Mini-Leserunde: Ben Aaronovitch – Der Galgen von Tyburn (Peter Grant Teil 6)

  • Ein paar Eulen möchten die liebgewonnenen Mini-Leserunden zur Peter-Grant-Reihe von Ben Aaronovitch fortsetzen. Zum mittlerweile sechsten Mal begeben wir uns ins schöne London, um Peter und Co. über die Schulter zu schauen, wenn sie mit allerhand abstrusem Scheiß konfrontiert werden. Welche Lebe- oder Totwesen werden ihnen diesmal wohl begegnen? Werden wir etwas Neues über Nightingale erfahren? Kommt Lesley wieder vor? Was macht der gesichtslose Magier? Und welcher arme Tropf muss am Galgen von Tyburn baumeln? – Ich freue mich, diesen Fragen wieder gemeinsam mit euch nachzugehen! :-]


    Aktueller Fall: Der Galgen von Tyburn


    ASIN/ISBN: 3423216689


    Hier sind noch die Leserunden, die zu den vorherigen Bänden stattgefunden haben:


    Band 1: Die Flüsse von London

    Band 2: Schwarzer Mond über Soho

    Band 3: Ein Wispern unter Baker Street

    Band 4: Der böse Ort

    Band 5: Fingerhut-Sommer

    Band 5.5: Geister auf der Metropolitan Line

  • Ich habe heute Nachmittag schon angefangen und das erste Kapitel von dem Buch gelesen.:)

    Und es gefällt mir schon gleich wieder richtig gut!


    Mir ist zum einen die Widmung am Anfang positiv aufgefallen: Das Buch wird ja allen Bibliothekarinnen und Bibliothekaren gewidmet. Da habe ich ja gleich den Verdacht, das in diesem Band Bücher und Bibliotheken eine größere Rolle spielen werden und das weckt natürlich noch mal die Neugier auf die neue Geschichte.


    Und dann finde ich es gut, das die Handlung sofort mit einem neuen Fall startet und es nicht ein langes Vorgeplänkel gibt. Man ich gleich wieder Mittendrinnen in der Geschichte. Und Peter ist immer noch mit Beverley zusammen.:-] wie schön. Ich mag sie und finde es gut, dass sie wohl weiterhin eine größere Rolle in den Büchern spielt.



    Da muss ich tatsächlich gleich mal ganz blöd bei euch nachfragen: Was war denn der letzte Stand bei dem? Ich hab das schon wieder total vergessen ...

    Hm, das ist eine gute Frage. Ich habe ja erst vor Kurzem Band 5 gelesen aber ich kann mich gerade echt gar nicht mehr so genau erinnern, ob der gesichtslose Magier darin eine Rolle gespielt hat oder nicht.


    Also ich weiß nur noch, dass Leseley sich ja auf seine Seite geschlagen hat, weil sie sich von ihm wohl ein neues Gesicht erhofft. Und sie hat in Band 5 mehrmals mit Peter per Handy kommuniziert. Aber mehr weiß ich gerade auch nicht mehr.

  • So, gleich mal häuslich einrichten ... :)


    Gestern hab ich leider doch nicht so viel lesen können wie geplant, aber nachher werde ich das hoffentlich aufholen können.


    Da muss ich tatsächlich gleich mal ganz blöd bei euch nachfragen: Was war denn der letzte Stand bei dem? Ich hab das schon wieder total vergessen ...

    Bei mir sind die Erinnerungen auch schon recht verblasst, aber ich habe mal meine Notizen der vergangenen Runden zu Rate gezogen. Im "Fingerghut-Sommer" kam der gesichtslose Magier gar nicht vor, wenn mich nicht alles täuscht. Sein letzter Auftritt müsste im "Bösen Ort" gewesen sein. Da hat er ja am Schluss im großen Finale den Skygarden Tower gesprengt, weil er sich erhofft hat, auf diese Weise an eine Art komprimierte oder verstärkte Magie zu kommen. So ganz habe ich damals gar nicht kapiert, was genau er damit bezweckt hat, das war ja alles recht verworren.

    Es gab auf dem Dach oben jedenfalls eine kurze Begegnung zwischen ihm und Peter. Und am Schluss krachte der Turm zusammen und er ist entkommen, mit Lesley, die sich ihm angeschlossen oder ihm geholfen hat. So in etwa habe ich das in Erinnerung :/


    Ich wüsste nicht, dass im Fingerhut-Sommer erwähnt wird, wo der Gesichtslose abgeblieben ist oder was er in der Zwischenzeit getan hat. Lesley wird da zwar erwähnt, die schickt Peter ja Nachrichten, aber vom Magier selbst ist da nicht die Rede, glaube ich jedenfalls.


    Im aktuellen Band wird ja gleich zu Anfang (ein paar Seiten habe ich ja immerhin gelesen) Lesley erwähnt und dass sie in diesem Buch einen Auftritt haben wird. Gleich auf Seite 2, noch vor dem Innentitel, da heißt es bei den Stichworten, worum es in diesem Band geht "Und: Lesley ist zurück". Da bin ich jetzt mal gespannt, inwiefern die zurück ist und ob sie tatsächlich ihr unversehrtes Gesicht wiederbekommen hat. Nach dem Abendessen geht's weiter :trippel

  • Vielen Dank euch beiden, dass ihr meiner Erinnerung auf die Sprünge geholfen habt. Dass Lesley im Fingerhut-Sommer SMS an Peter schickt, hatte ich noch im Hinterkopf, aber an irgendwelche Aussagen zum Gesichtslosen konnte ich mich eben auch nicht erinnern. Irgendwelche Details zum Showdown im 4. Band habe ich (wie sollte es anders sein) ebenfalls nicht mehr im Gedächtnis, und in meinem Notizbuch hatte ich mir zum Ende von Band 4 gar nichts mehr notiert. Naja, wie auch immer. Eigentlich müsste der Gesichtslose im vorliegenden Band echt mal wieder in irgendeiner Weise auftauchen oder zumindest erwähnt werden. Diesen wichtigen Erzählstrang wird Aaronovitch ja wohl hoffentlich nicht unter den Tisch fallen lassen.


