'Die Tote von Charlottenburg' -Seiten 083 - 158

  • Bei mir verdichtet sich auch das Gefühl, dass Adrian Henriettes Sohn ist... Die Postkarte aus Davos finde ich wichtig, auch dass es keine Fotos aus der Zeit gibt...

    Und Herr von Malchow lässt schon wieder seine Muskeln spielen, aber Leo ist (noch) relativ unbeeindruckt...

    Und schon 1923 gab es mehr oder weniger offenen Hass gegen die Juden - ich ging bisher davon aus, dass dieser Fleischer, Nathan Sonenszajn, der Vater von "unserem" Sonnenschein ist - bin aber inzwischen etwas unsicher geworden... Wobei: Sonnenschein gefällt mir gut - und Leo scheint seine Arbeit auch zu gefallen, kein Wunder, dass der Kollege etwas eifersüchtig ist...

    Die Versuche an Frauen und Kinder sind schon etwas erschreckend, so ganz legal waren sie bestimmt nicht, vielleicht gab es da eine Grauzone...

    Mich fasziniert immer wieder, wie geschickt die Autorin das Leben in dieser Zeit und in Berlin einfängt, es haben so viele Menschen im Elend gelebt - und trotzdem hört man immer wieder von den "Goldenen Zwanzigern"... Schon allein die Beschreibung der verschiedenen Hinterhöfe erklärt so manches...

    Und Ilse hat sich selbst Arbeit gesucht - toll! Die FrU gefällt mir immer besser...

    Paternostererbse - noch nie gehört - aber ich habe bisher auch noch keinen Giftmord geplant...

    Nochmals: bitte entschuldugt die vielen Tippfehler - so lange Texte am Handy zu schteiben, ist mphsam...

  • Mir kam auch direkt die Idee, dass Adrian Henriettes Sohn sein könnte. Warum sonst sollte Rosa so mit der Karte aus Davos umgehen? Sie hat sie ja nicht wehmütig betrachtet sondern eher mit einem Hintergedanken im Kopf. Außerdem ist die Beziehung zwischen Henriette und Adrian viel zu eng als das da nichts dran sein könnte. Das könnte auch der Fehler sein, den Henriette gerade biegen wollte, als sie sich Hilfe suchend an den Buddhisten gewandt hat. Falls dem so ist, hätte ich es wohl zum Wohl aller dabei belassen, außer es schadet mir selber. Wie sehr ihr das?

    Ich sehr das auch so. Außerdem waren beide Schwestern gleichzeitig in Davos. Klingt also ganz danach, als sollte Henriettes uneheliches Kind als das ihrer Schwester ausgegeben werden. Um darüber hinwegzukommen, hat sie vielleicht die Asienreisen unternommen. Wäre denkbar.

    Adrians Tagebucheinträge laufen auch in diese Richtung.

    Wenn also doch der Mörder eine Mörderin war, wie bei vielen Vergiftungen der Fall, hat vielleicht ihre Schwester Henriette umgebracht, damit sie Adrian keinen reinen Wein einschenkt?


    Diese Versuche an Patienten ist eine Sauerei. Besonders wenn wehrlose Kinder im Speil sind. Hoffentlich kann die Polizei etwas dagegen unternehmen.


    Toll, die Paternostererbse ist wirklich mal eine exotische Mordwaffe. :thumbup:


    Ich freue mich sehr, dass Ilse den Job in der Bäckerei bekommen hat. Vielleicht kriegen die drei es doch hin, das Familienleben irgendwie zu regeln, ohne dass jemand allzu sehr verletzt wird.


    Tja, jetzt wurde am Ende des Abschnitts Dr. Stratow überfallen. Ich war doch felsenfest davon überzeugt, dass Rosa die Mörderin ist. Vielleicht haben die Morde doch etwas mit den Versuchen an den Kindern zu tun?


    Sehr spannend das ganze.

    Die eigentliche Geschichte aber bleibt unerzählt, denn ihre wahre Sprache könnte nur die Sprachlosigkeit sein. Natascha Wodin

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  • Versuche an Menschen ... Das was die Krankenschwester gesagt hat, hörte sich nicht unbedingt nach legal an. Wenn Schwangeren Mittel gegeben werden, die das Ungeborene schaden können ... Letztes Jahr habe ich in Zusammenhang mit einem Roman gelesen, dass es in der DDR auch Medikamentenversuche gab, bei denen die Patienten nicht unbedingt aufgeklärt wurden. Offenbar waren dabei auch westeuropäische und amerikanische Pharmafirmen mit im Spiel.


    Offenbar ist das Gift entdeckt: Paternostererbse, habe ich auch noch nie gehört. Ich denke, es ist in Zusammenhang mit dem Rosenduft verstäubt worden. Ein bisschen verdächtig kommt mir übrigens Henriettes Schwester vor.


    Clara und Leo nähern sich wieder an, zum Glück. Ilse hat sich selbst um einen Job bemüht, auch wenn er wahrscheinlich nur vorübergehend ist.


    Sorgen mache ich mir um Sonnenschein, Jude sein wurde damals zunehmend gefährlich. Geht es euch auch so: Immer wenn ich den Namen lese, denke ich zuerst die Sonne scheint und sehe es direkt vor mir ^^ Ein wirklich schöner Name!


