Die Tatarin von Iny Lorentz

  • Hi binchen


    Du sprichst mir total aus der Seele. Ich stehe auch irgendwie eher auf Frau muß sich in der harten Männerwelt behaupten. Die Wanderhure fand ich klasse und freu mich schon auf die Kastellanin aber ich hoffe mit Shirin werde ich auch noch warm. Wär glaube ich doch zu schade das Buch einfach zu ignorieren.

  • Hallo Knoermel,
    eine entsprechende Abwechslung bei Themen und Handlungssträngen ist unserer Ansicht nach wichtig, um nicht auf Dauer zu enggleisig zu werden. Aus dem Grund treiben unsere Heldinnen sich auch in verschiedensten Gegenden und unterschiedlichen Zeiten herum. Da bleibt es natürlich nicht aus, dass eine Leserin, die einen Roman gut fand, mit dem anderen nicht zurecht kommt.


    Trotzdem hoffen wir, dass dir die Tatarin doch noch Freude macht.


    Liebe Grüße
    Gheron :wave

  • Also ich habe die Tartarin sehr gerne gelesen. Und fand das Buch sehr spannend geschrieben.


    Ich habe nur eine Frage an die Autoren, mir fällt auf, daß in den meisten Büchern eine Frau einen Mann "Spielt". Warum? Ich würde mich rießig freuen, eine Antwort darauf zu bekommen.

    Gruß Koala :wave


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    :lesend Das Licht der Welt von Daniel Wolf
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  • Hallo Koala,


    eigentlich begann es mit dem Rat eines Agenten: "Schreiben sie ein Buch wie die Päpstin."


    Da dieser Roman von einer Hosenrolle spielte, haben wir wohl instinktiv daraus geschlossen, dass auch unser Roman von einer Frau in Männerkleidung spielen sollte und es entstand die Kastratin.


    Die Idee der Hosenrollen blieb irgendwie haften, denn als wir uns überlegten, was wir nach der Wanderhure als Drittes schreiben sollten, entschieden wir uns für die Goldhändlerin. Das war keine logische Entscheidung, sondern kam rein aus dem Bauch heraus.


    Die Tatarin war eíne von mehreren Überlegungen, die wir unserer Agentin vorgelegt haben, um planen zu können. Diese hielt mit dem Verlag Rücksprache, und da der zuständigen Lektorin unsere beiden ersten Hosenrollenromane gefallen haben, wählte sie eben die Tatarin aus. Wir haben uns dann ans Werk gemacht und den Roman geschrieben.


    Die Löwin von Molterossa und Marie-3 sind übrigens keine Hosenrollenromane. Danach wird auf Wunsch der Lektorin wieder ein Roman folgen, der in Teilen eine Hosenrolle beinhaltet.


    Liebe Grüße
    Gheron :wave

  • hm....hab das Buch im KH gelesen..und, gefallen hat mirs schon, ließ sich wie alle eure Bücher schön lesen...nur der Stoff an sich, also diese Frau in Männerkleidern, fand ich doch ziemlich übertieben und an der Realität vorbei...macht aber nix, war trotzdem schön!

  • Hallo Alexx61,


    es freut mich, dass dir sowohl die Kastellanin, wie auch die Tatarin gefallen haben.


    Lass mich ein Wort zu den Hosenrollen sagen. Es mag uns in der heutigen Zeit seltsam vorkommen, doch es gab in der Vergangenheit immer wieder Frauen, denen es gelungen ist, längere Zeit als Mann durch zu gehen. Mein Job des Recherchierens ist es auch, solche Beispiele aufzufinden.


    Von den Sängerinnen, die sich zu Casanovas und Farinelles Zeiten als Kastraten verleideten, um auftreten zu können, habe ich bereits berichtet.


    Die beiden Piratinnen Anne Bonney und Mary Read mussten bei der Kaperung ihres Schiffes durch ein englisches Kriegsschiff ihre oberen Regionen freilegen, um als Frauen erkannt zu werden.


    In den Befreiungskriegen gegen Napoleon haben sich mindestens zwei deutsche Frauen als Männer verkleidet freiwillig zu den Fahnen gemeldet. Eine wurde aufgrund ihres Mutes sogar befördert und wurde erst nach einer Verwundung durch den Truppenarzt als Frau aufgedeckt. Sie heiratete später den Unteroffizier ihrer Einheit und starb hochbetagt mit über 90 Jahren. Sie erhielt übrigens eine Ehrenrente deas preußischen Königs.


    Eine ähnliche, aber tragischer endende Situation gab es im Amerikanischen Bürgerkrieg. Hier gelang es einer jungen Frau, anderthalb Jahre unerkannt zu bleiben. Als sie in einer Schlacht starb, sollte sie wegen Heldentums postum zum Leutnant befördert werden. Erst als man ihre Leiche aufgebahrt hat, wurde ihr wahres Geschlecht entdeckt.