    Die Widmung ist mir auch gleich aufgefallen, und ich fände es toll, wenn Bücher eine Rolle in diesem Fall spielen würden!


    Gelesen habe ich bisher allerdings erst das erste Kapitel.


    Und gleich auf der ersten Seite wurde ich mit einer weiteren Gedächtnislücke meinerseits konfrontiert – dass irgendeine Abmachung zwischen Peter und Lady Ty besteht, hatte ich mal so gar nicht mehr auf dem Schirm!

    Dass es gleich mit dem Fall losgeht, finde ich auch positiv!


    Ansonsten gefällt mir der humorvolle Schreibstil wieder sehr gut, und ich musste auch schon wieder grinsen. Aaronovitch wäre nicht Aaronovitch, wenn er nicht wieder eine architektonische "Kunst" durch den Kakao ziehen könnte :grin. Und die erste Anspielung auf Tolkien habe ich auch schon gefunden! Ich bin schon gespannt, ob Lily wieder eine Anspielung auf Akte X findet. ;-)



    Im aktuellen Band wird ja gleich zu Anfang (ein paar Seiten habe ich ja immerhin gelesen) Lesley erwähnt und dass sie in diesem Buch einen Auftritt haben wird. Gleich auf Seite 2, noch vor dem Innentitel, da heißt es bei den Stichworten, worum es in diesem Band geht "Und: Lesley ist zurück".

    Das ist in meinem Buch gar nicht drin, aber ich freue mich zu hören, dass Lesley zurück ist. Ich hoffe, sie spielt auch persönlich mit und schreibt nicht wieder nur Nachrichten aus dem Off!


    Nachher lese ich dann weiter. :-)

  • So, Kapitel 1 - 3 sind nun gelesen :)


    Schon auf den ersten paar Seiten hatte ich gleich wieder einige Kicheranfälle und herzhafte Pruster - in diesem Band scheint der Autor wieder mal in Hochform zu sein, was Witz und Sprache anbelangt. Da sind so herrliche Sätze dabei, dass ich mit dem Anmarkern gar nicht hinterherkomme.

    Schön zum Beispiel der Vergleich mit den "ineinandergekrachten Sternenzerstörern" (StarWars?) oder die Nazgul, die auf dem Dach des The Shard hausen könnten :lache

    War das der Hinweis auf HdR, den du meintest, Sidonie ?


    Einfach genial, wie immer halt. Und auch wie schon zuvor wieder jede Menge London-Architektur-Schimpf, darüber könnte ich mich immer kringeln. In diesem Band hat der Autor offenbar auch noch ein weiteres Aufreger-Thema gefunden, die Reichen und Schönen der Stadt. Über die zieht er ja auch ständig her und mir scheint, er hat auch im wirklichen Leben nicht viel mit dieser aufgeplusterten HighSociety am Hut. Obwohl er, wie ich vermute, ja wahrscheinlich auch kein Armer ist :gruebel


    Was die Handlung betrifft, geht es aber eher gemächlich los, finde ich, das liest sich gerade wie ein gewöhnlicher Kriminalroman mit viel Ermittlungsarbeit und Recherche. Auch Magie kam bis jetzt kaum vor, was sehr schade ist, was sich aber im Lauf der Geschichte sicher noch ändern wird.


    Was ich sehr nett finde, ist, dass Sahra Guleed wieder mitspielt und hier mal einen etwas längeren Auftritt hat. Ich bin mir nicht ganz sicher, was ich über das Verhältnis zwischen ihr und Peter denken soll - einerseits kabbeln sie sich ständig und Guleed keift den armen Peter oft ganz schön barsch an, aber trotzdem habe ich das Gefühl, dass die beiden sich mögen und gut miteinander auskommen. Vielleicht übernimmt Guleed jetzt und evtl in den folgenden Bänden so ein wenig den Part des weiblichen Sidekicks, den Lesley bis jetzt inne hatte.


    Es macht auch mehr Spaß zu lesen - mir jedenfalls -, wenn Peter jemanden an seiner Seite hat. So wird das alles irgendwie lebhafter und echter, und vor allem die witzigen Dialoge sind immer klasse. Und ich glaube, auch für den Autor ist es leichter, bestimmte Sachverhalte oder Handlungen zu erklären, wenn es eine weitere Figur gibt, mit der die Hauptfigur darüber reden und diskutieren kann. Wie auch immer, mich freut's jedenfalls, dass Guleed hier einen größeren Part als bisher bekommt.


    Ansonsten finde ich hier in diesen Kapiteln noch nicht so arg viel Diskussionsstoff, muss ich sagen. Ein wenig verwirrt hat mich in Kapitel 3 der Rückblick auf vergangene Bücher, in denen Geoffrey Wheatcroft und Albert Woodville-Gentle und Mr. Weil erwähnt werden, da musste ich tatsächlich nochmal in meine Notizen gucken, weil ich nicht mehr so genau wusste, wer das war. Irgendwie weiß ich's immer noch nicht so genau. Die vielen Namen sind schon immer sehr verwirrend :S



    Und Peter ist immer noch mit Beverley zusammen. wie schön. Ich mag sie und finde es gut, dass sie wohl weiterhin eine größere Rolle in den Büchern spielt.

