21 Tote und über 500 Verletzte auf Loveparade

  • Zitat

    Original von Voltaire
    Der OB Sauerland kann doch auch gar nicht zurücktreten, was würde man ihm mit einem Rücktritt auch zumuten - verlöre er doch dann seinen Pensionsanspruch. Also muss er noch so lange im Amt bleiben, bis ein Pensionsanspruch besteht. :wave


    :write :write :write


    *ironiemodus ein* wie kann man auch nur erwarten, daß Politiker zumindestens den Anstand besitzen, für ihre Entscheidungen verantwortlich zu sein, wenn im mindesten Sinne auch nur moralisch und dann daraus auch die Konsequenzen zu ziehen *ironiemodus aus*

    :lesend Stefanie Stahl - Das Kind in Dir muss Heimat finden

    :lesend Jean Luc Bannalec - Bretonisches Vermächtnis


    Es ist besser eine Kerze anzuzünden, als die Dunkelheit zu verfluchen (Konfuzius)

  • Wenn es möglich wäre moralisch zurückzutreten, wäre das einfacher. wenn dabei aber die gesamte Altersversorgung flöten geht, da gilt dann wieder der alte Spruch vom Buch der Bücher: Wer von Euch ohne Schuld ist der werfe den ersten Stein. Ich weiß nicht wie jung du bist oder ob du an Altersvorsorge schon denkst, aber der ann war vorher Lehrer und auch dies Pensionsansprüche wären perdu. Ein harter Tobak für eine bloße Geste von Moral Verantwortung zu übernehmen, wenn man überzeugt ist nichts falsch gemacht zu haben- und der Beweis des Gegenteils steht allen Mediensprüchen zum Trotz noch (?) aus.

  • Zitat

    Original von beowulf
    Wenn es möglich wäre moralisch zurückzutreten, wäre das einfacher. wenn dabei aber die gesamte Altersversorgung flöten geht, da gilt dann wieder der alte Spruch vom Buch der Bücher: Wer von Euch ohne Schuld ist der werfe den ersten Stein. Ich weiß nicht wie jung du bist oder ob du an Altersvorsorge schon denkst, aber der ann war vorher Lehrer und auch dies Pensionsansprüche wären perdu. Ein harter Tobak für eine bloße Geste von Moral Verantwortung zu übernehmen, wenn man überzeugt ist nichts falsch gemacht zu haben- und der Beweis des Gegenteils steht allen Mediensprüchen zum Trotz noch (?) aus.


    Wenn Herr Sauerland vorher Lehrer gewesen ist, dann hätte er sich für seine Zeit als OB beurlauben lassen können und würde so seinen Pensionsansprüchen als Lehrer nicht verlustig gehen. Hat er sich aber entlassen lassen, so würde er für die Zeit als Lehrer und als OB in der Rentenversicherung nachversichert werden. Insofern käme er nach Vollendung des 65./67. Lebensjahres in den Genuss eines ganz normalen Rentenbezuges.

    Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst. (Evelyn Beatrice Hall)


    Allenfalls bin ich höflich - freundlich bin ich nicht.


    Eigentlich mag ich gar keine Menschen.

  • Zitat

    Original von beowulf
    Muß ich dir den Unterschied zwischen Rentenansprüchen und Pension erklären? Eher doch nicht. Wie war der Spiegeltitel über die wahren Reichen in Deutschland nochmal?


    Das musst du nicht.
    Scheidet ein Beamter aus dem Beamtenverhältnis aus, so ist er von seinem Dienstherrn nachzuversichern. In diesem Falle muss der Dienstherr nicht nur den Arbeitgeberanteil sondern auch den Arbeitnehmeranteil zur Rentenversicherung übernehmen. Eine solche Nachversicherung (Rentenversicherung) greift beispielsweise dann, wenn der Beamte aufgrund einer Disziplinarverfügung aus dem Dienst entfernt wird.


