'Die geteilten Jahre' - Seiten 207 - 294

  • Interessant. Das hatte ich mich bei jeder Stelle aus dem Inneren Kreis des Politbüros auch gefragt. Wie kamst du dazu, dass du solche Protokolle einsehen konntest. Wo gibt es solche Aufzeichnungen?

    Es gab in jeder Politbürsitzung einen Protokollführer und die meisten sind erhalten geblieben.

    There must be a beginning of any great matter, but the continuing unto the end until it be thoroughly finished yields the true glory. (Francis Drake)

  • Dann hast du dich aber intensiv und in frühem Alter damit beschäftigt. Hattest du viel nahe Verwandtschaft in der DDR?

    Aus Gesprächen mit in der BRD Aufgewachsenen weiß ich, dass viele gar nicht über die getrennten Staaten nachdachten oder wie es dort zugeht, weil das geteilte Deutschland, gerade für Leute in unserem Alte, bereits zu feststehend war und sie ein ungeteiltes Deutschland nie erlebt hatten. Alles zu weit weg und auf Bestehenbleiben ausgerichtet.

    Mich hat im Roman seine Beständigkeit (und so ist es ja wirklich passiert) und sein Durchhaltevermögen beeindruckt, so stark, wie er agitiert wurde. Dafür hat er meinen großen Respekt! Da dagegen zu halten, war alles andere als leicht, wenn man erstmal in so einer Position war, etwas zu entscheiden hatte. Als einfacher Arbeiter oder Bauer musste man nicht unbedingt, obwohl das natürlich gern gesehen war und Vorteile brachte. Das weiß ich nur vom Hörensagen und weil man das halt wusste, denn in meiner Verwandtschaft war niemand in der Partei.

    Clare, ich weiß, dass viele Schulklassen aus dem norddeutschen Raum eine Reise nach Westberlin mit Ausflug in den Osten unternommen haben. Leider ist vielen nicht vielmehr als der Transitverkehr in Erinnerung geblieben. Ich finde das bedauerlich vor dem Hintergrund, dass sie ein Stück Geschichte bewusst verpasst haben.

  • Die Idee ist ja nun grundlegend gescheitert. Am absurdesten finde ich, wie sich die Eigentümer zum Volkseigentum verhalten haben. Alles, Maschinen, Betriebe, Wohnungen, Werkzeuge, Ställe, Möbel in Schulen usw.usw. gehörte ja, zumindest auf dem Papier, den Werktätigen. Aber wie wurde damit umgegangen? Nicht pfleglich behandelt, Material, was nicht oder schlecht zu bekommen war, wurde "umgelagert"...Wenn Jedem alles und keinem etwas gehört, verliert es wohl an Wert und auch Wertschätzung.

    "Was des Volkes Hände schaffen, ist des Volkes Eigen!" und so. Ein paar hatten Teil am Reichtum und die Anderen mussten sich mit dem begnügen, was nicht in den Export ging und es bis in die Läden schaffte(oder unter die Ladentische).

    Du hast Recht: Kommunismus funktioniert nicht mit Menschen.

    Seltsam. Mit dem Wissen, dass Ersatz in der DDR nicht zu bekommen war, bin ich und auch viele andere mit eigenem und fremdem Eigentum sehr pfleglich umgegangen.

    (Kann diese Einstellung bitte einmal der Jugend im Umgang - wenn auch nur mit ihrem eigenen Smartphone - beigebracht werden?)

    Die Wertschätzung hat das Volkseigentum übrigens dann doch noch erfahren. Nach der Wende, als einige sich ungefragt und reichlich bedient haben. Was vorher nichts wert war, wurde später schonungslos abgeräumt. Ein unschönes Kapitel der Nachwendezeit.

  • Im Westen wurde die DDR eigentlich nie anders gesehen als hier beschrieben. Mich hat ab meinem 13. Lebensjahr, also seit 1983, immer die Frage beschäftigt, wie das Alltagsleben in einer Diktatur wohl ist und auf welcher Seite ich aufgrund der Agitation wohl gelandet wäre?


