letztes Wochenende endlich wiedergefunden habe, musste ich es gestern abend doch gleich auslesen.


    Die Handlung spielt zwischen 1902 und 1928 ... Leider fehlte mir hier ab und an der Hinweis auf das Jahr.


    Die Handlungsorte sind noch weitgestreuter. Hauptort ist hier Bremen, aber ein Teil der Geschichte spielt in Sorau und in Brasilien. Zwischendurch auch mal kurz Berlin und gegen Ende Rußland und Paris.


    Die Hauptperson Felicitas will zu Beginn in die Fußstapfen ihrer Eltern treten und Schauspielerin werden. Bei einer Aufführung verliebt sie sich in den Kaffeehändler Heinrich Andreesen und heiratet ihn. Neben ihrer Geschichte, erfährt der Leser aber auch die Geschichte von und um Felicitas Familie und die Familie Andreesen.



    Die Geschichte ist spannend geschrieben, auch wenn ich zu Beginn erst einmal Zugang finden musste. Aber kaum war dieser da (nach ca. 50 Seiten) konnte ich nicht mehr von dem Buch lassen. Das Ende hat mir nicht so ganz zugesagt, aber war dennoch eine mögliche Variante.


    Was es auf alle Fälle bewirkt : Man bekommt Lust auf Kaffee. :-)


    Daher stellt Euch beim Lesen eine Kanne Kaffe dazu :lache

  • Hallo Geli73 und Tanzmaus :wave


    Ihr habt mich doch sehr neugierig gemacht und ich habe nun auch mit diesem Buch angefangen :lache :lache


    Ich kann Tanzmaus nur zum Teil zustimmen. Es stimmt, dass man ne ganze Weile braucht, um in das Buch reinzukommen. Aber im Gegensatz zu Ihr, ist mir das Buch einfach zu blumig geschrieben und die Personen berühren mich nicht wirklich.
    Hier ein kurzer Auszug, damit Ihr wißt was ich meine:
    Die Hitze hatte Ihre Wangen gerötet und einen leichten Schweißfilm auf die Schläfen getrieben, an dem ein paar Ihrer blonden Haare festklebten und sich ganz unverschämt sinnlich kringelten. Die Sonne schenkte ihren kühlen aqumarinblauen Augen einen goldenen Schimmer, der den Eindruck von Kälte vertrieb.


    Haare die sich sinnlich kringeln? :rolleyes
    und kühle aquamarinblaue Augen :rolleyes .... ach du meine Güte .....
    Also, wem diese etwas blumige Sprache gefällt, der sollte sofort zugreifen. Mir wurde das auf Dauer einfach zu viel.
    Ich bin jetzt auf Seite 242 angelangt und bin immer noch am Überleben, ob ich weiterlese oder besser abbreche.
    Es wird mir einfach zu ausführlich von jeder einzelnen Person die Bekleidung, die Farbe der Bekleidung, die Haar- und Augenfarbe beschrieben.
    Das hemmt meinen Lesefluß, weshalb ich das Buch jederzeit ohne große Probleme aus der Hand legen kann.
    Ist jedenfalls kein page turner für mich.....

    to handle yourself, use your head, to handle others, use your heart
    SUB 15
    _______________________________________________________
    :kuh:lesend


  • Puh... das ist wirklich blumig. Wenn die Geschichte gut ist, kann man das überlesen, aber in so geballter Form finde ich es auch so viel.


    Danke bonomania, ich werde die Finger davon lassen :wave

  • Ich habe es zuerst auch auf meinem Wunschzettel gehabt...aber in Anbetracht des RUB´s wieder gestrichen. Scheint mir doch auch leider zu blumig zu sein..... :-(

    Liebe Grüße Eselohr


    Ich lese: Jesus liebt mich- David Safier :rofl


    Wir leben zu sehr in der Vergangenheit, haben Angst vor der Zukunft und vergessen dabei völlig die Gegenwart zu genießen

  • Die Kaffeprinzessin ist heute mit mir nach dem Bummeln nach Hause gekommen.
    Nachdem ich hier noch mal gelesen habe, weiß ich jetzt gar nicht mehr so genau, ob es ein guter Kauf war.
    Werde die Tage einfach mal anfangen zu lesen, dann werde ich ja sehen, ob es mir zu blumig ist oder nicht!