    Bei Herrn Sauerland liegt die Sache so:


    Tritt er zurück verliert er seine Versorgungsansprüche. Das NRW-Kommunalrecht sieht den Rücktritt eines gewählten Bürgermeisters nicht vor. Sauerland müsste den Regierungspräsidenten um seine Entlassung bitten, verbunden wäre damit auch seine Entlassung als beamteter Lehrer.


    Würde Herr Sauerland aber vom Stadtrat abgewählt, behielte er seinen Versorgungsanspruch und könnte sofort in Pension gehen.


    Lieber Beo, dieses und ähnliche dienstrechtliche Angelegenheiten sind mein täglich Brot...... :wave

    Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst. (Evelyn Beatrice Hall)


    Allenfalls bin ich höflich - freundlich bin ich nicht.


    Eigentlich mag ich gar keine Menschen.

  • Habe heute im Radio die folgende Notiz gehört und aus Ungläubigkeit soeben auch im Netz diesbefüglich gegoogelt und bin auch hier fündig geworden.


    Nachfolgend also ein Zitat aus dem Artikel vom 27.07.2010 - entnommen dem Portal "derwesten.de":


    Zitat

    Frank, besser bekannt als DJ Eisbär, habe heftige Kritik an den Veranstaltern geäußert.
    Er habe bemängelt, dass der VIP-Eingang auch in der kritischen Phase geschlossen blieb, obwohl eine Öffnung die gesamte Situation zumindest ein wenig entlastet hätte.


    DAS lässt mich nur noch den Kopf schütteln :pille





    Quelle: derwesten.de ---> gesamter Artikel ist hier zu finden

    "Man muss die Leute an ihren Einfluss glauben lassen – Hauptsache ist, dass sie keinen haben." Ludwig Thoma :grin

  • Zitat

    Original von Babyjane



    Das Problem ist, daß man zu diesem Zeitpunkt ehrlich gar keine Fakten nennen könnte...
    Aber das Volk begehrt ja nach Antworten, also werden welche gegeben...


    ja klar, da hast du Recht...aber es weiß doch zum Beispiel jeder, was er getan oder eben nicht getan hat. Ob und welche Anweisungen er rausgegeben hat, welche Papiere er unterschrieben hat. Da könnte man doch einfach mal den Mund aufmachen....das wäre dann wenigstens ehrlich. Und rauskommen tuts hinterher (hoffentlich) sowieso.

  • Rauskommen tut irgendwann alles mal- es kann dabei aber wirklich etwas herauskommen, was keiner wissen will- nämlich dass so richtig keiner Schuld hat uund alle ein bischen. Derzeit wollen alle jamanden haben, den Sie virtuell hängen können- einen Anderen um nicht darüber nachdenken zu müssen, welche Shuld sie selber haben. Waren nicht vile Teil des Drucks? Herr Pleitgen kann sehr souverän auftreten und sagt immer brav dazu, dass es ja nicht seine Veranstaltung war und er keine Verantwortung trägt- aber war er nicht wesentliche Repräsentant des Druckes- im Kulturhauptstadtjahr muß so ein Event im Ruhrgebiet stattfinden, auf mich macht er nicht den Eindruck dass er das ernsthaft reflektiert. Alle Medien, alle großen und kleinen Profiteure, von der Bundesbahn bis zum Dönerstand, alle wollen einen hängen sehen als Sündenbock und niemand wills gewesen sein. Ein bischen erinnert mich das an Berthold Brechts "Fragen eines lesenden Arbeiters" Zitat: Caesar eroberte Gallien- ganz allein? Hatte er nicht wenigstens einen Koch bei sich? Zitatende.

  • Zitat

    Original von beowulf
    Rauskommen tut irgendwann alles mal- es kann dabei aber wirklich etwas herauskommen, was keiner wissen will- nämlich dass so richtig keiner Schuld hat uund alle ein bischen. Derzeit wollen alle jamanden haben, den Sie virtuell hängen können- einen Anderen um nicht darüber nachdenken zu müssen, welche Shuld sie selber haben.


