Mini-Leserunde: Ben Aaronovitch - Ein Wispern unter Baker Street (Peter Grant Teil 3)

  • Kapitel 22 - Schluss


    Ich bin mittlerweile mit dem Buch auch durch und auch nach den letzten Kapiteln immer noch ziemlich verwirrt. Viele Fragen sind auch offen geblieben und wurden für meine Begriffe nicht zufriedenstellend aufgeklärt.


    Ich finde auch, dass man diese letzten Kapitel besser hätte gestalten können. Das ganze Buch über tappt der Leser mehr oder weniger im Dunkeln und die Ermittlung kommt nicht richtig voran, eine wirkliche Spur gibt es auch nicht - dafür wird man am Schluss mit Infos förmlich zugeschüttet, da kommt alles auf einmal.


    Bei dem Verhör von Zachary in der Mordkommission gibt es zum Beispiel gleich haufenweise neue Informationen. Einerseits ist das natürlich sehr erhellend, andererseits finde ich es schade, dass all diese Infos von einer einzigen Person stammen und auch nur erzählt werden. Das war sehr wenig "show" und sehr viel "tell", und ich denke, das hätte der Autor auch anders lösen können. Da war ich einen Moment lang wirklich etwas enttäuscht, weil ich glaube, dass man vieles davon auch vorher schon in die Handlung hätte einbauen können, ohne dem Leser schon zu viel zu verraten.


    Später hat sich das wieder etwas relativiert, weil man vieles aus Zachs Erzählung dann unter der Erde auch live vor Ort sehen und erleben konnte. Das war wenigstens eine kleine Entschädigung dafür.


    Das Verhör selbst war ganz witzig, vor allem die Taktik von Zach, dem Schlitzohr - erstmal alles abstreiten und erst, wenn man mit todsicheren Beweisen konfrontiert wird, die Sache zugeben. Dann aber nur einzeln. Und in kleinen Häppchen. Und sich alles Wort für Wort aus der Nase ziehen lassen .... dieser Kerl ist wirklich einmalig. Und er frisst wie ein Scheunendrescher :lache


    Aber auch hier fand ich einiges nicht so ganz plausibel. Schon als die ganzen Verbindungen zwischen den drei Familien Beale - Carroll - Gallagher aufgedeckt werden und wie das mit James zusammenhängt. Dass die erwachsenen Enkelkinder hierbei die Verbindung, die ihre Groß- und Urgroßeltern in längst vergangenen Zeiten gegründet haben, selbst nach so vielen Jahren noch aufrecht erhalten, kommt mir da etwas unwahrscheinlich vor. Aber gut, vielleicht gibt es so etwas tatsächlich.


    Oder auch, als es heißt, James hätte nach der Pottery Company herumgefragt, deswegen sei Zach auf ihn aufmerksam geworden und so hätten sie sich kennengelernt. Aber warum er die Pottery gesucht hat, erfährt man nicht. War er nur auf den Spuren seines uralten englischen Vorfahrens? Oder hat er die Spur des magischen Tellers nachverfolgt, den er irgendwo ergattert hatte? Oder wusste er schon vorher, dass seine Familie mit diesem Stillen Volk im Untergrund zu tun hatte und dass diese Wesen magisches Geschirr für die Company herstellen? Und wann hat er gemerkt, dass er eine magische Begabung besitzt?


    Die Szenen in der Kanalisation waren wirklich schön und sehr anschaulich beschrieben. Diese "Wisperer" mit ihrer Selbstversorgung, ihrer Magie und ihrer eigenen Kultur, die so lange unbemerkt in einer Nische unter London überlebt haben, die fand ich total klasse. Vor allem war ich froh, dass Seawoll nicht gleich mit der ganzen Kavallerie eingefallen ist und dort zwischen diesen friedlichen Wesen gewütet hat, sondern dass die einfach unbehelligt und ungesehen weiter da unten ihr Leben leben dürfen. Wäre das anders gelaufen, hätte ich leider die Reihe boykottieren müssen.


    Aber auch hier bleiben so viele ungeklärte Fragen .... was genau sind das denn jetzt für Wesen, mutierte Menschen oder eine separate Spezies, Hybriden oder Fabelwesen? Wo kamen die damals her? Und wozu stellen die so viel Keramik her, die dann doch keiner braucht und nur in einem Lagerhaus vor sich hin gammelt? Wenn die in früheren Zeiten magisches Geschirr für die Beales/Gallaghers/Ryans und ihre Pottery hergestellt haben, haben sie wenigstens eine Gegenleistung für ihre magischen Talente erhalten, die die Firma reich gemacht haben? Oder waren sie so eine Art Arbeitssklaven? Da wird mir einfach viel zu wenig erklärt.