    Da schließe ich mich an, Beverley mag ich auch gern, vor allem ihre kleinen Extravaganzen (wie zum Beispiel sich mitten in der Stadt bis auf die Unterwäsche auszuziehen und in die Themse zu springen, um mit Peter ein Wettrennen nach Hause zu machen ^^). Sie ist mir von allen Flussgöttinnen bei weitem die sympathischste. Lady Ty dagegen mag ich gar nicht, die ist so arrogant-hochnäsig-doof. Aber vermutlich soll man sie als Leser auch gar nicht sympathisch finden, schätze ich.


    Den Rest des heutigen Tages werde ich wohl keine Zeit mehr zum Lesen oder Posten haben, aber ich hoffe, dass es morgen nachmittag/abends weitergehen kann.


    Euch noch einen schönen Sonntag :wave

  • Ich habe gestern Abend noch bis einschließlich Kapitel 4 gelesen, war aber zu faul, um mir großartig Notizen zu machen. Deswegen halte ich mich jetzt lieber ein bisschen zurück, um nicht versehentlich etwas aus dem vierten Kapitel vorwegzunehmen.


    Kapitel 1 bis 3


    Bücherdrache , genau, den Nazgûl auf dem Shard meinte ich mit dem Tolkien-Verweis.


    Dass Aaronovitch über die Reichen herzieht, finde ich auch witzig. :grin


    Was die Handlung betrifft, geht es aber eher gemächlich los, finde ich, das liest sich gerade wie ein gewöhnlicher Kriminalroman mit viel Ermittlungsarbeit und Recherche. Auch Magie kam bis jetzt kaum vor, was sehr schade ist, was sich aber im Lauf der Geschichte sicher noch ändern wird.

    Stimmt, das ist bisher ein – fast – normaler Krimi. Ich finde es aber eigentlich ganz nett, wenn Peter und die anderen Ermittler erst nach und nach auf den (potenziell) magischen Hintergrund des Falls stoßen.


    Ein wenig verwirrt hat mich in Kapitel 3 der Rückblick auf vergangene Bücher, in denen Geoffrey Wheatcroft und Albert Woodville-Gentle und Mr. Weil erwähnt werden, da musste ich tatsächlich nochmal in meine Notizen gucken, weil ich nicht mehr so genau wusste, wer das war. Irgendwie weiß ich's immer noch nicht so genau.

    Wheatcroft und Woodville-Gentle konnte ich erstaunlicherweise sogar noch halbwegs einordnen. Dafür konnte ich mich an eine weitere Person so überhaupt nicht mehr erinnern ... Leider weiß ich nicht, ob die noch in Kapitel 3 auftaucht oder erst später, deswegen warte ich mit der Namensnennung noch.


    Beverley finde ich mittlerweile auch sympathisch. Im ersten Band haben mich die Flüsse noch ziemlich genervt, aber mittlerweile hat Aaronovitch ihre Auftritte gut dosiert, finde ich, so dass sie nicht überhand nehmen.


    Euch auch einen schönen Sonntag! :-] Ich werde auch erst am späten Abend wieder Lesezeit haben, freu mich aber schon aufs Weiterlesen.

  • Kapitel 1-3

    Ja in den ersten drei Kapitel passiert noch nicht allzuviel. Aber lustig ist es auf alle Fälle zu lesen. Ich musste wirklich lachen, als sich Peter darüber Gedanken macht, was passieren würde, wenn er mit Beverley Kinder hätte. Was wären die dann, ausser gute Schwimmer? Kleine Bäche oder Ablussrohre? :lache

    Und dann kommt auch noch seine Mutter mit dem Thema Enkel daher. Da bin ich ja mal gespannt, ob sich in diese Richtiung wirklich was tut....

    Was ich sehr nett finde, ist, dass Sahra Guleed wieder mitspielt und hier mal einen etwas längeren Auftritt hat. Ich bin mir nicht ganz sicher, was ich über das Verhältnis zwischen ihr und Peter denken soll - einerseits kabbeln sie sich ständig und Guleed keift den armen Peter oft ganz schön barsch an, aber trotzdem habe ich das Gefühl, dass die beiden sich mögen und gut miteinander auskommen.

    Mir gefällt das auch, dass Sahra Guleed im Moment zusammen mit Peter ermittelt. Und ich habe auch das Gefühl, das die beiden sich eigentlich doch ganz gerne mögen, sie können oder wollen es nur nicht so recht zeigen. Auf jeden Fall ist es für den Leser gut, wenn Peter jemanden an seiner Seite hat. Gerade die witzigen Dialoge gefallen mir in den Büchern immer so gut.:)

  • Kapitel 4

    Ich habe heute noch das 4. Kapitel gelesen und da gibt es ja gleich mal eine kleine Überrraschung: Lesley ist zurück:grin! Und sie hat sogar ihr normales Gesicht wieder bekommen. Das freut mich ja schon für sie, muss ich sagen.

    Und dann gerät die Situation in dem Kaufhaus Harrods gleich mal ein wenig außer Kontrolle.

    Hab ich das jetzt richtig verstanden, dass Lesley hinter diesem Reynard Fossman her war? Sie ist auf jeden Fall nicht seine Komplizin, oder? Irgendwie ging das dann alles so schnell mit der Verfolgungsjagd durch das Kaufhaus. Ich denke mal, da muss sich Peter jetzt wieder einiges anhören von seinen Vorgesetzten, nachdem er bei der Verfolgung so ein Chaos in dem teuren, noblen Einkaufshaus hinterlassen hat. Und was war das für ein roter Nebel, der da noch mitgemischt hat?