    Da muss ich dir mal zustimmen....mit Sicherheit kann man schon bei einigem erahnen, was da falsch gelaufen ist und von wem, aber es muss eben alles noch untersucht werden. Bei so einer Sache gibt es nicht einen einzigen Schuldigen.
    Da bleibt eigentlich nur abwarten :S

  • Zitat

    Original von beowulf
    Rauskommen tut irgendwann alles mal- es kann dabei aber wirklich etwas herauskommen, was keiner wissen will- nämlich dass so richtig keiner Schuld hat uund alle ein bischen. Derzeit wollen alle jamanden haben, den Sie virtuell hängen können- einen Anderen um nicht darüber nachdenken zu müssen, welche Shuld sie selber haben.


    Ich wohne in einer Großstadt in unmittelbarer Nähe zu einem kleinen Stadtpark. In diesem Park sehe ich tagtäglich Hundebesitzer mit ihren Hunden. Weit über die Hälfte der Hundeführer läßt ihre Hunde frei herumlaufen.
    Zu einer Zeit, als diese Debatte um "Kampfhunde" und Maulkorb- und Leinenzwang stattfand, hatte ich den Hund meiner Mutter in Pflege, weil sie im Krankenhaus lag.
    Ich selbst bin und war auch zur damaligen Zeit kein Hundebesitzer und deshalb hatte ich mich wohl nicht genügend informiert.
    Es kam der Tag, da ich "guten Gewissens" den Hund unangeleint mit mir führte. Er fiel weder unter die Kategorie Kampfhund (ein kleiner harmloser Mischling) noch hatte ich ihn auf die Wiese kacken lassen oder ähnliches. Er saß auf dem Gehweg neben mir, während ich mich mit einer Nachbarin unterhielt
    Als ein Ordnungshüter in Begleitung eines Polizisten sich mir näherte, war ich mir sehr sicher, mir nichts zuschulden hatte kommen lassen. Ich war bis zu diesem Augenblick in meinen Augen UNSCHULDIG.
    Umso überraschter war ich, als ich ein Verwarnungsgeld von 35, - Euro entgegen nehmen musste.
    Auf meinen Hinweis, dass am Eingang des Parks keine Schilder ständen, auf denen ersichtlich ist, dass Hunde angeleint werden müssen, entgegnete mir der Polizist, dass man es in der Stadtverordnung nachlesen könne, dass jeder Hund in einer Parkanlage anzuleinen sei. Und jeder Bürger ist dazu verpflichtet, diese Stadtverordnung zu kennen!
    Das Verwarnungsgeld von 35,- Euro betrug für mich damals, als AlG II Empfänger, 10% meines Gesamtvermögens.


    Ich habe es so hingenommen und bezahlt, obwohl ich mit meinem Finger auch auf die anderen Hundebesitzer hätte zeigen können, die es mir nicht besser "vorgelebt" haben, oder auf meine Mutter, die mich als "wissende" Hundebesitzerin nicht besser aufgeklärt hat oder auf die Stadt, die keine eindeutigen Schilder aufstellt und darauf vertraut, dass sich jeder Bürger mit der Stadtverordnung auseinandersetzt.
    Aber letztendlich hab ich mir gesagt, ich war halt etwas naiv und unwissend. Und Unwissenheit schützt bekanntlich nicht vor Strafe ;-).Selbst wenn täglich tausend Hunde unangeleint über diese Weise laufen, muss ich mich als Bürger schlau machen, ob das, was geduldet wird, auch wirklich gesetzlich erlaubt ist. VORHER!! Denn nachher ist es zu spät.


    Und wenn es als Bürger meine Pflicht ist, mich vorher zu informieren, so gilt das selbstverständlich auch für einen Veranstalter und Bürgermeister.


