Nick Hornby: "A long way down"

  • Mich hat die Geschichte auch sehr interessiert und habe voller Vorfreude angefangen zu lesen. Nach etwa 100 Seiten habe ich es wieder auf Seite gelegt, irgendwie hat es sich zu sehr gezogen. Ich habs allerdings noch nicht ganz aufgegeben, weil ich mir nicht sicher bin, ob es mir nur jetzt nicht gefällt, oder ob mir das Buch grundsätzlich nicht gefällt.


    Irgendwann werde ich es wohl doch nochmal zur Hand nehmen.

  • Ich habe "A long way down" in den Sommerferien auf Englisch gelesen, was, denke ich, eine gute Entscheidung war. Denn es kommen ja recht viele lustige Sprüche vor, die aufgrund der Übersetzung verloren gehen könnten.
    Jedenfalls hat es mir recht gut gefallen. Es stimmt, dass es sich etwas hinzieht, aber auch irgendeinem Grund hat mich das nicht gestört. Das Thema ist egtl recht ernst, doch Nick Hornby schafft es, eine witzige Geschichte daraus zu zaubern, die einen oft während des Lesens schmunzeln lässt.
    War mal was anderes und mir hat es recht gut gefallen.

  • Ich hab mri das Buch von einer Freundin ausgeliehen und hatte davor keinerlei Bekanntschaften mit Hornby. Nun ja, "A long way down" wird fürs erste mein letzter Hornby bleiben. Ich hab das Buch nach der Hälfte weggelegt, weil es einfach nur langweilig war.

    "I think too much. I think ahead. I think behind. I think sideways. I think it all. If it exists, I’ve fucking thought of it.''
    — Winona Ryder


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  • Ich habe mir ,A long way down' als Hörbuch geliehen, und mit den unterschiedlichen Erzählstimmen ist es wirklich gut gemacht. Auch den Inhalt finde ich schön schräg und gelungen...
    Das ist mein erster Versuch mit einem Hornby, eigentlich lese ich lieber Krimis. Habe den Rückseitentext gelesen, und fand die Idee von diesen vier Leuten, die sich auf einem Hochhausdach treffen, weil sie sich umbringen wollten, so skuril, daß ich es genauer wissen wollte.
    Oki, die Hauptdarsteller mögen manchmal etwas klischeehaft daherkommen, aber grade das mach es für mich einfacher dabeizubleiben. Sie wachsen einem wirklich ans Herz, und ich bin gespannt auf das Ende. Bis jetzt bin ich noch an dem Punkt, wo sich für fast alle eine Wendung zum Besseren abzeichnet.
    Ich mag das Buch und den schnoddrigen Stil, mit dem es geschieben ist :-)


    Und weil hier fast alle meinten ,High Fidelity' wäre noch besser, werde ich mir das mal als Nächstes zu Gemüte führen :lesend

  • Gute Idee, aus der zu wenig gemacht wurde. Die Charakteren sind interessant, durchgeknallt und sehr verschieden. Ab und zu musste ich ein wenig schmunzeln, habe mich aber den grössten Teil des Buches gefragt, um was es eigentlich geht. Seitenweise sinnloses Gelabere und unglaubwürdige Wendungen verdarben die ganze Geschichte.
    Einzig Maureens Lebensgeschichte berührte mich und stach aus dem Buch hervor!

  • Was mir an dem Buch gefallen hat, ist schnell aufgezählt, die Idee an sich und die Schreibweise, die Geschichte immer aus der Position einer der vier Protagonisten erzählen zu lassen.
    Sonst gab es eigentlich nichts mehr, was mich begeistert hätte. Die schnoddrige Sprache, das ewige Geraunze und Gejammer, ist mir zunehmend auf die Nerven gegangen. Wenn sich jeder wegen einer gescheiterten Ehe, einer verpfuschten Karriere oder Liebeskummer von einem Hochhaus stürzen wollte, wäre die Welt wohl schon menschenleer. Nicht einmal Maureens Motiv (die Abschnitte aus ihrer Sicht habe ich noch am liebsten gelesen) konnte mich völlig überzeugen. Gerade ein pflegebedürftiges Kind, das völlig auf ihre Hilfe angewiesen ist, würde eine Mutter kaum im Stich lassen, zumal Maureen ja als Alleinerziehende weder mit finanziellen noch pflegetechnischen Problemen zu kämpfen hatte. Da sieht die Realität für viele Frauen in dieser Lage sicher ganz anders aus.
    Mein Fazit: eine gute Idee, die leider sehr schlecht umgesetzt wurde.

  • Ich habe das Buch gerade aus der Bücherei ausgeliehen und so ziemlich in einem Rutsch durchgelesen. Längen habe ich dabei gar nicht bemerkt, im Gegenteil. Aber ich lese auch gerne einfach nur über skurrile Charaktere, ohne dass viel passiert - teilweise hat mich das Buch da ein bisschen an "Catcher in the Rye" erinnert, gerade Jess' Standpunkt, und das fand ich auch toll. Ich werde bestimmt noch mehr von Hornby lesen!

  • Vornweg: Ich hatte den großen Vorteil, vorher kein Buch von Nick Hornby gekannt zu haben, von daher musste sich das Buch bei mir auch keinen Vergleichen stellen und ich konnte es ganz unbedarft lesen. :-]


    Vier Leute wollen vom Dach eines Hochhauses springen. Klingt nach einem tragischen Buch – ist es aber überhaupt nicht. Überraschend heiter erzählt Nick Hornby die Geschichte von Maureen, Martin, JJ und Jeff, die ein ungewöhnliches und verschiedenartiges Quartett bilden, um ihr (wieder) Leben zu meistern. Diese positive Grundhaltung hat mir mit am meisten gefallen. Ich mochte aber auch den trockenen Humor und die kleinen Spitzfindigkeiten. Nick Hornby zeigt meiner Meinung nach, dass er Geschichten meisterhaft erzählen und verweben kann und es fällt ihm immer wieder eine unerwartete Wendung ein, die ich nicht erwartet hätte. Langweilig, wie viele meine Vorscheiber bemängeln, fand ich das Buch überhaupt nicht – natürlich passiert nicht viel Spektakuläres, aber das „ganz normale“ (Über-)Leben reicht doch auch.


    Erzählt wird die Geschichte abwechselnd aus der Sicht der vier Protagonisten. Das ist kurzweilig und erlaubt dem Leser einen sehr direkten Einblick in das Seelenleben der vier. Dabei wird geschickt abgewechselt, aus verschiedenen Blickwinkeln erzählt und viele Dinge unterschiedlich wahrgenommen. Allerdings hätte ich mir an der Stelle gewünscht, dass sich die vier auch sprachlich deutlicher unterscheiden. Teilweise geschieht das schon, aber die vier sind so verschieden, dass jeder einen ganz eigenen Schreibstil verdient hätte.


    Fazit: Ein sehr schönes Buch, das ich sehr gerne gelesen habe. Von Nick Hornby habe ich ein weiteres auf dem SUB, auf das ich mich jetzt auch schon sehr freue. Von mir gibt’s 8 Eulenpunkte.

    "Jetzt gehe ich einfach los. Irgendwo werde ich schon ankommen, und sei es am Ende einer Sackgasse. Auch dort kann es ja so schön ein, dass man nicht umkehren mag." Meike Winnemuth, Bin im Garten, S. 312, Penguin Verlag 2019