Hausbau?!

Die tiefgreifenden System-Arbeiten sind soweit abgeschlossen. Weitere Arbeiten können - wie bisher - am laufenden System erfolgen und werden bis auf weiteres zu keinen Einschränkungen im Forenbetrieb führen.
  • :lache
    Ne, is klar...


    So die ersten Bankinfoeinholtermine sind jetzt heute gelaufen.
    War alles recht positiv und hat mir ein paar meiner Sorgen schon mal nehmen können.
    Als nächstes hat jetzt der Mr. den Notartermin für die Schenkung des Grundstücks, da hab ich ja nix mit am Hut erstmal.
    Und dann der nächste Termin beim Architekten für die Feinabstimmung. :-]


    Daß solche Dinge wie Vorkaufsrecht, "Hausgeld", Rücklagen für Reparaturen und co abgesprochen werden müssen ist klar. Das funktioniert natürlich ohne fremden Hausverwalter.



    Auf jeden Fall waren die Gespräche bei den beiden Banken heute schon mal sehr interessant und hilfreich. Vorallem der Herr bei der Commerzbank hat sich sehr viel Zeit für wirklich jede unserer Fragen genommen und konnte auch sehr gut erklären, so daß sogar der Mr. alles verstanden hatte. Dem wuchsen nämlich, wenn ich nur die Worte Zins, Darlehen oder ähnliches in den Mund genommen habe Fragezeichen aus dem Kopf. Wie will ich auch was erklären, was ich selbst nur mit Mühre begreife...
    Naja, war auf jeden Fall schon mal ganz informativ, was so möglich ist und was eben nicht.


    Jetzt gehts an die Planung, ich freu mich schon. :-]

  • Zitat

    Original von Babyjane
    Jetzt gehts an die Planung, ich freu mich schon. :-]


    Mach mal. Mir hat das damals auch Spaß gemacht. Erst das Verhandeln mit den Banken, dann das Planen und Aussuchen. Und schließlich die Arbeiten, die wir auch selbst machen konnten. Stressig fand ich das jetzt nicht, allerdings hatten wir auch Glück mit unserem Architekten und den Firmen, die wir beauftragt haben. Bevor das Hausbauerunheil über uns hereinbrechen konnte, war das Haus fertig. :-)

  • Mich hat das mit den Banken jetzt echt gestreßt, weil es halt um Dinge geht, von denen ich definitiv wenig Ahnung habe und ich mich halt auf die Beratung von mehr oder weniger Fremden ziemlich verlassen muß. Dieses Abwägen, wem glaube ich was und wer will nur was verkaufen, das fand ich streßig.
    Jetzt wirds locker, der Mr. ist Schreiner, der Architekt ein Freund der Familie und auch sonst sind wir Handwerkermäßig gut versorgt, da ist immer wer, dem man vertraut, der einen beraten kann. Das seh ich entspannt.


    Jetzt gehts erstmal an einen wirklichen Kostenplan und halt die exakte Planung. Mal sehen, was von unseren Vorstellungen da möglich ist und was nicht.


    Witzig war heute allerdings, daß die Bausparverträge vom Mr. einen schlechteren Zins anbieten, als das normale Bankendarlehen. Der Banker meinte, das hätte er bisher noch nicht erlebt... :rofl

  • Zitat

    Original von Babyjane
    Witzig war heute allerdings, daß die Bausparverträge vom Mr. einen schlechteren Zins anbieten, als das normale Bankendarlehen. Der Banker meinte, das hätte er bisher noch nicht erlebt... :rofl


    Dann scheint der Banker noch nicht lange im Geschäft zu sein. Es gibt Bausparverträge mit hoher Einlageverzinsung und hoher Darlehensverzinsung und eben auch das Gegenteil. Beim Abschluß eines Bausparvertrags hat man immer mehrere Optionen. Wenn zum Zeitpunkt des Abschlusses gerade eine Hochzinsphase herrscht, wirken die Zinssätze in späteren Phasen völlig überhöht.


