Beiträge von Tark

    Ich bin ein aufmerksamer "Müssigleser". Wenn ich mich ein Buch zu lesen entscheide, dann räume ich ihm gebührend Zeit ein. In der Regel schaffe ich kein Buch in weniger als einer Woche. Ich kann auch "schnelllesen", möchte das jedoch nicht. Das Leseverhalten ist von Buch zu Buch etwas anders. Lese ich schwere oder harte Kost, dann dauert es länger.

    Earthmagic, von Karin Leitner



    Karin Leitner ist eine internationale Flötistin, die weltweit als Solistin mit Orchestern und mit Kammermusik-Konzerten tourt. Sie komponiert ihre eigene Musik für Flöte, Harfe und Orchester.


    Sie spielt außerdem Flöte und Piccolo in mehreren Orchestern und tourt mit einem keltischen Kammermusikprogramm. Sie gibt Workshops und Meisterkurse für Flöte weltweit, ist Artistic Director des Wr. Filmorchesters für internationale Filmaufnahmen und organisiert Wiener Gala Bälle.


    Quelle: http://www.karinleitner.com/index.php/de/:

    Ich habe das Gefühl, dass mein Boot
    da unten in der Tiefe gegen etwas gestossen ist,
    gegen etwas Grosses.

    Und nichts
    geschieht! Nichts ... Stille... Wellen...



    - Nichts geschieht? Oder ist alles geschehen,
    und wir stehen jetzt, still, im neuen Leben?


    Juan Ramón Jiménez
    "Ozeane"
    (nach der englischen Übertragung von Robert Bly)

    20000 Meilen unter den Meeren, von Jules Verne. Erschlagen von den Reihen an Fachtermini. Ich interessiere mich grundsätzlich für fremde Begriffe, schlage oft nach. Doch dies war mir zuviel des Guten. Werde den Roman aber irgendwann zu Ende lesen.


    Ansonsten lege ich bei bestimmten Büchern eine Pause ein. Bei Charles Robert Maturin's Melmoth der Wanderer war das beispielsweise der Fall.

    Die nächsten 5 Bücher, die ich lesen möchte:


    Die Insel der Linkshänder, von Alexandre Jardin
    Die Meute der Morrigan, von Pat O'Shea
    Land aus Glas, von Alessandro Baricco
    Das hier ist Wasser, von David Foster Wallace
    Die Erben von Midkemia 6: Der Verrückte Gott, von Raymond Feist


    Aktuell: Immer noch "Herr des Lichts", von Roger Zelazny

    Zitat

    Original von SweetMouse
    Tark : Schwiegerdrachen sind ein komischer Schlag. Mal lieben sie dich und bei der nächsten Gelegenheit bist du ein Furunkel an ihrem Hintern. :pille
    Ich hoffe für dich das du einen, für dich, annehmbaren Abstand zu ihr halten kannst. :knuddel1


    Weise Worte. :-]


    Ja, es ist bei ihr oft eine merkwürdige Mischung aus Eifersucht und Bemuttern. Einmischung und Vorwürfen. Ich halte im Moment etwas Abstand. Sie ist ein ziemlicher Drache. Vielleicht ein Bahamut. Mir ist es inzwischen ziemlich egal geworden, was sie denkt. Auf die Gefühle meines Vaters kann ich auch keine Rücksicht mehr nehmen. Denn ich habe dieses Hin -und Hergerissensein so satt. Ich habe ihm einfach gesagt, dass ich hoffe, er könne mit der Situation leben.

    Unten am Fluss von Richard Adams
    Traveller von Richard Adams (Ja, ich mag den Adams)
    Das grosse Spiel von Orson Scott Card
    Blumen für Algernon von Daniel Keyes
    Die unendliche Geschichte von Michael Ende
    Little Big von John Crowley
    David Copperfield von Charles Dickens
    Robinson Crusoe von Daniel Defoe
    Waylander der Graue von David Gemmell
    Melmoth der Wanderer von Charles Robert Maturin

    Er gab ihr die Hand und blickte an ihr empor.
    „Ein langer Trunk Wasser”, sagte er, und sie fing an zu lachen. Ihre Schwester lachte ebenfalls, und George Mouse krümmte sich und schlug sich aufs Knie.
    Smokey, der nicht wusste, was an dem alten Kalauer so spassig sein sollte, blickte mit engelhaftem Idiotenlächeln von einem zur anderen, seine Hand in der ihren.
    Es war der glücklichste Augenblick seines Lebens.


