'Inspector Swanson und der Fall Jack the Ripper' - Seiten 156 - 241

  • Neben Linkshänder scheint der Ripper auch anatomisch bzw. chirurgisch bewandert zu sein. Doch ein Arzt? Doch Gull?


    Der Fokus liegt aber mittlerweile schon sehr auf Mary Jane. Die Szene, in der über Mary Janes "notwendigen" Tod gesprochen wird, und dass man die Tat ja dem Ripper anhängen könnte, war heftig. Auch hier ein Arzt dabei und mindestens ein Freimaurer. Wer, außer dem Königshaus Nahestehenden, sollte so etwas planen, wenn Albert tatsächlich der mögliche Vater ist? Also auch hier: Doch Gull? Schon erstaunlich, dass man solche Angst vor einem Mädchen aus der Unterschicht hat. Sicher gab es noch mehr königliche Bastarde, oder? Oder haben die anderen Mädchen alle abgetrieben? Warum hält Mary Jane so an dem Kind fest, wo es doch praktisch aus einer Vergewaltigung entstanden ist? Oder ist Albert gar nicht der Vater? Und was war das mit dem Klopapier?


    Ein paar Mal wird auch "Jekyll und Hyde" erwähnt, wo sich ja auch ein respektabler Arzt (!) in einen brutalen Mann "verwandelt". Könnte man Parallelen zu Jack ziehen ...


    Auch Greenland ist nun undercover unterwegs, er sucht nach Winslow. Dass Winslows Nase von Abberline gebrochen worden war, war mir direkt klar. Schon komisch, da tauchte er vor dessen Nase auf ...


    Dann taucht ein Brief von Jack auf, worin er sich selbst den Namen "Jack the Ripper" gibt. Ob der aber wirklich von Jack war? Falls ja, ist er möglicherweise Amerikaner oder hat dort eine Zeit lang gelebt, ich weiß nicht, ob das auf einen der bisherigen Verdächtigen passt.


    Bemerkenswert erscheint mir noch, dass alle bisherigen Opfer todkrank waren. Hat der Ripper sie sich deswegen ausgesucht? Doch woher konnte er das wissen?


    Manchmal scheint mir der Roman den roten Faden verloren zu haben. Bin gespannt, wie diejenigen, die die Ripper-Geschichte noch nicht genauer kennen, das empfinden.


    So, ein paar Seiten gehen heute noch ...

  • Zitat

    Original von PMelittaM


    Manchmal scheint mir der Roman den roten Faden verloren zu haben. Bin gespannt, wie diejenigen, die die Ripper-Geschichte noch nicht genauer kennen, das empfinden.


    So, ein paar Seiten gehen heute noch ...


    Liebe PMelittaM,


    vielleicht bist Du auf der richtigen Spur...


    Was mich als Autor interessieren würde: Wo hast Du das Gefühl, der Roman verliert den roten Faden? Ich selbst glaube, dass man diese komplexe Geschichte nicht noch straffer erzählen kann.


    LG,


    Robert


  • Ich kann leider keine bestimmte Stelle nennen, hatte nur manchmal das Gefühl, wenn ich nicht schon Einiges wüsste, fände ich das Ganze etwas verworren, habe aber leider nicht bestimmte Stellen markiert (ich glaube auch eher, es war so ein allgemeines Gefühl, was ich auch öfter bei Filmen habe, wenn ich die dazugehörigen Bücher kenne), deshalb bin ich mal gespannt, ob auch andere so empfinden oder ob das nur eine Vermutung von mir ist ... Sorry ... Und ja, vielleicht liegt es einfach an der Komplexität ...

  • Zitat

    Original von RobertCMarley
    Ich selbst glaube, dass man diese komplexe Geschichte nicht noch straffer erzählen kann.


    Ich erinnere mich, gelesen zu haben, dass das Manuskript mal 600 Seiten hatte?
    Augenblicklich habe ich keine Probleme, mir gefällt, dass es puzzleartig, einmal aus der Perspektive, dann wieder aus der anderen, beleuchtet wird.
    Da ich mich ja schon viel über den Ripper belesen habe, sind viele Namen nicht unbekannt.


