'Der Schock' - Kapitel 45 - Ende

  • Duhurch ... :wave


    Ende gut, alles gut! Aber bis dahin war es noch ein etwas längerer Weg. Insgesamt sind dann jetzt doch ein paar Leutchen draufgegangen.


    Mir ist allerdings nicht ganz so klar, wieso eine Frau tatsächlich mit ihrem Vergewaltiger zusammenlebt. Die angeführten Gründe hin oder her, aber das ist doch kein Leben.


    Mir hat das Buch jedenfalls gut gefallen. Danke für die gute Unterhaltung und die Begleitung der Leserunde. Ich freu mich schon aufs nächste ;-).

  • Ja. Das mag schwer nachzuvollziehen sein. Aber der Weg zurück ist manchmal viel viel schwerer, als das Verharren. Außerdem gibt es ja noch den dunklen Fleck in Ava Bjelys Leben. Der dunkle Fleck, wegen dem sie unter keinen Umständen wollte, dass Jan die Polizei ruft.
    Und dieser dunkle Fleck ist etwas, dass sie mit Fjodor verbindet. Etwas, das er für sie getan hat …
    Aber was genau das ist, lasse ich offen, auch wenn ich finde, dass man es ahnen kann …
    Danke für Deine Teilnahme an der Leserunde! Herzliche Grüße, Marc :wave

  • Der dunkle Fleck bei Ava? :gruebel
    Hat Fjodor etwa auch seine Schwiegereltern auf dem Gewissen?


    So richtig hat Fjodor ja seine Jenny auch gar nicht vergewaltigt. Die beiden hatten zweimal Sex (Wahrscheinlich danach auch nie wieder, oder?) und zumindest das erste Mal davon war einvernehmlich. Das zweite Mal war eigentlich eher sehr gewalttätig, aber nicht unbedingt gegen Jennys Willen. Und Laura könnte nun ja auch schon beim ersten Mal gezeugt worden sein. ;-)


    Ein wenig überrascht war ich über Avas Wandlung ihrer Tochter gegenüber. Zuerst sperrt sie Laura in den Keller und dann wird sie plötzlich reumütig und ruft Jan um Hilfe. Aber seltsame Eltern ziehen sich ja wie ein roter Faden durch das Buch.


    @Marc: Danke für das Lesevergnügen/ -spannung und die tolle Begleitung hier in der Leserunde. Hat sehr viel Spaß gemacht! :wave

  • Lieber Xexos,


    gerne! Mir hat's auch Spaß gemacht!


    Ach, und Ava Wandelt sich nicht nur. Das verrückte ist ja, dass sie durchaus auch das Motiv hat, ihre Tochter von all dem fern zu halten, sie gewissermaßen zu beschützen. Dabei wählt sie natürlich, getragen von ihren ambivalenten Gefühlen gegenüber Laura, die denkbar schlechtesten Mittel: Abstoßen, Fortschicken, gefangen halten …
    Wie schon das Vorwort sagt: Der Weg zur Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert ;-)


    Herzliche Grüße, Marc

  • Ach, und die Auflösung und den Showdown fand ich recht schlüssig. Dass Ava noch auftaucht und letztlich die Rettung bedeutet, war irgendwie klar. Die konnte ja nun schlecht feig und faul im Auto hocken bleiben. Das hätte auch zur harten, verbitterten Persönlichkeit nicht gepasst.


    Gut fand ich solche Sätze von Fjodor wie "Hättest Du mal geschossen, Du Feigling und nicht diesen 'Leg-sie-auf-den-Boden-Scheiß' erzählt.". Das traf so richtig auch meine Gedanken als Leser. :grin Wenn er schon verständlicherweise nicht auf den Kopf schießen möchte, dann hätte er auf die Füße zielen sollen. Kampfunfähig verletzen hätte ja gereicht. Aber Jan ist ja auch (nur) ein verkopfter Psychologe.


    Jans Vater hat ja den gleichen Hang zum schädlichen Schutz der Kinder. Hilfe zur Selbsthilfe wäre oft besser als die Entscheidungen komplett abzunehmen.

  • Soooo, hab's gestern abend im Bett noch geschafft, fertig zu lesen. Die Sogwirkung und die Neugier waren dann doch zu stark, um das Buch vorher wegzulegen. :-]


    Ein schlüssiges und dem Buch würdiges Ende. Ich warte aber immer noch auf den Thriller mit Schockeffekt, in dem die Guten sterben und der Mörder weiter fröhlich vor sich hin meuchelt bis dass der Tod ihn eines Tages dahinrafft ... :lache


    Die Eindeutung mit dem dunklen Fleck von Ava ist mir jetzt auch nicht so richtig klar. :gruebel Ich hatte auch direkt in Richtung Avas Eltern gedacht. Die scheinen ja, wie alle Eltern in diesem Buch, auch wahre Herzchen gewesen zu sein.


