'Tochter der Angst' - Seiten 282 - Ende

  • Ich glaub, das Ende muss ich ggf. noch mal lesen.
    Was sich da zwischen Marion und Jean abgespielt hat bzw. wie die Situation plötzlich eskaliert ist .... ?(.


    Jean mochte ich von Anfang an nicht besonders. Er ist die ganze Zeit so getrieben und verzweifelt (das kommt gut rüber), aber bis zum Ende blicke ich nicht so hinter seine Motivation, auch nicht, warum er am Ende so ausrastet.
    Hat er einfach nur furchtbare Angst :gruebel?


    Ist Èlaine eine berechnende Person und hat Jean nur für ihre Zwecke benutzt? Es gibt am Ende Äußerungen von Louise, die darauf schließen lassen. Man kann es nicht beurteilen, Èlaine ist zwar wichtig für die Geschichte, spielt aber trotzdem nur eine kleine Nebenrolle.


    Auch warum Zahra und das Lied nicht mehr benötigt werden am Ende, hab ich nicht so ganz verstanden. Hat man in diesem Anwaltsbüro den Code gefunden? :help


    Vielleicht sollte ich das ganze Buch noch einmal lesen. Mit dem, was ich jetzt alles weiß, verstehe ich bestimmt so manches besser :-).


    S. 330 gab es wieder so eine kleine Lieblingsstelle für mich (drei kleine Sätze mit großer Bedeutung :-]: "Vor dem Fahrstuhl blieben sie stehen..... Nehmen sie wieder die Treppe?....Nein, ich habe gesagt, ich lasse sie nicht allein.... :heisseliebe


    Ich war froh, dass Marion auch zu dieser Einsicht kam (S. 335) Dein Vater ist der Mann, der dich aufgezogen hat.

  • So wie ich das verstanden habe hat Élaine im Anwaltsbüro die Daten hinterlassen, falls ihr etwas passieren sollte. Jetzt haben also der französische Auslandsdienst und auch der israelische Geheimdienst den Code, es fehlt nur der Text dazu.


    Kommt da jetzt ne Fortsetzung??? Denn Marion und Zahra werden doch nicht unbehelligt bleiben, dazu sind die Informationen zu brisant auch nach Yamurs Tod.


    Ob allerdings Louise in der Lage sein wird Marion noch mehr über ihre leiblichen Eltern zu erzählen?? Hat sie denn Leukämie oder sowas??? Wozu sollte sie sonst ne Bluttransfusion brauchen???


    Tja, vermutlich wird das auch mit Paul nicht mehr so werden, wenn überhaupt, denn mit Baptiste scheint es zu funken. Vielleicht hört er nun, nach dem Tod seines Feindes, mit seinem Dienst auf und kümmert sich um den Schutz Marions und Zahras???


    Jeans Tod wäre wohl vermeidbar gewesen, wäre er nicht völlig mit den Nerven runter gewesen. Seine Rolle bleibt etwas undurchsichtig.


    Ist es denn möglich, generell, bei so einem Auslandseinsatz für Ärzte ohne Grenzen, Kinder mitzubringen???

    [SIZE=7]"Leute die Bücher lesen, sind einfach unberechenbar." Spruch aus "Wilsberg " [/SIZE]

  • Zitat

    Original von Findus
    Ob allerdings Louise in der Lage sein wird Marion noch mehr über ihre leiblichen Eltern zu erzählen?? Hat sie denn Leukämie oder sowas??? Wozu sollte sie sonst ne Bluttransfusion brauchen???


    Ich schätze mal, es ist die "Älte". Louise ist über 80 und führt ein für Alter relativ turbulentes Leben. Das bleibt nicht in den Kleidern stecken und kostet Kraft.


    Zitat

    Ist es denn möglich, generell, bei so einem Auslandseinsatz für Ärzte ohne Grenzen, Kinder mitzubringen???


    Gute Frage! Hab ich mir noch gar nicht gestellt.


    Zitat

    Tja, vermutlich wird das auch mit Paul nicht mehr so werden, wenn überhaupt, denn mit Baptiste scheint es zu funken. Vielleicht hört er nun, nach dem Tod seines Feindes, mit seinem Dienst auf und kümmert sich um den Schutz Marions und Zahras???


    Das wäre eine Option für die Fortsetzung - und keine schlechte :grin.
    Mit seiner Vorgeschichte könnte er wohl jederzeit seinen Dienst quittieren. Sein Trauma schleppt er nach wie vor mit sich herum und ist nur aufgrund seiner Erfahrung und Selbstdisziplin durch die entsprechenden Tests gekommen.