    Und am schlimmsten fand ich das Kapitel mit dem gesichtslosen Magier am Ende - das wirkte auf mich so, als wäre dem Autor kurz vor Schluss noch siedend heiß eingefallen, dass er diesen Typ völlig vergessen hat und deswegen noch schnell ein Kapitel zusammengebastelt und drangehängt hat. Ehrlich - das fand ich einfach total blöd und überflüssig, und der Autor hätte sich das von mir aus gern sparen können.


    Jetzt am Schluss, nachdem ich das ganze Buch gelesen habe, finde ich, dass es sehr unstrukturiert war - anfangs plätschert alles vor sich hin, ist zwar superwitzig und amüsant geschrieben, aber es passiert nicht viel, und bis zur Mitte tappt man völlig im Dunkeln, was den Fall betrifft. Dafür überschlagen sich im letzten Drittel die Ereignisse und man wird von einem wahren Info-Tsunami geflutet.



    Am Schluss war mir das alles ein bisschen zu viel Action und Information, und dafür zu wenig an tiefergehenden Erklärungen. Dahingehend hätte ich mir mehr gewünscht, vor allem eben zu diesem interessanten und sympathsichen Stillen Volk.


    Wenigstens gab es im allerletzten Kapitel noch ein sehr nettes Ausrufezeichen - und jetzt kommt wohl tatsächlich Abigail als Nachwuchsmagierin ins Spiel, was mich extrem freut :)

  • Bis Kapitel 22


    So, ich komme dann auch mal wieder dazu mich hier zu melden. Irgendwie war in der letzten Zeit bei mir echt der Wurm drin. Ich bin so gut wie nicht zum Lesen gekommen. Und dann hat auch noch unser Telefon bzw. die Fritz-Box und das WLan daheim den Geist aufgegeben und ich konnte von daheim nicht ins Internet sondern immer nur mal ganz kurz wenn ich in der Arbeit war. Jetzt scheint es aber seit gersten wieder einigermaßen stabil zu funktionieren udn ich kann hier mal wieder ein Lebenszeichen von mir geben

    Oh, da kam ja alles zusammen bei dir. Ich hoffe, die Technik funktioniert jetzt wieder zuverlässig!

    Ich finde diese Vorstellung, begraben unter der Erde zu liegen absolut furchtbar. Ich glaube, wenn ich in der Situation wäre, würde ich total in Panik geraten. Ich habe eh ein wenig Platzangst. Ich finde der Autor beschreibt diese Situation aber echt sehr realistisch und glaubwürdig. Wie Peter versucht sich mit Gedanken abzulenken, wie ihm immer wieder Erde in Mund und Nase rieselt und wie er das Gefühl hat keine Luft mehr zu bekommen. Diese Beschreibung von der Situation ist echt brilliant. Und dann hat er ja eine Halluzination oder schläft er ein? Das habe ich nicht so ganz verstanden.

    Da kann ich dir die Hand reichen: Ich habe auch ein bisschen Platzangst und würde in so einer Situation bestimmt komplett durchdrehen. Ich kriege schon zuviel, wenn ein Bett mit dem Kopfende (oder komplett) unter einer Dachschräge steht ... da kann ich nicht schlafen. Geht nicht.

    Was genau da bei Peter passiert, ob er einschläft oder bewusstlos wird oder halluziniert, habe ich auch nicht kapiert, das wird aber auch nicht gesagt, ich habe die Stelle extra noch einmal gelesen. Dann habe ich es einfach so hingenommen und es für mich so erklärt, dass er vor Aufregung wegdämmert (und dann eben in einer anderen Zeit gerettet wird).

    Der Autor hat ja einen recht überbordenden und ausschweifenden Schreibstil, und dünn sind die Bücher auch nicht gerade, alle haben zwischen 400 und 500 Seiten. Vielleicht musste da ein Lektor notgedrungen Kahlschlag machen, weil die Bücher sonst zu umfangreich geworden wären. Aber da der Autor ja immer solche Unmengen an kleinen Details und versteckten Hinweisen in den Text einbaut, hat man dann das Gefühl, etwas entscheidendes nicht mitbekommen zu haben. Ich dachte auch schon daran, ob es eventuell an der Übersetzung liegen könnte, aber das kann eigentlich nicht sein, weil du das gleiche Problem hast und du liest die Bücher ja im Original.

