Beiträge von RielaTom

    Arrogant und anmassend -cool, damit kann ich schon meine Adjektivsammlung aufpeppen.


    Nein ich bleibe dabei, es gibt Bücher, die ich nicht lesen möchte, genauso wie ich manche Menschen nicht kennenlernen will, manche Dinge nicht essen und sogar den einen oder anderen Ort nicht aufsuchen möchte. (zugegeben die Auswahl ist eher gering, aber es gibt sie - meine dunkle Seite)


    Meine Kriterien sind subjektiv, manche beruhen auf Erfahrung, mittels der ich Vergleiche anstelle, andere gründen sich auf kurzen Begegnungen, die ich nicht wiederholen muss.
    Ich bleibe dabei, es gibt Bücher, die das Papier nicht wert sind, allerdings bewundere ich sehr aufrichtig das Durchhaltevermögen mit dem das Werk vollendet wird.

    Okay, aber wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass man mit Shades of Grey auf einer einsamen Insel strandet und dann nichts zu lesen hat, außer - naja eben das??


    Man könnte auch argumentieren, dass man mit einem vogonischen Gedichtband am anderen Ende des Universums strandet und das wars. Meine Frage war nicht als surrealistisches Experiment gedacht.


    Nee, ich habe für mich beschlossen, dass es Bücher gibt, die ich nicht lesen werde, weil mir mein Leben dafür zu schade ist.


    Im übrigen gab - oder vielleicht gibt - es das "gestrandet ohne Buch" - Szenario mal.
    Frauen des Japanischen Hofes des 11. Jhdt durften keine Bücher lesen und fingen an sich selber welche zu schreiben. (Murasaki Skikibu war z.B. eine dieser Dichterinnen)


    "Von allen Arten sich Bücher zu verschaffen, wird als die rühmlichste betrachtet, sie selbst zu schreiben" Walter Benjamin.

    Ich finde es wird Zeit einen bösen Negativ-Thread auf zu machen. :hau


    Also, her mit euren Vorschlägen für alle Bücher, die ihr auf keinen Fall lesen wollt, für die euch eure Zeit zu schade ist, und die das Papier nicht wert sind, auf dem sie gedruckt wurden.


    ... und natürlich: Über Geschmack lässt sich trefflich streiten :fiesesgrinsen


    Mein aktueller Favorit: Schades of Grey.
    Hab in der Buchhandlung mal eine Seite gelesen und schon lange nicht mehr so einen Schund in der Hand gehabt.
    Sprache trivial bis völlig anspruchslos und Story dämlich (hab von einer begeisterten Leserin einen atemlosen Abriss erzählt bekommen).


    Meine Zeit ist definitiv zu kostbar für dieses Buch
    (PS: die Bäume, die dafür abgeholzt wurden, sind die wahre Tragödie)

    Jeder hat ja so seine Assoziationen ...


    Zum Einen ist der Titel im Deutschen ein wenig ungeschickt, um mal diskret zu bleiben. :nerv


    Zweitens passt dann das Cover, was wie eine Kondomverpackung aussieht, entweder total gut dazu, oder ist völlig geschmacklos.
    Also: Nein, ich finde es überhaupt nicht gelungen. :yikes

    Über 100 Jahre alt.
    Noch heute und schon längst selber Mama liebe ich das Buch (auch wenn es sehr zerlesen ist hüte ich es wie meinen Augapfel).
    Ich habe allerdings gelesen, dass die neue Ausgabe andere Verse hat und nicht mehr den alten Text, was wohl diejenigen schlimm finden, die das Buch neu gekauft haben. (Fände ich wohl auch)

    Bis man etwas erkennt, bis man es sieht, das Weiß in den Augen des anderen, danach durchladen und schießen, bevor man überrant wird ...
    Das und anderes mehr war von meinem Großvater überliefert, ich kann mich nur noch vage an ihn erinnern.
    Wir hatten uns ein paar Mal gesehen, er war früh verstorben, und alles Weitere erfuhr ich erst später, von meinem Vater und den Brüdern, die - so schien es mir - gerne vom Großvater sprachen, weil er ein "echter Kerl", ein "Haudegen" gewesen sei.


    Michael Stavaric: Königreich der Schatten

    Alberto Manguel erzählt in seinem unterlhaltsam und interessant geschriebenen Buch über die Geschichte des Lesens und des Lesers.
    Dabei spinnt er gekonnt seine eigene Geschichte als Leser mit den historischen Entwicklungen von den Anfängen der Schrift und des Lesens bis in die Gegenwart (meist seine Gegenwart).


    Er ist ein grossartiger Fabulierer im besten Sinne. "Ein gelehrter Plauderer" habe ich mal gelesen, klingt nach leichter Kost, und kann es auch sein, wenn man sich seinem Erzählen hingibt und mit Neugier seine biografischen Episoden und historischen Miniaturen lauscht, ohne dringend etwas mitnehmen zu müssen. Es bleibt allemal einiges hängen.