    Auch wenn ich in meinem kleinen bescheidenen Horizont nichts falsches getan habe .... es schützt mich nicht vor Schuld und Strafe.


    Übrigens sind die Videos auf auf diesem link:


    Achtung! Diese Videos sind die Realität und wer das nicht verkraften kann, sollte sie lieber nicht ansehen!


    http://www.crankworld.de/archives/1125


    Sehr schockierend und sehr informativ. Zumindest kann danach niemand mehr der partygeilen Jugend die Schuld in die Schuhe schieben.



    Jemand war verantwortlich für diese Situation, aber gewiss nicht die Beteiligten, wie uns die Verantwortlichen der Pressekonferenz gern glauben machen wollten:


    von Schmeling: "Eine Massenpanik ist ein wertender Ausdruck über den Umfang des Geschehens. Mein persönlicher Eindruck bestätigt eine Massenpanik NICHT."


    Wenn es keine "wirkliche" Massenpanik gab, so ist es nur den Beteiligten zu verdanken, dass sie nicht in dem Umfang stattfand, wie sie sich unter diesen (organisierten und geplanten) Bedingungen hätte ergeben können.


    Wolfgang Rabe: Wir haben ein ausgeklügeltes System entworfen, um unmittelbar an jeder Stelle sofort weitere Zu- und Abgänge zu schaffen, auch dieses ist durch Sachverständige geprüft worden.




    Übrigens haben alle Beteiligten der Pressekonferenz auffällig vom Blatt abgelesen. Das wirkt für den Normalbürger sehr gestellt, da man als Normalbürger davon ausgeht, dass alle Beteiligten Reden vor der Öffentlichkeit "gewohnt" sind und deshalb auch frei hätten sprechen können. Es sei denn, sie hätten etwas zu verbergen und wären deshalb



    Edit: Sorry, während meiner Recherchen habe ich wohl unabsichtlich den "Beitrag speichern" Button angeklickt ...


    ...ich denke jeder von euch hat diese denkwürdige Pressekonferenz mittlerweile gesehen und kann sich seinen Teil dazu denken ...

  • Ich hoffe, alle die jetzt ihre Betroffenheit zeigen und Veränderungen fordern, handeln in möglichst vielen Bereichen danach, was sich der Vater eines der Opfer wünscht: Dass die Sicherheit und das Wohlergehen des Einzelnen (wieder?) mehr im Vordergrund steht.


    Ich denke mir schon die ganze Zeit: warum haben die Politiker, die ihre (mit Sicherheit ehrliche! das bezweifle ich nicht) Betroffenheit zeigen, nicht den Arsch in der Hose um auch für mehr Sicherheit im Straßenverkehr zu sorgen? Und warum hat das Volk, dass ebenso ehrliche Betroffenheit zeigt immer so große Angst davor, dass es für ein Mehr an allgemeiner Sicherheit etwas von seiner Autofahrer-Freiheit aufgeben müsste. Aber da geht es den einen um Wählerstimmen und den anderen um ihre persönliche Freiheit.


    Wir hatten 2008 3.035 Tote im Straßenverkehr und 275.679 Verletzte. Aber davon spricht niemand. Das ist Alltag. Daran haben wir uns gewöhnt.


    Da werden auch viele getötet oder verletzt, weil ein anderer meint, er muss zu seinem persönlichen Vorteil handeln. Genau wie jetzt manche, die mit dem Unglück in Duisburg in Zusammenhang stehen.


    Aber ich bin mir sicher, dass alle ihr Gewissen mit neuen Vorschriften bei Massenveranstaltungen beruhigen und die alltägliche Gefahr im Straßenverkehr (ja, die geringer ist als in anderen Ländern und ja, die seit Jahren sinkt) gleich bleibt.