    Warum ist Marcus nicht einfach in die Partei eingetreten? Mehr Chancen, weniger Drängelei und nur etwas weniger Geld? Dass das Land irgendwann mal zusammenbricht, war ja bis Oktober 1989 nicht zu erwarten.

    Mac P. Lorne Die Kapitel mit den ZK-Mitgliedern sind doch reine Fiktion, oder? Protokolle wird es dazu doch wohl kaum geben.

    Auch wenn unvorstellbar: Es gab in der DDR Menschen mit Rückgrat.


    Zum Zusammenbruch:

    Der wirtschaftliche Kollaps stand noch nicht bevor. Die Lebensmittel- und Stromversorgung funktionierte noch, dennoch stagnierte die Wirtschaft und die Unzufriedenheit stieg. Die Führungsriege der DDR kam in Bedrängnis und musste Zugeständnisse machen.

    Vielleicht erinnern sich noch einige unter den Mitlesern. Mitte der 1980-er trafen sich Brandt und Stoph und vereinbarten erleichterte Reisemöglichkeiten für DDR-Bürger in die Bundesrepublik. Meine Eltern kamen 1987 und 1988 tatsächlich zu Jubiläen ihrer Verwandten in die Bundesrepublik. Natürlich durften sie nur einzeln reisen, vorab fand eine Überprüfung durch die Staatssicherheit statt.

    Alles hat seine Zeit. Advent ist im Dezember. (Nach einer Initiative der EKD)

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  • Seltsam. Mit dem Wissen, dass Ersatz in der DDR nicht zu bekommen war, bin ich und auch viele andere mit eigenem und fremdem Eigentum sehr pfleglich umgegangen.

    Ich möchte mich da auch ausklammern, denn ich bin so erzogen worden, dass fremdes Eigentum zu achten ist und man sein eigenes schätzen muss, weil wir nicht so viel hatten. Das meinte ich auch gar nicht.


    Ich bezog mich hier auf das, was ich in verschiedenen Betrieben, in denen wir PA (Schulfach Produktive Arbeit) hatten oder wo ich in den Ferien arbeitete. Wir sprechen hier von einem Kraftwerk, einem Braunkohletagebau bzw. den zugehörigen Werkstätten und den Umkleiden, die ich saubermachen musste, auch der LPG. Da wurde echt viel Alkohol getrunken (Bergbau, da gab es Deputat), wurden Schrauben, Werkzeug, Material, selbstverständlich in Mengen, die keinem auffielen, "Umgelagert" in die eigene Werkstatt zu Hause, wurde teilweise Ausschuss produziert, weil man keine Ahnung hatte oder es egal war (PA)...Das war natürlich nicht überall so, aber ich habe es so erlebt. Ich fand es schlimm in den Kollektiven in der Produktion und wollte nur eins: studieren und nicht in so einen Betrieb.


    Im Kleinen und zu Hause ging jeder sehr sorgsam mit allem um, weil alles außer Lebensmitteln teuer war und oft ohne Beziehungen nicht wieder zu beschaffen und weil man lange darauf warten oder sparen musste.

  • xexos: Warum sollte man in die Partei eintreten? Damit Deines Erachtens der Ärger sich verringern würde? Das tat er nicht. Einmal Parteimitglied musste man damit rechnen, dass die Stasi noch penetranter auf einen zutrat. Der DDR brauchte man nicht mit Argumenten kommen. Es lief alles auf Willkür hinaus.

  • Damit Deines Erachtens der Ärger sich verringern würde?

    Nein, meine Überlegung war, damit man sich nicht von vornherein alle möglichen Chancen verbaut. Wenn man dort schon leben musste und ein Entkommen nicht möglich war, warum dann nicht vordergründig mitspielen?


    Mir geht es aber nicht um eine Handlungsempfehlung meinerseits, sondern lediglich um eine rein theoretische Betrachtung der Situation. Völlig emotionslos und nur auf der Sachebene.

  • Nein, meine Überlegung war, damit man sich nicht von vornherein alle möglichen Chancen verbaut. Wenn man dort schon leben musste und ein Entkommen nicht möglich war, warum dann nicht vordergründig mitspielen?

