Stein und Flöte - Hans Bemmann

  • "Stein und Flöte" ist ein sehr umfangreicher (818 kleingedruckte Seiten) Märchenroman über das Leben von Lauscher. Obwohl er es immer gut meint, begeht er viele Fehler, lässt sich ausnutzen und ausbeuten und tritt in manches Fettnäpfchen. Er ist ein Held voller Ecken und Kanten, der es dem Leser oft nicht einfach macht, ihn zu mögen.


    Seine Abenteuer sind spannend und ideenreich. Er reist durch die Welt, begegnet Zauberern und Scharlatanen, Barbaren, Dieben und seltsamen Wesen. Zentraler Bestandteil sind zwei magische Gegenstände, die er bei sich trägt und die ihm den Weg weisen sollen - ein Stein und eine Flöte.


    Das Buch ist sehr gut zu lesen. Die Handlung geht rasch voran - trotzdem scheint es teilweise fast unendlich lang zu sein. Aufgrund des sehr kleinen Zeichensatzes kommt man kaum vorwärts und in der Zeit, in der ich Normalerweise 50 Seiten lese, bin ich in "Stein und Flöte" vielleicht grad mal halb so weit gekommen.


    Gehört definitiv zu meinen Lieblingsbüchern im Bereich Fantasy und ist eines der wenigen Bücher, die mich vollständig in ihren Bann gezogen haben.


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  • Ich hab's nach ungefähr 100 Seiten aufgegeben; ich habe keinen Zugang dazu gekriegt. Aber damals wusste ich auch noch nicht, dass "Fantasy" einfach nicht meins ist.

    Surround yourself with human beings, my dear James. They are easier to fight for than principles. (Ian Fleming, Casino Royale)

  • Ich hab das Buch vor einigen Jahren mal gelesen, allerdings ist mir nicht sehr viel davon in Erinnerung geblieben; das kann aber auch daran liegen, dass ich mit Fantasy nicht so sehr viel anfangen kann.

    Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst. (Evelyn Beatrice Hall)


    Allenfalls bin ich höflich - freundlich bin ich nicht.


    Eigentlich mag ich gar keine Menschen.

  • :lache
    Gut, dann ergänze ich noch was: Wer mit Fantasy-Büchern nicht so viel anfangen kann, der sollte sich das Buch nicht zulegen. Wer gern Märchen-(nicht Mittelalter-)angehauchte Fantasy hat, wird mit grosser Wahrscheinlichkeit davon begeistert sein. Da ist alles drin was das Fantasy-Herz begehrt.

  • Ich habe das Buch schon vor einiger Zeit gelesen und habe es in bester Erinnerung.


    Ich war wirklich tief beeindruckt. Und das schaffen nur ganz wenige Bücher.
    Ich habe wirklich keine Stunde, keine Minute bereut, mich auf dieses Buch eingelassen zu haben. Es ist wirklich etwas ganz besonderes, sehr eigenartig, märchenhaft und weise.


    Und das ist noch lange nicht alles.

    Kinder lieben zunächst ihre Eltern blind, später fangen sie an, diese zu beurteilen, manchmal verzeihen sie ihnen sogar. Oscar Wilde

  • Zitat

    Original von MaryRead
    Ich hab's nach ungefähr 100 Seiten aufgegeben; ich habe keinen Zugang dazu gekriegt. Aber damals wusste ich auch noch nicht, dass "Fantasy" einfach nicht meins ist.


    Und dadurch bin ich in den Genuss gekommen, danke noch mal, MaryRead :knuddel1


    Ich hab es aber noch im SUB liegen :-(

  • Da bin ich jetzt aber wirklich ein wenig beruhigt, wenn ich das hier stellenweise so lese.
    Um mich herum sind alle so begeistert von dem Buch, dass ich mich schon über 1 Jahr damit herumquäle, ob ich weiterlesen soll oder nicht. Es liegt auf meinem Lesetisch (wird immer wieder abgestaubt) und starrt mich jedesmal vorwurfsvoll an, wenn ich etwas anderes lese.


    Eigentlich mag ich Fantasy wirklich gerne, aber das ist mir irgendwie zu märchenhaft und langatmig.
    Auch der Versuch, es kaptielweise/seitenweise/geschichtenweise zu lesen, ist gescheitert - ich wußte dann eigentlich gar nicht mehr, was ich vorher gelesen hatte. :-(


    Bei mir bleibt einfach nichts hängen, finde keinen Draht dazu.


    Viele Grüße
    Shirat

    Viele Grüße
    Shirat


    Ich habe eiserne Prinzipien. Wenn sie Ihnen nicht gefallen, habe ich auch noch andere. (Groucho Marx)

  • Was liest denn Du normalerweise für Fantasy?
    Für mich kann Fanatsy gar nicht Märchenhaft genug sein. Das meiste ist mir persönlich viel zu sehr Historienroman. Und das ist hier glücklicherweise ganz und gar nicht der Fall...