    Aus "Little Big" von John Crowley

    Meine Rezension:


    “To the moon” ist ein 2D Independent-Computerspiel, das am 01. November 2011 veröffentlicht wurde. Entwickelt wurde es vom unabhängigen Indie-Entwicklerstudio „Freebird Games“. Es ist das vierte Spiel des Freebird Games-Gründers Kan Reives Gao und die erste kommerzielle Produktion des Studios.


    Das Spiel basiert auf einer Erzählung des Gamedesigners Kan Gao. Man könnte es am besten als eine interaktive Novelle mit Rollenspiel –und Rätselelementen bezeichnen. Darin schlüpft der Spieler in die Rollen zweier Doktoren der “Sigmund Agency of Life Generation“. Einer Firma, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, Menschen kurz vor ihrem Tod ihren letzten Wunsch zu erfüllen. Johnny will zum Mond reisen. Mit einer besonderen Technologie reisen die beiden Spezialisten in die Vergangenheit von Johnny, um seine Kindheit mit dem grossen Wunsch zu verbinden, damit dieser sein Verhalten bestimmt. Doch so einfach wird es nicht und es treten verschiedene Komplikationen auf, welche die beiden Spezialisten immer wieder mit originellen Geistesblitzen lösen müssen. Die Geschichte beinhaltet eine Vielzahl unerwarteter Wendungen, fasziniert durch das Spiel mit Raum und Zeit.


    Die Charaktere, vorallem die Hauptfiguren und Wissenschaftler Dr. Neil Watts und Dr. Eva Rosalene sind sehr glaubwürdig, menschlich und humorvoll dargestellt und können eine Ahnung im Spieler hervorrufen, dass sie einem realen Vorbild nachempfunden wurden. Tatsächlich hat Kan Gao einmal gesagt, dass diese Geschichte autobiographische Züge aufweist. Die beiden Hauptcharaktere müssen zwischen verschiedenen Zeitabschnitten der Vergangenheit ihres Patienten hin -und her springen, um die Bruchstellen seines Lebens zu verstehen. Diese Zeitreise ist wunderbar durchdacht. Komplex erzählt. Mit tiefgründigem Inhalt gefüllt. Es herrscht stets eine Stimmung von Rätsel und der Spieler erlebt einen magischen Moment des Verstehens nach dem anderen, wenn er miterlebt, wie sich die vielen in der Vergangenheit versunkenen Fragen allmählich klären. Der Spieler lernt die Schlüsselmomente, die wichtigsten Entscheidungen und ihre Konsequenzen im Leben von John kennen. Am Ende wurde nicht nur ein Einblick in die Vielschichtigkeit der Figur gewährt, sondern auch ein tiefes, emotionales Bild seines Lebens im Spieler hinterlassen.


    Der humoristische Inhalt, der hauptsächlich zwischen den beiden Doktoren stattfindet, lockert die elegischen und ernsten Stimmungsebenen immer wieder zu entspannten Passagen auf. Wenn die ernsthafte und seriöse Dr. Rosalene den gerne ironisierenden und gar etwas aufgedrehten, immer wieder zu Albernheiten und kindischen Launen neigenden Dr. Watts abmahnt oder korrigiert, entstehen wunderbar komische Situationen. Die beiden sind sehr unterschiedlich, haben ganz andere Ideen und selten die gleiche Meinung. Dennoch harmonieren sie wunderbar im Team und ergänzen sich grossartig. Es sind beides gut konstruierte Charaktere mit Gefühl, Verstand, Witz und Ernsthaftigkeit. Die Gesten dieser Figuren sind von asiatischem Humor beeinflusst und tun ihr übriges, um ihnen Charakter zu verleihen.