    Gern lesen heißt, die einem im Leben zugeteilten Stunden der Langeweile gegen solche des Entzückens einzutauschen.
    (C.-L. de Montesquieu)

  • Zitat

    Original von Cait
    Tanzmaus, Danke für Deine Rezi. :-)
    Bei mir subt das Buch bereits, da es in Bremen handelt und ich in der Gegend wohne. Vielleicht bekomme ich da einen anderen Zugang zu. ;-)


    Ich war dieses Jahr einige Tage in Bremen... daher lockte das Buch mich auch.



    So blumig kam es mir gar nicht vor ...:gruebel

  • Zitat

    Original von Tanzmaus
    auch wenn ich zu Beginn erst einmal Zugang finden musste.


    Auf den Zugang warte ich gerade noch.... :-(
    Ich habe gestern die ersten gut 30 Seiten gelesen und bin mir nicht sicher, ob ich heute Abend weiterlesen soll oder lieber gleich ein anderes Buch zur Hand nehme...


    Bis jetzt finde ich die Personen ziemlich uninteressant und Felicitas ist mir eher unsympatisch. Und ich lese nicht gern Bücher, wo ich die Hauptperson nicht mag...

  • Erst einmal danke an die liebe Eule aus dem hohen Norden, dank derer ich dieses Buch vom letzten Eulentreffen mit nach Hause nehmen durfte. :-]:knuddel1


    Es war ein schöner Schmöker für ein gemütliches Sommerwochenende. Keine hohe Literatur, sondern gelegentlich etwas kitschig, aber - nach dem nicht ganz so leichten Einstieg, mit dem ich auch gekämpft habe - sehr gut zu lesen. Manchmal fühlte ich mich ein bisschen zu sehr belehrt, weil die Autorin die Fakten, die sie recherchiert hatte, unbedingt unterbringen musste, aber die Geschichte selbst stand klar im Vordergrund, und das war auch gut so. Die Hauptfigur, Felicitas, war auch mir nicht sehr sympathisch, aber ich habe sie trotzdem ganz gerne durch das Buch begleitet, und andere Figuren - z.B. ihre Schwägerin Ella und, gänzlich unerwartet, ihre Schwiegermutter Elisabeth - sorgten doch noch für den Sympathiefaktor.


    Die moderne Sprache in den Dialogen hat mich etwas irritiert. Ich kann mir kaum vorstellen, dass um 1910-20 von jemandem gesagt wurde, er habe "den Schuss nicht gehört". :lache


    Außerdem: Wie nannte man eigentlich von 1918 bis 1939 den "Ersten Weltkrieg"? Wohl kaum "Ersten Weltkrieg", oder? :gruebel


    Die Fortsetzung muss ich nicht mehr lesen, dafür war mir das Ganze dann doch etwas zu oberflächlich, aber wie gesagt, ein schöner Wochenendschmöker, den ich jetzt auch ziemlich in einem Rutsch lesen musste.

    Surround yourself with human beings, my dear James. They are easier to fight for than principles. (Ian Fleming, Casino Royale)

  • Ich lese das Buch auch gerade. Die blumige Sprache ist mir nicht aufgefallen, aber das lieght wohl daran, dass ich noch nicht so viele höheren niveuas gelesen ahbe.
    Ich wohne in der Nähe von Bremen und kann mir deswegen die Orte sehr gut vorstellen.
    Ich mag solche ,,Starke-Frauen-Bücher" sehr. Dies Epoche interessiert mich auch sehr, sodass mich das sachbuchartige teilweise nicht stört. Für Gleichgesinnte (meines Alters(16) und mit meinem Erfahrungsstand?) kann ich nur eine Empfehlung uassprechen
    Zum Glück hat meine Mutter, nachdem sie das Buch gelesen hat. gleich die Fortsetzung gekauft. An die werde ich mich dann auch bald machen.