    Mir ist noch nicht ganz klar, auf welcher Seite Sickert steht. Einerseits, die Szene in dem Waschraum (war der eine Phillips oder Gull?), da hat es sich angehört, als wenn er für das Königshaus arbeitet, aber er warnt ja Druitt. Und meint, es wäre seine Schuld.


    Pizer scheidet aus, wenn man so den verliebten Druitt sieht, der auch.
    Auf Winslow tippe ich auch nicht, der wird vielleicht auch noch ein Opfer werden, wenn der weiter so herumschnüffelt. Oder der ist es doch, wäre aber sehr offensichtlich.


    Das nächste Opfer: Elizabeth. Zuerst dachte ich ja an Barnett, aber den habe ich auch mittlerweile gestrichen. Sie hätte ihn ja erkannt.
    Wer bleibt denn da noch übrig?


    Aus dem Brief des Rippers kann man schließen, dass er gebildet ist und wohl aus Amerika stammt oder dort einmal gelebt hat.


    Na dann, Endspurt und Weiterraten.

  • Zitat

    Original von Minusch


    Ich erinnere mich, gelesen zu haben, dass das Manuskript mal 600 Seiten hatte?



    Liebe Minusch,


    das Manuskript habe ich tatsächlich um über die Hälfte gekürzt. Jetzt ist eigentlich nur noch drin, was unbedingt nötig ist. Ursprünglich wollte ich wirklich jede Theorie und jeden kleinen Fitzel Fakten drinhaben :-).


    Und eine Karte von Whitechapel wollten wir ursprünglich auch drin haben. Das war allerdings wegen der Rechte nicht möglich. Man hätte sie selbst zeichnen müssen ...


    Was die Kloszene angeht: Glaubst Du, Sickert sei mit dabei gewesen? Über die eingestreuten Infos darf man doch nicht einfach so hinweg lesen... ;-). Ich fürchte, da musst Du genauer hinschauen. Der eine regiert das Land (und ist nicht die Königin) und der andere ist offensichtlich Arzt. Wer könnten die Personen sein?


    Ich will ja nicht zuviel verraten, aber auch die Todesszene von Mrs. Stride würde ich nach Ende des Buches noch einmal lesen :-).


    LG,


    Robert

  • Zitat

    Original von RobertCMarley
    Was die Kloszene angeht: Glaubst Du, Sickert sei mit dabei gewesen? Über die eingestreuten Infos darf man doch nicht einfach so hinweg lesen... ;-). Ich fürchte, da musst Du genauer hinschauen. Der eine regiert das Land (und ist nicht die Königin) und der andere ist offensichtlich Arzt. Wer könnten die Personen sein?


    Ich will ja nicht zuviel verraten, aber auch die Todesszene von Mrs. Stride würde ich nach Ende des Buches noch einmal lesen :-).


    Nein, nicht Sickert, ich meinte die Szene in seinem Atelier, mit dem Messer, das er von Gull und Warren bekam.


    Zur Kloszene:
    Da habe ich Phillips oder Gull im Verdacht (beide Ärzte), aber eher Gull, weil er der Leibarzt ist und es passt ja auch, dass der andere "das Land regiert". Ist unmissverständlich.


    Wegen der Szene mit Elizabeth, da habe ich nun einen Verdacht. Mal sehen, ob der stimmt.

  • Zitat

    Original von PMelittaM
    Schon erstaunlich, dass man solche Angst vor einem Mädchen aus der Unterschicht hat. Sicher gab es noch mehr königliche Bastarde, oder? Oder haben die anderen Mädchen alle abgetrieben? Warum hält Mary Jane so an dem Kind fest, wo es doch praktisch aus einer Vergewaltigung entstanden ist? Oder ist Albert gar nicht der Vater? Und was war das mit dem Klopapier?


    Bemerkenswert erscheint mir noch, dass alle bisherigen Opfer todkrank waren. Hat der Ripper sie sich deswegen ausgesucht? Doch woher konnte er das wissen?


