Fleischliebhaber oder Vegetarier oder gar Veganer

  • Zitat

    Original von Rosenstolz


    Und diese Einstellung von so vielen Menschen macht die Massentierhaltung etc. auch irgendwie erst in ihrer ganzen schrecklichen Art und Weise möglich. :-(
    Ich finde gerade über dieses Thema sollte sich jeder Gedanken machen und informieren.


    Mhhhh.....wie schon gesagt, dann hätte ich keine große Lust mehr zu essen. Man kann ja bewußt einkaufen, aber wenn ich auswärts esse, dann erstmal Erkundigungen einzuziehen, wo was wie...also ne.
    Und irgendwie habe ich da auch kein schlechtes Gewissen. Wenn ich auf Fleisch verzichte, dann auch nicht, weil ich irgendne Kuh retten will, sondern weil ich mich damit wohler fühle.

  • Dinge über Schlachtung und Haltung soll einem nicht die Lust am Essen nehmen, aber es sollte einem klar machen, woher sein Schnitzel kommt und was dahinter steckt und das man mehr Achtung und Respekt vor dem Tier und dem LEBENS Mittel haben soll.
    Wenn ich sehe, wieviel Fleisch die Menschen essen und am liebsten billige Pampe von den Discountern und sich dann noch über Klebefleisch und Dioxin aufzuregen ist ja wirklich kaum zu glauben!!!!! Was glauben denn die Leute, was sie für eine Qualität bekommen, wenn sie alles nur billigbillig kaufen???? Aber solange die Mentalität "Geiz ist geil" überall herrscht, muss ich mich eigentlich nicht wundern.....

  • Deshalb muss ich mir aber doch nicht den Ablauf einer Schlachtung durchlesen oder live dabei sein. Oder mir jede Doku über Tiehaltung reinziehen. Ich weiß groß was abgeht und gut ist.


    Respektvoll mit Essen umzugehen fängt bei mir schon damit an, dass ich mir den Teller nicht vollhaue und dann die Hälfte wegwerfe. Und da ist mir egal ob es Fleisch oder Gemüse ist.

  • Ich bin nun seit längerem Veganerin.
    Lg alena

    Nur der tote Fisch schwimmt mit dem Strom.


    "If there`s a book you really want to read, but it hasn`t been written yet, then you must write it." Toni Morrison


    :lesend Cevy Stevens - Still Missing

  • Sobald ich ein Stück Fleisch vor mir auf dem Teller habe, wird mir übel. Ich kann das Mitleid mit den geschlachteten Tieren nicht abschalten. Es sind Lebewesen mit Empfindungen, die denen von Menschen sehr ähnlich sind.
    Aber ich kann es auch verstehen, wenn man sagt, dass es einem schmeckt und man es gern isst. Man sollte aber niemandem zum Vegetariertum oder zum Fleischesser bekehren. Das ist Quatsch. Jeder sollte das selbst für sich entscheiden.

  • Ich muss sagen ich liebe Steaks und gebratenes Fleisch aller Art.
    Ich habe aber trotzdem schon länger mit dem Gedanken gespielt Vegetarierin zu werden.
    Das Buch "Tiere essen" war dann der Auslöser das ich wirklich damit angefangen habe.
    Ich mache es wegen der Umwelt, weil es auf längere Sicht gesünder ist (Fisch esse ich noch) und natürlich ist das mit der Tierhaltung auch ein guter Effekt.
    Da meine Tante aber "selber schlachtet" :D bin ich am überlegen vl. einmal im Monat Fleisch davon zu essen :gruebel
    Mache es jetzt auch erste seit knapp 6 Monaten von daher mal schauen wie lange das so bleibt
    Anfangs war es auch eher mal ein Test wie das so ist ohne Fleisch :D


    edit: achja ich finde es auch ganz furchtbar wenn man andere Leute bekeheren will, obs jetzt zum Fleisch essen oder zum nicht fleisch essen !
    Vegetarismus artet seltsamerweise ja immer wieder in sehr emotionale Diskussionen aus :lache

  • Wenn man die hier eingeforderte Achtung vor den Tieren - was sicher nicht verkehrt ist - auch den Menschen gegenüber aufbringen würde, dann wäre schon sehr viel gewonnen. Es ist doch immer wieder erstaunlich wenn man lesen muss, dass die Tierschutzvereine mehr Mitglieder haben als der Kinderschutzbund.