    Also so ganz verstehe ich ja die Zusammenhänge mal wieder nicht. Dieser Reynard will Nightingale ein Angebot machen für ein Buch. Und gleichzeitig ist er anscheinend der Freund von dem toten Mädchen. Und was hat Lesley damit zu tun? Na ich lese wohl am besten noch ein wenig weiter. Es wird bestimmt noch verwirrende, ich ahne es schon.:lache

  • Kapitel 4


    Rouge, bei der Szene im Harrods geht es wirklich drunter und drüber, und es ist schwierig, da den überblick zu behalten. Irgendwie ist das auch so eine kleine Schwäche von Aaronovitch, finde ich, dass er actionlastige Passagen so unübersichtlich schreibt ... Aus früheren Bänden kennt man das ja auch.


    Also ich habe das so verstanden, dass hier mehrere "Interessengruppen" aufeinander treffen:


    1. Reynard, der Nightingale das Buch anbieten will ... warum auch immer ... und der vermutlich irgendwas mit Christina am Laufen hatte


    2. Lesley, die Reynard an den Kragen will


    3. Dieser dritte Mann, dessen Rolle völlig unklar ist, der aber wohl auch Reynard in seine Gewalt bringen will


    Der Magier, der vermutlich hinter dem roten Rauch steckt, scheint mir auf der Seite von Lesley zu stehen, kann das sein? Nightingale scheint ja auch gegen ihn zu kämpfen.


    Ich habe das Gefühl, dass Lesley noch Marionette des gesichtslosen Magiers ist und in seinem Sinne agiert.


    Es gab ja offenbar eine Verbindung zwischen Reynard und dem toten Mädel, das sich nach Aussage ihres Vaters zuletzt auffällig für Geschichte interessierte. Vielleicht ist sie zusammen mit Reynard auf dieses Buch gestoßen und sie haben damit irgendwelche gefährlichen schlafenden Hunde geweckt?


    Reynard ist übrigens die Figur, an die ich mich gar nicht mehr erinnern konnte. Als Peter sagte, dass er ihn kenne, dachte ich nur so "Hä?" :S


    Ich find's jedenfalls toll, dass man jetzt wieder so schön spekulieren kann! :-]

  • Danke für deine tolle Zusammenfassung der "Interessengruppen" aus Kapitel 4. Ich habe das auch so verstanden, wie du es geschrieben hast.


    Reynard ist übrigens die Figur, an die ich mich gar nicht mehr erinnern konnte. Als Peter sagte, dass er ihn kenne, dachte ich nur so "Hä?"

    Ich bin ja total froh, das ich nicht alleine bin mit meiner Unwissenheit:lache Ich konnte mich nämlich auch überhaupt nicht an diese Figur erinnern. Keine Ahnung, in welchem Band er schon vorgekommen sein soll? Auf jeden Fall sagt mir der Name von ihm gar nichts.


    Und dann gibt es noch eine Figur, die mir überhaupt nichts sagt.

    Ich glaube, das ist schon in Kapitel 5:

    Peter bekommt einen Anruf aus Amerika von einer Kimberley Reynolds vom FBI. Wer ist das denn jetzt bitte? An die kann ich mich auch überhaupt nicht mehr erinnern.:/ Also ich verstehe ja immer noch nicht, warum der Autor kein Personenverzeichnis in seinen Büchern hat. Diese tausend verschiedenen Namen, Figuren, Fae und sonstwas kann sich doch echt kein Mensch merken, oder?8o

  • Kapitel 4 habe ich inzwischen auch gelesen. Mit dem 5. Kapitel bin ich allerdings noch nicht ganz fertig, deswegen schreibe ich zu diesem noch nichts.


    Das 4. Kapitel ist allerdings auch verwirrend genug. Der ganzen Aktion im Kaufhaus Harrods konnte ich nach kürzester Zeit schon kaum mehr folgen, da war ich nach drei Seiten schon raus. Erst zu Anfang des nächsten Kapitels habe ich überhaupt mitbekommen, dass an dem Kampf da noch eine weitere Person beteiligt war, diese Magierin mit dem roten Rauch - das ging beim Lesen für mich völlig unter. Ich habe mich zwar gefragt, wo dieser Rauch herkommt, aber dass den ein Magier produziert, habe ich in dem Moment gar nicht kapiert. Auch als Lesley zaubert, war mir nicht klar, wen sie damit eigentlich treffen will - Peter oder eher Reynard Fossman. Hier geht ja alles drunter und drüber und ist so wirr geschrieben, dass man echt ins Schleudern kommt.


    Ich habe mich auch gefragt, was Lesley überhaupt bei diesem Treffen will, und wieso sie sich so offen zeigt, wo doch alle Welt hinter ihr her ist. Und woher sie von diesem Treffen überhaupt weiß? Entweder verfolgt sie Reynard schon länger oder es hat ihr irgendjemand davon erzählt. Aber wer? Vielleicht hört ja jemand Peters Telefone ab. Reynard scheint sie jedenfalls zu kennen und offenbar nicht in bester Erinnerung zu haben, so wie der sich benimmt, als sie auftaucht.


    Am Anfang des Kapitels, bei der Vernehmung von Albertine und der folgenden Besprechung mit Stephanopoulos und Seawoll, wiederholt Peter noch einmal genau Reynards Wortlaut aus seinem ersten Gespräch mit ihm, als der ihm dieses Buch für Nightingale angeboten hatte. Da sagt er, Reynard hätte jemanden an der Hand, der das Buch verkaufen will und er sei nur der Vermittler - da habe ich überlegt, ob dieser dubiose Verkäufer vielleicht unser gesichtsloser Magier sein könnte, der möglicherweise dieses Buch als Köder oder Druckmittel gegen Nightingale und/oder das Folly einsetzen will. Aber von dem Verdacht bin inzwischen wieder abgerückt, nachdem da jetzt so viele verschiedene Parteien verwickelt sind - zum einen dieser Stoppelhaarschnitt-Schweinsäuglein-Typ aus dem Jazz-Café im Harrod's, und dann diese Magierin mit dem roten Rauch, und dann auch noch Lesley, die womöglich im Auftrag des Gesichtslosen unterwegs ist (der ihr das Gesicht bestimmt nicht umsonst und ohne Gegenleistung gerichtet hat) - also wird der vermutlich nicht selbst der Anbieter dieses Buch sein. Wenn Lesley tatsächlich für ihn arbeitet, ist er wohl eher selbst hinter dem Buch her. Aber es kann natürlich auch alles gaaaanz anders sein, wie immer.


