'Der Pestreiter' - Seiten 001 - 085

  • Hallo und ein gesundes Neues Jahr euch allen!


    Dann werde ich mal den Anfang machen. Den Vorgänger"Das Pestzeichen" hatte ich gleich nach Erscheinen gelesen, es ist also ein paar Tage her und die Handlung war mir nur noch grob im Gedächtnis. Aber Deana Zinßmeister hat es mir leicht gemacht in diesen Roman zu kommen. Über die Träume und unauffällig eingefügte Erinnerungen ist dann die Vergangenheit bei mir wieder präsent.


    Urs und Susanna wären ein nettes Päärchen. Sie lieben sich, aber noch stehen, zumindest für Urs, ein paar Hindernisse im Weg. Ich wünsche ihm von Herzen, dass er nicht Soldat werden muss, sondern seiner Berufung folgen kann.


    Ich bin sehr gespannt, zu welchem geheimnisvollen Treffen sich Bendicht gerufen wurde. Hat es etwas mit der Pest zu tun? Soll der Pestreiter Ängste schüren? Was hätte von der Leyen davon?


    Jetzt gibt es den obligatorischen Neujahresspaziergang und dann freue ich mich schon auf das Buch am Abend.

  • Auch ich hoffe, dass alle gut ins neue Jahr gerutscht sind?!


    Zunächst einmal muss ich sagen, dass ich das mit der Karte und dem Register der handelnden Personen sehr gut finde, denn das hilft mir beim Lesen immer ungemein den Überblick zu behalten.


    Ich zähle ja nun zu den Lesern, die den Vorgängerband nicht kennen. Die Rückblenden zu Ereignissen aus dem Pestzeichen erleichtern mir das Lesen als Quereinsteiger daher ungemein.


    Ansonsten gefiel mir gut, dass man sofort in das Geschehen katapultiert wird, auch wenn mich der Prolog erst einmal rätseln lässt wo da der Zusammenhang ist.


    Bei dem Bader musste ich gleich an den Bader aus „Der Medicus“ (dem Film) denken, bei dem der eigentliche Medicus erst einmal als Kind unterkam. Der Kerl sah ja auch recht zwielichtig aus. Zumindest verursacht der Kerl hier bei mir jedenfalls Gänsehaut und seine Raffgier gefällt mir so gar nicht. Wie kann man nur seine Kunden beklauen?


    Mit großer Neugierde habe ich vor allem die Handlung um Susanna verfolgt und dass sie nun erst einmal sicher unterkommt. Dass sie Urs ihre Liebe gesteht war echt toll, aber der Trampel haut einfach ab. Da ist dann wohl Ärger vorprogrammiert. Wahrscheinlich fühlt er sich in seiner männlichen Ehre gekränkt, weil nun Susanna den Schatz hat und er nichts für das gemeinsame Leben beitragen kann.


    Nun ja und wie es der Titel sagt, geht es auch hier um die Pest. Ehrlich gesagt kann ich mir die verheerende Wirkung der Pest gar nicht so richtig vorstellen, weshalb ich das derzeit so ein wenig mit der Ebolaepidemie gedanklich vergleiche, die ja noch nicht so lange her ist und immer noch wütet.

  • Zitat

    Ehrlich gesagt kann ich mir die verheerende Wirkung der Pest gar nicht so richtig vorstellen, weshalb ich das derzeit so ein wenig mit der Ebolaepidemie gedanklich vergleiche, die ja noch nicht so lange her ist und immer noch wütet.


    Ja, Ebola drängte sich bei mir auch auf. Ich habe zwar schon einiges über die Pest gelesen, aber sich die Bedrohung, die Ängst und das Ausmaß vorzustellen, fällt schwer. Für unsere heutige Zeit möchte ich mir so etwas nicht ausmalen.

  • Von mir auch erstmal alle guten Wünsche für das Neue Jahr.


    Ich gehöre auch zu den Lesern, die den Vorgängerband nicht kennen. Diesen Makel werde ich aber versuchen zu beheben.
    Susanna lebt also bei Urs und seiner Familie, und sie hat ihm gestanden, dass sie ihn liebt, aber er läuft einfach davon. Wenigstens beisst er sich selbst dafür in den Hintern.
    Von der Leyen will also seinem verstorbenen Vater einen Herzenswunsch erfüllen, aber welchen? :gruebel
    Und er bestellt verschiedene Personen (insgesamt 3?) in die Katakomben unter der Stadtmauer von Trier. Was will er von ihnen und was hat es mit dem "Pestreiter" auf sich? Will er etwa, genau wie Bendicht, ein Heilmittel für die Pest finden?