  • Ich lese alles mögliche an Fantasy, lege mich da nicht fest und probiere aus, was mir zwischen die Finger kommt.
    Das Problem, das ich mit diesem Buch habe ist, dass es mir einfach so vorkommt, als ob es nur aneinander gereihte Märchen sind. Das gefällt mir halt nicht so gut, weil mir da irgendwie die fortlaufende Geschichte an sich fehlt bzw. ständig unterbrochen wird.


    Viele Grüße
    Shirat

    Viele Grüße
    Shirat


    Ich habe eiserne Prinzipien. Wenn sie Ihnen nicht gefallen, habe ich auch noch andere. (Groucho Marx)


  • Wenn mein SUB nicht an die 70 wäre, würde ich es auch schon längst lesen. Aber da das Buch so kleingedruckt ist, wirkt das abschreckend. Und weil ja noch soviel anderes lauert, u.a. so ne Sci-Fi-Leserunde *schauder*


    Aber ich schiebe es mal nach vorn, okee? :-)

  • Zitat

    Original von Shirat
    Das Problem, das ich mit diesem Buch habe ist, dass es mir einfach so vorkommt, als ob es nur aneinander gereihte Märchen sind. Das gefällt mir halt nicht so gut, weil mir da irgendwie die fortlaufende Geschichte an sich fehlt bzw. ständig unterbrochen wird.


    Das Buch ist das Leben von Lauscher. Das umfassende Abenteuer ist sein Leben an sich, dass aus vielen verschiedenen Begebenheiten besteht.


    Allerdings ist auch der gesamte erste Teil eine in sich geschlossene Geschichte. Nämlich die Rückeroberung des Schlosses. Im zweiten Teil geht es um die Suche nach 3 Artefakten und im dritten Teil geht es darum, dass er etwas zurückgewinnt, dass ihm genommen worden ist. Darüber will ich aber nicht mehr Worte verlieren...

  • Ich fand das Buch seltsam. Ich lese grundsätzlich alle bücher zuende die ich anfange, vorallem Fantasybücher, aber da hab ich einfach irgentwann aufgehört als es zu vertrackt wurde...

    Nur wer feige ist,
    tötet Liebe durch das Wort allein.
    Für das Messer braucht es Helden
    und ich kann nicht feige sein.
    (Subway to Sally - 'Das Messer')

  • Ich war skeptisch, als ich anfing, dieses Buch zu lesen. Als ich es bekam, dachte ich, es wäre etwas historisches, doch dann wurde schnell klar, dass "Stein und Flöte" eher ein Märchenroman ist, und so etwas las ich bisher gar nicht.


    Die Geschichte um Lauscher, der mit Arnis Stein und der Flöte des Sanften Flöters sein Leben bestreitet, als stolzer Burgherr und Richter bei der bösen Gisa auf Barleboog Unrecht tut, als Diener mit Barlo umher reitet, als Fast-Ehemann der schönen Narzia andere mit seiner Flöte beeinflusst und schließlich als Faun ganz unten ist, hat mich gefesselt und beeindruckt.


    Es kam immer wieder ein wenig "und die Moral von der Geschicht'" durch, aber nie mit dem erhobenen Zeigefinger, sondern immer gut verpackt.


    Lauscher war keine Hauptfigur, in die ich mich einfühlen konnte und er war mir auch nicht immer sympathisch, aber ich habe seine Geschichte gern gelesen. Durch die vielen Schnörkel, die die Erzählung nimmt, kam es mir zwischendurch zwar langatmig vor, aber immer, wenn ich Zeit hatte und am Stück lesen konnte, flogen die Seiten nur so an mir vorbei und ich war in der Welt der Beutereiter, Karpfenköpfe, Goldschmiede usw. gefangen.


    Ein Lesevergnügen der (für mich) anderen Art, aber Experiment ist gelungen.


    8 Punkte von mir dafür.

  • Ich habe jetzt den Titel des Buches immer und immer wieder gesehen wegen der Leserunde. Konnte mir erst mal nichts drunter vorstellen.


    Also was Märchenhaftes ist auf jeden Fall was für mich.
    Aber was mich abschreckt ist, dass Geli sagt, dass sie sich nicht in die Hauptfigur einfühlen konnte. Bei 800 Seiten ist das etwas doof - find ich zumindest.
    Bin mir unsicher, ob ich es lesen soll.... :gruebel


    Aber erst mal kommt es auf die Wunschliste, damit es nicht in Vergessenheit gerät...

  • Ich habe das Buch zweimal gelesen. Einmal als Jugendliche und das zweite Mal jetzt gut 20 Jahre später. Mir hat das Buch beide Male gefallen, aber (glaube ich) als Jugendliche fand ich es besser. Vielleicht liegt es daran, dass Lauscher zu beginn auch noch sehr jung ist. :gruebel