    Ihr könnt doch einfach das angesparte Geld rausziehen und den Darlehensanspruch ruhen lassen - das ruhen lassen geht allerdings meist nicht allzu lange. Eine andere Option ist den Vertrag zu teilen, um eine Reserve für später mit einem dann vielleicht attraktiven Zinssatz fürs Darlehen zu behalten.


    Als ich vor :chen 26 Jahren :chen meine Sparkassenausbildung absolvierte, lag der Zinssatz bei 12 % für Wohnungsbaudarlehen - das kann man sich heute gar nicht mehr vorstellen. Vor 16 Jahren kauften wir unser Haus mit einem Darlehenzins (nach langen zähen Verhandlungen) von 7,3 %. Gerade haben wir ein Darlehen für Energetische Sanierung von sage und schreibe 2,05 % beantragt - da lohnt das Ansparen fast nicht mehr, wenn man die Inflationsrate (ca 1 %) plus die eingesparte Energie bedenkt.

  • @ Ijsjoeckl
    Ich denke der Banker wollte lediglich ausdrücken, daß das Zinsniveau derzeit ein sehr niedriges ist.
    Wenn ich mir überlege, jetzt ein Darlehens-Angebot vorliegen zu haben, von weniger als 2,9 Prozent Zins und dann auf die Bausparverträge gucke, die beim Mr. teilweise sogar noch fast 5 % Darlehnsverzinsung haben, dann finde ich das schon sehr krass.
    Wir werden vermutlich das Guthaben auszahlen lassen und als Eigenkapital heranziehen, aber das müssen wir alles noch mal durchrechnen, da dachte man damals so klug zu sein, mit seinen ganzen Bausparsachen und jetzt kann man sie gar nicht so brauchen, wie man dachte.
    Meiner hat übrigens 1,75 Prozent... sprich alles richtig gemacht. :lache

  • Ich frage mich gerade, wozu man Leute für die Bauüberwachung bezahlt, wenn man sich dann doch um jeden Dreck selber kümmern muss und es Phasen gibt, wo nüscht klappt... Das soll keine Nullachtfünfzehn-Bude werden sondern ein Passivhaus :fetch Mache mir grad echt Sorgen.
    Mein Mann wird wohl Recht haben. Bei der Suche nach einem kompetenten Partner für den Bau kannst du es heutzutage nicht gut oder schlecht treffen. Nur schlecht oder ganz schlecht. Also eine Frage der Schadensbegrenzung. Und den Freunden, die alles allein gemacht haben, ist von all dem auch nicht wirklich viel erspart geblieben.


    Augen zu und durch.
    Und am Ende nen spitzen Bleistift, damit man auch nur das bezahlt was geleistet wurde. Herrliche Welt.

  • Zitat

    Original von Babyjane
    Du machst mir Mut... *schnief*


    Ach iwo, jede Baustelle ist anders :-] Und bei euch wird alles klappen, versprochen :-]


    Mir haben viele Leute gute Nerven gewünscht. Wollte es nicht glauben. Bei UNSEREM Vorhaben würde alles halbwegs reibungslos laufen, so wie wir es wollen... Pustekuchen.
    Aber ich kann dich trösten, es geht noch schlimmer. Es gib richtigen Pfusch, so richtigen, und bis jetzt konnte dieser noch verhindert werden. Schlimm wirds, wenn das Kind nimmer zu retten ist weils schon im Brunnen liegt.


    Könnte grad von morgens bis abens nur Brechen, und das hat nix mehr mit der Schwangerschaft zutun...


    Ich kann dir Folgendes mitgeben.
    Bei sämtlichen Dingen die ihr aus der Hand gebt, auch wenns an Freunde geht: immer mit drübergucken.
    IMMER ALLE KONTROLLIEREN... Egal wie klein die Leistung ist.
    Wenn mein Mann nicht immer geschaut hätte, hier wäre schon so einiges in der Frühphase an den Baum gegangen. Und da bezahlen wir Leute für. Eigentlich. Mal sehen wie es am Ende aussieht wenn abgerechnet wird.
    Alles wird gut. Sagt mein Mann...

  • Was ist eigentlich mit dem deutschen Handwerk los? Man kann hinhören und hinsehen wo man will - es ist viel Unvermögen unterwegs und das zu hohen Preisen.


