'Splitter' - Kapitel 56 - Ende

  • Zitat

    Original von Luthien
    Edit: ich weiss jetzt nicht ob du mich meinst, mit dem nicht verstehen. Ich bin mir sicher, dass ich das Buch verstanden habe, aber das Ende gefällt mir trotzdem nicht


    Nein, ich meine nicht dich. Ich hab das allgemein gemeint ;-)

  • Mann oh Mann, jetzt bin ich echt platt. Hab die letzten Seiten im Schnelldurchlauf gelesen, weil sie so spannend waren.


    Mit der Auflösung hab ich natürlich nicht gerechnet. Allerdings dachte ich mir schon, dass Benny in Sandra verliebt ist/war. Ich kann das Ende allerdings nachvollziehen. In aller Ruhe hätte man keine neue Leber für Marc finden könnten. Schließlich sagte doch Haberland zu Beginn, dass es schon zu spät sei. Ich vermute mal, damit war gemeint, dass er aufgrund des Leberschadens nicht mehr lange zu leben hatte.


    Dieses Spiel, dass sie mit Marc gespielt haben, find ich auch sehr weit hergeholt. Allerdings bin ich der Meinung, dass es durchaus möglich wäre und wie langweilig wäre ein Buch, wenn sie in aller Seelenruhe auf einen Spender gewartet hätten? Ich bin mir auch nicht sicher, ob ich (egoistisch wie ich bin) die "freundliche Spende" von Benny nicht angenommen hätte. Bin da ganz ehrlich.


    Im Kapitel "Viele Jahre später" war ich zuerst verwirrt, als ich den Namen Marc gelesen habe. Ich dachte erst: "Häh, der ist doch tot". Dass es um seinen Sohn ging, war mir da nicht sofort klar :-)


    Lieber Sebastian,


    mir hat dein Buch mal wieder sehr gut gefallen und ich erwarte gespannt das nächste. :)

    Ein Raum ohne Bücher ist ein Körper ohne Seele.
    - Cicero


    :lesend Harlan Coben - Ich vermisse dich

  • Die Aussage von Haberland, dass es zu spät sei, bezog ich eigentlich darauf, dass das Buch ja quasi eine Rückblick ist. Und zu dem Zeitpunkt dieser Aussage liegt Marc dann schon im Koma und wird sterben. Also ich bezog die Aussage nicht darauf, dass es für eine Lebertransplantation zu spät wäre (war es natürlich auch, als Marc im Koma lag :grin).

    Liebe Grüße, Sigrid

    Keiner weiß wo und wo lang

    alles zurück - Anfang

    Wir sind es nur nicht mehr gewohnt

    Dass Zeit sich lohnt

  • So, ich bin schon ein bisschen länger durch, aber ich muss grad noch mal alles ein bisschen durchgehen. Hab hier grade auch schon ein bisschen gestöbert und die meisten meiner Fragen haben sich auch schon geklärt.


    Ich finde es schwierig, mich in die Situation hineinzuversetzen, da man eine solche Lage sicher erst nachvollziehen kann, wenn man mittendrin steckt. Allerdings würde ich HEUTE behaupten, dass ich mich als Beteiligte in dem Ganzen anders entschieden hätte. Ich wäre mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit den Mittelweg gegangen. Dass Benny dem Baby ein Stück Leber spendet, finde ich nachvollziehbar, aber dann hätte ich doch Marc erst mal auf die Transplantationsliste setzen lassen. Meiner Meinung nach heiligt der Zweck nicht immer die Mittel.


    Da ich Happy Endings liebe, hatte ich für einen kurzen Moment die Hoffnung, dass Marc doch noch leben würde. Aber ich hab dann sehr schnell kapiert, dass es nur der Sohn war. Aber auch so, mag ich das Buch. Bis zum nächsten ist es aber jetzt wieder so lang hin.


    Danke für den Lesespaß!

  • Zitat

    Original von Sigrid2110
    Die Aussage von Haberland, dass es zu spät sei, bezog ich eigentlich darauf, dass das Buch ja quasi eine Rückblick ist. Und zu dem Zeitpunkt dieser Aussage liegt Marc dann schon im Koma und wird sterben. Also ich bezog die Aussage nicht darauf, dass es für eine Lebertransplantation zu spät wäre (war es natürlich auch, als Marc im Koma lag :grin).