    Die Stelle, wo Peter sagt, dass er Reynard schon kennen würde, habe ich irgendwie überlesen - wo stand das denn?


    Als der zum ersten Mal aufgetaucht ist, musste ich an diesen Fae oder Halb-Fae aus einem der Vorgängerbände denken, da war doch mal so eine Nervensäge, so ein kleiner Gauner, mit dem Peter im Untergrund zu tun hatte - war das nicht auch so ein Fuchsgesicht? Aber der hieß anders, glaube ich, hm ... :gruebel


    Den Anfang des Buches fand ich super, und ich liebe Aaronovitchs Stil und Witz auch wirklich sehr. Was das betrifft, finde ich seine Schreibe einfach unerreicht. Aber ich muss gestehen, dass der Band anfängt, mich zunehmend zu nerven. Es war in den letzten Bänden ja auch schon so, dass die vielen Namen einen ziemlich verwirren, aber hier setzt der Autor noch einen drauf, wie ich finde, und sch...üttet seine Leser regelrecht zu mit Namen und Personen und Verbindungen zwischen ihnen und dazu noch mit irgendwelchen uralten Kamellen aus den Vorgängerbänden, an die man sich nicht mehr erinnern kann, die Handlung wird von Seite zu Seite wirrer und ich kann dem allem manchmal einfach nicht mehr folgen.


    Am Anfang des 5. Kapitels zum Beispiel, da wird eine Figur aus der Mottenkiste geholt, die im dritten Band mal eine Nebenrolle gespielt hatte, die jetzt aber auf einmal eine praktizierende Magierin ist und auch noch ganz anders heißt und einen anderen Beruf hat und dazu noch mit irgendwelchen anderen Figuren aus diesen vielen Namen verbandelt ist - und da soll der Leser noch durchblicken. Man kann's auch echt übertreiben ... :rolleyes


    Er schreibt so witzig und unterhaltsam, und doch stolpert man ständig, weil man wieder zurückblättern oder in alten Notizen und Personenlisten kramen oder sich den Kopf darüber zerbrechen muss, warum gerade welche Person was und mit wem macht, so dass bei mir einfach kein wirklich flüssiges Lesen zustande kommt. Das ist von allen Bänden jetzt auch der erste, bei dem ich merke, dass es mich nicht zum Lesen zieht und ich mich fast ein wenig davor drücke. Aber trotzdem will ich natürlich weiterlesen, denn sonst bräuchte ich den Rest der Reihe gar nicht erst anfangen. Man versteht die Bücher ja schon kaum, wenn man alle Vorgängerbände gelesen hat - wie das wird, wenn man einen auslässt, will ich lieber gar nicht erst wissen.


    Rouge

    Kimberley Reynolds ist eine Figur aus dem dritten Band "Ein Wispern unter Baker Street", wo Peter und seine Verbündeten in der Kanalisation unter der U-Bahn herumkrabbeln und auf dieses geheime Feenvolk stoßen, das dort seit Urzeiten unbemerkt haust. Reynolds ist eine FBI-Agentin aus den USA, die als Verstärkung zum Team stößt. Warum die allerdings in London ist, wird nicht so ganz klar, wenn ich mich recht erinnere, das war alles sehr dubios und geheimdienstmäßig. Als Peter und Anhang in den Kanälen herumkrauchen, taucht die da unten auf einmal in Tarnkleidung auf und mischt eifrig mit, obwohl sie eigentlich ganz wo anders sein sollte. Ich weiß aber nicht mehr genau, was sie da unten wollte (und meine hingeschmierten Krakel-Notizen zu diesem Kapitel kann ich leider nicht mehr entziffern :lache). Am Schluss fliegt sie in die USA zurück, glaube ich.

    Da unten in der Kanalisation war das auch, wo Peter verschüttet wird und Lady Ty ihn rettet, so dass er jetzt bei ihr in der Kreide steht.

  • Bücherdrache : vielen Dank für Deine ausführliche Erklärung zu Kimberley Reynolds. Jetzt kann ich mich auch wieder an sie erinnern.:)


    Ich verstehe sehr gut, dass Du genervt bist von den vielen Namen, Personen und Verbindungen. Mir ist das auch meistens zu viel und zu verwirrend. Aber zum Glück überwiegt bei mir im Moment noch die Freude an dem Buch und ich lese es echt gerne. Ich hoffe sehr, Du liest noch weiter mit uns zusammen und findest wieder Spaß an der Geschichte:knuddel1

    Ich bin im Moment vor allem gespannt darauf, wie es mit Lesley weitergeht, wann sie wieder auftaucht und ob sie noch mit dem "Gesichtslosen" zusammenarbeitet. Dieser Teil der Story finde ich gerade fast spannender als die restliche Geschichte:)

  • Nein, abbrechen will ich nicht, ich werde das Buch auf jeden Fall zu Ende lesen. Die nächsten beiden Bände habe ich ja auch schon hier liegen, die Serie wird also ganz sicher weiterverfolgt. Die Genervtheit überfällt mich auch immer nur streckenweise, halt immer dann, wenn der Autor mit seinem NameDropping mal wieder eskaliert, aber das gibt sich dann meist wieder ^^