    Ja, das hat mich auch ein wenig verwundert. Ich dachte immer es hätte allerhand Bastarde gegeben, die halt eben nicht anerkannt wurden. War das da nicht mehr so??
    Das mit dem Klopapier hab ich auch nicht verstanden! ?(


    Ja, das ist mir auch aufgefallen, dass die alle krank waren. Aber woher wusste er das? Hat er sich doch gekannt? Aber Elizabeth scheint ihn ja nciht gekannt zu haben, sondern nur nett gefunden zu haben? :gruebel Und vll sind die Frauen alle ohne Kampf gestorben, weil er erstens nett war und 2. weil sie dachten er wäre nur ein weiterer Freier?


    Also ich finde bisher nix verworren! :wave


    Und äh moment Mal! Der Kerl von Elizabeth war Rechtshänder!?!? Doch 2 Mörder oder ein Beidhänder??


    edit: ah! Neuer Gedanke! Die denken er wäre Linkshänder, da das Messer von links nach rechts geführt wurde, aber er ist Rechtshänder und das Messer wurde von links nach rechts geführt, da er immer hinter ihnen stand. So hat er auch wenig/kein Blut abbekommen oder und deswegen hat sich auch keine gewehrt!? :gruebel

  • Heute geht es aber flott bei mir. Ich muss mich aber wirklich dazu zwingen langsam zu lesen. Irgendwie komisch, weil es ja eigentlich kein Buch ist, in dem alles Schlag auf Schlag kommt.


    Ich bin ja wirklich froh, dass Mary Jane bei dem Pfarrer untergekommen ist. Obwohl ich nicht glaube, dass ihr das viel bringt. Und endlich hat Montague (Monty :grin) ihr gestanden, dass er in sie verliebt ist. Hoffentlich rettet sie das.


    Ich bin immer noch unschlüssig, wer der Mörder sein könnte. Jedenfalls kein Affe :lache Dass Dr. Winslow selber ermittelt finde ich schon irgendwie schräg. Aber gut. Ich frag mich nur, ob man ihm trauen kann. Aber jetzt hat sich ja der Mörder zu Wort gemeldet. Das ist schon mal ein Vorteil. Hat er das damals wirklich? Oder ist das Fiktion?


    Und dass Elisabeth die nächste auf der Liste ist, war mir schon irgendwie klar. Komisch finde ich im übrigen auch, dass scheinbar nur kranke Frauen ermordet werden? Oder ist das Zufall? War das tatsächlich so? Tut mir leid, ich weiss nicht allzuviel über das ganze Drumherum, daher frage ich so doof. Wissen wir, ob Elisabeth krank ist? Ich weiss nicht, ob ich das vielleicht überlesen habe.


    Greenland habe ich in diesem Abschnitt total in mein Herz geschlossen. Er scheint ein netter Mann zu sein. Anfangs dachte ich eher, er wäre überheblich und arrogant. Ist er aber gar nicht. Ich bin gespannt, was er noch so rausfindet.


    Ich habe nicht das Gefühl, dass das Buch den roten Faden verloren hat. Ich denke eher, dass es so war, dass man nicht wusste, wo man suchen sollte. Bisher ist alles ein Fragezeichen, aber das soll doch so sein?


    Zitat

    Original von RobertCMarley


    das Manuskript habe ich tatsächlich um über die Hälfte gekürzt. Jetzt ist eigentlich nur noch drin, was unbedingt nötig ist. Ursprünglich wollte ich wirklich jede Theorie und jeden kleinen Fitzel Fakten drinhaben :-).


    Ach, wie schade. Ich mag ja dicke Bücher und auch, wenn viele Details drin stehen. Gibt es einen Grund, warum du dann doch so viel gekürzt hast?


    Zitat

    Original von Nightflower


    Ja, das ist mir auch aufgefallen, dass die alle krank waren. Aber woher wusste er das? Hat er sich doch gekannt? Aber Elizabeth scheint ihn ja nciht gekannt zu haben, sondern nur nett gefunden zu haben? :gruebel Und vll sind die Frauen alle ohne Kampf gestorben, weil er erstens nett war und 2. weil sie dachten er wäre nur ein weiterer Freier?


    l


    Oder Jack the Ripper war deren Arzt, der dann natürlich die Krankengeschichte kannte. Und dem haben sie vertraut und daher waren die Morde so einfach für ihn? Und Elisabeth war nicht krank, daher kannte sie ihn nicht. Oder so... ;-)