    Was es wohl mit dem Anschlag auf Stratow auf sich hat?

  • Das könnte auch der Fehler sein, den Henriette gerade biegen wollte, als sie sich Hilfe suchend an den Buddhisten gewandt hat. Falls dem so ist, hätte ich es wohl zum Wohl aller dabei belassen, außer es schadet mir selber. Wie sehr ihr das?

    Wem aber sollte es nutzen, wenn sie jetzt auf einmal zugäbe, dass Adrian ihr Sohn ist? Im Grunde würde es allen nur schaden, oder?

  • Ich finde es wirklich schlimm, dass Sonnenschein in dieser Zeit schon kritisch beäugt wird und auch Sonenszejn. Die hängen doch ganz sicher zusammen, oder? Bis heute verstehe ich zwar den Hintergrund des Judenhasses, aber nicht, wie man sowas von einer Religion abhängig machen kann. Im übrigen geht es mit heutzutage mit Muslimen oder sonst wem genauso. Jeder Mensvh ist anders, wenn er einen anderen Glauben hat, ist er doch selber für sein Tun verantwortlich und sollte nicht in Sippenhaft (oder wie auch immer man es nennen mag) genommen werden. Ich werde das nie nachvollziehen können.

    Ich glaube auch, dass Henriette das Gift über das Rosenwasser zugeführt wurde. Aber das muss dann ja jemand sein, der sich auskennt oder ideenreich ist, weil die Tropfen ja zu groß sind. Was ist denn mit Räucherstäbchen? Hat sie sowas nicht auch benutzt? Ich meine das im ersten Abschnitt gelesen zu haben. Ob es eine Frau war? Das wäre doch zu offensichtlich :gruebel


    Die Versuche mit Kindern und Frauen finde ich unglaublich und glaube sofort, dass es tatsächlich so passiert ist. Kinder konnte man neu machen und Frauen sind ja nur dazu da um den Haushalt zu machen und die Kunder zu hüten. Aber wehe, die sind weg, dann jammern sie, wie dieser Bäumer.

    An das Rosenwasser dachte ich schon gleich im ersten Abschnitt, nur was damit versprüht wurde war mi nicht klar. Jetzt schon. Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass es ihre Schwester getan haben könnte. Aus Angst, dass Henriette sich zu ihrem Sohn bekennt? Denn ich bin mir sicher, dass in Davos dieser Kindertausch statt gefunden hat. Sie mussten ja ziemlich lange dort bleiben, zumindest, bis das Kind geboren war.


    Ist Sonnenschein eigentlich dieser Kuba? Ich denke ja, dass Sonenszeijn sein Vater ist und er seinen Namen nur eingedeutscht hat. Das taten ja viele Juden, die vor den Pogromen in Russland und Polen geflohen sind.

  • I

    Tja, jetzt wurde am Ende des Abschnitts Dr. Stratow überfallen. Ich war doch felsenfest davon überzeugt, dass Rosa die Mörderin ist. Vielleicht haben die Morde doch etwas mit den Versuchen an den Kindern zu tun?


    Sehr spannend das ganze.

    Stimmt, da war ich gerade auch etwas überrascht, dass Stratow überfallen wurde. Ich dachte auch, die Schwester hätte sie umgebracht. Aber da müsste sie ja etwas über die Pflanzen wissen. Ich kannte bisher nur den Rizinus als tödlich.

  • Wir wissen gar nicht, was die Schwester arbeitet, oder? :gruebel

    Ihr Mann hatte doch eine Fabrik, Fabrikantengattinnen arbeiten nicht, zumindest damals. Aber wir wissen nicht, was sie vor ihrer Ehe studiert oder gemacht hat. Als Schwester von Henriette könnte sie durchaus ein paar Semester Biologie oder Chemie studiert haben.

  • Ist Sonnenschein eigentlich dieser Kuba? Ich denke ja, dass Sonenszeijn sein Vater ist und er seinen Namen nur eingedeutscht hat. Das taten ja viele Juden, die vor den Pogromen in Russland und Polen geflohen sind.

    Jepp, Kuba ist Sonnenschein.


    Ansonsten muss ich mich beim Spekulieren zurück halten, da ich das Buch schon kenne und mich noch an überraschend viel erinnern kann.

  • Witzig, daß alle direkt die gleiche Idee hatten, mit dem Kindertausch. Das war auch mein erster Gedanke beim lesen von Adrians Tagebuch. :grin


    Wie jetzt dann Stratow ins Bild paßt?

    Klingt mittlerweile fast nach einer Rachaktion. Stratow war ja Hauptverantwortlicher für die Versuche. Vielleicht ein ehemalige Opfer?


    Der Sonnenschein ist mir auch sympathisch. Netter Kerl. Hoffentlich hat er die Chance in den nächsten 10 Jahren auszuwandern, so daß ihm nix passieren wird.

  • Witzig, daß alle direkt die gleiche Idee hatten, mit dem Kindertausch. Das war auch mein erster Gedanke beim lesen von Adrians Tagebuch. :grin




    Der Sonnenschein ist mir auch sympathisch. Netter Kerl. Hoffentlich hat er die Chance in den nächsten 10 Jahren auszuwandern, so daß ihm nix passieren wird.

    Wir sind eben schon kriminalistisch geschult.


    Und ja, das wünschen wir ihm wohl alle, und nicht nur ihm.