Leichtmatrosen - Der Film. Am 12.5.2017 in der ARD!

  • Ich habe den Roman ja immer noch nicht gelesen und kann daher nur zum Film schreiben. Ich wurde positiv überrascht, dieser Freitagabendfilm hat sich für mich von der üblichen Abendberieselung um die Zeit abgehoben. Endlich waren mal Männer die Hauptpersonen und es ging nicht um Liebesromanzenverwicklungen. Mir hats wirklich gut gefallen.


    Tom war auch sehr gut erkennbar. Für Eulentreffenteilnehmer in nicht unbekannter Pose :bier.

    Manche Bücher müssen gekostet werden, manche verschlingt man, und nur einige wenige kaut man und verdaut sie ganz.
    (Tintenherz - Cornelia Funke)

  • Zitat

    Original von Gucci
    Tom war auch sehr gut erkennbar.


    Wenn er seinen Auftritt kurz nach der Stockente hatte, fand ich ihn auch! :lache
    :wave

    “Lieblose Kritik ist ein Schwert, das scheinbar den anderen, in Wirklichkeit aber den eigenen Herrn verstümmelt.”Christian Morgenstern (1871 – 1914)

  • Ich habe nach dem Film noch einmal den Roman gelesen und danach den Film ein zweites Mal angeschaut. Da hat er mir noch besser gefallen, als beim ersten Mal. Gut umgesetztes Buch, aber in Schriftform gefällt es mir besser.

  • Magst du uns abschließend noch kurz etwas zu dem Dreh deiner Szene erzählen?
    Kanntest du die Herren rechts und links?
    Oder waren das namenlose Komparsen?
    Hast auch du ein Komparsengeld erhalten?
    Oder war dafür das Bier gratis? :lache
    War da überhaupt echtes Bier drin?
    Klappte alles gleich beim ersten Mal oder hieß es
    "Bier mit Liehr, Klappe die dreiundzwanzigste!"
    Sorry, aber das ging mir alles so durch dem Kopf :grin :wave

    “Lieblose Kritik ist ein Schwert, das scheinbar den anderen, in Wirklichkeit aber den eigenen Herrn verstümmelt.”Christian Morgenstern (1871 – 1914)

  • Huhu, Maikaefer.


    Die beiden Gesellen links und rechts von mir sind zwei der insgesamt fünf Original-Leichtmatrosen. Ich habe mit diesen und zwei weiteren Freunden in den Jahren 2010 und 2011 Hausboot-Trips unternommen, jeweils fünf Tage auf diesem Topf hier:



    Während der zweiten Tour ist die Idee für das Buch entstanden, aber die Freunde, die mich da begleitet haben, haben mit Finke, Henner, Simon und Mark (nicht im Film) nichts zu tun.


    Als die ersten Gespräche mit der Produktionsfirma stattgefunden haben, habe ich den Wunsch geäußert, einen Cameo-Auftritt zu bekommen. Der Produzent schlug daraufhin vor, alle von der Originalbesatzung an Bord zu holen. Leider war in der Drehzeit einer der Kumpels in Australien und der andere bei einer Beisetzung in Süddeutschland, weshalb wir nur zu dritt waren.


    Nein, wir haben kein Komparsengeld bekommen. Das Bier ist alkoholfreies Bier gewesen, das wir auch nicht trinken durften, weil es insgesamt zwanzig Takes dieser Szene gab - und das Bier immer wieder schaumig gerührt wurde. Diese kleine Szene hat satte zwei Stunden gedauert. Wir durften uns aber beim Catering bedienen, und zwar beim guten, richtigen Catering - und nicht beim Billigzeug, das für die Komparsen bereitstand. Allerdings gab es am Set keinen Alkohol (streng verboten!), und nachdem wir am späten Nachmittag mit unserem großen Auftritt durch waren, bin ich zu einer Tankstelle gefahren und habe uns etwas echtes Bier geholt. Gedreht wurde das übrigens im Strandbad am Schwielowsee, in der Nähe von Potsdam - also weitab von der Region, in der der Film eigentlich spielt. Fünfzig Meter weiter wurde übrigens am selben Tag vormittags die Fluchtszene von Simon gedreht, die mit der Fähre. Das ist die Seilfähre in Caputh.


    Lustige Anekdote am Rande: Als wir zum Set kamen, empfing uns eine Produktionsassistentin. Sie fragte uns, ob wir "Macarena" kennen würden, dieses fürchterliche Lied. Wir nickten vorsichtig. Dann fragte sie, ob wir den Tanz dazu kennen würden. Wir nickten noch vorsichtiger. Sie lächelte und bat uns, das Video auf Youtube zu suchen und den Tanz zu proben, weil wir im Rahmen unseres Cameos eben genau das tun müssten: Macarena tanzen. Dann verschwand sie. Stefan (rechts von mir) flüsterte: "Ich habe Rücken." Frank (links): "Ich muss weg." Ich machte mich auf die Suche nach dem Produzenten, der aber auch nur lächelte und sagte: "Das wird super, glaubt mir." Wir fanden das aber überhaupt nicht super, schlürften unseren Kaffee und dachten über Flucht nach. Als wir dann dran waren, stellte sich heraus, dass man uns sehr gepflegt und ziemlich intensiv verarscht hatte. :grin