    Als ich gestern im dritten Band nach Agent Reynolds gesucht habe, bin ich dort auch über die Szene gestolpert, in der Lady Ty Peter nach diesem Erdeinbruch rettet und ihn dann vorwarnt, dass er den Gefallen irgendwann mal zurückgeben muss. Falls es jemand nachlesen möchte:

    Kapitel 21 "Oxford Circus", Seite 318 - 341

    Lady Ty taucht ab S. 340 auf


    Und eine recht hilfreiche Webseite habe ich gefunden, zwar nur in englischer Sprache, aber auch für Nicht-Muttersprachler lesbar:


    The Follypedia - Ein Wiki zu Aaronovitchs Flüsse-von-London-Buchreihe


    Hier gibt es zu jedem Band auch Personenlisten, in denen man wenigstens mal kurz nachsehen kann, falls einem gerade mal nicht einfällt, wo man einen Charakter einsortieren soll.


    Beim aktuellen Band habe ich zum Beispiel in der Liste der aus früheren Bänden wieder auftauchenden Figuren über Reynard Fossman gelesen, dass der in "Der böse Ort" schon eine Szene hatte, und zwar auf dem Frühlingsmarkt von Vater Themse, diesem DemiMonde-Jahrmarkt/Kirmes/Flohmarkt. Dort hat er wohl versucht, mit Abigail Kamara Kontakt aufzunehmen, also mit diesem magiebegabten Mädchen aus der Nachbarschaft von Peters Elternhaus. An diese Szene kann ich mich allerdings echt nicht erinnern - aber wenn's da so steht, wird es wohl so sein :lache


    Bei dem Wiki muss man nur aufpassen, dass man nicht vorher schon zu viel erfährt - es kommen halt jede Menge Spoiler vor.

  • Kapitel 4 und 5

    Nein, abbrechen will ich nicht, ich werde das Buch auf jeden Fall zu Ende lesen. Die nächsten beiden Bände habe ich ja auch schon hier liegen, die Serie wird also ganz sicher weiterverfolgt.

    Schön, dass du dich nicht abschrecken lässt! :) Ich finde bei Aaronovitch immer nur solche Action-Szenen wie die im Harrods fürchterlich wirr beschrieben (danke Rouge für die Bestätigung, dass du die auch so verstanden hast wie ich!). Dass Figuren aus Vorgängerbänden wieder auftauchen, finde ich per se eigentlich sogar ganz cool – es fehlt aber halt einfach, wie Rouge richtig anmerkte, ein Personenverzeichnis im Buch. Mit so einer Liste wäre das alles ja kein Problem.


    Die Stelle, wo Peter sagt, dass er Reynard schon kennen würde, habe ich irgendwie überlesen - wo stand das denn?

    Ich weiß jetzt nicht mehr, in welchem Kapitel das war, aber es war bei der Szene, als Peter zum Jazzkonzert geht. Dort trifft er auf Reynard.



    Reynolds ist eine FBI-Agentin aus den USA, die als Verstärkung zum Team stößt. Warum die allerdings in London ist, wird nicht so ganz klar, wenn ich mich recht erinnere, das war alles sehr dubios und geheimdienstmäßig. Als Peter und Anhang in den Kanälen herumkrauchen, taucht die da unten auf einmal in Tarnkleidung auf und mischt eifrig mit, obwohl sie eigentlich ganz wo anders sein sollte. Ich weiß aber nicht mehr genau, was sie da unten wollte (und meine hingeschmierten Krakel-Notizen zu diesem Kapitel kann ich leider nicht mehr entziffern ). Am Schluss fliegt sie in die USA zurück, glaube ich.

    Und im letzten Band (dem Zwischenband) erstattet Peter ihr offenbar immer Bericht; das waren doch diese Fußnoten, die sich an die Reynolds richteten.



    Da unten in der Kanalisation war das auch, wo Peter verschüttet wird und Lady Ty ihn rettet, so dass er jetzt bei ihr in der Kreide steht.

    Ah! :licht Daran konnte ich mich auch nicht mehr erinnern!



    Ich bin im Moment vor allem gespannt darauf, wie es mit Lesley weitergeht, wann sie wieder auftaucht und ob sie noch mit dem "Gesichtslosen" zusammenarbeitet.

    Darauf bin ich auch gespannt. Bislang schaut es für mich ja so aus, als wäre sie noch auf der Seite des Gesichtslosen. Mich würde ja brennend interessieren, warum sie mit ihm zusammenarbeitet, ob sie das freiwillig oder gezwungenermaßen tut ... und ob sie von Anfang an auf seiner Seite und quasi als eine Art Maulwurf im Folly unterwegs war.

    Welche Verbindung zwischen ihr und Reynard besteht, interessiert mich auch sehr.


    Bei dem Wiki muss man nur aufpassen, dass man nicht vorher schon zu viel erfährt - es kommen halt jede Menge Spoiler vor.

    Jepp. Auf die Follypedia bin ich irgendwann bei einem der früheren Bände mal gekommen und mich seitdem von dieser Seite ferngehalten. Bei dieser Reihe möchte ich echt nicht gespoilert werden, insbesondere nicht, was die beiden Figuren Lesley und Gesichtsloser angeht ... Da wurschtel ich mich lieber so durch den Aaronovitch-Namensdschungel :lache

  • Kapitel 6 und 7


    Im sechsten Kapitel fand ich vor allem interessant, was man über Helena erfährt. Sie war also mit dem ersten Gesichtslosen, Albert Woodville-Gentle, verbandelt, und von ihr hat er sein magisches Know-how gelernt. Es spricht ja für Helena, dass sie da irgendwann den Schlussstrich zog, nachdem sie gemerkt hatte, dass der feine Herr Magier ihr Wissen für seine Gräueltaten missbrauchte!