    Zitat

    So wie ich das verstanden habe hat Élaine im Anwaltsbüro die Daten hinterlassen, falls ihr etwas passieren sollte. Jetzt haben also der französische Auslandsdienst und auch der israelische Geheimdienst den Code, es fehlt nur der Text dazu.


    Ok.
    Warum gibt es dann noch Zahra mit diesem Kinderlied als Faktor in der Geschichte?
    Wäre doch nicht nötig.
    Oder hat sich Èlaine erst später dazu entschlossen, als sich die Dinge zugespitzt haben und sie nicht aus Syrien raus kam?


    Angesichts der offenen Fragen bietet sich eine Fortsetzung an. Man kann es aber auch so stehen lassen.

  • Ich persönlich würde sagen, daß man Kinder bei Ärzte ohne Grenzen nicht mitnehmen darf/sollte, denn der Einsatz findet ja meist in Krisengebieten etc. statt.


    Vielleicht hat Alex dazu auch recherchiert und die richtige Antwort :gruebel

  • Ich denke das Buch ist auf jeden Fall so angelegt, daß es eine Fortsetzung geben wird.


    Was sind es für Dokumente, was steht drin und für bzw. gegen wen werden sie verwendet. Für mich sind es viele Fragen. Tja und Baptiste und Marion, geht es weiter mit den beiden? Elaine ist derzeit untergetaucht, wo ist sie und wann holt sie ihre Tochter? :gruebel

  • Zitat

    Original von Richie
    Ich denke das Buch ist auf jeden Fall so angelegt, daß es eine Fortsetzung geben wird.


    Was sind es für Dokumente, was steht drin und für bzw. gegen wen werden sie verwendet. Für mich sind es viele Fragen. Tja und Baptiste und Marion, geht es weiter mit den beiden? Elaine ist derzeit untergetaucht, wo ist sie und wann holt sie ihre Tochter? :gruebel


    Zumindest sind sie so brisant dass mehrere Regierungen stürzen würden. Was wäre die Folge: Anarchie???


    Bei vielen Regierungen wäre doch ein Wechsel mehr als angebracht. Aber klar, jeder will seine Schäfchen ins Trockene bringen.


    Zitat


    von Lumos


    Ok.
    Warum gibt es dann noch Zahra mit diesem Kinderlied als Faktor in der Geschichte?
    Wäre doch nicht nötig.
    Oder hat sich Èlaine erst später dazu entschlossen, als sich die Dinge zugespitzt haben und sie nicht aus Syrien raus kam?


    Wann Élaine das hinterlegt hat wissen wir nicht genau. Aber es soll wohl eine zusätzliche Lebensversicherung gewesen sein.
    tja, dass Zahra die Auflösung des Codes in sich trägt wissen wohl nur Jean und Marion, vorerst. Und natürlich Élaine

    [SIZE=7]"Leute die Bücher lesen, sind einfach unberechenbar." Spruch aus "Wilsberg " [/SIZE]

  • Zitat

    Original von Richie
    Ich persönlich würde sagen, daß man Kinder bei Ärzte ohne Grenzen nicht mitnehmen darf/sollte, denn der Einsatz findet ja meist in Krisengebieten etc. statt.


    Vielleicht hat Alex dazu auch recherchiert und die richtige Antwort :gruebel


    Ihr Lieben, ihr lest hier gerade einen Roman und kein Sachbuch ;-). Da habe ich mir die künstlerische Freiheit und die ganz besonderen Umstände Marions und Zahras genommen und für diese Situation festgelegt, dass das so möglich ist. Tatsächlich ist es nicht möglich - allerdings, bestätigen Ausnahmen immer wieder die Regel, und ich könnte mir vorstellen, dass in einer so speziellen Situation wie sie hier vorliegt - zumal Marion in Aman in einem Krankenhaus arbeitet und nicht in einem Krisengebiet - tatsächlich eine Ausnahme gemacht werden könnte.

  • Zitat

    Original von Richie
    Ich denke das Buch ist auf jeden Fall so angelegt, daß es eine Fortsetzung geben wird.


    Was sind es für Dokumente, was steht drin und für bzw. gegen wen werden sie verwendet. Für mich sind es viele Fragen. Tja und Baptiste und Marion, geht es weiter mit den beiden? Elaine ist derzeit untergetaucht, wo ist sie und wann holt sie ihre Tochter? :gruebel


    Stay tuned :wave

  • Zitat

    Original von Lumos


    Ich schätze mal, es ist die "Älte". Louise ist über 80 und führt ein für Alter relativ turbulentes Leben. Das bleibt nicht in den Kleidern stecken und kostet Kraft.


