Gewohnheiten ändern

  • Oft merkt man erst, wenn die Eltern alt werden, wie unpraktisch die Häuser oder Wohnungen sind. Da werden Treppen zu unüberwindlichen Hindernissen, Türen sind so eng, dass man mit Rollator oder Rollstuhl nicht durchkommt, Bäder so klein, dass man mit Pflegerollstuhl gar nicht reinkommt.

    Immerhin weiß man dann worauf man selber schon achten sollte.

  • Findus

    habt Ihr in jedem Stock Dusche + WC oder wie habt Ihr das gelöst?

    Es waren früher zwei separate Wohnungen, von daher ist über all Dusche, bzw. Bad vorhanden. Die Eltern haben aber die untere Wohnung seit langem nicht mehr vermietet. Da wir Kinder aber alle ziemlich weit, zT. übern Ozean entfernt, wohnen ist das nicht einfach zu händeln. Gerade auch in Corona Zeiten.

    [SIZE=7]"Leute die Bücher lesen, sind einfach unberechenbar." Spruch aus "Wilsberg " [/SIZE]

  • Selbst bei Wohnungen, die mit behindertengerecht beschrieben sind und für Rollstuhl angefragt sind, kann man Überraschungen bei der Besichtigung erleben:

    - Fahrstuhl nur vorwärts rein- und rückwärts rausfahrbar, der Bewohner kann also während der Fahrt keinen anschauen.

    - Tür zur Küche zu schmal für Rollstuhl und zum Balkon mit Schwelle

    - Will der Rollifahrer vom Wohnzimmer ins Bad, muss er die Wohnungstür öffnen um vom gem. Flur vor der Wohnung mit Anlauf ins Bad rollen zu können und aus dem Bad zurück auch den Flur vor der Wohnung zum Wenden nehmen. Der eigene Flur der Wohnung war so eng und Wohnungstür lag gegenüber der Badtür und gleich daneben der Durchgang zum WZ.


    Ich kam bei der Besichtigung nicht aus dem Kopfschütteln raus. Einrichtung hatte ja nicht gedacht, dass der künftige Bewohner so einen breiten Rollstuhl hat und auf diesen tatsächlich immer angewiesen ist.

    Manche Bücher müssen gekostet werden, manche verschlingt man, und nur einige wenige kaut man und verdaut sie ganz.
    (Tintenherz - Cornelia Funke)