    Man sollte daher nicht glauben, dass Frauen nicht in der Lage wären, sich in Verkleidung in einer Männerwelt zu behaupten. So manches sensibles Bürschchen erscheint seiner Umwelt nämlich weiblicher angehaucht als ein burschikos auftretendes Mädchen.


    Liebe Grüße
    Gheron :wave

  • Ich bin gerade in den letzten Zügen des Buches und bin richtig begeistert! Nach den äußerst unterschiedlichen Meinungen hier und bei Amazon war ich erst sehr sehr skeptisch, jetzt bin ich nur noch begeistert! Persönlich frage ich mich gerade, welches Buch von Iny Lorentz mir bisher am allerbesten gefällt und hier streiten sich noch Marie "Die Wanderhure" und Schirin "Die Tatarin", mal sehen, welche siegt...


    "Die Tatarin" zieht sehr sehr schnell in ihren Bann und mir gefällt besonders gut, dass dieser Roman in Russland spielt, man also mal ein anderes Land kennenlernt.
    Die Personen fand ich sehr gut beschrieben, die Landschaft ebenso, man ist wirklich mittendrin statt nur dabei!
    In "Die Kastellanin" war ich ja ein wenig genervt über die Kriegsszenen und hatte hier anfangs ebensolche Bedenken, zumal ja nahezu das ganze Buch im Krieg(szustand) spielt - aber hier fand ich die Szenen besser umgesetzt und fesselnder geschrieben.
    Auf meiner persönlichen Bücherbuchskala bekommt "Die Tatarin" von 1-15 eine 14, da ich manchmal mit den mir total fremden Namen meine Probleme hatte.


    Hätte ich jetzt hier mal eher gesucht, hätte ich mich nachträglich noch an der Leserunde beteiligt, aber nun ja...am 1.6. gehts ja weiter mit ner Leserunde :grin


    Zu den Hosenrollen: (Früher) mussten die Frauen ihren Mann stehen, gerade in Kriegssituationen und davon gab´s im MA ja leider genug, so finde ich diese Hosenrollen gar nicht verkehrt. Streckenweise hat mich das Buch ein wenig an das (leider total untergegangene) Buch von Siba Shakib "Samira und Samir" erinnert, welches mir ebenfalls total gut gefallen hat.


    Bianca

  • Huch, ich sehe gerade, ich hab hier noch gar nicht meine Meinung kund getan. *schäm*
    Das hol ich mal ganz fix nach, auch wenn es schon eine Weile her ist, dass ich das Buch gelesen hab, daher ist die Rezi auch nicht ganz so ausführlich. *räusper*


    Meine Meinung


    Begeistert von „Die Wanderhure" und „Die Goldhändlerin" habe ich voller Vorfreude „Die Tatarin" begonnen und in drei Tagen durch gelesen.
    Zwar war ich nicht vom ersten Moment an so gefesselt, wie bei den ersten beiden Büchern, war aber nach etwa hundert Seiten so in die Geschichte verstrickt, dass ich das Buch nicht mehr zur Seite legen mochte.
    Es ist ein spannendes und schönes Buch, allerdings nicht so ergreifend wie "Die Wanderhure" oder "Die Goldhändlerin"...

  • Ich habe gestern die restlichen 200 Seiten verschlungen und ich bin begeistert. Ich war von Anfang an gut drin in der Geschichte und es war eine Freude das Buch zu lesen.


    Was Schirin alles durchgemacht hat, war unglaublich und den Mut ihre Fassade durchzuhalten ist beeindruckend. Ich finde es schon gemein, das Zeyna sie den Russen ausgeliefert hat, aber das war auch ihre Rettung. Sie wurde von ihren Stamm nicht akzeptiert und wurde aussgestoßen. Nun ist sie bei Leuten die sie so annehmen wie sie ist und hat nun ihre eigene kleine Familie.Das mit Sergej (er ist mir sehr sympatisch genauso wie Wnja) fand ich sehr schön und ich finde es toll das es so auggegangen ist, wie man sich das Ende eines Buches vorstellt.


    Ein wirklich wunderschönes Buch, aber bei den tollen Autoren ist es ja kein Wunder. :anbet

  • Die Tartarin kenne ich bis jetzt nur als Hörbuch, aber es hat mir großartig gefallen. Da ich das Buch noch nicht kenne, sind mir natürlich keinerlei Kürzungen aufgefallen. :grin


    Ich habe das Hörbuch von einer Freundin bekommen und wusste überhaupt nicht, worum es in der Geschichte geht. Es hat mich aber direkt gefesselt. Normalerweise habe ich Probleme den Geschichten zu folgen, weshalb ich immer erst das Buch lesen muss. Hierbei fiel mir das aber überhaupt nicht schwer. Gut, die Namen waren zu Beginn etwas kompliziert, aber schon nach kurzer Zeit hat sich dieses Probelm von allein gelöst.