    Es wird in der Medizin tatsächlich gemacht, wenn ältere Menschen sehr erschöpft sind, um sie im wahrsten Sinne des Wortes "mit frischem Blut" zu versorgen. Kenne selbst Beispiele dafür, sonst hätte ich es icht geschrieben.


    Zitat

    So wie ich das verstanden habe hat Élaine im Anwaltsbüro die Daten hinterlassen, falls ihr etwas passieren sollte. Jetzt haben also der französische Auslandsdienst und auch der israelische Geheimdienst den Code, es fehlt nur der Text dazu.


    Zitat

    Original von Lumos
    Ok.
    Warum gibt es dann noch Zahra mit diesem Kinderlied als Faktor in der Geschichte?
    Wäre doch nicht nötig.
    Oder hat sich Èlaine erst später dazu entschlossen, als sich die Dinge zugespitzt haben und sie nicht aus Syrien raus kam?


    Angesichts der offenen Fragen bietet sich eine Fortsetzung an. Man kann es aber auch so stehen lassen.


    Élaine ist eine Frau, die sich gern mehrfach absichert. Tatsächlich war Zahra mit dem Kinderlied der Plan A. Sie wollte damit die Sicherheit ihrer Tochter gewährleisten, da auch sie Jean nicht wirklich traut - tatsächlich traut in diesem Geschäft keiner keinem, was auch nicht verwundert, oder? Die hinterlegten Dokumente, etc. beim Anwalt waren ihr Plan B, der aber letztlich nur für die Geheimdienste greift und damit Zahra aus der Gefahrenzone bringt, was Baptiste sehr wohl weiß, aber mit niemandem geteilt hat, um der Sicherheit des Kindes Willen. Soll ich euch die Stelle raussuchen oder reicht es so?

  • Das heißt, die hinterlegten Papiere enthalten bereits alle Informationen??? Das war mir nicht klar, ich dachte wirklich, sie hat nur den code hinterlegt, aber um den auszuwerten braucht man da nicht das spezielle Lied das nur Zahra kennt???

    [SIZE=7]"Leute die Bücher lesen, sind einfach unberechenbar." Spruch aus "Wilsberg " [/SIZE]

  • Zitat

    Original von Findus
    Das heißt, die hinterlegten Papiere enthalten bereits alle Informationen??? Das war mir nicht klar, ich dachte wirklich, sie hat nur den code hinterlegt, aber um den auszuwerten braucht man da nicht das spezielle Lied das nur Zahra kennt???


    Das war mir auch nicht klar. Auch ich hatte es so verstanden, dass sie nur hinterlegt hatte, wo der Code zu finden sei.


    Das Buch endet mit einen Cliffhänger. Das schreit doch nach einer Fortsetzung.


    Claire und Heinrich Schneider sind doch erst 66 nach Argentinien ausgewandert. Da war der Rechtsstaat längst organisiert. Heinrich seine Schuld war, dass er jüdischen Mitbürgern keine Hilfe geleistet hat vor über 20 Jahren :gruebel

    Don't live down to expectations. Go out there and do something remarkable.
    Wendy Wasserstein

  • Zitat

    Original von Lesebiene
    Claire und Heinrich Schneider sind doch erst 66 nach Argentinien ausgewandert. Da war der Rechtsstaat längst organisiert. Heinrich seine Schuld war, dass er jüdischen Mitbürgern keine Hilfe geleistet hat vor über 20 Jahren :gruebel


    Ich kann dir hier nicht ganz folgen. Wo liegt deine Verständnisschwierigkeit?

  • Zitat

    Original von Lesebiene



    Claire und Heinrich Schneider sind doch erst 66 nach Argentinien ausgewandert. Da war der Rechtsstaat längst organisiert. Heinrich seine Schuld war, dass er jüdischen Mitbürgern keine Hilfe geleistet hat vor über 20 Jahren :gruebel


    Es heißt ja er war nicht aktiv beteiligt allerdings hat er jüdischen Menschen ärztliche Hilfe verweigert. Kann man nen Strick draus drehen, vor allem, wenn Menschen deshalb sterben mussten. Und der Mossad war ziemlich eifrig und erfolgreich, ehemalige Nazischergen aufzufinden.

    [SIZE=7]"Leute die Bücher lesen, sind einfach unberechenbar." Spruch aus "Wilsberg " [/SIZE]

  • Zitat

    Original von Findus


    Es heißt ja er war nicht aktiv beteiligt allerdings hat er jüdischen Menschen ärztliche Hilfe verweigert. Kann man nen Strick draus drehen, vor allem, wenn Menschen deshalb sterben mussten. Und der Mossad war ziemlich eifrig und erfolgreich, ehemalige Nazischergen aufzufinden.