    Jepp, diese Handlungslücken sind schon im Original vorhanden, da kann die Übersetzung nichts für. Es wundert mich aber schon ein bisschen, dass das im Lektorat nicht auffällt, zumindest nicht in der Menge. Wenn mal eine Information fehlt, okay, aber doch nicht so viele in einem einzigen Buch? Echt seltsam.


    Jedenfalls steht er jetzt bei der aktuellen Lady Tyburn in der Schuld - das wird bestimmt in einem nächsten Band von ihr eingetrieben, und darauf bin ich jetzt schon gespannt.

    So schätze ich die Lady auch ein. Das wird sie ihm bei der erstbesten Gelegenheit unter die Nase reiben. :grin

  • Rest bis Ende


    Bücherdrache , da kann ich dir im Großen und Ganzen einfach nur zustimmen. Das Ende ist wirklich total unrund und auch nicht richtig zufriedenstellend.


    Bei der Aufklärung, wie die Beales, Gallaghers, Carrolls und Nolans zusammenhängen und was es mit dieser Pottery Company auf sich hat und, vor allem, wie James in diese Chose hineingeraten ist und wie Zach und er sich kennengelernt haben, bin ich echt ausgestiegen. Ich hab auch beschlossen, dass mir das jetzt einfach wurscht ist :rolleyes:grin und ich nicht alles haarklein verstehen muss, sonst denke ich in drei Wochen noch über dieses Buch nach. ;-)


    Die Szenen in der Kanalisation haben mir auch gefallen, die besten Kapitel in diesem Buch! Sie waren sehr eindringlich und anschaulich beschrieben, und es hat Spaß gemacht, Peter und Co. durch die Gänge zu folgen und das Stille Volk zu treffen. Deren "Parallelgesellschaft" finde ich wirklich faszinierend. Ich habe das Ganze übrigens so verstanden, dass diese Wesen einfach Menschen sind, die über magische Kräfte verfügen und seit mehreren Generation unterirdisch leben. Über sie hätte ich auch gerne mehr erfahren und hoffe, dass sie vielleicht in den nächsten Bänden wieder einen Auftritt bekommen! :-)


    Das Ende mit dem gesichtslosen Magier fand ich, wie ich glaub ich schon gesagt hatte, auch ziemlich an den Haaren herbeigezogen.


    Irgendwie hat sich Aaronovitch bei diesem Band ein wenig verzettelt, finde ich. Der Anfang ist recht gemächlich und ruhig erzählt, und auf den letzten ~100 Seiten ist Aaronovitch dann wohl aufgefallen, dass es noch einen Mordfall aufzuklären gibt. Und dieser Krimi-Anteil des Romans ist einfach ziemlich misslungen. ;-) Erst tappen trotz sämtlicher Ermittlungsarbeiten (inklusive FBI-Beteiligung) alle im Dunkeln, und dann geht von jetzt auf gleich der Vorhang der Erkenntnis auf und Peter weiß, was Sache ist.


    Schade fand ich auch, dass die magische Ausbildung von Peter und Lesley nicht weiter thematisiert wurde, hoffentlich kommt da im nächsten Band wieder mehr, dann auch mit Abigail. Das Folly bekommt immer mehr SchülerInnen, da muss doch auch mal Unterricht her. 8o


    Super fand ich auch in diesem Band wieder die Erzählstimme. Diese humorvollen Beobachtungen und Kommentare sind einfach herrlich, und dann noch all die lustigen Dialoge! :-) Da freu ich mich trotz aller sonstigen Schwächen schon wieder auf den nächsten Band!

  • Ich bin jetzt auch fertig mit dem Buch.