    Das sehe ich ebenso wie Sigrid :wave

    "Show me a girl with her feet planted firmly on the ground and I'll show you a girl who can't put her pants on." (Annik Marchand)

  • Luthien
    Welche Szene mit dem Auge meinst du??



    Ich muss sagen, ich finde das Buch gut gelungen und auch das Ende fand ich sehr passend. Habe mir gleich gedacht das Marc nicht einfach zusieht wie sich sein Bruder das Leben nimmt. Ich frage mich allerdings nur warum Marc als er starb sich ausgerechnet mit Haberland unterhalten hat und nicht mit einer Person, die er liebt und die ihm etwas bedeutet....


    Trotzdem ein sehr interessantes und empfehlenswertes Buch!!

  • Ich schliesse mich im Grossen und Ganzen der Meinung von luthien an.
    Klar war das Buch spannend und man konnte es ruckzuck lesen.
    Aber diese Auflösung!
    Nein, das hat mich überhaupt nicht überzeugt - im Gegenteil, ich denke, das war es für mich erstmal mit Fitzek Büchern.


    Nach "Amokspiel" konnte mich keines mehr so richtig überzeugen. Diesmal haben mich die ständigen Cliffhanger und Andeutungen sogar regelrecht gestört.


    Schade.

  • Zitat

    Original von Dany
    Was mir so im nachhinein noch einfällt:


    Marc kam zu Anfang ja völligst zerschmettert zu Haberland, das war mir gar nicht mehr bewußt, als ich die Szenerie auf der Terasse gelesen habe.


    Das fand ich auch seltsam. Habe ich da jetzt was überlesen oder nicht geblickt? :gruebel


    Edit: Ich habe eure Erklärungen dazu nun gelesen, danke.

  • Ich fand das Ende ja durchaus in Ordnung. Marc stirbt, Benny überlebt und kann dann für Marc jun. spenden.
    Aber an der Auflösung hapert es tatsächlich gewaltig. Luthien hat es geschrieben:


    Zitat

    Original von Luthien
    Ich habe das Buch gestern noch fertig gelesen, fand es sehr spannend und war richtig enttäuscht vom Ende. Irgendwie hatte ich etwas "Grösseres" erwartet. Keine Ahnung wieso, aber bei mir hat das Ende ziemlich viel von meiner Begeisterung genommen. Dass es kein Happy End gab stört mich überhaupt nicht. Aber ein für mich sehr konstruiert wirkendes Ende stört mich und hinterlässt einen faden Nachgeschmack. ...
    Und jetzt mal ganz ehrlich, hätte Marc denn, auch wenn alles geklappt hätte, ein schönes Leben anschliessend gehabt? Sein Bruder tot, weil seine Frau akzeptiert, dass er noch eine Schuld bei ihr zu begleichen hatte. Einen Schwiegervater der keine Kosten gescheut hat ihn zu täuschen? Wie kann man einem Mann derart das Herz brechen, in dem man ihm sagt dass seine Frau gestorben ist und dann war alles nur "zu seinem Besten"


    Da wäre wirklich etwas Größeres zu erwarten gewesen bei dem ganzen Aufwand! Und so im Nachhinein fehlt mir auch ein wenig die Nachbetrachtung von Marcs Frau, die eh in der ganzen Geschichte viel zu blaß bleibt. Wie steht sie jetzt da? Wie wird ihr Verhältnis zu Marc jun. sein? Führt vielleicht zu weit, aber neben dem kurzen Blick auf Emma hätte ich mir auch einen auf Marcs Frau gewünscht.

  • Aber was hättet ihr euch den so vorgestellt?? Etwas Größeres ist nicht gerade präzise..... Ok mag sein das Marc´s Frau etwas schlecht weggekommen ist aber wenn sie von anfang an für Marcs Tod war um den Sohn zu retten dann hat sie es auch nicht verdient besonders behandelt zu werden ;-)

  • Zitat

    Original von alex
    Aber was hättet ihr euch den so vorgestellt??


    Keine Ahnung. ;-)
    Aber mMn wurde eine solche Erwartungshaltung auf die Lösung/Erklärung/Hintergrund aufgebaut - da rechnete ich wirklich mit Wunder was. Mit allem, bloss nicht mit so einer ( für mich!! ) unglaubwürdigen und überkonstuierten Erklärung.
    Das Ende bzw. die Auflösung gefällt mir immer weniger, je mehr ich darüber nachdenke.

