Arno Strobel - Offline - Du wolltest nicht erreichbar sein. Jetzt sitzt du in der Falle.

  • Kurzbeschreibung (Quelle: Verlagsseite)

    Fünf Tage ohne Handy. Ohne Internet. Offline.

    Der neue Psycho-Thriller von Bestseller-Autor Arno Strobel

    Fünf Tage ohne Internet. Raus aus dem digitalen Stress, einfach nicht erreichbar sein. Digital Detox. So das Vorhaben einer Gruppe junger Leute, die dazu in ein ehemaliges Bergsteigerhotel auf den Watzmann in 2000 Metern Höhe reist.

    Aber am zweiten Tag verschwindet einer von ihnen und wird kurz darauf schwer misshandelt gefunden. Jetzt beginnt für alle ein Horrortrip ohne Ausweg. Denn sie sind offline, und niemand wird kommen, um ihnen zu helfen ...


    Autor (Quelle: Verlagsseite)

    Arno Strobel liebt Grenzerfahrungen und teilt sie gern mit seinen Lesern. Deshalb sind seine Thriller wie spannende Entdeckungsreisen zu den dunklen Winkeln der menschlichen Seele und machen auch vor den größten Urängsten nicht Halt.

    Seine Themen spürt er dabei meist im Alltag auf und erst, wenn ihn eine Idee nicht mehr loslässt und er den Hintergründen sofort mit Hilfe seines Netzwerks aus Experten auf den Grund gehen will, weiß er, dass der Grundstein für seinen nächsten Roman gelegt ist. Alle seine bisherigen Thriller waren Bestseller.


    Allgemeines

    Erschienen am 25.09.2019 im Fischer Verlag als broschiertes TB mit 368 Seiten
    Gliederung: Prolog – 53 Kapitel – Epilog

    Erzählung in der dritten Person, größtenteils aus der Perspektive von Jennifer (Jenny) König

    Handlungsort und -zeit: Ein abgeschiedenes Bergsteigerhotel in Österreich in einem eiskalten Februar in der Gegenwart


    Inhalt

    Jenny König, ein paar ihrer Kollegen und einige andere junge Menschen, die allesamt beruflich und privat ständig mit Smartphones, Tablets und dergleichen beschäftigt sind, finden sich zu einem ungewöhnlichen „Seminar“ namens „Digital Detox“ zusammen. Es geht darum, ein paar Tage ohne moderne technische Kommunikationsmittel in einer abgeschiedenen Umgebung zur Ruhe zu kommen.

    Zu diesem Zweck wollen die Gruppenmitglieder, nachdem sie ihre Mobiltelefone dem Reiseleiter übergeben haben, fünf Tage als die einzigen Gäste in einem abgeschiedenen Bergsteigerhotel, das sich im Umbau befindet, gemeinsam verbringen, wandern und anderen „Offline-Beschäftigungen“ nachgehen. Schon nach der ersten Nacht wird ein Gruppenteilnehmer vermisst und nach einer Suchaktion schließlich schwer verletzt aufgefunden. Der Mann ist auf eine so perfide Weise verstümmelt worden, dass der Täter nur ein Wahnsinniger sein kann. Das Hotel ist durch anhaltende Schneestürme so eingeschneit, dass niemand es verlassen oder von außerhalb aufsuchen kann, der Irre muss sich also entweder unter den Gruppenteilnehmern befinden oder einer der beiden Hausmeister sein. Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen findet der Psychopath in der nächsten Nacht ein neues Opfer…


    Beurteilung

    Das Grundmotiv dieses Thrillers kennt man schon von Agatha Christie: Eine Gruppe von Menschen, in deren Mitte sich ein Mörder befindet, hält sich in einer abgeschlossenen Umgebung auf, ohne die Möglichkeit, Kontakt nach außen zu haben und Hilfe zu holen. Arno Strobel setzt dieses Sujet in unserer modernen Zeit um, indem seine Gruppenteilnehmer ihre Kommunikationsmittel (Smartphones) abgeben müssen.

    Nachdem die Teilnehmer des Seminars „Digital Detox“ einzeln vorgestellt worden sind, entwickelt sich die Handlung rasant, das Spannungsniveau ist durchgängig so hoch wie die Lage des abgeschiedenen Hotels, in dem sie sich abspielt. Es gelingt dem Autor ausgezeichnet, die einzelnen Charaktere und ihre Veränderung unter enormem psychischen Druck herauszuarbeiten. Der Leser sieht, wie sich Menschen verändern, wenn die Masken fallen.