    Im Gegensatz zu Euch beiden, hat es mir echt sehr gut gefallen. Ich finde jetzt auch gar nicht, dass viele lose Fäden offen geblieben sind oder das viel ungeklärt bleibt.. Ich fand diesen dritten Band für mich viel besser durchschaubar als Band 2. In Band 2 hatte ich zwischendurch echt mal den Überblick verloren, da gab es ja mehrere Handlungsfäden, die nebeneinander gelaufen sind. Das war meiner Ansicht nach hier viel besser. Es gab eigentlich nur diesen einen Mordfall zum Aufklären und dann halt noch die Nebenhandlung mit dem Gesichtslosen Magier. Ich hatte auch den Eindruck, dass hier weniger Personen vorgekommen sind. Ich habe mir zwar eine Liste mit den Personen erstellt, die hätte ich aber eigentlich gar nicht gebraucht. Und vom Humor her fand ich diese Buch echt wieder grandios. So viele Szenen bei denen ich lachen musste.

    Die Szenen in der Kanalisation haben mir auch gefallen, die besten Kapitel in diesem Buch!

    Das finde ich auch. Das waren meine Lieblingsszenen in dem Buch, als Peter durch die Kanalisation gewandert ist und auch die Beschreibung von dem "Stillen Volk" und wie sie dort unten ihr Leben organisiert haben. Und wie sie die Besuchern dann so betastet haben udn leise vor sich hin gewispert haben. Das habe ich mir richtig gut vorstellen können. Ich bin auch gespannt, ob sie vielleicht in den nächsten Büchern noch mal einen Auftritt haben.

    Schade fand ich auch, dass die magische Ausbildung von Peter und Lesley nicht weiter thematisiert wurde,

    Da muss ich Dir Recht geben. Das fand ich auch schade. Und für meinen Geschmack ist auch Nightingale hier etwas zu wenig aufgetreten. Ihn habe ich das ganze Buch über vermisst. Ich hoffe sehr, dass er im nächsten Band wieder mehr vorkommt. Und ich fände es total lustig, wenn jetzt Abigail mit von der Partie bei dem Zauberunterricht wäre. Ich finde sie passt sehr gut ins Folly

    Das Ende mit dem gesichtslosen Magier fand ich, wie ich glaub ich schon gesagt hatte, auch ziemlich an den Haaren herbeigezogen.

    Das ist eigentlich auch mein einziger echter Kritikpunkt an diesem Buch. Diese Sache mit dem "Gesichtslosen" und wie das dann zum Schluss einfach mal schnell im letzten Kapitel abgehandelt worden ist, hat mir nicht gefallen. Das war irgendwie überflüssig. Da hätte es meiner Meinung nach noch mehr Erklärungen dazu geben müssen.


    Ich habt hier beide immer so total ausführlich Eure Gedanken zu den einzelnen Kapiteln geschrieben. Ich hatte dazu diesmal leider nicht so viel Zeit und Nerven, das tut mir leid. Ich habe aber alles von Euch mit großem Interesse gelesen, auch wenn ich mich nicht zu allem mehr geäußert habe.

    Mir hat es auf jeden Fall wieder richtig viel Spaß gemacht, dieses Buch zu lesen und mit Euch zusammen ist ist noch viel witztiger als nur alleine für mich selber.:)

  • Die Szenen in der Kanalisation haben mir auch gefallen, die besten Kapitel in diesem Buch! Sie waren sehr eindringlich und anschaulich beschrieben, und es hat Spaß gemacht, Peter und Co. durch die Gänge zu folgen und das Stille Volk zu treffen. Deren "Parallelgesellschaft" finde ich wirklich faszinierend. Ich habe das Ganze übrigens so verstanden, dass diese Wesen einfach Menschen sind, die über magische Kräfte verfügen und seit mehreren Generation unterirdisch leben. Über sie hätte ich auch gerne mehr erfahren und hoffe, dass sie vielleicht in den nächsten Bänden wieder einen Auftritt bekommen!

    Ja, das wäre schön, wenn wir die nochmal wiedersehen würden.

    Das war alles wirklich toll beschrieben. Und ich finde auch die Vorstellung schön, dass irgendwo in unserer modernen, komplett erschlossenen Hightech-Welt, in irgendwelchen kleinen Nischen unentdeckt solche Wesen überleben könnten. Manchmal würde ich mir die Welt wirklich etwas fantastischer und magischer wünschen .... aber natürlich nur gute Magie. Sowas wie den Gesichtslosen bräuchte ich nicht unbedingt ^^



    Bevor hier ein falscher Eindruck entsteht: trotz meines Gemeckers hat mir das Buch gut gefallen! Den Humor finde ich unvergleichlich und er macht mir riesigen Spaß, auch wenn die Kriminalfälle etwas wirr sind. Der Erzählstil des Autors, sein Witz und diese feine Ironie, all die versteckten Anspielungen, die tollen Infos über London und überhaupt seine überschäumende Art zu schreiben finde ich einfach grandios. Auch die Figuren sind alle so liebevoll ausgearbeitet, dass man sie nicht missen möchte.