    Die Musik wurde in Zusammenarbeit von Kan Gao und der Computerspiel-Komponistin Laura Shigihara komponiert. Sie ist einfach, aber intensiv und schafft es, die wichtigsten Momente von John`s Leben emotional eindringlich zu unterstreichen. Es sind überwiegend gefühlvolle, melancholische, mit dem Piano interpretierte Klangebenen. Subtile Gefühle können sie weniger gut transportieren. Trotzdem sind sie gut gelungen, da sie doch ein Gefühl für die Tragik und die Relationen der Geschichte vermitteln können.


    Mein Fazit: Dieses Spiel hat etwas geschafft, was die meisten modernen Mainstream-Spiele nicht mehr erreichen. Mit einfachen Mitteln eine tiefe, menschliche Geschichte zu erzählen. Die Motive von Vergangenheitsforschung, Zeitreise und Wunscherfüllung sind in Verbindung eine geniale unverbrauchte Idee. Welche unzähligen, grossartigen Geschichten könnte man auf diese Weise noch erzählen?


    edit: Die Verlinkung

    Ich lasse mich so gern inspirieren durch Worte. Dabei hatte ich die Idee, wir könnten hier einen Thread dazu benutzen, allerlei schöne, interessante, nachdenklich stimmende Zitate zu sammeln. Eines pro Tag, wenn möglich, damit es auch etwas wirken kann.
    Ich mache gern den Anfang:



    Der Wert eines Menschen liegt darin, in welchem Masse er Freiheit von sich selbst erlangt hat.


    Albert Einstein

    1. Was liest Du gerade?
    Herr des Lichts, von Roger Zelazny.


    2. Welches Buch hat Dich zuletzt stark beeindruckt?
    Die Ersten ihrer Art, von Theodore Sturgeon. Ein Buch über ein paar einzigartig begabte, aus der Gesellschaft ausgestossene Individuen, die zusammen zu einer ganz neuen Daseinsform des Menschen finden.


    3. Sammelst Du irgendetwas?
    Besondere Romane, Spezielle Künstbände, schöne Erinnerungen.


    4. Schreibst Du Widmungen in Bücher?
    Bisher nicht.


    5. Schreibst Du Deinen Namen in Deine Bücher?
    Nein, ich möchte die Bücher nicht mit eigener Schreibe verunzieren. Sie so belassen, wie sie sind.


    6. Welches Buch hast Du doppelt?
    Eine englische Ausgabe von Melmoth der Wanderer, Charles Robert Maturin.


    7. Von wem würdest Du Dir gern was vorlesen lassen?
    Von eigenen Kindern. :)


    8. Sitzt Du im Kino lieber am Rand oder in der Mitte?
    In der relativen Mitte. :)


    9. Welche ist Deine liebste Romanfigur?
    Gibt ein paar, ohne festzulegen. Robinson Crusoe, David Copperfield, Smoky Barnable, Waylander der Graue. Abgesehen davon finde ich besonders Nebencharaktere interessant: etwa Max Vandenburg, oder Pooka Mac Phellimey.


    10. Nach welchem System ordnest Du Deine Bücher daheim?
    Intuitiv. Einige nach dem Autor, andere nach dem Genre, weitere nach Grösse...


    11. Lesen: vor dem ins Bett gehen oder nach dem Aufstehen?
    Vor dem ins Bett gehen.


    12. Welches Buch würdest Du Deinem größten Feind schenken?
    Mein grösster Feind würde das Buch gar nicht lesen. Die Kunst des Liebens, Erich Fromm.


    13. Hardcover oder Paperback?
    Hardcover. Ich mag es beim Lesen etwas auffallendes, handfestes, schön gemachtes in den Händen zu halten.


    14. Zeitung aus Papier oder im Netz?
    Hat mit der vorangehenden Antwort viel gemeinsam. Bevorzuge das, was ich in der Hand halte. Das Netz ist jedoch ergiebiger.