    Der Erzählstil ist überaus spannend und anschaulich, der Leser bekommt selbst das Gefühl, sich in diesem durch Schneestürme von der Außenwelt abgeschlossenen, unheimlichen Hotel zu befinden.

    Der Autor versteht es, seine Leser geschickt auf falsche Fährten zu führen; da das Motiv dieser völlig unfassbaren Taten lange unklar bleibt, ist die Auflösung erst spät absehbar.

    Eine Kleinigkeit wird zum Ende hin nicht ausreichend erklärt, davon abgesehen ist „Offline“ ein Thriller, der so fesselnd ist, dass man ihn nicht aus der Hand legen kann.


    Fazit

    Ein unglaublich fesselnder Pageturner für Leser mit starken Nerven!

    9 Punkte


    ASIN/ISBN: 3596703948



  • Mich konnte das Buch nicht so ganz überzeugen. Die Idee an sich ist zwar nicht neu, aber gut.


    Der Erzählstil war wie gewohnt spannend und auch die kurzen Kapitel lassen den Leser durch das Buch fliegen. Die angespannte Stimmung in dem abgelegenem Hotel war jederzeit greifbar.


    Die Charaktere haben mich allerdings total kalt gelassen. Für mich war keiner dabei, der irgendwie raussticht. Ich habe mich eher als Zuschauer gefühlt und war nicht so intensiv dabei, wie bei anderen seiner Bücher.


    Allerdings hat er mich, wie jedes Mal, auf eine falsche Fährte gelockt, und mich dann mit dem Ende und dem wahren Täter tatsächlich überrascht.


    Ja, es war spannend, aber ich habe schon bessere Bücher von ihm gelesen.


    7 Eulenpunkte von mir.

  • Ich muß mich in dem Fall leider der Meinung von Knoermel anschließen. Dieser Thriller konnte mich nicht überzeugen und ich bin froh, daß ich ihn aus der Bücherei hatte.


    Der Klappentext hörte ich interessant an. Moderne Kommunikationsmittel, die nicht benutzt werden dürfen bzw. in dem abgelegenen Berghotel nicht funktionieren würden. Was macht es mit den Menschen, die 5 Tage ohne moderne Technik auskommen müssen? Die kurzen Kapitel ließen sich auch gut lesen, es war auch durchaus spannend und teilweise brutal (ok es war ein Thriller). Für mich hatte es aber keinerlei Tiefe, die Figuren wurden nur oberflächlich geschildert, alles war mir zu konstruiert und es fehlte mir jegliche Raffinesse oder Kreativität. Nach ca. 3/4 des Buches habe ich nur noch quer gelesen.

  • Interessante Grundidee


    "Offline" von Arno Strobel greift ein aktuelles Thema auf - wie sehr sind haben wir uns abhängig von unseren Mobiltelefonen etc. gemacht?

    Schaffen wir es, ein paar Tage ohne auszukommen?

    Dies ist die Idee hinter dem Aufenthalt in einem abgelegenen Berghotel.

    Einfach als Gruppe ein paar Tage ohne Kontakte zur Außenwelt auszukommen.

    Fast schon nicht mehr vorstellbar in der heutigen Zeit.

    Als dann gleich zu Anfang ein Schneesturm, der gefühlt nie endet, hinzukommt und ein gruseliger Mord passiert, steht die Gruppe vor einer großen Herausforderung.

    Wer ist der Mörder? Ist es einer von ihnen? Das Rätseln und die gegenseitigen Verdächtigungen beginnen...….

    Es bleibt nicht bei einem Mord(versuch), die Nerven liegen bald blank, die Gruppe spaltet sich.

    Das alles kann man relativ gut nachvollziehen und es ist auch spannend beschrieben.

    Ich habe vor Jahren schon einige Bücher von Arno Strobel gelesen und wurde auch von "Offline" nicht enttäuscht.

    Tatsächlich könnte ich mir auch eine Verfilmung des Stoffes vorstellen.

    Der Schreibstil ist gut lesbar, die Story an sich kurzweilig und unterhaltsam.