    Was ich hier immer aufschreibe, das sind all die Sachen, die mir während des Lesens auffallen und die ich mir notiere, über die ich auch mal nachgrüble und die ich manchmal unlogisch finde, aber so lange der ganze Rest passt, kann ich da auch gut einfach drüber weg lesen, das Buch funktioniert für mich trotzdem super und die Reihe ist einfach klasse und ganz außergewöhnlich :love:

  • Ich bin jetzt auch fertig mit dem Buch.

    Im Gegensatz zu Euch beiden, hat es mir echt sehr gut gefallen.

    Da kann ich mich vollumfänglich Bücherdrache anschließen. Mir hat das Buch alles in allem wirklich gut gefallen, auch wenn ich den einen oder anderen kritischen Beitrag geschrieben habe. :-) Die Auflösung des Mordfalls bzw. der Ermittlungen fand ich halt unglücklich gemacht, aber das ändert nichts daran, dass mir das Buch insgesamt gefallen hat und ich es mit viel Spaß gelesen habe. Und ich möchte die Reihe auch auf jeden Fall weiter verfolgen!


    Was ich hier immer aufschreibe, das sind all die Sachen, die mir während des Lesens auffallen und die ich mir notiere, über die ich auch mal nachgrüble und die ich manchmal unlogisch finde, aber so lange der ganze Rest passt, kann ich da auch gut einfach drüber weg lesen

    :writeGeht mir genauso.


    Was das Stille Volk angeht, sind wir uns wohl alle einig. Vielleicht tut Aaronovitch uns ja den Gefallen, sie in den anderen Bänden wieder mitmachen zu lassen.


    Und für meinen Geschmack ist auch Nightingale hier etwas zu wenig aufgetreten. Ihn habe ich das ganze Buch über vermisst. Ich hoffe sehr, dass er im nächsten Band wieder mehr vorkommt. Und ich fände es total lustig, wenn jetzt Abigail mit von der Partie bei dem Zauberunterricht wäre. Ich finde sie passt sehr gut ins Folly

    Jaaa, das würde mich auch wirklich sehr freuen, wenn Nightingale wieder eine größere Rolle einnimmt und seine Zöglinge unterrichtet. Abigail darf bestimmt früher oder später auch Magie erlernen, das kriegt Peter schon irgendwie hin. :grin



    Diese Sache mit dem "Gesichtslosen" und wie das dann zum Schluss einfach mal schnell im letzten Kapitel abgehandelt worden ist, hat mir nicht gefallen. Das war irgendwie überflüssig. Da hätte es meiner Meinung nach noch mehr Erklärungen dazu geben müssen.

    Jepp. Da hätte ich mir gewünscht, dass er diesen Erzählstrang hier einfach weglässt und ihn dafür vielleicht im Folgeband wieder (ausführlicher) aufgreift. So war das irgendwie nichts Halbes und nichts Ganzes.


    Wollt ihr den 4. Band denn auch wieder in unserer kleinen Runde lesen?

  • Ich würde den auch gerne mit euch zusammen lesen. Vielleicht kann auch Lily_Bart noch aufschließen, dann wären wir zu viert, das macht sicher auch Spaß :)


    Allerdings brauche ich jetzt erst einmal eine Erholungspause, denn das Lesen fand ich diesmal wirklich sehr intensiv und anstrengend. Aber vielleicht so in zwei, drei, vier Wochen? Solange es nicht jetzt sofort gleich im Anschluss sein muss, bin ich da für alles offen.

  • Ich möchte auf jeden Fall auch die weitern Bücher dieser Reihe lesen.

    Ich werde allerdings auch erst frühestens so in zwei Wochen dazu kommen, mit dem nächsten Buch weiterzumachen, weil ich jetzt erst mal ein einer andern Leserunde lese.

