Aufenthaltsraum der Medizin-Eulen

  • Da aufgrund dem Husten gerade nicht schlafen kann, köchelt Zwiebeltee auf dem Herd vor sich hin...mir graust es so davor!


    Streifi, Honig geht gar nicht, vertrage ich leider überhaupt nicht, ist also leider keine Alternative. Ich hoffe jetzt auf den Zwiebeltee...


    Edit sagt: Ein Fan werde ich von diesem Gebräu nicht. Es schmeckt nicht ganz so schrecklich wie ich dachte, kann aber auch an der "Schön, dasss es dich gibt" Tasse liegen..., aber wirklich gut schmeckt es auch nicht. Und mir tun die Mädels morgen leid, mit denen ich mich am Mittag zum Kaffee treffen möchte :grin

    Bücher sind eine höchst ergötzliche Gesellschaft. Wenn man einen Raum mit vielen Büchern betritt - man braucht sie gar nicht zur Hand zu nehmen - ist es, als würden sie zu einem sprechen, einen willkommen heißen.
    -William E. Gladstone-

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  • Zwiebeldingens...Bäh!


    Der Thymiantee ist mir gestern ums verrecken nicht eingefallen, den trink ich auch immer neben dem anderen Tee.


    Werd mir bald selber wieder welchen besorgen müssen... :rolleyes


    Gute Besserung weiterhin :wave

  • Ich darf heute zum Spätdienst einspringen.
    Manchmal frage ich mich, ob die Zustände irgendwann mal wieder eine gewisse Kontinuität erreichen oder ob ich mich einfach langsam mal dran gewöhnen soll, mir lieber nichts mehr vorzunehmen :rolleyes...

  • Kenn ich auch Clare, man wird sich wohl dran gewöhnen müssen fürchte ich. Auf jeden Fall denk ich an Dich wenn ich dann auch zum SD trabe... :-)

  • Ich habe mal eine Frage an die Medizin-Eulen:


    Ein Bekannter von uns hat vor etwas mehr als 14 Tagen zwei Bypässe bekommen.
    Er hat die Tage vor der OP relativ viel getrunken (Alkohol!) und trinkt auch sonst gerne mal einen über den Durst.


    Jetzt hat er drei Tage (+-1 Tag, ich weiß es grad nicht mehr genau) eine Flasche Bier zum Abendessen bekommen :wow
    Gut, wir sind hier in (Nieder-)Bayern und da ist alles ein bisschen anders aber das man kurz nach der OP im Krankenhaus (von den Krankenschwestern!) eine Flasche Bier bekommt, finde ich schon sehr merkwürdig...


    Kann mir jemand sagen, ob das normal ist?
    Oder macht man das evtl. wirklich bei Alkoholikern wg. dem Entzug?! ?(

  • Auch wenn ich keine Medizin-Eule bin, sondern nur immer wieder mal hier mitlese, interessieren mich doch die Fragen: Ist Dein Bekannter denn definitiv Alkoholiker? Und kann es sein, daß es alkoholfreies Bier war oder war es wirklich "echtes" mit Alk drin?

    Lieben Gruß,


    Batcat


    Ein Buch ist wie ein Garten, den man in der Tasche trägt (aus Arabien)

  • Zitat

    Original von Batcat
    Auch wenn ich keine Medizin-Eule bin, sondern nur immer wieder mal hier mitlese, interessieren mich doch die Fragen: Ist Dein Bekannter denn definitiv Alkoholiker? Und kann es sein, daß es alkoholfreies Bier war oder war es wirklich "echtes" mit Alk drin?


    Also ob er definitiv Alkoholiker ist, weiß ich nicht genau. Wir sehen ihn nur ab und zu mal... Und von dem Dorftratsch wissen wir, dass er gerne mal trinkt. Aber ob das jetzt regelmäßig ist, weiß ich nicht...


    So viel ich weiß, war es ein "echtes" Bier :-)

  • @ Jasmin
    So wie Du das beschreibst hat der Mann tatsächlich ein Alkoholproblem ( es gibt 5 Abhängigkeitsarten ).
    Wenn diese Pat. sich das nicht eingestehen oder keinen Entzug machen wollen, ist es daher nicht unüblich ihnen "dosiert" Alkohol zu geben um eine sogenanntes Entzugsdelir zu vermeiden. Das macht man normalerweise mit Medikamenten, aber wenn der Pat. das nicht will...
    Wir benötigen dafür das Einverständnis des Arztes und müssen uns den Alkohol für den Patienten verordnen lassen.
    Gerade als ich noch in einer Herzklinik gearbeitet habe war es nicht unüblich, da haben viele Pat. zum Abendessen 1/4l Rotwein o.ä. bekommen.
    Ein Delir ist nie erstrebenswert, schon gar nicht nach einer großen OP wie dieser, denn das kann ganz schnell außer Kontrolle geraten und echt fies werden...Daher wird so vorgebeugt.