    Wer diese Art von Psychothriller mag ist mit "Offline" gut bedient.


    8 von 10 Punkten.

  • Die Idee fand ich klasse und es fing spannend an und auch die Cliffhanger am Ende der Kapitel fand ich super. Als dann aber das zweite Opfer zu Worte kam, wurde es mir einfach zu brutal, sowas mag ich gar nicht. Ich habe dann also schon mal die kursiven Stellen übersprungen.

    Und irgendwann drehten sich die Anschuldigungen und Verdächtigungen im Kreise, dann habe ich den Mittelteil auch übersprungen und habe wieder bei Kapitel 50 begonnen und die Auflösung gelesen.


    Mein Mann hat es komplett gelesen und als ich diverse Fragen gestellt habe zu Erzählsträngen, die ich meinte, verpasst zu haben, sagte er, dass die auch nicht aufgelöst wurden. Z.B. Wer hat Timo freigelassen oder was war das Geheimnis von Annika und Martin.

    War also leider nichts für mich.


    6 von 10 Punkten

  • Meine Meinung zum Buch:



    Titel: Wenn deine Auszeit zum Horrortrip wird...



    Das Cover, welches aussieht wie ein Tablet, hat mich auf das Buch aufmerksam gemacht. Da ich im Urlaub ohne Internet und andere digitale Kommunikation unterwegs war, erschien mir dies als passende Lektüre.



    In der Geschichte will eine Gruppe von Leuten fünf Tage auf ihr Handy verzichten und sehen was das mit ihnen macht. Womit sie nicht gerechnet haben: heftige Schneefälle und einem Mörder unter ihnen. Wem kann man noch trauen? Und vor allem: wer wird überleben?



    Gemächlich führt ein beobachtender Erzähler uns zunächst einmal in die Handlung ein. Wir lernen die Figuren kennen und merken schnell, dass davon jeder sein Päckchen und sein Geheimnis zu tragen hat.



    Das Hotel, in dem die Handlung spielt, gefiel mir als Setting wirklich sehr gut. Zum einen ist es groß genug und zum anderen bietet es aufgrund der Renovierungsarbeiten reichlich Verstecke und Möglichkeiten der Tarnung. Das hat der Autor wirklich sehr geschickt gemacht.



    Zu den Figuren selbst kann ich nur sagen, dass mir nicht eine wirklich sympathisch war. Alle sind so voller Vorurteile und Klischees, das ging für mich gar nicht. Andererseits bilden sie sehr schön die heutige Gesellschaft ab. Besonders heftig fand ich, dass einige immer sofort einen Schuldigen parat haben, nur um nicht selbst dran zu sein. Das war schon sehr beängstigend. Müsste ich mir jedoch eine Figur wählen, dann würde ich mich wohl für Jenny König entscheiden, die zumindest hilfsbereit ist und versucht einen klaren Kopf zu behalten.



    Die beschriebenen Taten waren schon sehr hart und haben mich ein ums andere Mal schlucken lassen. Und selbstverständlich hatte ich Gänsehaut.



    Die Spannung war eigentlich konstant vorhanden und aufgrund der kurzen, knackigen Kapitel und der schnellen Szenenwechsel liest sich der Thriler sehr flott.



    Die Auflösung erschien mir persönlich etwas zu sehr an den Haaren herbeigezogen, aber dennoch schlüssig. Mir persönlich ist es lieber, wenn man als Leser selbst auf die Lösung kommen kann, was hier in meinen Augen nicht der Fall war.



    Fazit: Solider Thriller mit etwas schwachem Ende. Trotzdem gibt es von mir eine Empfehlung, da ausreichend Nervenkitzel vorhanden war. Zudem sehr leicht und ohne Anstrengung zu lesen.



    Bewertung: 8/ 10 Eulenpunkten

  • Es ist keine neue Idee, die Protagonisten irgendwo abgeschieden und unerreichbar in große Gefahr zu bringen. Durch das moderne Setting und den Gedanken des Digital Detox‘ war ich trotzdem neugierig, wie Arno Strobel diese Thematik umgesetzt hatte. Und der Epilog war schon mal sehr vielversprechend. Ich muss dazu sagen, dass ich das Buch an einem späteren Abend als ich alleine Daheim war, begonnen habe. Da hatten die ersten Seiten sofort ihre Wirkung getan und mir lief es kalt den Rücken runter – also angenehmes Gruseln, ganz wie gewünscht.