    Ich glaube, jeder Mensch kann sich nur bis zu einem bestimmten Punkt verbiegen. Bei dem einen ist er etwas später erreicht, bei dem anderen eher, und manche haben damit auch gar kein Problem. Heute wird sehr viel der Stasi in die Schuhe geschoben, aber eins dabei gern vergessen: die DDR war eine SED-Diktatur, keine der Stasi. Die bezeichnete sich selbst als Schild und Schwert der Partei.

    Einer Partei, die über sich selber singen ließ: "Die Partei, die Partei, die hat immer Recht ...", dabei aber sich selbst und mehr noch die Nichtmitglieder belog und betrog dass sich selbst Stahlträger bogen, beizutreten und sich damit mitschuldig an deren Verbrechen zu machen, war nicht jedermanns Sache.
    JEDER - und das sage ich bewusst - Genosse war mitschuldig an dem Regime, denn er hat es durch seine Mitgliedschaft gestützt. So wie NSDAP-Mitglieder an den Verbrechen der Nazis, so spreche ich mich dafür aus, jedem Genossen eine Mitschuld an den Mauertoten, am Kindesentzug, an politisch motivierten Haftstrafen, an denen viele zerbrochen sind, und vielem anderen mehr zu geben.

    There must be a beginning of any great matter, but the continuing unto the end until it be thoroughly finished yields the true glory. (Francis Drake)

  • Ich stimme Dir zu. Deine Aussage beweist sich dann ja auch spätestens ab Sommer 1989 als wahr: Als keiner mehr mitmachte, griff die Staatsmacht ins Leere.

    Etwas lustiger formuliert hies dies in den 80ern ja auch "Stell Dir vor, es ist Krieg und keiner geht hin". Dies ist grundsätzlich die gleiche Aussage.


    Totalitäre Systeme können wahrscheinlich auch nur funktionieren, da sicher immer Menschen korrumpieren lassen. Die Spieltheorie kennt dieses Phänomen als "Gefangendilemma", in dem gezeigt wird, dass derjenige, der gegen eine konzertierte Aktion verstößt, kurzfristig Vorteile hat - zu Lasten von allen.

  • Die Idee ist ja nun grundlegend gescheitert. Am absurdesten finde ich, wie sich die Eigentümer zum Volkseigentum verhalten haben. Alles, Maschinen, Betriebe, Wohnungen, Werkzeuge, Ställe, Möbel in Schulen usw.usw. gehörte ja, zumindest auf dem Papier, den Werktätigen. Aber wie wurde damit umgegangen? Nicht pfleglich behandelt, Material, was nicht oder schlecht zu bekommen war, wurde "umgelagert"...Wenn Jedem alles und keinem etwas gehört, verliert es wohl an Wert und auch Wertschätzung.

    "Was des Volkes Hände schaffen, ist des Volkes Eigen!" und so. Ein paar hatten Teil am Reichtum und die Anderen mussten sich mit dem begnügen, was nicht in den Export ging und es bis in die Läden schaffte(oder unter die Ladentische).

    Du hast Recht: Kommunismus funktioniert nicht mit Menschen.

    Da muss ich dir leider zustimmen. Ähnliches erlebe ich in meinem Berufsleben zunehmend in Bezug auf Firmeneigentum oder zum Beispiel bei Gemeinschaftsräumen wie Kaffeeküchen.

    :Hörbuch Rebecca Gable - Das Floriansprinzip

    :Hörbuch Tanja Kinkel - Manduchai - Die letzte Kriegerkönigin

    :Hörbuch Anna Tell - Nächte des Zorns

    :lesend Mac P. Lorne - Der Herzog von Aquitanien

    :lesend Sandra Aslund - Verhängnisvolle Provence

    :lesend Caroline Graham - Tod zur Teatime

  • Ich hatte mit das Leben in der DDR eher normaler vorgestellt. Meine Großeltern hatten einen Bauernhof im der Nähe von Wismar, der dann in die örtliche LPG eingegliedert wurde. Meine Oma ist noch ein paar Jahre dort geblieben, dann aber zu uns in den Westen gekommen. Sonst hatten wir nur Ostbesuche von Rentnern, die sich weitgehend mit dem Staat arrangiert hatten. Sie haben nie so klar die schlechte Versorgungslage und die Repressalien geschildert. Einen Schock fürs Leben habe ich erst bekommen, als ich mit meinem Vater und zwei seiner Schwestern sein Geburtshaus besucht habe. Da haben Menschen in einem Haus gelebt, in dem man stellenweise durch die Decken gucken konnte. In dem kleinen Ort gab es nur eine junge Familie, der Rest waren Rentner oder Leute, die kurz vor der Rente waren und nicht mehr wegziehen wollten.