    Stimmt. Die Israelis sind da sehr eifrig und erfolgreich.


    Jetzt verstehe ich auch worauf Lesebiene hinaus will. Heinrichs Schuld ging weiter. Er hat jüdischen Mitbürgern seine Hilfe als Arzt verweigert, indem er sich geweigert hat, sie zu behandeln. Er hat nach dem zweiten Weltkrieg in Frankreich gelebt und war dort zwei Jahrzehnte untergetaucht. Nun befürchtete er aber, entdeckt zu werden. Deshalb benötigte er auch Hilfe und Papiere, um das Land verlassen zu können.

  • Zitat

    Original von Findus
    Das heißt, die hinterlegten Papiere enthalten bereits alle Informationen??? Das war mir nicht klar, ich dachte wirklich, sie hat nur den code hinterlegt, aber um den auszuwerten braucht man da nicht das spezielle Lied das nur Zahra kennt???


    Nein, dann habe ich mich missverständlich ausgedrückt. Sie hat zahlreiche Dokumente dort hinterlegt, die unter anderem den Zugriff auf ihr Vermögen regeln etc pp und eben den besagten Code. Die Dokumente, um die es geht, sind verschlüsselt in einer Cloud, auf die sie und alle, die den Code kennen von überall Zugriff haben können.

  • Zitat

    Original von AlexBerg


    Stimmt. Die Israelis sind da sehr eifrig und erfolgreich.


    Jetzt verstehe ich auch worauf Lesebiene hinaus will. Heinrichs Schuld ging weiter. Er hat jüdischen Mitbürgern seine Hilfe als Arzt verweigert, indem er sich geweigert hat, sie zu behandeln. Er hat nach dem zweiten Weltkrieg in Frankreich gelebt und war dort zwei Jahrzehnte untergetaucht. Nun befürchtete er aber, entdeckt zu werden. Deshalb benötigte er auch Hilfe und Papiere, um das Land verlassen zu können.


    Wobei unterlassene Hilfeleistung sicher für 2/3 der Bevölkerung gegolten hat. Deshalb unterzutauchen hätte Deutschland vermutlich entvölkert. Da muss doch mehr gewesen sein.

    [SIZE=7]"Leute die Bücher lesen, sind einfach unberechenbar." Spruch aus "Wilsberg " [/SIZE]

  • Zitat

    Original von AlexBerg


    Stimmt. Die Israelis sind da sehr eifrig und erfolgreich.


    Jetzt verstehe ich auch worauf Lesebiene hinaus will. Heinrichs Schuld ging weiter. Er hat jüdischen Mitbürgern seine Hilfe als Arzt verweigert, indem er sich geweigert hat, sie zu behandeln. Er hat nach dem zweiten Weltkrieg in Frankreich gelebt und war dort zwei Jahrzehnte untergetaucht. Nun befürchtete er aber, entdeckt zu werden. Deshalb benötigte er auch Hilfe und Papiere, um das Land verlassen zu können.



    Ok, durch das Untertauchen sah es so aus, als ob er jüdische Mitbürger seine Hilfe verweigert hat, weil er den Nazi-Gedanken für richtig hielt.

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    Wendy Wasserstein

  • Jean hat sich im Laufe der Geschichte immer mehr verrannt und reingesteigert. Wie tragisch, wenn Elaine ihn tatsächlich nur benutzt hat und er seine Loyalität ihr gegenüber am Ende mit dem Leben bezahlt hat. Okay, die Dokumente wollte er auch, aber eigentlich nur, um Elaine aus Syrien zu bringen. Hmmm, trotzdem bin ich nicht wirklich warm mit ihm geworden, also ein Sympathieträger war er ja nicht. Wie er Zahra benutzt hat und Marion, das war schon sehr kaltherzig.


    Dass Marion sich mit ihrem Adoptivvater aussöhnt, und das noch relativ schnell, fand ich klasse. Er scheint ja ein toller Vater zu sein. Wer weiß, wie sie geworden wäre, wenn sie bei ihren leiblichen Eltern geblieben wäre. Möglicherweise auch so kalt und manipulativ wie man es ihrer Schwester nachsagt?


    Jetzt im letzten Abschnitt ist mir richtig deutlich geworden, dass es mehrere Töchter der Angst gibt. Zahra natürlich, aber auch Marions und Elaines Leben wurde durch Angst und Flucht beeinflusst.


    Wie schön, dass für Marion mit Baptiste ein kleiner Silberstreif am Horizont aufgetaucht ist!