    Leider hielt diese schaurige Stimmung nicht über die gesamte Geschichte hinweg an. Obwohl der Spannungsbogen, als die Reiseteilnehmer im Hotel ankamen, recht schnell angezogen wurde, flachte die Atmosphäre überraschend ab. Durch den flüssigen Schreibstil und die kurzen Kapitel kam ich mit der Geschichte schnell voran und die passend platzierten Cliffhanger animierten zum immer weiterlesen. Trotzdem fehlte mir die gewisse Bedrohlichkeit, die auch ein Leser zu spüren vermag, und ich empfand die Atmosphäre für einen Thriller zu nüchtern. Das konnten meiner Meinung nach auch die grausamen Details über die Misshandlungen nicht wettmachen. Das Ganze wirkt ein bisschen so, als ob der Autor mit dem Manuskript rasch fertig werden wollte.


    Die Auflösung war für mich zwar überraschend und in sich schlüssig, dennoch kommt sie sehr konstruiert rüber. Es wurden leider auch nicht alle offenen Fragen beantwortet, was mich als Leser doch etwas unzufrieden zurücklässt.


    Trotz der paar spannenden und unterhaltsamen Momente, die mir „Offline“ bereitet hat, wird sich dieses Buch nicht so tief in mein Gedächtnis graben, wie es ausgefeilte Psychothriller in der Regel tun.

  • Die Geschichte klang so spannend, leider hat sich das Ganze dann völlig anders entwickelt, als ich es vom Klappentext her eigentlich vermutet hätte. Ich hatte auf mehr Katz-und-Maus-Spiel gehofft, hier haben sich zwar alle irgendwie verdächtigt, aber es ging nie wirklich in die Tiefe. Die dargestellten Anschläge sind recht blutig beschrieben, das fand ich jetzt auch nicht unbedingt notwendig, aber gut, muss man mit rechnen. Sprachlich war es dann auch noch eher dünn (die Dialoge waren manchmal schon ein bisschen grausam in ihrer Belanglosigkeit), so dass „Offline“ bei mir derzeit gute Chancen auf den Preis „Flop des Jahres“ hat.

    Fazit: 5 Punkte für den schwach erzählten, arg konstruierten Thriller mit hohem Ekelfaktor.

  • Zum Inhalt:

    Eine Gruppe von Menschen - Kollegen, aber auch Alleinreisende, zwei Reiseleiter und ein Bergführer - wandern gemeinsam im Februar zu einem einsamen Hotel mitten in den Bergen. Das Hotel ist erst teilweise renoviert und noch nicht eröffnet, außer zwei Hausmeistern gibt es kein Personal. Die Gruppe ist zu einem Digital Detox-Workshop zusammengekommen - quasi digitales Fasten durch den Verzicht auf Handy, Tablet, Notebook etc. Nicht einmal Telefon gibt es im Hotel, nur ein Funkgerät.

    Kurz nach der Ankunft setzt heftiger Schneefall ein und die Gruppe sitzt fest. Dies wäre nicht weiter schlimm, doch nach der ersten Nacht fehlt einer und als sie ihn finden packt alle blankes Entsetzen - schwer misshandelt, quasi gefoltert ist nicht sicher ob er überlebt. Ein Motiv ist nicht erkennbar, und jeder ist verdächtig. Und keiner weiß, ob es bei einem Opfer bleibt, nur eins ist sicher - Hilfe von außen wird nicht kommen....


    Mein Eindruck:

    Superspannend! Die Angst wird spürbar, und ich habe die ganze Zeit mitgerätselt. Interessant fand ich auch die Gruppendynamik - wie reagieren die einzelnen Personen unter dem steigenden Druck? Und wie würde ich reagieren? Was der Täter den Opfern antut ist nichts für schwache Nerven!

    Ich habe das Buch in kurzer Zeit durchgelesen und fühlte mich sehr gut unterhalten. Nicht immer ist alles logisch, aber dafür ist es locker zu lesen und nie langweilig.


    Von mir 9 von 10 Eulenpunkten.

    “You can never get a cup of tea large enough or a book long enough to suit me.” :lesend

    C.S. Lewis