  • Huhu, Tom,
    vielen Dank für den tollen Bericht, ich kichere immer noch, weil ich mir die Gesichter von Henner und Simon (die sind mir natürlich gegenwärtiger als die der wahren Komparsenfreunde) in der von dir geschilderten Gesprächsszene mit der Produktionsassistentin vorstelle :grin
    Erstaunt hat mich jedoch, dass ihr - keine negative Kritik, ich selbst hätte vermutlich noch viel mehr benötigt, weil ich beim Bier-in-Empfang-Nehmen jedes Mal an "Macarena" denkend losgekichert hätte! - ZWANZIG Takes gebraucht habt! Ihr hattet doch außer einem Dankesgebrummel keinen Text. Zwanzig klingt nach der Marilyn Monroe/Tony Curtis-Szene auf der Yacht in "Manche mögen's heiß". Oder nach "Mein Name ist Erwin Lottemann..." :lache
    Du musst unbedingt zusehen, dass weitere deiner Bücher verfilmt werden!!!
    Gibt es da momentan irgendwelche Hoffnungen?
    Ein Buch über die Verfilmung eines Buches eines jungen Berliner Autors wäre vielleicht ebenfalls eine Option:-]
    :wave

    “Lieblose Kritik ist ein Schwert, das scheinbar den anderen, in Wirklichkeit aber den eigenen Herrn verstümmelt.”Christian Morgenstern (1871 – 1914)

  • Hallo, Maikaefer.


    Die Szene besteht ja nicht nur aus der Bierübergabe an uns, sondern geht danach direkt und ungeschnitten weiter. Sie ist aber vor allem deshalb so oft gedreht worden, weil sie sich permanent verändert hat. Erst sollte man uns Speisekarten bringen, dann Speisekarten abnehmen und den Jungs bringen, dann gab es noch drei weitere Versionen. Die Kellnerin - eine Komparsin - hatte zu ihrer eigenen Verblüffung mal eine Sprechrolle, dann wieder nicht, die Film-Leichtmatrosen wurden umgesetzt, zweimal ging's bei denen schief. Faszinierend übrigens, wie Schauspieler auch beim zwanzigsten Mal Emotionalität und Gesichtsausdrücke abrufen können, als wären sie echt. Na ja, aus irgendeinem Grund müssen sie ja mehrere Millionen pro Drehminute bekommen.


    Zitat

    Du musst unbedingt zusehen, dass weitere deiner Bücher verfilmt werden!!!


    Aye. Am liebsten "Sommerhit" übrigens. Aber das ist sehr aufwendig.
    Es gibt Gespräche. ;-)

  • Ach so:


    Zitat

    Ein Buch über die Verfilmung eines Buches eines jungen Berliner Autors wäre vielleicht ebenfalls eine Option


    Welcher junge Autor? :wow


    Tatsächlich ist die Filmbranche möglicherweise ein interessantes Sujet.


    Über eine Fortsetzung denken auch ein, zwei Beteiligte nach, soweit ich weiß.

  • Vielen Dank, Tom, dass Du es uns so ausführlich schilderst und auch Eure Reaktionen auf die angebliche Cameo mit dem Macarena-Tanz. Die Produktionsassistentin hat Euch einfach so eingeschätzt, dass Ihr das lustig umsetzen werdet. Hättet Ihr auch, doch dafür hätte das Bierverbot am Set aufgehoben werden müssen.

    Manche Bücher müssen gekostet werden, manche verschlingt man, und nur einige wenige kaut man und verdaut sie ganz.
    (Tintenherz - Cornelia Funke)

  • Endlich haben auch wir uns die Leichtmatrosen angeguckt. :-]


    Uns hat der Film gut unterhalten, ich hatte lediglich gelegentlich Probleme, Simons Dialekt zu verstehen, da hat er mir zu sehr genuschelt.


    Tom habe ich natürlich sofort entdeckt (und mir gedacht: "Hey ... an dieser Stelle könnte jetzt aber auch Macarena getanzt werden!" :lache).


    Das Buch habe ich ja leider nach wie vor noch nicht gelesen *seufz*, aber das kommt schon auch noch irgendwann. :-)


    Vielleicht gibt es ja bis dahin auch noch die eine oder andere Liehr-Verfilmung. Ein vielversprechender Anfang wurde jedenfalls gemacht. :anbet

    Lieben Gruß,


    Batcat


    Ein Buch ist wie ein Garten, den man in der Tasche trägt (aus Arabien)

  • Jau, war ganz nett. Eine Verfilmung eines Aspektes des Buches, bei dem der Tiefgang des Buches nicht so wichtig war wie der Tiefgang der Tusse.

    Nemo tenetur :gruebel


    Ware Vreundschavt ißt, wen mahn di Schreipfelerdes andereen übersiet :grin


    :lesend Ungläubiges Staunen- Über das Christentum Navid Karmann :lesend

  • Der Film wurde gestern im WDR wiederholt und steht deshalb jetzt wieder für 3 Monate in einer Mediathek zur Verfügung:

    https://www1.wdr.de/mediathek/…nn-in-einem-boot-100.html

    :( Schade, dass der Hinweis nicht vorher kam, sonst hätte ich mir diesen Film gern direkt im WDR angeschaut und auf Festplatte aufgenommen. So habe ich das in meiner Fernsehzeitschrift übersehen. Wird er vielleicht noch in einem anderen öffentlich-rechtlichen Sender wiederholt? Ich schaue nicht so gern Mediathek.


    :


    Edit: hab's gefunden: der Film wird am Samstag, 24.03.18 um 12:00 Uhr im Bayerischen Rundfunk wiederholt. :)

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    Von den vielen Welten, [...] ist die Welt der Bücher die größte. (Hermann Hesse)


    :lesend Charlotte Bronté: Shirley

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  • Aber wann und wo genau, das weiß ich leider nicht.

    Ja, siehe oben! :wave


    :


    Und noch eine Wiederholung im BR nachts um 1:00 Uhr sonntags - passend zum Beginn der Sommerzeit:strahl

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    Von den vielen Welten, [...] ist die Welt der Bücher die größte. (Hermann Hesse)


    :lesend Charlotte Bronté: Shirley

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