    Der Ausreiseantrag seiner Eltern kann auch Marcus nicht ruhig lassen. Er muss mit weiteren Repressalien rechnen. Die geschilderte Entwicklung in der DDR muss ja für alle Beteiligten deprimierend gewesen sein. Nicht nur die Bewohner sondern auch die politische Führung müssen verzweifelt gewesen sein. Das es nicht besser wurde, muss ja jeder gemerkt haben. Menschen wie Gorbatschow müssen ja lebensbedrohend gewirkt haben. Die Ablehnung seiner Gedanken durch die Staatsführung kann ich nachvollziehen.

    Die Gefühlslage von Markus beschreibt der Gedanke an eine offene Konfrontation, um sich einsperren zu lassen und dann auf eine Freikaufaktion zu hoffen, sehr eindringlich. Dann die Flucht in den Westen in der Hoffnung auf eine spätere Familienzusammenführung, sicherlich auch ein Zeichen der Verzweiflung. Auch ich denke, dass es mit Marcus in der DDR nicht mehr lange gut gegangen wäre.

    :Hörbuch Rebecca Gable - Das Floriansprinzip

    :Hörbuch Tanja Kinkel - Manduchai - Die letzte Kriegerkönigin

    :Hörbuch Anna Tell - Nächte des Zorns

    :lesend Mac P. Lorne - Der Herzog von Aquitanien

    :lesend Sandra Aslund - Verhängnisvolle Provence

    :lesend Caroline Graham - Tod zur Teatime

  • ... ab 16 war ich schon in einem Internat der EOS (heute Gymnasium) für die "Landkinder", weil wir morgens sonst nicht zur Schule hätten kommen können.

    Hoffentlich komme ich dazu nächste Woche Dich mal zu Deiner Internatszeit zu befragen. Stell mir nicht einfach vor Mo. - Fr. auf Schritt und Tritt funktionieren zu sollen und beeinflusst zu werden, wenn man vorher im Elternhaus am Nachmittag und Abend freier und nicht überwacht war.

    Manche Bücher müssen gekostet werden, manche verschlingt man, und nur einige wenige kaut man und verdaut sie ganz.
    (Tintenherz - Cornelia Funke)

  • Der Einkaufsversuch im Eisenbahnfachgeschäft von Imkes Verwandtschaft den Zwangsumtausch loszuwerden und seine Wunschlistemit Schnäppchen nebenbei abzuhaken kann man sich gut vorstellen – wurde doch häufig auch anderswo beschrieben, dass sehr gute DDR-Produkte häufig nicht in die DDR-Regale kamen. Auch interessant, dass der DDR-Babypopo in den 80ern papierwindelfrei war und die dort erhältlichen Windeltücher teilweise zu Hautreizungen führten. Bei Kiwi in Verbindung mit Milch musste ich schmunzeln, den Fehler habe ich auch schon gemacht.


    Mit dem Olympiaboykott 1980 (da war ich ein Kindergartenkind) habe ich mich nachträglich nie beschäftigt, meine Erinnerungen stammen erst von 1984 in Los Angeles, als mein Bruder für nachts einen Wecker stellte um Wettkämpfe zu sehen. Wir waren gerade im Urlaub und ich als kleine Schwester neben ihm im Bett bekam die Störungen mit. So war für mich interessant, dass damals die DDR überlegte Reiter an den Olympischen Spielen teilnehmen zu lassen.