    Die Drogen haben die Teenies über Phoebe Beaumont-Jones bekommen, die die Freundin von Olivia ist. Viel interessanter als diese Drogenherkunft finde ich, wie die Teenies an den Eingangscode für das Apartment in One Hyde Park gekommen sind. Ehrlich gesagt, blicke ich bei meinen eigenen Notizen gerade nicht mehr durch. Die Wohnung gehört irgendeiner Gesellschaft, die mit dem Gesichtslosen zusammenhängt? Muss ich heute Abend glatt noch einmal nachlesen.


    Da sagt er, Reynard hätte jemanden an der Hand, der das Buch verkaufen will und er sei nur der Vermittler - da habe ich überlegt, ob dieser dubiose Verkäufer vielleicht unser gesichtsloser Magier sein könnte, der möglicherweise dieses Buch als Köder oder Druckmittel gegen Nightingale und/oder das Folly einsetzen will. Aber von dem Verdacht bin inzwischen wieder abgerückt, nachdem da jetzt so viele verschiedene Parteien verwickelt sind - zum einen dieser Stoppelhaarschnitt-Schweinsäuglein-Typ aus dem Jazz-Café im Harrod's, und dann diese Magierin mit dem roten Rauch, und dann auch noch Lesley, die womöglich im Auftrag des Gesichtslosen unterwegs ist (der ihr das Gesicht bestimmt nicht umsonst und ohne Gegenleistung gerichtet hat) - also wird der vermutlich nicht selbst der Anbieter dieses Buch sein. Wenn Lesley tatsächlich für ihn arbeitet, ist er wohl eher selbst hinter dem Buch her. Aber es kann natürlich auch alles gaaaanz anders sein, wie immer.

    Diese Story mit dem Buch ist mir auch noch überhaupt nicht klar. Dass der Gesichtslose der Verkäufer des Buches ist, glaube ich auch nicht. Ich hatte schon an die Krokodile gedacht, aber welchen Grund sollten die haben, Nightingale das Buch anzubieten? Vielleicht steckt da ja auch gar keiner der Bösen dahinter und es ist dem Verkäufer (oder der Verkäuferin) einfach nur ein Anliegen, dass das Buch – das ja anscheinend potenziell gefährliches Wissen enthält – nicht in die falschen Hände fällt? In der Bibliothek des Follys wäre es wohl gut aufgehoben.

  • Oh mein Gott, seid ihr schnell!:)

    Ich bin gerade bei Kapitel drei und habe mal eure letzten Einträge noch nicht gelesen, um mich nicht zu spoilen, also bitte nicht wundern, ich hänge einfach hinterher...


    Ich habe mich gewundert, wie leicht es mir fiel, nach der längeren Lesepause wieder zu Peter und seinem "abstrusen Scheiß" zurückzufinden. Gleich die Überschrift des ersten Kapitels bescherte mir ein Gefühl von zu Hause sein, weil ich genau wußte, was mich erwartet... ;) Uns bis hierher erfüllt das Buch auch all meine Erwartungen -auch was originelle Zitate und den bei Aaronovitch üblichen Sarkasmus angeht.


    Rouge Jaaaa, das mit den vielen Protagonisten schreit geradezu nach einer Liste, man weiß ja schließlich nie, ob diese Person noch einmal relevant wird. Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass Sidonie , Bücherdrache und ich schon fast gemosert haben, weil man gar nicht mehr zum Lesen kam vor Notizen. :lache


    Lieben dank also an Bücherdrache für den eingestellten Link, die Seite werde ich mir auf jeden Fall einmal ansehen!


    Ach so, ja, bevor ich es vergesse: Sidonie bis jetzt noch kein Hinweis auf Akte X ... aber hatte Reynolds vom FBI nicht rote Haare? :gruebel Muss ich mal drauf achten, wenn ich an der Stelle angekommen bin.

    "Drei Dinge sind uns aus dem Paradies geblieben: die Sterne der Nacht, die Blumen des Tages und die Augen der Kinder!" (Dante Alighieri)

  • Kapitel 4 und 5


    Endlich komme ich hier mal ordentlich zum Posten, die letzten beiden Tage war das leider kaum möglich. Aber jetzt:

    Darauf bin ich auch gespannt. Bislang schaut es für mich ja so aus, als wäre sie noch auf der Seite des Gesichtslosen. Mich würde ja brennend interessieren, warum sie mit ihm zusammenarbeitet, ob sie das freiwillig oder gezwungenermaßen tut ... und ob sie von Anfang an auf seiner Seite und quasi als eine Art Maulwurf im Folly unterwegs war.

    Welche Verbindung zwischen ihr und Reynard besteht, interessiert mich auch sehr.

    Wie das mit Lesley weitergeht, darauf bin ich auch gespannt. Bei dem Treffen im Jazz-Café fand ich ihr Verhalten Peter gegenüber absolut merkwürdig. Die hatten sich früher doch so super verstanden und einen liebevoll-kumpelhaften Umgang miteinander, und jetzt ist sie wie ausgewechselt, kalt und irgendwie völlig gefühllos, ich kann's leider nicht besser erklären. Als hätte sie eine Gehirnwäsche hinter sich. Naja, vielleicht hat sie das ja.


