Das Silmarillion - John R. R. Tolkien

  • Zitat

    Original von RATTENTOD
    was für ein brief?


    derjenige von Tolkien an Waldman, den delfin beschrieben hat:


    Zitat

    Er wurde 1951 geschrieben, als "Herr der Ringe" fertig geschrieben war, es aber Unstimmigkeiten über die Form der Veröffentlichung gab. Milton Waldman ist ein Freund Tolkiens und war zu der Zeit Herausgeber bei Collins. Tolkien hatte darauf bestanden, dass das Silmarillion und Herr der Ringe gemeinsam als ein langer Epos veröffentlicht werden sollte. In dem Brief verteidigt er seine Sichtweise und man erfährt viel darüber, warum er seine Welt so konzipiert hat.


    @Delfin:


    Ich hab neben dem sil und und dem hobbit in der schwarzen ausgabe sowohl eine einbändige herr der ringe von harpercollins wie auch die dreibändige schwarze...sie war einfach zu schön, ich musste sie haben...auch die biographie von carpenter habe ich in dieser schwarzen ausgabe...da macht das lesen gleich doppelt spass...
    grüsse

  • Hi!


    Ah, den Thread hier habe ich ja ganz übersehen. Ich habe "Das Silmarillion" vor viiiielen Jahren gelesen, mich durchgebissen und war hellauf begeistert. Hat mir sogar fast besser gefallen als HdR. An Details kann ich mich kaum noch erinnern, ich weiß nur noch daß es mir Feanor schwer angetan hat und ich mächtig stolz darauf war, daß ich die Namen seiner 7 Söhne aufzählen konnte. :-]
    Und es war interessant, mal ein bißchen was über die Geschichten zu lesen, die in HdR als Legenden vorkommen.


    Die literarische Leichenfledderei, die man Christopher Tolkien hier vorwirft halte ich für ungerecht. Interpretationen hatte ich in meiner (deutschen) Ausgabe auch keine, spielt aber auch keine Rolle. Er hat aktiv an der Entstehung von HdR teilgenommen und, wenn ich mich nicht sehr täusche, sogar die Karten gezeichnet. Ich habe ein bisher ungelesenes, aber oft durchgeblättertes Buch mit Briefen Tolkiens, wo das, so wie eine innige Beziehung zwischen Vater und Sohn, klar herauskommt.
    Was er IMO getan hat, war dafür zu sorgen, daß das unvollendete Werk seines Vaters dennoch gewürdigt werden konnte. Und ich habe mich sehr gefreut, zu lesen, daß ihm dabei ein gewisser "Guy Kay" (Guy Gavriel Kay) geholfen hat, einer meiner Lieblingsautoren in der Fantasy, neben Tolkien.


    Bye,


    Grisel

  • J.R.R. Tolkien hat in seinem Essay "Über Märchen" ("On Fairy-Stories") gefordert, dass solche Geschichten vollständig in sich abgeschlossen sein müssen, um überzeugend zu sein.
    Deshalb war es für ihn wichtig, die Welt des Herrn der Ringe auch historisch zu vollenden, dazu sollte das Silmarillion dienen, an dem Tolkien bis zu seinem Tod arbeitete.
    Dabei konnte er zwar auf viele längst geschriebene Geschichten zurückgreifen, musste sie aber mit der Geschichte, die der HdR erzählt, in Übereinstimmung bringen.
    So musste z.B. Sauron als Name und Handelnder erst in die alten Geschichten eingebaut werden. Die neuen Gestalten wie Tom Bombadil und die Ents haben es nicht mehr geschafft, wir werden nie die Geschichte der Ent-Frauen erfahren ...
    Christopher Tolkien hat nach seinem Tod die Arbeiten des Vaters geordnet und herausgebracht. Das Silmarillion ist also ein Geschichtsbuch mit einzelnen Geschichten. Und noch dazu unfertig.


    :gruebel Wir haben es also mit Edelsteinen im Rohzustand, in unfertiger Bearbeitung und älteren Kleinoden zu tun, die für das Geschmeide des Silmarils neu aufpoliert und umgeschliffen werden mussten. Das glitzert halt nicht überall gleich hell.


    :-] Mir gefällt Turin Turambar sehr gut, auf die Geschichten der einzelnen Schlachten könnte ich verzichten.


    :wave
    GleichSamm

    Ein Buch zu öffnen, meint auch zu verreisen.
    Heißt mehr noch: sich auf Neuland vorzuwagen.
    Ob seine Worte brechen oder tragen,
    muss sich beim Lesen Satz für Satz erweisen.

    (Robert Gernhardt)

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von GleichSamm ()

  • Es ist schon etwas her als ich das Buch gelesen habe, aber ich fand es ziemlich langweilig und überhaupt nicht zu vergleichen mit "Herr der Ringe".
    Doch hilft das Buch die Geschichte von Mittelerde besser nachzuvollziehen.
    Für herr der Ringe Fans ist das buch unerlässlich, aber
    wer an tolkiens büchern allgemein keinen gefallen findet, sollte auch von diesem Buch die Finger lassen

  • Langweilig wars nicht, mir haben Berens Abenteuer, die Akallabeth und vor allem die Narn der Kinder Hurins am besten gefallen.
    Auch das bild von den misstönig singenden engeln, und Eru Illuvatar, der ihnen sagt: 'da schauts euch an, was für einen mist ihr zusammen gesungen habt', gefällt mir richtig gut.
    Und wie die engel dann als götter un die verpatzte Schöpfung herabsteigen, um den mist doch noch zu retten, aber letztendlich an den menschen scheitern ist ein köstliches philosophisches bild.