    Das Wort Begrüßungsgeld hat für mich erst bei Grenzöffnung eine Bedeutung bekommen, durch das Buch und dort erwähntem Abholen von Begrüßungsgeld beim genehmigtem Verwandtenbesuch habe ich die Vorgehensweise ein wenig bei Wiki nachgelesen. Mir war vorher nicht bekannt, dass jahrzehntelang die BRD Geld zur Begrüßung von DDR-Besuchern ausgezahlt hat. Überrascht hat mich, dass das Einführen von in der BRD gekauften Geschenken in die DDR scheinbar unproblematisch war, vorausgesetzt vermutlich man hielt sich an die Spielregeln, dass natürlich Nietenhosen, Druckprodukte nicht eingeführt werden durften.


    Imke zeigt viel Stärke und Vertrauen, als sie ihren Mann Markus gehen lässt. Markus ist clever, gewitzt und sehr ideenreich. Furchtbar wie Familien sich mit dem Wunsch auf Freiheit auf nicht absehbare Zeit getrennt haben und die Zurückbleibenden umgehend Nachteile hatten.


    Bei Markus´ Besuch in Hannover, sehe ich als selbst in dieser Stadt wohnende die erwähnte Buchhandlung als Schmorl und von Seefeld am Kröpcke.


    Bei Onkel Jürgen male ich mir übrigens aus, dass er vielleicht in einer mir bekannten hannoverschen Druckerei als Drucker tätig war.

    Manche Bücher müssen gekostet werden, manche verschlingt man, und nur einige wenige kaut man und verdaut sie ganz.
    (Tintenherz - Cornelia Funke)

  • Bei Markus´ Besuch in Hannover, sehe ich als selbst in dieser Stadt wohnende die erwähnte Buchhandlung als Schmorl und von Seefeld am Kröpcke.


    Bei Onkel Jürgen male ich mir übrigens aus, dass er vielleicht in einer mir bekannten hannoverschen Druckerei als Drucker tätig war.

    Genau die Buchhandlung war's, und die Druckerei lag in unmittelbarer Nähe des Bahnhofs.

    There must be a beginning of any great matter, but the continuing unto the end until it be thoroughly finished yields the true glory. (Francis Drake)

  • Hoffentlich komme ich dazu nächste Woche Dich mal zu Deiner Internatszeit zu befragen. Stell mir nicht einfach vor Mo. - Fr. auf Schritt und Tritt funktionieren zu sollen und beeinflusst zu werden, wenn man vorher im Elternhaus am Nachmittag und Abend freier und nicht überwacht war.

    Wenn du magst!

    Das Internat war super. Überwacht ja, es gab sogar eine Nachtwache, aber wir waren eine gute Gruppe. Ich erinnere mich noch sehr gut, wie wir uns auf die Wahl vorbereitet haben. Wenn ich mich recht erinnere, waren die Volkskammerwahlen 1989 Anfang Mai, und ich war noch nicht 18:(, es fehlten ein paar Tage. Es war wirklich schwierig herauszubekommen, wie man eine Neinstimme korrekt abgibt. Man musste jeden einzelnen Namen einzeln streichen. Wenn nur einzelne Namen gestrichen wurden, zählte es trotzdem als Jastimme. Wenn das stimmte...

    Verrückt...

  • Das Internat war super. Überwacht ja, es gab sogar eine Nachtwache, aber wir waren eine gute Gruppe.

    Wenn Du gute Erinnerungen hast, das beruhigt mich schon einmal sehr. :knuddel

    Manche Bücher müssen gekostet werden, manche verschlingt man, und nur einige wenige kaut man und verdaut sie ganz.
    (Tintenherz - Cornelia Funke)

  • Wenn Du gute Erinnerungen hast, das beruhigt mich schon einmal sehr. :knuddel

    Erinnerungen, besonders aus der Jugend, sind oft etwas verklärt. Wir waren immer unter Kontrolle, auch nachts,und es gab viele Regeln, die man nicht immer einsehen konnte. Aber es war die erste Station nach dem Elternhaus, unter Gleichaltrigen im Sturm- und Drangalter.

    Einer der Betreuer, damals schon kurz vor der Rente, gab sich sehr kumpelhaft und hat uns, wenn ich es im Nachhinein betrachte, ganz schön ausgehorcht...