    Zitat

    Original von Nightflower


    edit: ah! Neuer Gedanke! Die denken er wäre Linkshänder, da das Messer von links nach rechts geführt wurde, aber er ist Rechtshänder und das Messer wurde von links nach rechts geführt, da er immer hinter ihnen stand. So hat er auch wenig/kein Blut abbekommen oder und deswegen hat sich auch keine gewehrt!? :gruebel


    Ich frage mich sowieso, wie sie auf die Idee kamen, dass der Mörder vor den Frauen gestanden hat. Da bricht man sich doch die Arme, wenn man jemandem die Kehle durchschneiden möchte, oder? Von hinten angreifen ist doch viel einfacher. Aber ich habe da auch nicht so viel Erfahrung mit ;-)

    "Monsters are real, and ghosts are real, too. They live inside us, and sometimes, they win."

    (Stephen King)

  • Ich bin noch völlig planlos, wer denn nun der Mörder ist, den Affen schließe ich allerdings auch schonmal aus. :lache


    Zitat

    Original von PMelittaM
    Ich kann leider keine bestimmte Stelle nennen, hatte nur manchmal das Gefühl, wenn ich nicht schon Einiges wüsste, fände ich das Ganze etwas verworren, habe aber leider nicht bestimmte Stellen markiert (ich glaube auch eher, es war so ein allgemeines Gefühl, was ich auch öfter bei Filmen habe, wenn ich die dazugehörigen Bücher kenne), deshalb bin ich mal gespannt, ob auch andere so empfinden oder ob das nur eine Vermutung von mir ist ... Sorry ... Und ja, vielleicht liegt es einfach an der Komplexität ...


    Ich habe ja, wie schon gesagt, keine Vorkenntnisse, finde das Ganze aber nicht verworren, außer dass ich noch keine Ahnung habe, wer denn nun der Mörder ist, aber das will ich nach etwas über Hälfte ja eigendlich auch noch gar nicht genau wissen.


    Gab es eigendlich noch mehr so sonderabre Theorien wie die mit dem Affen?
    Die hätte ich dann auf jeden Fall auch noch gerne gelesen!


  • Liebe Booklooker,


    Ja, Mary ist bei Barnett erstmal in Sicherheit und Monty kann aufatmen. Dummerweise ist sie noch immer in Gefahr. Ich hoffe, ich verrate nicht zuviel, aber Mary war bekanntlich das vermeintlich letzte Opfer des Rippers ... :-(.


    Winslows Aktionen im East End basieren auf Fakten. Die lustige Anzeige wollte er tatsächlich schalten ... Und die Briefe des Rippers sind natürlich ebenfalls echt - also, damit meine ich, sie wurden an die besagte Nachrichtenagentur geschickt und hatten den beschriebenen Wortlaut.
    Ha! (Robert klatscht in die Hände) ich freue mich sehr, dass Du Greenland sympathisch findest. Ich mag ihn auch. Er kommt ursprünglich aus einfachen Verhältnissen, kam durch Erbschaft zu Geld und hat (hoffentlich) seine Herkunft nicht vergessen und das Herz auf dem rechten Fleck.


    Alle Opfer waren krank. Aber woher wusste das der Mörder? Zufall? Oder waren sie seine Patienten? Erinnerst Du Dich noch an den jungen Arzt vom Anfang (Mord an Martha Tabram)? Er wohnte ganz in der Nähe und Swanson mutmaßt ebenfalls, dass Mrs. Tabram zu seinen Patienten gehört haben könnte. Eine vielversprechende Spur?


    Ja, überall Fragezeichen. Es war tatsächlich so, dass die Polizei in dem Fall beinahe hilflos herumstolperte. Auf Gut Glück wurden tagtäglich halbwegs verdächtige Personen verhaftet und schließlich wieder freigelassen. Mit einem solchen Mörder hatte man nie zuvor zutun gehabt, und die Polizei stand mächtig unter Druck, Ergebnisse vorzuweisen.


    Wie man damals glauben konnte, der Mörder habe vor den Opfern gestanden (mitten in der Blutfontäne) weiß ich auch nicht...