    Als wir unser Treppenhaus renoviert haben, habe ich tatsächlich 3 Maler verschlissen - normal ist das nicht.


    Bauunternehmer können noch mal ne Nummer schlimmer sein.


    Mir ist mittlerweilen ziemlich egal wieviel Geld der Handwerker verlangt, das allerwichtigste ist eine gute Reputation. Ich nehme nur noch Leute, die bei Freunden sehr gute Arbeit abgeliefert haben und mir kompetent erscheinen. Obwohl auch das nicht zu 100 % auf die nächste Aufgabe übertragbar ist (sh Maler Nr 3).

  • Zitat

    Original von Isjoeckel
    Mir ist mittlerweilen ziemlich egal wieviel Geld der Handwerker verlangt, das allerwichtigste ist eine gute Reputation.


    Diese Erfahrung habe ich auch gemacht. Wir haben ausschließlich Handwerker aus dem Ort oder der nahen Umgebung ausgewählt und uns auf deren guten Ruf gestützt. Das hat sich absolut ausgezahlt! Da war ich auch gern bereit, gutes Geld für gute Arbeit zu bezahlen. Die Handwerker leben quasi von ihrem guten Ruf. Ich kann zwar bei schlechter Arbeit am Ende Geld zurückhalten aber nichts ist in einem kleinen Ort wie unserem so tödlich, als wenn ich morgens beim Brötchenholen erzähle, dass der Klemptner oder der Elektriker am Bau pfuschen.
    Vor 4 Jahren haben wir dann mehrere Dachgauben einbauen lassen und dafür auch wieder die Handwerker genommen, die wir auch schon vom Hausbau her kannten. Der Zimmermann hatte noch die alten Sparrenpläne (es ist nicht selbstverständlich, dass die Unterlagen so lange aufbewahrt werden) und der Dachdecker hat uns wertvolle Tipps gegeben, wie wir die Ritzen zwischen Fensterrahmen und Dämmung nacharbeiten können. Die Fensterbaufirma war eine andere, als beim Hausbau und nicht ganz so gut, die hatten nämlich die Abschlüsse nicht sauber gearbeitet. Dank des Dachdeckers haben wir jetzt aber alle Zwischenräume ordentlich gedämmt und eine an allen Ecken sauber geklebte Dampfsperre.

  • Alles schön und gut- aber es wurde ganz richtig bereits weit, weit oben erwähnt- nach jedem Gewerk einen ordentlichen Gutachter vor der Abnahme, möglichst so was wie den Innungsmeister- kostet zwr Geld, spart aber letztlich Gerichts - und Anwaltskosten und reduziert diese auf etwa 10% der Bausumme, sonst müssen 15% eingeplant werden.

  • Man kann ja das eine tun, ohne das andere dafür zu lassen. Den Gutachter hatte ich auch schon empfohlen. Wenn man dann zusätzlich bei der Firmenauswahl nicht nur allein auf den Euro achtet, kann man mögliche Schwierigkeiten vielleicht noch weiter reduzieren. ;-)


    Da BJ schon erwähnt hat, dass ihr Mr. nicht ganz ahnungslos ist und viele Freunde auch Handwerksberufe ausüben ist das in ihrem Fall schon eine gute zusätzliche Absicherung und auf jeden Fall qualitativ hochwertiger, als wenn nur Hobbyhandwerker am Start wären.

  • Zitat

    Original von Idgie
    Man Wenn man dann zusätzlich bei der Firmenauswahl nicht nur allein auf den Euro achtet, kann man mögliche Schwierigkeiten vielleicht noch weiter reduzieren.


    Das haben wir auch gedacht.
    Lieber ein paar Euro mehr ausgegeben, und dann ist es ordentlich. Wenn wir nicht davon ausgegangen wären, dass das läuft, hätten wir uns nicht drauf eingelassen. Haben uns die Entscheidung für unsere Partner ja nicht leicht gemacht. Naja. Kamen ein paar unglückliche Faktoren zusammen. So dumm wie es manchmal kommen kann, kann man gar net immer denken...