    Er deckt dabei alles ab, was mir persönlich zum Lesen einfallen würde. Von der privaten (egoistisch) und politischen Bedeutung des stillen Lesens (aufrührerisch), über das Lesenlernen, das Vorlesen, Bilder lesen und Bücher als solche. Er macht sich Gedanken über das geschriebene Wort und seine "Verwertung" wie das Orakeln mit Büchern (vor allem Vergils Werke wurden da genutzt), die symbolische Bedeutung des Lesens, den Autor als Leser und den Übersetzer als Leser, schließlich den Büchernarren, der in verschiedenen Formen auftritt.


    Manguels Buch ist so reichhaltig an Geschichten zum Lesen, dass es wie ein Spaziergang durch ein Schlaraffenland der Kultur des Lesens ist, und mit einem Gang nicht genug sein wird. Man kann immer wieder zu einzelnen Passagen/Kapiteln zurück kehren und wieder Neues entdecken.


    In sofern ist es vielleicht eine unterhaltsame und sehr anregende Lektüre mit dem lauten Versprechen mehrerer Besuche im Buch. Nicht zuletzt, weil Manguel einfach wunderbar erzählt.


    Edit: Autorenname im Threadtitel ergänzt. LG JaneDoe

    @ BookSusurration: Die Liste war klasse! :wave
    Danke für den Link, ich kann jetzt die Alliteration abhaken nachdem ich mit den Kids den Wind in den Weiden wieder vorgenommen habe.
    Mir war noch nie aufgefallen, dass so viele wirklich klasse Bücher eine Alliteration im Titel haben. :wow


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    Mein Mann und ich bauen unsere Regale selber, weil es mich gewaltig nervt, wenn die Bücher in Doppelreihe stehen müssen - ich mag sie sehen :-)
    Allerdings haben wir auch noch Billy Regale im Haus, wo die Bücher notgedrungen in Doppelreihe stehen, und das wird wohl so bleiben, obwohl ich es nicht mag.


    Das Regal hier ist 2 Jahre alt und sah bei der Erstbefüllung noch deutlich luftiger aus. Ich habe es so gezeichnet, dass die TB eine eigene Regalhöhe bekommen und die gebundenen Bücher eine höhere, damit ich mehr reiquetschen kann. Das doppelte System funktioniert, weil ich weiß welche Bücher ich gebunden habe und welche als TB. Die Bretttiefe (schreibt man das wirklich mit 3t??) ist ein gängiges Baumarktbrett (ich glaube 18 cm)
    Für Bildbände und die tonnenschweren Riesenwälzer haben wir tiefere Regale gebaut.

    Kann Arietta nur zustimmen. Ein Buchbinder löst das Problem und außerdem ist es höllisch interessant.


    Man muss nicht unbedingt nachlässig mit seinen Büchern umgehenn, damit sie zerfallen, das passiert auch schon mal wenn man einmal durchliest und einfach schlecht gebunden wurde. TB sind immer minderer Qualität - irgendwo muss ja auch der Preis herkommen.


    kuschelhundchen
    Ich habe Bücher, die ich schon weit über zehn Mal gelesen habe. Die sehen auch entsprechend aus. :geist
    Zugegeben nicht viel mehr als eine Handvoll, aber auch das gibts.
    Wenn es sein muss, steht neben dem zerlesenen Exemplar samt meiner Kommentierungen, Unterstreichungen und Tränen auch schon mal eine neuere Ausgabe im Regal. Die bleibt dann aber meist ungelesen - ich hänge an meinen Veteranen und uns verbindet auch viel.

    @ Nabi, bin gespannt wie du Murakami fandest.


    Heute ganz spontan Tomte Tummetott mit den Kindern gelesen.
    Wir lieben ihn alle.
    Das schönste Winterbuch aller Zeiten für uns ...
    Und E3
    :eiskristall


    edit:


    Bingofeld:
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    Ich kann zwar LEIDER nicht häkeln, dafür aber stricken und die Blumen in diesem Buch sind ein absoluter Traum.
    :handarbeit


    Es ist Winter und da geht es meiner Wollekiste an den Pelz - sozusagen.
    Meine Mützen, Schals und Jacken sind inzwischen mit Blumen versehen und ich finde immer noch Platz für eine weitere kleine Blüte.
    :roeslein:roeslein:roeslein


    Die Strickanleitungen sind gut zu verstehen und ich denke auch für Ungeübte machbar, vielleicht nicht jede Blüte auf Anhieb, aber eine Rose, beispielsweise, lässt sich wirklich schnell machen. Schön ist, dass man schnell Erfolg sieht, eine wollige Blume fertig hat und Wollreste toll verarbeiten kann.
    Über die Häkelanleitungen kann ich nicht viel sagen, außer dass die Muster schon wie kleine Kunstwerke aussehen und ich jeden bewundere der das lesen kann! :anbet


    Ich kann das Buch wirklich sehr empfehlen.


    Verlagstext:
    Rosen, Narzissen, Nelken, Klematis, Lavendel und viele mehr finden sich in diesem Buch, ebenso das eine oder andere Gemüse. Man taucht ein in ein wahres Meer aus gehäkelten und gestrickten Blüten, Blättern und Insekten. Die kleinen gehäkelten und gestrickten Kunstwerke eignen sich hervorragend zum Verzieren und Verschönern von Taschen, Kleidung, Hüten, Schuhen und vielem mehr. Die Blumen werden noch einmal extra in einer Galerie gezeigt und sind durch die genauen Anleitungen schnell nachgearbeitet.