  • Irgendetwas wie geheime Forschungen im Krankenhaus, die Marc zufällig entdeckt, oder eine Terrorzelle, Menschenhandel, Umweltverschmutzung, was weiß ich. Jedenfalls nicht nur etwas Persönliches, sondern etwas, was weitere Kreise ziehen würde und diesen ganzen Aufwand rechtfertigt.

  • Zitat

    Original von JaneDoe
    Irgendetwas wie geheime Forschungen im Krankenhaus, die Marc zufällig entdeckt, oder eine Terrorzelle, Menschenhandel, Umweltverschmutzung, was weiß ich. Jedenfalls nicht nur etwas Persönliches, sondern etwas, was weitere Kreise ziehen würde und diesen ganzen Aufwand rechtfertigt.


    Aber genau das fand ich eben eigentlich so gut, dass es so persönlich bleibt. Wäre es jetzt irgendetwas größeres gewesen, hätte ich mir gedacht: "Okay alles wie immer!" Also, weil dass so oft irgenwie behandelt wird. Weil durch dieses persönliche und in der Familie bleibende erscheint die Handlung, dass Tun eben noch krasser!

  • Ich bin da ganz deiner Meinung Miffy_Nijntje


    Außerdem war für mich Constantin ein Zeichen dafür das es persönlich wird denn sonst hätte man doch nicht den Schwiegersohn da mit rein gezogen.
    Auch finde ich ist Marc nicht der Typ der mit irgendwelchen Geheimorganisationen in Konflikt gerät

  • So, ich hab hier nicht alle Kommentare gelesen :-)


    Das Ende war ........überraschend ....



    Nun ich war verwirrt als am Schluß wieder von Marc die rede war bzw, das Marc sprach.


    Da musste ich das Buch erstmal absetzten und einige Sekunden lang mal nachdenken.
    Bis ich verstand dass Sandra( naja eher Sebastian ;-) ) den Sohn Marc getauft hat.


    Nun hat Benny seine Schuld doch noch begleichen können als der den kleinen Marc rettete. Süß fand ich dass Marc JR Emma in der Klinik besuchte.


    Doch ich denke das ganze hätte man auch anders machen können, zumindest wenn es kein Thriller hätte werden sollen ;-)


    Zum Beispiel hätte Sandra einfach mit Constantin sprechen können ohne Marc von dem Ganzen zu erzählen.


    Klar wäre es nicht einfach geworden 3 Wochen lang Marc etwas zu verheimlichen doch ich denke Benny wäre auch ohne "Sandras Tod" aus der Klapse gekommen.


    Ist Valka doch ein Weichei oder wurde er etwa geschmiert? Mich hatte es wirklich gewundert dass er Benny nicht gekillt hatte als dieser vor ihm stand.


    Wieviele Euronen da wohl geflossen sind? Oder war es nur Gutmütigkeit.


    Das Buch ist klasse ! Genial! Danke

  • Hallo Lesefreunde!


    Merkwürdigweise hab ich am Ende ziemlich schnell begriffen, dass von Marc's Sohn die Rede war.


    Doch was mich nach wie vor verwirrt und auch ziemlich wurmt ist die Schlussszene, in der Marc mit Haberland spricht.


    "Stunden?" fragte der Arzt (Haberland). Er sah zu der kleinen Digitaluhr auf dem Schreibtisch. 11.04 Uhr. Exakt die Zeit, zu der sie ihn gestern Vormittag das erste Mal aufgesucht hatten.


    Wie jetzt? War nicht 11.04 Uhr sein Todeszeitpunkt? Wie konnte er dann exakt zu dieser Zeit bei Haberland sein, wo er doch im Krankenhaus starb? :pille Und überhaupt kommt dieser Haberland schon in einen von Fitzek's Büchern vor? Weil mehrere Mal auf Narben seinem Handgelenk hingewiesen wird. Ich bin zwar ein großer Sebastian Fitzek Fan und hab alle seine Romane (bis auf Augensammler) gelesen, nur eben mit größerem Zeitabstand und deshalb kann ich diesen Prof. Haberland nicht mehr richtig zuordnen.


    Vielen Dank schon mal für eure Sichtweisen, Erklärungen und Ideen.