    Also wegen mir können wir gerne auf Lily_Bart warten, bis sie uns eingeholt hat, ganz ohne Stress.:)

  • Lily_Bart

    Du musst dir aber keinen Stress machen mit dem Lesen oder besonders schnell durch die Bücher flitzen .... wir haben alle Zeit der Welt

    Das gleiche wollte ich auch noch mal schreiben: lies einfach in Ruhe weiter und wenn Du mit Band 3 fertig bist, dann können wir ja wieder einen Starttermin für Band 4 ausmachen. Nur keinen Stress!

    Es ist ja nicht so, dass ich keine anderen Bücher hier liegen hätte...…;)

  • Ich habe jetzt Sonntag und Montag gelesen,


    wobei mir beim Tippen gerade auffällt: warum sind die Kapitel jetzt Wochentage? :gruebel


    Ich war von Satz 1 an gleich wieder zu Hause in meiner ganz persönlichen, aktuellen Lieblingswelt: der des Peter Grant. Ich habe bis hierher nicht den Eindruck, dass dem Autor jemals die Ideen und trockenen Kommentare ausgehen werden, im Gegenteil, ich finde, er wird von Buch zu Buch besser, mal ganz abgesehen davon, dass Londons Bausünden ihm sicher noch viel Stoff bieten werden. :grin


    Schön, dass Peter jetzt nicht merh alleine im Folly ist und Lesleys Gegenwart die Möglichkeit zu noch mehr Frotzeleien eröffnet. Erstaunlich finde ich allerdings, wie offen sie damit umgeht, was mit ihrem Gesicht passiert ist, das erschien mir im vorherigen Band noch ganz anders.


    Ich habe mich auch über das Wiedersehen mit Abigail gefreut, die mich mit ihren Kommentaren und ihrer Unerschrockenheit übernatürlichen Dingen gegenüber immer an Abigail Sciutto aus "Navy CIS" erinnert.

    Sie kann Geister wahrnehmen - das läßt mich hoffen, dass da Zauberer-Nachwuchs zum Abholen bereitsteht?


    Der Humor ist auch wieder genial:


    "Zapp", sagte ich. "Das ist also der Fachausdruck?" Und wie nennen sie jemanden, der gezappt wurde?"

    "Mister Knister."


    Ach ja und auf den Gleisen stehende Geister werden selbstvrständlich von einem Geisterzug überfahren.

    Womit auch sonst? :rofl

    "Drei Dinge sind uns aus dem Paradies geblieben: die Sterne der Nacht, die Blumen des Tages und die Augen der Kinder!" (Dante Alighieri)

  • Schön, dass du inzwischen schon beim dritten Band bist :)

    Bei deinen Posts merkt man immer total, was für einen Riesenspaß du mit den Büchern hast, das mag ich ^^


    Ich mache das auch oft, dass ich mir einzelne Zitate, die mir gefallen oder die ich witzig finde, anstreiche oder Post-Its dranklebe - aber bei dieser Reihe müsste man praktisch drei Viertel des Buches anmarkern


    Sie kann Geister wahrnehmen - das läßt mich hoffen, dass da Zauberer-Nachwuchs zum Abholen bereitsteht?

    :whistling::saint:

  • Bücherdrache Danke! :knuddel1

    Ganz ehrlich: für unterwegs habe ich immer einen Not-Post-It vorne im Buch kleben :grin Man weiß ja nie...


    Und mittlerweile haben die Bücher auch einen Schoner wenn ich sie mit auf Reisen nehme - gegen das "Abgrabbeln" und damit ich die Personenliste unterbringen kann... :lache

    "Drei Dinge sind uns aus dem Paradies geblieben: die Sterne der Nacht, die Blumen des Tages und die Augen der Kinder!" (Dante Alighieri)

  • Ja, diese Bücher fordern umfangreiches Zubehör beim Lesen ... Post-Its, Schreibhefte, Stifte, Personenlisten, Notiz- und Merkzettel, Schutzhüllen und wahrscheinlich noch einiges mehr ^^


    War dir die Personenliste beim letzten Band denn wenigstens hilfreich oder hättest du die gar nicht gebraucht?

  • Doch, die war definitiv hilfreich! :thumbup: Ein paar Mal mußte ich draufschauen.


    Es war aber leichter als im ersten Band, da ich jetzt die wiederkehrenden Charaktere schon kannte und die Anzahl der neuen Personen damit einfach kleiner geworden war.

    "Drei Dinge sind uns aus dem Paradies geblieben: die Sterne der Nacht, die Blumen des Tages und die Augen der Kinder!" (Dante Alighieri)