    Der Wunsch des Vaters eines Opfers wird nur im Bezug auf Massenveranstaltungen verstanden werden und dann wird wieder zum Alltag übergegangen.

    Ronja



    "Braucht's des?!"
    (Gerhard Polt)

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 Mal editiert, zuletzt von Ronja ()

  • Du legst aber den Finger auf die Wunde an der richtigen Stelle- die zu der Frage führt WAS? Was soll ein Politiker machen gegen individuelles oder auch mal kollektives Fehlverhalten, gegen betrunkene oder unter Drogen stehende Autofahrer, gegen Menschen, denen ihr eigenes Vorwärtskommen so wichtig ist, dass mit 280 über die Autobahn oder mit 120 durch die Stadt die ihnen angemessene Fortbewegungsart ist? Wenn sie als Täter identifiziert sind kann man ihnen die Fahrerlaubnis entziehen und wenn sie dann weitermachen sie wegen Fahren ohne Fahrerlaubnis auch einsperren- das Problem ist dass zu viele von der Sorte nachwachsen. Was gegen überforderte Ordner, gegen Menschen in Uniform, die sich hinter ihrer Unzuständigkeit verstecken, gegen Massenmedien, die die Bevölkerung anstacheln, dass bestimmte Genehmigungen unbedingt zu erteilen sind? WAS?

  • Zitat

    Original von beowulf
    Du legst aber den Finger auf die Wunde an der richtigen Stelle- die zu der Frage führt WAS? Was soll ein Politiker machen gegen individuelles oder auch mal kollektives Fehlverhalten, gegen betrunkene oder unter Drogen stehende Autofahrer, gegen Menschen, denen ihr eigenes Vorwärtskommen so wichtig ist, dass mit 280 über die Autobahn oder mit 120 durch die Stadt die ihnen angemessene Fortbewegungsart ist?



    Da gibt es schon Einiges, das wenigstens etwas helfen würde. Viel, viel höhrer Strafen. Unsere Strafen schrecken überhaupt kein bißchen ab. Mehr Kontrollen. Ja, ich weiß, wir haben leider kein Geld um mehr Polizei dafür abzustellen. Aber ein paar mehr Blitzer könnten schon etwas helfen. Und trotzdem: So viel Kontrollen wie möglich. Ein Strafe aussprechen ohne Konsequenzen bringt nichts.


    Andere Länder, in denen viel weniger Verkehr herrscht auf viel mehr Wegstrecke haben viel höhere Strafen und existieren trotzdem weiter. (Siehe Norwegen etc.).


    Mehr Aufklärung!


    Klar erreicht man damit nicht jeden der Deppen, aber vielleicht rettet man damit wenigstens ein paar Leuten das Leben.


    In Deutschland hat sich die Stimmung gegenüber dem Zigarettenkonsum stark gewandelt in den letzten 30 Jahren.


    Aber es wird sich immer noch damit gebrüstet, wie schnell man von A nach B kommt und mit wie vielen Bieren man noch wie gut Auto fahren kann.


    Der Straßenverkehr ist auch eine Massenveranstaltung in der unschuldige Menschen zu Tode kommen.


    Wir sollten uns wirklich nicht nur auf solche Veranstaltungen konzentrieren wie die Love Parade eine war, sondern als modernes, hochaufgeklärtes und hochtechnisiertes Land bitte auch für Sicherheit in Straßenverkehr und in Krankenhäusern sorgen. (Das ist nämlich auch eine Schande, wie viele Menschen dort unverschuldet sterben, weil andere falsch handeln, oder falsch handeln müssen. Aber das ist alles nicht so aufsehenehrregend wie eine einmalige Sache wie die Duisburg, wo im Vergleich zu den anderen offenen Baustellen "nur" 21 Menschen getötet und 500 verletzt wurden.)

  • Zitat

    Original von Ronja


    Der Straßenverkehr ist auch eine Massenveranstaltung in der unschuldige Menschen zu Tode kommen.