    Ich freue mich schon darauf das Buch zu lesen, aber erst mal ist die Kastellanin an der Reihe. :-]

    Es gibt 10 Arten von Menschen...
    Die, die das Binärsystem verstehen, und die, die es nicht tun.

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  • Nachdem ich die Wanderhure und die Fürstin gerne gelesen und die Kastellanin als Hörbuch genossen hatte , habe ich natürlich zugegriffen als ich die Tatarin in der Bücherei entdeckt habe.


    Ein schöner spannender Schmöker.


    Gut gefallen hat mir, dass die Handlung in Russland spielt. Seit Krieg und Frieden, dass ich vor etwa 20 Jahren gelesen habe , das erste Buch mit diesem Hintergrund.
    Auch fand ich es erfrischend , dass in einem Buch mit Hosenrolle auch die Probleme der Bedürfnisse eines weiblichen Körpers thematisiert werden. Es macht den realistischen Touch der Bücher aus, dass auch so unerfreulichen Themen wie Hygiene selbstverständlich zur Handlung gehören.


    Das Buch war mir ein wenig zu kriegslastig, was dem Lesespass aber keinen Abbruch getan hat.


    :wave Klio

  • Die Tatarin habe ich geschenkt bekommen und heute ausgelesen:


    Toll ist, dass die Geschichte in Russland gespielt hat.
    Gerade weil viele Historische Romane Deutschland oder Italien als Schauplatz haben fand ich dieses Buch erfrischend anders.


    Ich habe bis auf "Die Pilgerin" alle Romane von Iny Lorentz gelesen und auch dieses Buch hat mich wieder überzeugt.
    Es ist interessant, flüssig und spannend geschrieben.


    "Die Wanderhure" ist immer noch mein absolutes Lieblingsbuch von Iny Lorentz aber "Die Tatarin" ist schon nah dran.

  • Habe das Buch am Sonntag zu Ende gelesen. Es hat mir wirklich gut gefallen, vor allem das die Handlung der Geschichte in Russland spielt, das war mal was anderes, so a lá Krieg und Frieden.


    Es war mein erstes Buch von Iny und war doch recht begeistert. Ich werde mir auf jeden Fall noch andere Bücher von ihr kaufen.

  • Die Goldhändlerin fand ich noch einen Ticken besser.
    Bei der Tartarin hab ich mich anfangs echt schwergetan.
    So viele komplizierte Namen und Ränge.
    Aber vielleicht war ich auch zu unkonzentriert. Danach hab ich das Buch nämlich gefressen und war sehr begeistert.

  • Das Buch habe ich abgebrochen, da ich nicht damit klar gekommen bin. Hatte mit den Namen und Ortschaften aussprechen schwierigkeiten gehabt, bzw bis ich damit fertig war. Inhalt war, bis ich aufgehört hatte, in ordnung gewesen.


    Die anderen Bücher von Iny find ich besser- :rolleyes

    :oha Lg Bellamissimo
    ~~~~~~~~~~~~~~
    Habent sua fata libelli- Bücher haben ihre Schicksale:pferd
    :lesend Der Fluch der Hebamme- Sabine Ebert
    Mit offenen Karten- Agatha Christie

  • Zitat

    Original von Bellamissimo
    Das Buch habe ich abgebrochen, da ich nicht damit klar gekommen bin. Hatte mit den Namen und Ortschaften aussprechen schwierigkeiten gehabt, bzw bis ich damit fertig war. Inhalt war, bis ich aufgehört hatte, in ordnung gewesen.


    Ich hatte auch meine Bedenken mit den Namen usw. Das Buch subbte deshalb ewig. Aber ich fand es dann gar nicht sooo schlimm. Es sind doch immer wieder die gleichen Personen - gerade am Anfang. (Ich hab erst die ersten beiden Kapitel gelesen)


    Bisher gefällts mir echt gut und es ist doch immer wieder schön, historische Romane aus verschiedenen Epochen und mit unterschiedlichen Schauplätzen zu lesen. Es subbt auch noch "Die Goldhändlerin". Da gefällt mir der Klappentext auch nicht so wirklich, aber ich werds bestimmt demnächst mal lesen.

  • Vielleicht bekomm ich wieder lust auf das Buch :gruebel
    Dann fang ich wieder von vorne an. Aber bis dahin zieht es mich mehr zu anderen Büchern, als wie zu diesem :grin


    "Die Goldhändlerin" subbt bei mir auch noch dahin, aber bei den vielen die ich noch habe, dauert es noch bis ich das anfange zu lesen.

    :oha Lg Bellamissimo
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    Habent sua fata libelli- Bücher haben ihre Schicksale:pferd
    :lesend Der Fluch der Hebamme- Sabine Ebert
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