    Und gekürzt habe ich das Buch, da mich meine Verlegerin davon überzeugt hat, dass es eben ein Roman und kein Sachbuch ist, und all die Nebenschauplätze den Leser nur bremsen würden. Ich denke, sie hatte völlig recht!


    LG,


    Robert

  • Ich finde jetzt auch nicht, dass der rote Faden verloren gegangen ist. Es gab eben sehr viele Spuren beim Ripper-Fall, die natürlich auch weiterverfolgt werden mussten. Scotland Yard war wirklich nicht zu beneiden...wenig Leute in einem so aufwendigen Fall. Was da alles an Beweismaterial verloren gegangen ist...


    Ich finde, das ist im Buch wirklich gut beschrieben. Die Suche nach der Nadel im Heuhaufen.... In so einem Stadtviertel wie Whitechapel konnte ein Verbrecher doch problemlos immer wieder untertauchen, ohne das jemand was wirklich gravierendes im Gedächtnis behält.


    Greenland gefiel mir in diesem Abschnitt total gut, obwohl's bestimmt nicht leicht war für ihn. Und das nicht nur wegen des Wetters :lache


    Das Mary beim Reverend Unterschlupf gefunden hat, hat mich beruhigt. Aber, ob sie das wirklich retten kann :gruebel


    Mit Gull stimmt was nicht... das hatte ich schon vermutet. Er startet ein Ablenkungsmanöver nach dem anderen. Bin gespannt...


    Als Elizabeth auf der Bildfläche erschien, war mir klar, dass der Ripper nicht mehr weit sein konnte. Zumindest dann, wenn man über die Morde schon einiges weiß...

  • Ja, ich dachte mir schon, dass Mary eins der Opfer werden könnte. Ich bin jetzt im letzten Abschnitt und finde es immer noch schade, dass das Buch nicht länger ist.
    War es denn ursprünglich wirklich wie ein Sachbuch geschrieben? Wie hast du entschieden, welche Infos drin bleiben dürfen? Ich denke, wenn man sich so lange mit dem Thema befasst ist doch alles wichtig, oder nicht?

    "Monsters are real, and ghosts are real, too. They live inside us, and sometimes, they win."

    (Stephen King)

  • Zitat

    Original von Booklooker
    Ja, ich dachte mir schon, dass Mary eins der Opfer werden könnte. Ich bin jetzt im letzten Abschnitt und finde es immer noch schade, dass das Buch nicht länger ist.
    War es denn ursprünglich wirklich wie ein Sachbuch geschrieben? Wie hast du entschieden, welche Infos drin bleiben dürfen? Ich denke, wenn man sich so lange mit dem Thema befasst ist doch alles wichtig, oder nicht?


    Nee, es war genauso geschrieben wie jetzt - nur deutlich umfangreicher. Aber ich glaube, das wäre nur für absolute Ripper-Freaks interessant gewesen ... :-).


    Es waren deutlich mehr Szenen drin wie die, in der die Inspector-Littlechild-Theorie (die ich dringelassen habe) abgehandelt wird. Mein Freund Stewart Evans entdeckte in den 1990ern den in Ripper-Kreisen heute sehr berühmten Littlechild-Letter. Darin erwähnt Inspector Littlechild einen Dr. Tumblety. Er gehörte damals zu den Hauptverdächtigen, stand aber nicht in den verbliebenen Akten von Scotland Yard (bzw des Innenministeriums). Gemeinsam mit Paul Gainey schrieb Stewart daraufhin ein großartiges Sachbuch über Tumbloety und die Ripper-Morde. In meinem Buch machte ich aus Stewart Evans und Paul Gainey dann zwei Constables, die gemeinsam einen Abschlussbericht über Tumblety schreiben müssen. Ich fand es ganz witzig, Verdächtige, die erst später wiederentdeckt wurden in die damalige Geschichte einzubauen. So auch James Maybrick (der angeblich das Tagebuch von Jack the Ripper geschrieben hat), der mal eben so vorüberspaziert, ohne groß erklärt zu werden.
    Das ursprüngliche Manuskript war voll davon - und es war gut, das Buch auf ein gesundes Maß zusammenzustreichen. :-).