    Was ich ja krass finde ist, dass die Juden für die Pest verantwortlich gemacht wurden... Sie würden die Brunnen vergiften... Und es gab immer Menschen, die diese Ammenmärchen glaubten. :gruebel


    Ich werde jetzt weiterlesen um zu sehen, worum es bei dem Treffen mit von der Leyen geht.


    Oh, kleine Anmerkung: Auf seite 69 oben wird Susanna kurzzeitig in Susanne umgetauft.

  • MIr ist der Einstieg leicht gefallen. Ist ja noch nicht allzulang her, dass ich den Vorgänger gelesen habe.


    Ja es ist wirklich schlimm, dass die Juden schon wieder für etwas verantwortlich gemacht werden, wofür sie nun wirklich nichts können. Vor allem wenn man das Wissen um die Nazizeit hat, was wir ja heute haben. Das macht es noch schlimmer.


    Ich habe das erste Kapitel nun endlich geschafft. Das ich solang gebraucht habe, lag aber nicht am Buch. Das gefällt mir bislang sehr gut.

  • Hallo zusammen!
    Etwas verspätet, da der letzte Feiertagsbesuch erst heute abgereist ist, möchte ich Euch noch schnell für 2015 alles Liebe und Gute wünschen.


    Und: Willkommen zur Leserunde von 'Der Pestreiter'!


    Als ich Eure Postings gelesen habe, musste ich über Eure Gedankengänge schmunzeln. Wäre es nicht langweilig gewesen, wenn ich direkt verraten hätte, wer wer ist und wen der eine und der andere heimlich trifft? Ich wollte diesen historischen Roman wie einen Krimi oder Thriller aufbauen d.h. falsche Fährten legen und die Leser grübeln lassen. Natürlich ist es klar, dass einer der drei Männer der Pestreiter sein muss, aber wer es ist oder welche geheimnisvollen Aufgaben die drei zu bewältigen haben, das sollte sich dem Leser erst während des Lesens erschließen.


    Nicht schon wieder, sondern immer wieder wurden Randgruppen für Verbrechen, Seuchen, Krankheiten und Unglücke jeglicher Art verantwortlich gemacht. Alles, was ich über die Verleumdungen gegenüber der Menschen jüdischen Glaubens schreibe, hat es gegeben. Diese und noch viele mehr, die ich nicht alle in diesem Roman unterbringen wollte, da es einem schier den Atem verschlägt über solche unfassbaren Ansichten. Aber wie hier richtig bemerkt wurde, waren die Menschen damals unwissend, unbelesen und ungebildet. Deshalb hätte man annehmen können, dass die Menschen im zweiten Weltkrieg anders hätten denken müssen, aber wir wissen, dass dem nicht so wahr.


    Die Pest würde ich mit der heutigen Ebola Epidemie vergleichen. Schon damals wusste man, dass man die kranken Menschen isolieren sollte. Aber wer möchte allein sterben? Auch wenn die Absicht des Pestreiters ehrenvoll und notwendig erscheint, wer hätte von uns die Kraft seinen kranken Vater, seinen kranken Bruder, sein krankes Kind fortzuschicken, wenn er nicht dazu gezwungen wird?


    Viel Spaß beim Weiterlesen!
    Herzlichst
    Deana

    Der Pestreiter 2014
    Der Hexenschwur 2013
    Das Pestzeichen 2012
    Der Schwur der Sünderin 2011
    Der Hexenturm 2010
    Die Gabe der Jungfrau 2010
    Das Hexenmal 2008
    Fliegen wie ein Vogel 2006
    Der Duft der Erinnerung 2006

  • Endlich wird die Geschichte um Susanna und Urs fortgeführt. :-) Obwohl die beiden zunächst nicht die Hauptrolle spielen, der Fokus liegt doch mehr auf Bendicht und Jaggi Blatter, so mein Empfinden.


    Das Pestzeichen habe ich letztes Jahr im Juni gelesen und mir sind viele Details einfach nicht mehr präsent. Die Einschübe und Verweise auf die vorangegangene Geschichte finde ich daher gelungen. Wobei ich trotzdem immer dazu raten würde, als erstes den Vorgängerband zu lesen. :zwinker


    Was mich besonders freut, ist, dass man in diesem Band mehr über Bendicht erfährt bzw. dass dieser eine größere Rolle als im Pestzeichen spielen wird. Ich bin mir sicher, dass er seine insgeheimen Pläne zur Erforschung der Pest in die Tat umsetzen kann/wird. Nur wie er das anstellt - bin gespannt.


    Aus von der Leyens Plänen werde ich nicht so recht schlau. Es muss eine große Sache sein. Aber was war der Herzenswunsch seines Vaters? Trier zu einer Metropole zu machen? Dafür wäre eine pestfreie Zone sicher sehr hilfreich. Das Ganze ist sehr geheimnisvoll und ich bin neugierig, wie sich die Geschichte hier weiterentwickelt.