    Insgesamt waren es vielleicht eine Spur zuviel verkorkste Kindheiten, aber das Lesen hat viel Spaß gemacht und seit langem bin ich mal wieder durch ein Buch geflogen.


    Vielen Dank an Dich, Marc, für das Begleiten der Leserunde. Auch wenn ich es jetzt nicht erwarten kann, den neuen Hjorth & Rosenfeldt anzufangen, werde ich garantiert in den nächsten Tagen hier noch immer wieder mit reinsehen.

    With freedom, books, flowers and the moon, who could not be happy? - Oscar Wilde


    :lesend Rock My World - Christine Thomas

  • Ich hatte mch kurz gefragt, ob die gefangen gehaltene Frau nach ihrer Befreiung wirklich noch versucht, Jan zu helfen oder ob ihr Fluchtreflex stärker ist und sie einfach nur da weg will. Aber auch schön, wenn jemand nicht nur an sich denkt.


    So ein ordentlicher Showdown gehört sich natürlich für so ein Buch :-). Die Bösen sind tot, dasGute hat gesiegt. Und Jan kann Frieden mit seinem Vater schließen, das gefällt mir gut und Laura mit ihrer Mutteram Ende auch irgendwie.


    Ein Thriller, der mal ganz ohne Polizeibeteiligung auskommt, (außer der kurzen Szene vor Jans Tür), das hat man auch nicht oft. Obwohl ich ein bisschen vewundert bin, dass die Polizei Fjodor nie auf die Schliche gekommen ist die ganzen Jahre lang, in denen er die Frauen entführt und getötet hat. Es müsste doch aufgefallen sein, dass es immer der gleiche Typ ist, der spurlos verschwindet.


    Avas dunklen Fleck habe ich auch gleich in Bezug zu ihren Eltern gesehen.


    Das war gute unterhaltung, spannend zu lesen. Auf einiges konnteman kommen, auf anderes eher nicht. Alles in allem hat es Saß gemacht, das Buch zu lesen.


    Vielen Dank an Marc für die wirklich erstklassige Begleitung der Leserunde :wave. Beim nächsten Mal bin ich gerne wieder dabei :-)

  • Liebe Jane Doe!


    Sehr gern. Auch mir hat es Spaß gemacht. Zwischendurch ist es mir schwer gefallen, zu schweigen, doch bei all Euren Spekulationen hätte ich nichts besser gemacht, indem ich mich geäußert hätte :-)


    Deine/Eure Vermutung mit Avas dunklem Fleck trifft ins Schwarze.


    Also: Auf ein nächstes Mal. Herzliche Grüße, Marc

  • ich habe entdeckt wo es zumindest für ein Elternteil angedeutet wird.
    :licht



    am Ende von Kapitel 36 erzählt Frau Hülscher, wie sie aus dem Haus eine Frau rufen hat hören, ob das an der Tür ihre Mutter sei,
    und Peter/Froggy/Fjodor antwortete sie solle sich keine Sorgen machen,
    ihre Mutter würde nie mehr Probleme machen.




    dafür habe ich aber beim besten Willen nicht verstanden was jetzt tätsächlich in Nordholm passiert ist.
    Was Fjodor zu Jan gesagt hat, das was bei ihm die Gänsehaut nicht schwinden liess, blieb ja im Dunkeln.


    wie konnte es "Peter Nolte" offiziell geben, und wenn das Fjodors richtiger Name war, müsste Laura den doch gekannt haben.
    Und nachdem der fort war, lebte Avas Mann Fjodor ja weiter,
    gab es zwei offizielle Idenditäten ?
    Und hat sie ihm nun eins über die Rübe gehauen, und das war das furchtbare das dort passiert ist, oder gabs da noch etwas ?


    ich kapier das Ende nicht :cry



    abgesehen von dieser kleinen Ungereimtheit war es ein kurzweiliges Vergnügen,
    und durch die Leserunde, übrigens meine erste, habe ich Details entdeckt, die mir so nie aufgefallen wären.


    Danke an Marc Raabe für das Buch und die aktive Teilnahme hier

  • Auch ich bin gestern Abend noch fertig geworden. Ich konnte nicht mehr abwarten, endlich das Ende zu erfahren.
    Ich fand das Ende auch schlüssig, gab es doch Antworten auf viele Fragen. Mich würde jetzt ja nur noch interessieren was Fjodor Jan ins Ohr geflüstert hat. Aber da muss ich wohl meine eigene Fantasie spielen lassen. :grin


    Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen, ich fand auch die vielen Verwirrungen toll. Sie haben dafür gesorgt, dass ich das Buch in jeder freien Minute zur Hand genommen habe.