  • :wave Huhu,
    gibts unter den Medizin-Eulen auch welche, die sich im Bereich HNO auskennen?

    ...der Sinn des Lebens kann nicht sein, am Ende die Wohnung aufgeräumt zu hinterlassen, oder?


    Elke Heidenreich


    BT

  • Ich bin eine Innere Medizin - Eule, aber hab mal auf einer Station mit HNO-Belegbetten gearbeitet. Um was gehts denn? Vielleicht ist ja noch was hängen geblieben... :-)

  • Zitat

    Original von nofret78
    Ich bin eine Innere Medizin - Eule, aber hab mal auf einer Station mit HNO-Belegbetten gearbeitet. Um was gehts denn? Vielleicht ist ja noch was hängen geblieben... :-)


    schicke Dir mal ne pn :wave

    ...der Sinn des Lebens kann nicht sein, am Ende die Wohnung aufgeräumt zu hinterlassen, oder?


    Elke Heidenreich


    BT

  • Ich muss mich mal ausheulen, in letzter Zeit sterben soviele Patienten die ich so gerne mochte oder bekommen ein schlechtes Ergebnis mitgeteilt. Wie geht ihr damit um?
    Ich sitze hier manchmal in der Küche abends und heule.


    Oder noch schlimmer ich gehe in das Patientenzimmer und habe Tränen in den Augen.


    Bin ich normal? Kann man das irgendwie abstellen??

  • Du bist normal :knuddel1
    Ich hatte neulich eine Situation, die war so menschlich dramatisch, da hab ich am nächsten Tag geheult als ich drüber geredet hatte. Und eigentlich bin ich ne harte Socke, aber das hat mich echt berührt...
    Ich versuche, das nicht so nah an mich heran zu lassen, zuhören : ja, dasein: ja, Hand halten: ja, zur Seite stehen ja, mit nach Hause nehmen : nein.
    Ich versuche mich auch auf der Arbeit emotional abzugrenzen - so gut es eben geht... Ich hatte aufgrund dessen schon mal ein Burn out - mit allem was dazu gehört...Daraus musste ich lernen. Klappt auch so ganz gut für mich.
    Leider hab ich kein Patentrezept... :-( :knuddel1

  • Ach, Frau Schnatter :knuddel1 Natürlich bist du normal! Und jeder geht anders mit solchen Situationen um.
    Ich versuche, genau, wie nofret, mich auf der Arbeit emotional abzugrenzen, bei guten und negativen Situationen.
    Ich habe in den Jahren eine gewisse Distanz aufgebaut, das muss am auch. Sonst geht man selber mit kaputt. Die Patienten bescheinigen mir immer wieder, wie freundlich und liebevoll und geduldig ich bin, was meinem Weg wohl Recht gibt, aber ich leide nicht mehr mit. Dazu gehört für mich auch, dass die Freude eines Pat. über eine Befund z.B. nicht mehr zu meiner Freude, also wirklich persönlich wird, sondern ich eher Anteil nehme und damit gut. Manche meiner Kollegen umarmen schon auch mal bei so einer Freude eine Patientin, die das tun will. Das ist mir zu nah. Wie gesagt, im Positiven wie im Negativen nicht bis ins "Herz".
    Wenn ein Patient stirbt, dann ist das immer ein Verlust, denn viele kennt man seit Jahren. Sie kommen immer wieder, es geht ihnen irgendwann immer schlechter, und dann sterben sie. Für mich ist der Tod nicht das Ende, und er gehört zum Leben. Das hilft mir auch.


    Und auf dem Weg nach Hause mit dem Rad pustet der Wind mir den Kopf frei...


    Schnatterinchen, es gibt kein Patentrezept, da hat nofret so was von Recht!
    Deinen Weg damit klar zu kommen, musst du selber finden.


    Und bevor du allein in der Küche heulst, ruf mich an :knuddel1