    LG
    Naima

  • Und was mir noch so durch den Kopf schwirrt... wer ist dieser angebliche neue Büroleiter? Ein Schauspieler der von seinem Schwiegervater engagiert wure? Er erzählt Marc ja, dass dieses Mädchen Selbstmord begangen hat, obwohl Marc der Auffassung ist, dass er es verhindern konnte. Dies finde ich eine sehr unrealistische Stelle des Romans, da so ein Vorfall doch sicher auch im Radio oder Fernsehen zu sehen gewesen wäre und so Marc bestimmt schnell begriffen hätte, dass er in eine Intrige verwickelt ist...

  • So, das wars dann auch schon mit dem Buch. Irgendwie hab ich für die drei Fitzeks die ich bislang gelesen habe, nie länger als ein Tag gebraucht, sehr erstaunlich :wow


    Trotz anfänglicher Schwierigkeiten bin ich noch gut rein gekommen und bin im alles in allem ganz zufrieden mit der Lösung. Etwas unrealistisches war das ganze zwar schon, aber immer war es ganz schlüssig erklärt soweit.


    Mit dem Tod von Marc bin ich nicht so recht zufrieden, aber was anderes hab ich nicht erwartet. Die männlichen Hauptcharas haben bei Fitzek ja eher geringere Überlebenschancen :chen

    :lesend
    Rachel Aaron - The Spirit Rebellion
    Patrick Rothfuss - Der Name des Windes
    Stefan Zweig - Sternstunden der Menschheit

  • Wow, war das ein Ende. Ich muss gestehen, ich war im ersten Moment sprachlos und musste es erst mal sacken lassen. Normalerweise schreibe ich ja gleich was dazu, damit ich das Buch für mich als erledigt betrachten kann. Aber das ging hier einfach nicht.


    Normalerweise sind mit dem Ende des Buches alle Fragen geklärt. Hier musste ich erst mal meine Gedanken sammeln und es blieben trotzdem noch Fragen offen. Was war Einbildung und was Realität? Da der Sohn von Marc ja später Emma besuchen geht und ihr das Bild zeigt, muss Emma Realität gewesen sein.


    Für mich habe ich jetzt folgenden Schluß gefunden. Im Prinzip ist ja alles Realität, der Unfall, das Constantin ihn von der Polizei abholt, die Flucht mit Emma. Einige Dinge sind in der Realität aber von Constantin, Sandra und Benny inszeniert ... der Tod von Sandra, der Identitätsverlust von Marc, die daraus folgenden Irrungen und Wirrungen.


    Aber, als die ganze Geschichte erzählt wird, sind es nur Erinnerungen, weil Marc im Sterben liegt. Was ich nicht verstehe, der Prolog mit Marc bei Professor Haberland, ebenso das Ende was ist das jetzt? Erinnerungen eines Sterbenden? Kann ja irgendwie auch nicht sein, oder? Aber wie soll Marc bei Haberland landen, wenn er vom Dach gestürzt ist?


    Fragen über Fragen. Ich hätte auch nie gedacht, das ich mit meinen Fragen zum vorletzten Teil in die richtige Richtung gedacht habe, aber doch komplett daneben gelegen habe. Mir ist auch noch nicht klar, warum man Marc so in die Irre führt. Er scheint sich ja noch nicht krank zu fühlen, hätte also noch Zeit für eine Lebertransplantation. Es würde ja reichen, wenn Benny dem Baby ein Stück seiner Leber spendet.


    Und wenn Benny so wichtig für das Überleben des Kindes ist, warum legt er sich noch mit Valka an? Die Gefahr war doch groß, das Valka Benny abmurksen läßt, dann wäre alles umsonst gewesen.


    Was mir bei den Fitzek Büchern immer gefällt, das er nachher noch Sachen fürs Internet anbietet. Sei es den Hinweis auf seine Mailadresse oder seine Homepage, oder wie in diesem Buch die Anfrage wegen des Amnesieexperimentes. Wobei ich mir da noch nicht sicher bin, was einem da erwartet oder ob die Seite existiert. Ich mag das aber auch nicht ausprobieren. :-]
    Und die ausführlichen Danksagungen an alle möglichen Leute finde ich super.


    Mit der abschließenden Rezension warte ich noch. Ich bin mir noch nicht sicher wie ich das Ende einsortieren soll für die Bewertung.

    Kein Buch ist so schlecht, dass es nicht auf irgendeine Weise nütze.
    (Gaius Plinius Secundus d.Ä., röm. Schriftsteller)

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