    Zitat

    Original von Karthause
    Urs und Susanna wären ein nettes Päärchen. Sie lieben sich, aber noch stehen, zumindest für Urs, ein paar Hindernisse im Weg. Ich wünsche ihm von Herzen, dass er nicht Soldat werden muss, sondern seiner Berufung folgen kann.


    Urs und Susanna haben mir als Paar im Vorgängerband schon sehr gefallen. Ich hoffe doch, dass sie im Verlauf der Geschichte endlich zueinander finden werden.
    Das Hindernis der Berufswahl ist doch bereits aus dem Weg geräumt, nur weiß Urs noch nichts davon: Kurz bevor Jaggi die Nachricht über das geheime Treffen von dem Boten bekam hatte er darüber nachgedacht, dass er Urs nicht zwingen kann, Soldat zu werden. Ich gehe mal davon aus, dass Urs doch noch seine Lehre bei Onkel Bendicht antreten kann. :-)


    Die Szene in der Badstube ist noch etwas diffus: Wer ist dieser Reiter, der kaum spricht? Ob er wohl noch eine größere Rolle spielen wird? Oder hab ich was überlesen? :gruebel


    Jedenfalls macht die Geschichte schon wieder viel Spaß, so dass heute sicher noch einige Seiten folgen werden. ;-)

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  • Ich konnte gestern auch endlich mit dem Buch beginnen.
    Den Vorgänger kenne ich nicht, bin aber trotzdem sehr gut in die Geschichte reingekommen.


    Urs und Susanna, der Handlungsstrang gefällt mir bisher nicht wirklich, wenn sich Figuren so unsagbar dämlich verhalten wie Urs Susanna gegenüber, diese riesigen Missverständnisse, nur weil sie nicht vernünftig miteinander reden, so was lese ich nicht einfach nicht gerne, auch wenn es noch so realstisch ist. :lache
    Sehr interessant finde ich dagegen Bendict und auch Jaggi, auch wenn ich hoffe, dass er seinen Sohn nicht wirklich in eine Soldatenlaufbahn drängt.


    Von der Leyen wirkt auf mich bisher ziemlich zwielichtig, bin mal gespannt, was es mit diesem Pestreiter auf sich hat.
    Außerdem habe ich wenn ich den Namen lese, ständig unsere Verteidigungsministerin vorm inneren Auge :yikes:lache

  • Zwergin,
    mir geht's wie Dir, nicht nur, was den Namen "von der Leyen" angeht (da muss ich auch immer an die Ursula denken :wow). Bei Szenen wie der zwischen Urs und Susanna würde ich am liebsten vorspulen! :fetch Aber realistisch ist es wohl schon, dass Urs meint, Susanna nur dann heiraten zu können, wenn er auch eine Familie ernähren kann. Ich habe mal gelesen, dass auch heutzutage viele Männer noch drunter leiden, wenn sie weniger verdienen als ihre Frau! :pille


    LG, Bella

  • @ Zwergin und belladonna: Was das Verhältnis zwischen Urs und Susanna angeht, stimme ich euch zu. Ich mag es auch nicht, wenn ständig aneinander "vorbeigedacht" wird, manches Mal würde ein klärendes Gespräch einfach weiterhelfen. Aber so würde natürlich auch der Handlungsstrang "Kriegen sie sich oder nicht?" von vornherein zunichte gemacht. :lache

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  • Erst vor kurzem habe ich "das Pestzeichen" gelesen, die Vorgeschichte ist noch frisch und präsent.


    Tja Urs und Susanna, irgendwie will das bei den beiden nicht so recht klappen, ich befürchte Susanna tausch ihren Schatz gegen Geld und haut mit Arthur ab. Urs muss ihr dann wohl wieder aus der Klemme helfen, man wird es sehen.


    Was da genau mit Bendicht ist, erhöht die Spamming auf die weiteren Seiten, irgend etwas ist da im Busch und faul.


    Interessan für mich als Schweizerin, wieder hat die Chügelipastete ihren Auftritt und Barbli flucht aber ganz schön heftig :chen


    Ich habe gut in die Geschichte reingefunden.

  • Zitat

    Original von belladonna
    Ich habe mal gelesen, dass auch heutzutage viele Männer noch drunter leiden, wenn sie weniger verdienen als ihre Frau! :pille


    LG, Bella


    Viele? Du untertreibst. Die ganz überwiegende Anzahl der Männer kommt damit auf die Dauer nicht zu recht. Berufserfahrung, Scheidungsgrund, Ehe oder Beziehung kaputt.

    Nemo tenetur :gruebel


    Ware Vreundschavt ißt, wen mahn di Schreipfelerdes andereen übersiet :grin


    :lesend Ungläubiges Staunen- Über das Christentum Navid Karmann :lesend