    Wir bezahlen eine Firma für die Bauüberwachung. Scheinbar muss nun doch noch jemand zusätzlich her, der die Bauüberwachung überwacht. Ein Irrsinn...

  • @ Flöt,
    da scheint ja einiges schief zu laufen bei euch. Wie ärgerlich.


    Wir haben jetzt Freitag den nächsten Banktermin, beim Architekten sollen wir uns nächste Woche noch mal melden hat er gesagt.


    Warten ist ganz schön doof... :rolleyes

  • Sind gerade dabei, alles noch in die Bahnen zu lenken.
    Müssen halt wirklich jeden Pieps schriftlich machen um uns abzusichern. Auf irgendwelche mündlichen Zusagen verlassen wir uns nicht mehr. Waren da wohl auch etwas zu blauäugig.
    Aber an Pfuscher oder Abzocker wie man sie manchmal im Fernsehen sieht, sind wir eigentlich nicht geraten. Ein paar blöde Faktoren liefen zusammen für die Baufirma. Schenken werden wir trotzdem keinem was. Wir verschulden uns schließlich bis ultimo, da bezahl ich auch nur die Leistung die ordentlich erbracht wurde. Aber sieht aus als wäre auch unseren Partnern sehr daran gelegen, es ordentlich zu einem Ende zu bringen. Ich bin mal gespannt.

  • EXTREM WICHTIGER Standardtipp, falls ich es hier noch nicht erwähnt haben sollte:


    Hausbau ist der Scheidungsgrund Nr.1 in Deutschland. Grund ist, dass vom Moment der Entscheidung über die Frage Standortwahl, Bauplatzkosten, Finanzierung, Architekt und, und und.... die Kommunikation zwischen den Liebenden fast ausschließlich über den Bau läuft und nach fünf bis sieben Jahren, wenn das letzte Bild an der Wand ist und der letzte Vorhang hängt, derselbe für die Beziehung fällt, weil die Partner sich auf einmal nichts mehr zu sagen haben. Daher EXTREM WICHTIG : In die Baufinanzierung muss genug Luft für ausreichend lange gemeinsame Urlaube eingeplant werden, die auch Urlaub vom Bau sind. Tödlich ist der Satz: Wir bauen jetzt und dafür wird der Urlaub gestrichen. Während des Bauens müssen gemeinsame Erlebnisse außerhalb des Baubereiches, wie Kino, Abende mit Kollegen etc. unbedingt eingehalten und geplant werden. Ein Austausch über die Probleme am Arbeitsplatz ist mindestens so wichtig wie der Nachtrag des Elektrikers.

  • @ Beo
    Aber auch der Alleingang muß gepflegt werden.
    Der Mr. wird schön weiter brav zu seinem Fußball gehen und ich brav weiter mein Ballett pflegen. Denn auch Abstand voneinander ist ein wichtiger Punkt.
    Bisher hatten wir uns einmal ganz kurz in den Haaren, weil Besserwisserjane Sondertilgung für Doofe erklärt hat und der Mr. leicht genervt war...
    Wobei in den Haaren schon übertrieben ist, der Mr. ist halt ausm Zimmer und hat mir nen Vogel gezeigt und gefragt, seit wann ich denn BWL studiert hätte... :lache :rolleyes

  • Wir haben ja das (150 Jahre alte) Haus gekauft, in dem wir seit vielen Jahren wohnen. Nun stelle ich fest, dass ich extreme Schwierigkeiten habe, Aufgaben zu deligieren. Heute etwa soll der Heizungsmensch kommen, und einige Heizkörper abbauen, da der Vorbesitzer die Wohnung mit Heizkörpern zugepflastert hat, die wir noch nie benutzt haben.
    Anstatt entspannt der Dinge zu harren, mache ich mir nun eine Platte, wie der das nun hinkriegt, was schief gehen kann, ganz allgemein, ob der das kann, ich könnte es nämlich nicht.
    Wenn ich mir nun vorstelle, ich müsste ein ganzes Haus bauen, also bei sämtlichen Gewerken mich auf die Kompetenz der Handwerker verlassen :wow

    Menschen sind für mich wie offene Bücher, auch wenn mir offene Bücher bei Weitem lieber sind. (Colin Bateman)