    So hab ich das noch nie gesehen...dabei ist der Satz leider nur allzu wahr :(

  • Wie üblich wird die Verantwortung wieder mal bei anderen gesucht.


    Die Polizei ist schuld oder doch lieber die Feuerwehr? Oder noch besser wie wäre es mit dem Veranstalter?? Der muss aber doch wirklich schuld sein. Und wenn alle Stricke reißen, nehmen wir halt den OB von Duisburg.


    Nur, was ist mit der Eigenverantwortung?
    Wenn ich sehe das der Zugang hoffnungslos verstopft ist, die Leute gar nicht mehr umfallen können weil alles dicht ist, keine (oder nur beschränkte) Fluchtwege vorhanden sind, was stelle ich mich dann mitten rein? Bin ich blind oder ignorant oder einfach nur zu zugedröhnt um dem Motto -Mitten drin statt nur dabei- zu fröhnen?


    Wenn ich ohne Helm Motorrad fahre und mir beim Sturz fast das Genick breche, ist das erstmal meine Schuld. Die Hersteller von Helmen zu verklagen weil sie nicht ausdrücklich darauf hingewiesen haben das Fahren ohne Helm gefährlich sein kann, oder den Staat anzuklagen weil die Strafen für Fahren ohne Helm zu niedrig sind ist keine Lösung.


    Aber, es ist der einfachere Weg anderen die Schuld zu geben. Denn einer muss ja bezahlen und das ist in der Regel nicht man selbst.

  • Zitat

    Original von Ronja: Da gibt es schon Einiges, das wenigstens etwas helfen würde. Viel, viel höhrer Strafen. Unsere Strafen schrecken überhaupt kein bißchen ab.


    Zu Problematik "Höhere Strafen verhindern Straftaten" gibt es eine mehr als ausreichende Anzahl von Studien, die zum Ergebnis kommen, dass Straferhöhungen keinen abschreckenden Charakter haben. Leider.




  • :write

  • Zitat

    Original von Salonlöwin


    Zu Problematik "Höhere Strafen verhindern Straftaten" gibt es eine mehr als ausreichende Anzahl von Studien, die zum Ergebnis kommen, dass Straferhöhungen keinen abschreckenden Charakter haben. Leider.


    Soweit ich weiß, traut sich in Norwegen z. B. kaum einer mit Alkohol ans Steuer aus Angst dabei erwischt zu werden, weil die Strafen wirklich hoch sind.


    Aber wie gesagt: man bräuchte eine Mischung aus ordentlichen Strafen, mehr Verkehrsüberwachung (auch in einigen Fällen technisch möglich) (wie gesagt, es müssen auch Konsequenzen folgen) und mehr Aufklärung und ein Umdenken in der Gesellschaft.

  • off topic:
    Meiner Ansicht nach dauert es bei "Intensivtätern" eh zu lange, bis eine angemessene Strafe (nicht nur Sozialstunden, Geldstrafe o.ä.) verhängt wird..


    Deswegen ist bei bestimmten Delikten nicht unbedingt das Umfeld des Täters, dessen schwere Kindheit oder der Grund für die Tat für mich maßgebend, es geht mir bei einer Verurteilung auch nicht um die Resozialisierungschancen des Täters oder Verhinderung einer neuen Tat durch "Läuterung" des Täters, sondern vorwiegend um Opferschutz (der realen Opfer und bei Internsivtätern auch der Schutz möglicher neuer Opfer).


    Nur weil man eine schwere Kindheit hatte, ist man noch lange nicht frei von jeglichen Regeln, Gesetzen oder Verhaltensweisen :nono

    :lesend Stefanie Stahl - Das Kind in Dir muss Heimat finden

    :lesend Jean Luc Bannalec - Bretonisches Vermächtnis


    Es ist besser eine Kerze anzuzünden, als die Dunkelheit zu verfluchen (Konfuzius)

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