    15. Von welchem Buch bist Du zum ersten Mal so richtig gefesselt worden?
    Als die Tiere den Wald verliessen, Colin Dann.


    16. Deine liebste Literaturverfilmung?
    Keine.


    17. Tägliche oder wöchentliche Pflichtlektüre?
    Aus dem Internet: fictionfantasy.de, phantastik-couch.de, epilog.de. Büchereule.de, amazon.de.


    18. Bevorzugte Urlaubslektüre?
    Lese im Urlaub nicht.


    19. Bester Romantitel ever?
    .


    20. Welches Buch sollte jeder Mensch gelesen haben?
    Zur Besinnung kommen, von Jon Kabat-Zinn.

    Herr des Lichts, von Roger Zelazny



    Klappentext relativ ergiebig:


    In ferner Zukunft haben die Nachfahren der Menschen einen fernen Planeten unterworfen und regieren ihn mit gottgleicher Macht. Sie haben eine Technik der Inkarnation entwickelt, die ihnen erlaubt, jeden beliebigen Körper zu tragen, und die ihnen ein ewiges Leben beschert. Sie, die "Ersten", die nach langer Reise im Raumschiff bereits als Mutanten ankamen und ihre psychischen und physischen Kräfte im Laufe der Jahrhunderte immer mehr verbessert haben, herrschen über die Sterblichen wie die Götter des hinduistischen Pantheons:
    Kali, die grausame Göttin der Zerstörung
    Agni; der Gott des Feuers
    Yama, der Todesgott.


    Und um ihre Macht dem "Himmel", ihrer uneinnehmbaren Stadt auf dem Dach der Welt, ungeschmältert zu erhalten, unterdrücken sie jeden Fortschritt, rotten sie jeden Widerstand aus, halten sie ihre Spätgeborenen auf dem Niveau von Barbaren, die ihnen als Spielzeuge dienen und sie anbeten. Sie wollen nicht wahrhaben, dass sie gerade dadurch ihre Macht aushöhlen und ihrer Herrschaft ein vorschnelles Ende bereiten.
    Denn eines Tages erscheint der Herr des Lichts, Mahasamatman, auch einer der "Ersten", doch er hat stets die Niederungen der Welt dem dekadenten Luxus des "Himmels" vorgezogen. Er stellt sich auf die Seite der Unterdrückten, sät den Zweifel an der Religion und fordert die Götter zum Kampf. Doch er muß schließlich erkennen, dass die beste Waffe gegen die Götter das Wissen, und die beste Waffe gegen Abhängigkeit der Fortschritt ist, auch wenn mit ihm jeder Zauber aus der Welt verschwindet.

    Ungeachtet dessen, wie nahe die Übersetzungsstile den Originalstilen sind, haben mich die Sprachstile folgender Autoren, bzw. Bücher (auf Romane und Novellen beschränkt) beeindruckt:


    Charles Robert Maturin - Melmoth der Wanderer (Aus dem Englischen von Friedrich Polakovics)
    Achim von Arnim - Isabella von Ägypten (Nach dem Original)
    John Crowley - Das Parlament der Feen (Aus dem Amerikanischen von Thomas Lindquist)
    Virginia Woolf - Orlando (Aus dem Englischen von Brigitte Walitzek)
    Daniel Defoe - Robinson Crusoe (Aus dem Englischen von Hans Reisiger)
    Markus Zusak - Die Bücherdiebin (Aus dem Englischen von Alexandra Ernst)
    Karl E. Wagner - Das Buch Kane (Aus dem Amerikanischen von Annette von Charpentier und Martin Eisele)
    Brian Lumley - Das Erwachen (Aus dem Englischen von Andreas Diesel)
    Fjodor M. Dostojewski - Die Brüder Karamasow (Aus dem Russischen von Reinhold von Walter)
    Theodore Sturgeon - Die Ersten ihrer Art (Aus dem Amerikanischen von Walter Brumm und Birgit Will)
    Herbert G. Wells - Die Zeitmaschine (Aus dem Englischen von Annie Reney und Alexandra Auer)