    Deutschland gehört auch zu den Ländern, in denen man die überbordene Tierliebe zelebriert, dass dazu aber auch sehr kinderfeindlich ist. Passt aber wohl zu dieser weinerlich-brutalen Mentalität der Menschen hier in diesem Land.

    Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst. (Evelyn Beatrice Hall)


    Allenfalls bin ich höflich - freundlich bin ich nicht.


    Eigentlich mag ich gar keine Menschen.

  • Hallo :wave


    Ich bin weder Vegetarier, noch Veganerin, noch Fleischliebhaberin :grin Ich esse wenig Fleisch. Wenn dann aber ein Ordentliches. Ich kaufe es am Liebsten direkt am Markt. Da weiß ich wo es herkommt und tue der heimischen Wirtschaft etwas Gutes. Da das natürlich eine Preisfrage ist, kommt Fleisch, wenn überhaupt, einmal in der Woche am Tisch. Mich gruselt es vor dem abgepackten Fleisch in den Supermärkten. Wurst mag ich eigentlich fast keine. Am ehesten noch Salami und die bekomm ich vom Opa. Der holt sie direkt bei unseren Verwandten am Bauernhof.


    LG Finnia

  • Ich bin grade dabei von vegetarisch zu vegan umzustellen. Fleisch essen könnte ich mir gar nicht mehr vorstellen und Milch/Eier mag ich jetzt auch nicht mehr essen/trinken.
    Allerdings blicke ich noch nicht ganz durch, z.b. hab ich mir letzte Woche aus Versehen Make-Up mit Seidenzeugs gekauft :rolleyes


    Abendessen gibts schon seiteinnem halben Jahr nur noch vegan, da vermisse ich gar nichts. Ich koche jetzt aber auch gaaaaaaaaanz anders als davor. Nicht mehr dieses typische: bisschen Gemüse / Sättigungsbeilage / Vleisch (oder ähnliches).
    Sondern es gibt mehr Suppen und Currys :)

  • Zitat

    Original von Kitty87
    Ich bin grade dabei von vegetarisch zu vegan umzustellen. Fleisch essen könnte ich mir gar nicht mehr vorstellen und Milch/Eier mag ich jetzt auch nicht mehr essen/trinken.
    Allerdings blicke ich noch nicht ganz durch, z.b. hab ich mir letzte Woche aus Versehen Make-Up mit Seidenzeugs gekauft :rolleyes


    Abendessen gibts schon seiteinnem halben Jahr nur noch vegan, da vermisse ich gar nichts. Ich koche jetzt aber auch gaaaaaaaaanz anders als davor. Nicht mehr dieses typische: bisschen Gemüse / Sättigungsbeilage / Vleisch (oder ähnliches).
    Sondern es gibt mehr Suppen und Currys :)


    :gruebel :gruebel

  • Zitat

    Original von Voltaire
    Wenn man die hier eingeforderte Achtung vor den Tieren - was sicher nicht verkehrt ist - auch den Menschen gegenüber aufbringen würde, dann wäre schon sehr viel gewonnen. Es ist doch immer wieder erstaunlich wenn man lesen muss, dass die Tierschutzvereine mehr Mitglieder haben als der Kinderschutzbund.


    Deutschland gehört auch zu den Ländern, in denen man die überbordene Tierliebe zelebriert, dass dazu aber auch sehr kinderfeindlich ist. Passt aber wohl zu dieser weinerlich-brutalen Mentalität der Menschen hier in diesem Land.


    Der Mensch ist biologisch ein Raubtier und die schlimmsten menschlichen Raubtiere waren Vegetarier und liebten ihre Tiere.


    Wer Vegetarier ist, weil ihm Fleisch nicht schmeckt- warum nicht. Aus Tierliebe halte ich Vegetarier sein für verfehlt. Wenn der Markt fü nicht gequälte Tiere wegbricht, weil diese Kunden vegetarisch oder vegan leben, dann bleibt nur der MArkt für Fleisch egal woher übrig. Wichtiger wäre nicht auf Honig zu verzichten wegen der Ausbeutung der armen Bienen sondern Honig aus wesensgemäßer Haltung zu essen, Fleisch nur direkt vom Erzeuger ab Hof zu kaufen oder wie ich in der Großstadt über den Hoflieferant, sowie das Gemüse über das Biokistl, wenn man MMarktmacht freiwillig aufgibt, dann braucht man sich über den Rest nicht zu wundern.