    An Marc vielen Dank für die tolle Begleitung der Leserunde und die vielen Erklärungen unserer Fragen. Und von mir persönlich danke, das ich mal wieder wenigstens in Gedanken durch Berlin streifen konnte.
    Ich bin beim nächsten Mal bestimmt wieder dabei.

  • Zitat

    Original von werdegang
    ich habe entdeckt wo es zumindest für ein Elternteil angedeutet wird.
    :licht
    am Ende von Kapitel 36 erzählt Frau Hülscher, wie sie aus dem Haus eine Frau rufen hat hören, ob das an der Tür ihre Mutter sei,
    und Peter/Froggy/Fjodor antwortete sie solle sich keine Sorgen machen,
    ihre Mutter würde nie mehr Probleme machen.


    Stimmt, da ist es sogar recht eindeutig. Schön, diese vielen kleinen versteckten Hinweise im Buch. :-)




    Meine Vermutung:
    Den Lehrer gab es wirklich, dass war doch nicht Fjodor. Da hat uns Marc - und wir uns selbst mit unseren wilden Spekulationen - auf´s Glatteis geführt.


    Laura hat den Lehrer, der wohl ihr gegenüber wirklich übergriffig wurde, im Wald getötet und Fjodor hat sie beschützt und ihn beseitigt. Irgendwo sagte Laura auch sinngemäß "Ich wäre da im Wald in Nordholm auch alleine klargekommen." Fjodor könnte zu Jan gesagt haben, dass Laura auch eine Mörderin ist bzw. schon gemordet hat. Vielleicht hat sie den Lehrer auch mit Versprechungen in den Wald gelockt und dann zugeschlagen?

  • Zitat

    Original von werdegang
    ich habe entdeckt wo es zumindest für ein Elternteil angedeutet wird.
    :licht


    Klasse! Ich mag es, Dinge nicht immer auszuerzählen. Noch besser finde ich dann, wenn die spärlichen Hinweise tatsächlich gefunden werden :-)


    Das man am Ende nicht genau erfährt, was Lauras Vater Jan gesagt hat, ist natürlich gemein und Absicht :grin
    Ich finde es gut, wenn ein Buch nicht ganz und gar in sich geschlossen ist sondern nach dem Lesen noch im Kopf bleibt, weil es "weitergeht".


    Herzliche Grüße, Marc

  • Uff! Bin noch ganz atemlos von diesem spannenden Abschluss. :wow Dieser letzte Abschnitt war tatsächlich nochmals fesselnder und ich habe schier die Luft angehalten als Jan und Laura Fjodor vorgegaukelt haben, dass Laura in der Wanne liegt. Ich hatte zwar geahnt, - besser gesagt gehofft - dass Laura nicht wirklich in der Wanne ist, aber bei dem Plot war ich mir da nicht ganz sicher. ;-)


    Schlussendlich haben alle Fäden auf logische Weise zueinander gefunden und die Erklärungen sind für mich sehr schlüssig. Gerade auch die unausgesprochenen Details, wie z.B. die Worte, die Fjodor Jan noch zugeflüstert hatte, finde ich ein gelungener "Coup" für den Leser. Es gibt zwar einen positiven Schluss (Happy End trifft es für mich nicht ganz) und trotzdem gibt es auch "bittere Pillen", die das Ganze sehr realistisch gestalten. :anbet


    Nur eine Sache hatte ich nicht so richtig verstanden: die Fotos aus Lauras Zeit auf der Strasse hatte ja Fjodor gemacht. Hat sich Laura nicht gewundert, wie die in ihre Wohnung gekommen sind? Habe ich da etwas überlesen?


    Vielen Dank, Marc, für diese sehr spannenden, unterhaltsamen bis hin zu "schockierenden" Lesestunden, die mir sehr gut gefallen haben und für deine tolle Begleitung der LR! "Schnitt" landet gleich Mal auf meiner Wunschliste. ;-)


    Vielen Dank

  • Zitat

    Original von Ayasha
    Nur eine Sache hatte ich nicht so richtig verstanden: die Fotos aus Lauras Zeit auf der Strasse hatte ja Fjodor gemacht. Hat sich Laura nicht gewundert, wie die in ihre Wohnung gekommen sind? Habe ich da etwas überlesen?


    Laura hat diese Fotos bei einem ihrer Einbrüche im Arbeitszimmer ihres Vaters gefunden und sie mitgenommen. Es war für sie der einzige Beweis, dass ihr Vater ein Interesse an ihr hat.
    Hm. Ich könnte jetzt spontan gar nicht mehr sagen, ob ich das nur noch in meinem Kopf habe, oder ob es tatsächlich im Buch steht. Nicht, dass ich es vernachlässigt habe …?! :gruebel


    Auf jeden Fall vielen Dank für die tollen Komplimente! Es hat Spaß gemacht mit Dir und Euch.