  • Hallo zusammen :wave
    Danke für die Rezis!
    Ich wollte mal nachfragen, ob das Buch irgendwelche Längen hat? Denn mich schrecken 500 Seiten eher ab.
    Wie ist denn der Schreibstil, schön locker flüssig?? :help

    Versuche zu kriegen, was du liebst, sonst bist du gezwungen, das zu lieben, was du kriegst
    :lesend"Herren der Unterwelt;Schwarzer Kuss" Gena Showalter

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  • Also blumig war an diesem Roman meiner Meinung nach nichts. Ganz im Gegenteil fand ich es eher sehr direkt. Es zeigt, wie es einer Frau in einer noch für Frauen sehr schwierigen Zeit gelingt, durch harte Arbeit Anerkennung gewinnt und das obwohl ihr Leben alles andere als einfach ist. Wie fühlt man sich schließlich, wenn man den einen Man, den man liebt, heiraten kann und ihn dann im Krieg verliert? Man hofft bis zur letzten Seite mit, dass doch noch alles ein gutes Ende findet. Zwar war der Roman jetzt nicht mein Highlight des Jahres, aber ich habe schon einige Bücher gelesen, die als Bestseller deklariert wurden und wesentlich schlechter waren als diese Buch. Vielleicht lege ich mir demnächst noch den zweiten Teil zu...

  • Zitat

    Original von MaryRead
    Außerdem: Wie nannte man eigentlich von 1918 bis 1939 den "Ersten Weltkrieg"? Wohl kaum "Ersten Weltkrieg", oder? :gruebel


    Mein Großvater, Jahrgang 1884 war im Krieg, für den zweiten war er schon zu alt. Wenn mal das Gespräch drauf kam, dann nur als Krieg. Nichts weiter. Auch mein Vater, Jahrgang 1925 sprach vom Krieg (und er meinte den 2.) :wave

  • Nachdem ich Anfang diesen Jahres langsam den Plan gefasst hatte nach Bremen zu ziehen, habe ich auf Nachfrage von einer Eule dieses Buch empfohlen bekommen.
    Bei meinem ersten Besuch in Bremen im Mai diesen Jahres habe ich mich vollends in diese Stadt verliebt und wollte dann auch dieses Buch unbedingt lesen.
    Ich habe es dann auch verschlungen und mit wirklich viel Freude gelesen. Ich habe viele der in diesem Buch angesprochenen Fakten im Internet weiter nachrecherchiert und dabei vieles über meine neue Heimat gelernt. Das Leben von Felicitas habe ich sehr gerne begleitet und sie war mir auch in keinster Weise unsympathisch. Im Gegenteil, ich mochte sie gerne und habe gern ihre Geschichte gelesen. Während des Lesen habe ich noch nicht in Bremen gewohnt und durch dieses Buch ist meine Sehnsucht nach der Stadt eigentlich immer größer geworden. Nun habe ich mittlerweile das Glück seit einigen Wochen selbst in Bremen zu wohnen und an manchen Orten muss ich noch immer an Szenen aus dem Buch denken.

    :wave Gruß Dany


    Die Wirklichkeit ist etwas für Leute, die mit Büchern nicht zurechtkommen.
    Leserweisheit

  • Manchmal fange ich an im Forum nach Büchern zu suchen, welche noch auf meinem SuB rumliegen und bin dann doch immer wieder erstaunt, wie die Bewertungen der Eulen ausfallen. Ich freue mich auf das "kitschige" Buch. :-) Irgendwie hat es mich nun noch darin bestärkt, dass ich einen guten Kauf getätigt habe. Also auch dieses Buch sollte ich wahrscheinlich mal in die Hände nehmen und anfangen zu lesen. :-)

  • Ich habe das Buch schon sehr lange Zeit in meinem RuB stehen gehabt.


    Nach 114 Seiten habe ich mich nun doch dazu entschieden, das Buch nicht weiterzulesen, sondern es in einen offenen Bücherschrank zu stellen. Wie Tanzmaus auch schon schrieb, kam ich nicht in die Geschichte rein, hatte zudem seit November nicht weiter gelesen und komme nun gar nicht mehr voran.


    Luft für neues ;-)