  • Zitat

    Original von beowulf
    Wer Vegetarier ist, weil ihm Fleisch nicht schmeckt- warum nicht. Aus Tierliebe halte ich Vegetarier sein für verfehlt. Wenn der Markt fü nicht gequälte Tiere wegbricht, weil diese Kunden vegetarisch oder vegan leben, dann bleibt nur der MArkt für Fleisch egal woher übrig. Wichtiger wäre nicht auf Honig zu verzichten wegen der Ausbeutung der armen Bienen sondern Honig aus wesensgemäßer Haltung zu essen, Fleisch nur direkt vom Erzeuger ab Hof zu kaufen oder wie ich in der Großstadt über den Hoflieferant, sowie das Gemüse über das Biokistl, wenn man MMarktmacht freiwillig aufgibt, dann braucht man sich über den Rest nicht zu wundern.


    Ich bin mir nicht sicher, ob ich deinen Punkt richtig verstanden habe, aber: Ich bin auch Vegetarierin (nicht nur, aber größtenteils) aus Tierliebe, wie du es nennst, und ich halte das nicht für verfehlt. Es geht einfach darum, kein totes Tier essen zu wollen, egal, ob es nun ein tolles oder furchtbares Leben hatte.
    Vegetarismus aus Mitleid mit Tieren ist also meist kein Protest dagegen, wie mit den Tieren in den Mastbetrieben/Schlachthöfen umgegangen wird, sondern einfach nur, dass der Einzelne der Meinung ist, für ihn sollte kein Tier sterben müssen.
    Ich würde auch dann kein Schnitzel essen, wenn ich wüsste, dass das Schwein, das da auf dem Teller liegt "glücklich" war, artgerecht gehalten wurde und einen "schönen" (was klingt das widerlich) Tod hatte.
    Oder sollte ich jetzt Fleisch essen, damit die Tiere, die auch unabhängig von meinem Verhalten gegessen werden würden, nicht noch schlimmer gequält werden? ?(


    (eigentlich will ich damit auch keine Grundsatzdiskussion vom Zaun brechen, sondern nur erklären)


    EDITs wegen meiner Grammatik heute :rolleyes

    An apple a day keeps the doctor away - if well aimed.

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  • Zitat

    Original von Jasmin87


    Aha, das hab ich ja noch nie gehört :wow
    Gefällt mir irgendwie auch nicht, das schaut ja mal so richtig falsch aus :gruebel


    Das glaubt mir sicher erstmal keiner, wenn ich es erzähle. :wow

  • Zitat

    Original von Jasmin87


    Aha, das hab ich ja noch nie gehört :wow
    Gefällt mir irgendwie auch nicht, das schaut ja mal so richtig falsch aus :gruebel


    Vleisch ging jetzt schneller als Soja-Schnitzel/Tofu-/Gemüsestäbchen etc. ;) Fand's auch erst sehr befremdlich, aber es muss sich jetzt doch hinterrücks in mein Unterbewusstsein geschlichen haben ;-)

  • Aber, mal ne ganz blöde Frage von einer, die nie auf Fleisch verzichten würde:


    Bringt es denn etwas, hier in Deutschland, wo alles schon relativ umweltfreundlich etc. ist, kein Fleisch zu essen, während in Japan noch immer Wale geschlachtet und Rotflossen-Thunfisch (oder wie der heißt) ausgerottet wird?


    (Das passt jetzt nicht mehr zu dem Für-mich-muss-kein-Tier-sterben-Argument, aber allgemein zu dieser Umwelt-Einstellung)

  • Zitat

    Original von Dori


    Bringt es denn etwas, hier in Deutschland, wo alles schon relativ umweltfreundlich etc. ist, kein Fleisch zu essen, während in Japan noch immer Wale geschlachtet und Rotflossen-Thunfisch (oder wie der heißt) ausgerottet wird?