    Die beiden waren so ein gutes Team, haben sich gegenseitig geholfen und immer wieder aus brenzligen Situationen rausgehauen, und jetzt zeigt Lesley nicht einen Funken Sympathie, Mitgefühl oder Verständnis für Peter oder gar Reue für ihr Verhalten im Skygarden Tower, wo sie einfach abgehauen ist und ihn verraten hat. Das Wiedersehen der beiden hätte ich mir doch etwas anders vorgestellt. Auf jeden Fall sehr viel emotionaler. In den vorherigen Bänden war Lesley mir so sympathisch und eine meiner Lieblingsfiguren, aber gerade weiß ich nicht so recht, was ich von ihr halten oder wie ich das einordnen soll. Mal sehen, in welche Richtung sich das noch entwickelt :/

  • Bis Kapitel 5 und 6 bin ich jetzt gekommen, mit Kapitel 7 fange ich zwar heute erst an - trotzdem habe ich jetzt deinen Post schon gelesen, Sidonie


    Die Ausführungen von Lady Helena zur Geschichte der Zauberei und der Gründung des Folly fand ich sehr interessant, auch ihre Anmerkungen zur Rolle der zaubernden Frauen in früheren Zeiten. Das das so abgelaufen wäre und sie von den tonangebenden Männern einfach beiseitegeschubst worden wären, kann ich mir echt gut vorstellen. Teilweise ist das ja heute noch so, dass (selbst magisch völlig unbegabte) Frauen, die sich nicht primär nur um Haushalt und Kinder kümmern oder ihr Leben allein bestreiten, misstrauisch beäugt oder angefeindet werden. (Habe erst gestern live erlebt, dass es schon ausreicht, allein zu leben und eine Wohnung voller Bücherregale zu haben, um von diversen Personen als andersartig, nicht ganz richtig im Kopf und sogar als bedrohlich wahrgenommen zu werden :rolleyes)


    Auch die Szenen, wo Lady Helena beim Tee im Folly von ihrer Zeit in Afrika und von ihrem Verhältnis mit Woodville-Gentle erzählt, fand ich interessant, das war wirklich gut zu lesen und informativ. Dadurch ist vieles aus den Vorgängerbänden um einiges klarer geworden, zum Beispiel, wie W-Gentle an all das Wissen kam, das er für seine finsteren Zwecke eingesetzt hat, für die Tigerboys und all diese ekligen Sachen.


    Helena und ihre Tochter, wie auch ihre Vorgängerinnen, scheinen ja auch keine bösen oder abtrünnigen Zauberinnen zu sein, sondern einfach aus dieser strikten Männerwelt ausgeschlossen. Kann mir gut vorstellen, dass ihnen da nichts anderes bleibt, als unter Frauen ihr eigenes Ding zu machen, wenn sie nicht komplett auf das Wirken von Magie verzichten wollen.


    Was auch interessant war, allerdings auch sehr verwirrend, das sind die ganzen Zusammenhänge, die Guleed herausgefunden hat. Also wie die Tatort-Wohnung mit den Pseudofirmen des Gesichtslosen Magiers zusammenhängt, und dadurch auch mit Lesley, mit Christina Chorley, mit Helena/Caroline und damit auch mit Reynard Fossman usw usf - mein Kopf fing schon an zu rauchen :lache


    Im Moment gibt es also einen Waffenstilstand zwischen den beiden Ladys Helena und Caroline einerseits und der Folly-Besatzung andererseits, und sie wollen auch bei der Suche nach Reynard zusammenarbeiten. Wird bestimmt spannend, wie sich das gestaltet.


    Ich bin auch sehr gespannt, welcher Ärger aus Richtung USA da im Anmarsch ist. Was Agent Reynolds am Telefon verlauten ließ, klingt nach .... wie nennt Peter das? ... Merda Maxima Monstruosa ^^




    Diese Story mit dem Buch ist mir auch noch überhaupt nicht klar. Dass der Gesichtslose der Verkäufer des Buches ist, glaube ich auch nicht. Ich hatte schon an die Krokodile gedacht, aber welchen Grund sollten die haben, Nightingale das Buch anzubieten? Vielleicht steckt da ja auch gar keiner der Bösen dahinter und es ist dem Verkäufer (oder der Verkäuferin) einfach nur ein Anliegen, dass das Buch – das ja anscheinend potenziell gefährliches Wissen enthält – nicht in die falschen Hände fällt? In der Bibliothek des Follys wäre es wohl gut aufgehoben.

    Das ist auch eine Möglichkeit, stimmt. Dass der Verkäufer vielleicht glaubt, es sei bei Nightingale in Sicherheit. Und ursprünglich gehörte das Buch ja wohl auch dem Folly.


    Aber wenn ausschließlich selbstlose Motive eine Rolle spielen würden und es nur darum ginge, das Buch nicht in falschen Händen zu wissen oder dem rechtmäßigen Besitzer zurückzugeben, könnte der derzeitige Besitzer das Buch ja einfach abgeben, ohne Geld oder einen anderen Gegenwert dafür zu verlangen. Wenn mir wirklich daran gelegen ist, dass eine bestimmte Person etwas bekommt, gebe ich es ihr halt einfach.


    Durch diese Verhandlungen und durch diesen auffälligen Mittelsmann Reynard wird aber erst die Aufmerksamkeit aller möglicher dubioser Gestalten auf das Buch gelenkt, die wohl nichts davon erfahren hätten, hätte er das Buch einfach in den Briefkasten des Folly geworfen. Und noch ist gar nicht klar, ob dieses Buch überhaupt tatsächlich existiert. Gesehen hat es ja noch niemand. Vielleicht ist das alles nur ein Ablenkungsmanöver für eine andere Aktion? Oder man will ausloten, wer überhaupt Interesse an solcher Magie hat? Oder vielleicht sollen nur möglichst viele magisch Begabte/Praktizierende auf einem Haufen zusammenkommen, um was auch immer mit ihnen zu tun. Ich merke, ich versteige mich gerade wieder in völlig hirnrissige Spekulationen :grin


    Es scheint jedenfalls wieder alles übelst knifflig zu werden ...^^