    LG,


    Robert

  • Alle wuseln herum, zum Teil undercover und kommen der Lösung keinen Schritt näher :grin
    Mrs. Barnett ist ja echt putzig. Die Frau versteht zu leben :-)


    Montague hat sich ernsthaft in Mary Jane verliebt. Wenn man weiß, wie sich die Dinge tatsächlich entwickelt haben, ist das schon traurig. Ich würde den beiden ein Happy End gönnen.


    Dass der Mörder hinter den Opfern gestanden hat, ist wohl die logische Schlussfolgerung. Sonst hätte er mit Sicherheit Blut an der Kleidung gehabt.


    Robert : Waren tatsächlich alle Frauen totkrank, ist das eine Tatsache oder Deine Phantasie?
    Wenn es sich so zugetragen hat, wie Du es hier schilderst, dann scheint mir darin der Ansatz zum Auffinden des Mörders zu sein. Einerseits waren die Frauen dem Tod geweiht, nur solche hat der Täter ermordet. Okay. Woher wußte er davon? Arzt? Pfarrer? Und warum wurden sie so grausam verstümmelt? Was wollte er damit bezwecken? Sie zur Schau stellen? Wer hatte die Gelegenheit, so nahe an die Frauen heranzukommen?
    Auch hier wieder: Arzt? Pfarrer? An Gull glaube ich nicht mehr, das passt irgendwie nicht. Dr. Winslow hatte ich nie auf meiner Liste. Der war nur Ablenkung ;-)
    Aber was ist mit unserem scheinbar so netten Pfarrer, dem sein Stadtteil und seine Gemeinde doch so am Herzen liegen? Vielleicht mit seiner netten Ehefrau als Gehilfin? :gruebel Und wenn ich davon ausgehe, dass es hier einen völlig neuen Ansatz dazu geben könnte, wer der Täter war, könnte es tatsächlich der Pfarrer gewesen sein. Hat es ihn wirklich gegeben? In der Literatur über Jack the Ripper finde ich ihn nicht. Also wäre es eine nette Sache, ihn zum Möder zu machen. Obwohl, dann würde er wohl Mary Jane Kelly nichts tun, denn die ist schließlich schwanger. Das glaube ich dann doch nicht, dass er eine Schwangere umbringen würde.


    Soweit zu meinen Spekulationen. jetzt bin ich aber echt gespannt, wen Robert uns als Täter präsentieren wird :-)


    Hier ist eine interessante Seite zu Jack the Ripper


    Karte von Whitechapel, klick


  • Liebe JaneDoe,


    ja, Barnett ist real:


    http://en.wikipedia.org/wiki/Samuel_Barnett_%28reformer%29


    Aber wenn er der Mörder wäre, warum hätte er Mary Jane umbringen sollen?


    Winslow hat tatsächlich im East End auf eigene Faust ermittelt. Sogar die Anzeige, die er aufgeben wollte, und von der er Frederick erzählt, hat es gegeben. Und er genoss (wie er in seiner Autobiografie schreibt) das Vertrauen der "armen Kreaturen". Originaltext: "Alle Herbergswirte und auch die armen Kreaturen auf der Straße kannten mich. Angsterfüllt stürzten sie mit jedem bisschen Information ... zu mir."


    Und auch, dass sämtliche Opfer krank waren und über kurz oder lang ohnehin gestorben wären, ist eine Tatsache. Tja, wer konnte das Wissen? Ein Arzt? Pfarrer? Ein Herbergsverwalter wie Mr. Donovan ... ?


    LG,


    Robert

  • Zitat

    Original von RobertCMarley
    Aber wenn er der Mörder wäre, warum hätte er Mary Jane umbringen sollen?


    Naja, vielleicht war er es ja nicht. Es gab ja auch noch weitere Tote, die Jack the Ripper zugesprochen wurden und bei denen man heute eher annimmt, dass es ein anderer Täter war. Vielleicht wurde Mary Jane doch wegen ihrer Schwangerschaft umgebracht? Obwohl, warum sie deshalb töten? Es hat doch schon immer eine Menge königlicher, sogenannter Bastarde gegeben, da käme es auf einen mehr oder weniger auch nicht an. Fragen über Fragen :grin