    Meine Lieblingsgeschichte, die Narn - id est: Die Kinder Hurins - sind von seinem Sohn anscheinend jüngst weiter zu einem eigenen Wälzer ausgearbeitet worden, und kommen nochmals extra raus. Sie sollen angeblich auch verfilmt werden. Weiss wer was aktuelles drüber???

    DC :lesend


    Heinrich August Winkler: Geschichte des Westens I


    ...Darum Wandrer zieh doch weiter, denn Verwesung stimmt nicht heiter.
    (Grabinschrift F. Sauter )

  • Ich habe mich vor sechs oder sieben Monaten durch das Silmarillion gekämpft (zwischenzeitlich auch gequält...).
    Es ist nicht fesselnd geschrieben, oder unterhaltend, aber ich kann mir auch nicht vorstellen, dass das so sein soll.
    Das Silmarillion gehört zu Mittelerde wie die Bibel zu unserer Welt, und durch die sollte man ja irgendwann auch gelesen haben. Mir hat es letztendlich eine viel schönere Sicht auf den Herrn der Ringe gegeben. Und dass die Vorgeschichte einiger Figuren (wie Galadriel, Elrond, Sauron) erzählt wird, ist toll.
    Aber: Wer den Herrn der Ringe nicht gelesen hat, oder nicht mochte, Finger weg!
    Eny :wave

  • ich fand das buch relativ kompliziert zu lesen. es is vom schreibstil her so total anders als der herr der ringe. während bei dHdR alles so genau beschrieben wird werden im silmarillion ganze schlachten in einem satz beschrieben (was wohl daran liegt dass das buch einen sehr viel längeren zeitabschnitt beschreibt), dass fand ich teilweise etwas verwirrend.
    aber alles in allem sehr informativ. : )

    Nur wer feige ist,
    tötet Liebe durch das Wort allein.
    Für das Messer braucht es Helden
    und ich kann nicht feige sein.
    (Subway to Sally - 'Das Messer')

  • Zitat

    Original von MagnaMater
    Meine Lieblingsgeschichte, die Narn - id est: Die Kinder Hurins - sind von seinem Sohn anscheinend jüngst weiter zu einem eigenen Wälzer ausgearbeitet worden, und kommen nochmals extra raus. Sie sollen angeblich auch verfilmt werden. Weiss wer was aktuelles drüber???


    Ich hab's hier im Regal rumstehen, "Die Geschichte der Kinder Hurins". Ich muss sagen, soooo spannend fand ich es nicht.
    Eine Verfilmung würde mich aber auch interessieren. Deshalb schließe ich mich der Frage an: Weiß jemand etwas genaues?

  • ad Eny: ist wahrscheinlich genauso wie die verfilmung von Gormenghast, auf die ich ohne zefira nie gekommen wär, genausowenig wie die verfilmung von pratchetts gevatter tod, die ich nur zufällig auf der seite vom fanclub fand... peinlich


    und ich finde die narn hat trotz ihrer epischen erzählweise vom inhalt her durchaus potential, genauso wie die geschichte von beren.


    @ chiquita: stimmt, obwohl in der acallabeth die geschichte der ersten königin ganz gut klingt, wird die aufzählung etwas mühsam. Ich mag die nachrichten aus mittelerde eigentlich vom schreibstil her lieber.

    DC :lesend


    Heinrich August Winkler: Geschichte des Westens I


    ...Darum Wandrer zieh doch weiter, denn Verwesung stimmt nicht heiter.
    (Grabinschrift F. Sauter )

  • das stimmt, meine neugier hat mich bis auf die letzte seite getrieben. Und Hurin's kinder fand ich soo traurig, und am schluss musste der arme mann auch noch seine frau am grab seiner kinder begraben... und dann hat das nauglamir auch noch doriath den untergang gebracht ;-(*jammert*

    DC :lesend


    Heinrich August Winkler: Geschichte des Westens I


    ...Darum Wandrer zieh doch weiter, denn Verwesung stimmt nicht heiter.
    (Grabinschrift F. Sauter )

  • hab es oben stehn und angefangen zu lesn aber dann kamen immer wieder neue bücher und da hab ich es einfach vergessen :-(!





    vlg


    *maike*

    »Diese Geschichte ist authentisch. Ich kann es bezeugen, denn es ist mir passiert. Inmitten der Hölle hat meine Mutter für mich einen Garten Eden geschaffen.« Raphael Sommer

  • Welches ist den die beste deutsche Übersetzung?


    Ich habe das Buch, wie den kleinen Hobbit, nach dem ersten HdR Hype Anfang der 8ziger in Englisch gelesen und weiß nur noch, dass das sehr anstrengend war, obwohl ich damals noch sehr regelmäßig Bücher in englisch gelesen habe, jetzt könnte ich mich mit diesem Buch bestimmt nicht mehr als quälen.

  • Ich fand das buch in Ordnung.
    Beim ersten Mal lesen konnte ich nur fast keine Namen behalten. Nachdem ich des aber dann nochmal gelesen hab. Fand ich es echt gut.


    Was Tolkien alles eingefallen ist. Wahnsinn. Eine Welt und ihre Geschichte so detailgenau zu entwerfen ist einfach bemerkenswert.

    Nenne dich nicht arm, weil deine Träume nicht in Erfüllung gegangen sind; wirklich arm ist nur, der nie geträumt hat. - Marie von Ebner-Eschenbach

  • Ich hab das Buch jetzt zum dritten Mal gelesen. Mittlerweile hab ich einen echt guten Überblick über die vielen Namen.
    :wave

    Nenne dich nicht arm, weil deine Träume nicht in Erfüllung gegangen sind; wirklich arm ist nur, der nie geträumt hat. - Marie von Ebner-Eschenbach