    Hallo Dori,


    Die die globalen Umwelteinflüsse durch Massentierhaltung sind auch in Deutschland immens.


    ca. 75% des angebauten Getreides wird für die Aufzucht von Tieren verwendet. Deutschland könnte bei reduzierter Tierhaltung viel Getreide z.B. in die Dritte Welt abführen. So würde eine deutliche Reduzierung der Massentierhaltung weltweit - bei entsprechender logistischer Organisation - das Hungerproblem in der Dritten Welt komplett eleminieren.
    Auf 10.000 qm Land können beispielsweise ca. 23.000 kg Gemüse angebaut werden. Die selbe Fläche kann aber auch zum Füttern von Tieren verwendet werden. Fleischproduktion mittels dieser Fläche: 190 kg.


    Wasser ist auch ein Thema: ca. 8% des weltweiten Wasserverbrauchs fallen auf die Tierproduktion.


    Abwasser: 10.000 Schweine produzieren so viel Abwasser, wie eine 18.000 Seelen- Gemeinde.


    Treibhausgase: die Weltweite Massentierhaltung erzeugt bemerkenswerte Mengen an Treibhausgasen. Ca. 10% des CO2- Ausstoßes. Aber es gibt weitaus schlimmere Treibhausgase, bei denen der Anteil der Massentierhaltung deutlich höher ist.


    Es gibt also unter´m Strich auch eine Menge Gründe, die nichts mit den Tieren selbst zu tun haben, um auf Fleisch zu verzichten.

    Enttäuscht vom Affen, schuf Gott den Menschen.
    Danach verzichtete er auf weitere Experimente.

    - Mark Twain -

  • Zitat

    Original von beowulf


    Wer Vegetarier ist, weil ihm Fleisch nicht schmeckt- warum nicht. Aus Tierliebe halte ich Vegetarier sein für verfehlt. Wenn der Markt fü nicht gequälte Tiere wegbricht, weil diese Kunden vegetarisch oder vegan leben, dann bleibt nur der MArkt für Fleisch egal woher übrig. Wichtiger wäre nicht auf Honig zu verzichten wegen der Ausbeutung der armen Bienen sondern Honig aus wesensgemäßer Haltung zu essen, Fleisch nur direkt vom Erzeuger ab Hof zu kaufen oder wie ich in der Großstadt über den Hoflieferant, sowie das Gemüse über das Biokistl, wenn man MMarktmacht freiwillig aufgibt, dann braucht man sich über den Rest nicht zu wundern.


    Hallo Beowulf,
    das sehe ich etwas anders. Je mehr Menschen sich vegetarisch oder vegan ernähren, desto mehr Bewusstsein über die Tierproduktion ist vorhanden. Das führt dazu, dass immer mehr Firmen ihre Produkte entsprechend umstellen, um mit dem Gütesiegel "Bio" auf Kundenfang zu gehen. D.h. die Position der Viehbauern, die sich an gewisse Regeln, wie z.B. Lebensraum für die Tiere, halten, wird gestärkt. Der regionale Bauernladen wird gestärkt, weil vielen, denen das Thema durch die stärkere Medienpräsenz bzw. durch den Freundeskreis bewusst ist, die Herkunft und die Haltungsbedingungen von Tieren wichtiger werden.


    Wir leben seit einigen Jahren vegan. Zwischenzeitlich haben wir mit dem Gedanken gespielt, evtl. doch wieder Eier zu essen wg. dem Tierischen Eiweiss. Wir haben dann entsprechende Bauernhöfe mit Gütesiegel "Bio" besucht und die Art der Tierhaltung war aus unserer Sicht immer noch unzumutbar. Ich habe zudem ein Arbeitskollege, der hobbymäßig 150 Hühner hält. Vergleichsweise optimale Haltungsbedingungen, aber nach 1,5 Jahren lässt er die Tiere abholen und schlachten. Für uns auch keine Alternative. Dementsprechend für uns weiterhin keine Eier.


    Hinzu kommt, dass Milch und Eier in wahnsinnig vielen Lebensmittelprodukten verarbeitet sind. Alleine schon Schokolade wirst du kaum milchfrei finden. Es gibt Sorten, aber die muss man erstmal finden. Diese Hersteller achten nicht darauf, wo die Milch oder die Eier herkommen. So unterstützt man dann indirekt die Massentierhaltung, auch wenn man sein Schnitzel beim Biobauern im Hofladen kauft.

    Enttäuscht vom Affen, schuf Gott den Menschen.
    Danach verzichtete er auf weitere Experimente.

    - Mark Twain -