• Zitat

    Original von SiCollier
    Ich wollte in dem Thread nichts mehr schreiben, aber da ich direkt angesprochen wurde (ich habe das Originalpost von SabineW gelesen):


    Oh-oh. Da hab ich ja umsonst kalte Füße gekriegt, weil ich dachte, das Fettnäpfchen ist zu groß. :grin


    Asmos, ich habe nicht den Eindruck, dass der Leser von der Industrie ignoriert wird. Ich geh einmal in der Woche in der Therme schwimmen, da dreh ich so meine Runden und gucke, was die Leute auf den Liegen rundum lesen. Das ist entweder irgendwas total Exotisches, unscheinbar aufgemachtes (Fachliteratur, vermute ich) oder die üblichen Bestseller. Sonst nichts. Ich hab da noch nie ein Montsegur-Buch gesehen (außer wiederum die ganz großen Namen), dabei sind wir doch so viele.


    Man liest, was alle lesen. Dass das unter organisierten Leserfreunden wie den Eulen etwas (!) anders ist, spielt praktisch keine Rolle.


    Und das mit dem Tropfen auf dem heißen Stein stimmt.

  • Zitat

    Indem du dein Geld fuer bestimmte Buecher ausgibst - und fuer andere nicht.


    Aber das ist doch vollkommen irreführend!
    Das wäre ja, als würde man ein Buch nur aufgrund von Aufmachung + Klappentext bewerten und den Inhalt vollkommen außen vor lassen.
    Wenn zig Menschen ein Buch kaufen, das zufällig mit großem Werbeetat ausgestattet wurde und in entsprechender Aufmachung erschienen ist, dann bedeutet das doch noch lange nicht, dass ein Buch gut ist.


    Wohingegen Rezensionen den Inhalt eines Buches bewerten und effektiv aussagen können, wie vielen Lesern der INHALT gefallen hat.



    Ich hab allgemein das Gefühl, da läuft was verkehrt.

    "Sobald ich ein wenig Geld bekomme, kaufe ich Bücher; und wenn noch was übrig bleibt, kaufe ich Essen und Kleidung." - Desiderius Erasmus

  • Zitat

    Original von Delphin



    Ich hatte bis jetzt übrigens gedacht, dass sich "Dark Canopy" gut verkauft, weil es hier bei den Eulen x-mal als Buch des Jahres genannt wurde. Da sieht man mal, dass die Eulen nicht die Realität widerspiegeln.


    Genau so ist das, es ist teilweise sehr erschreckend.


    Zitat

    Original von DelphinWarum hat Thalia es denn ignoriert, wenn es in Blogs so gehyped wurde? Das Denken finde ich nicht besonders wirtschaftlich. Und warum sollte sich daran etwas ändern, wenn Du das nächste Buch unter einem neuen Namen heraus bringst, wenn Thalia das Buch doch offenbar nicht schlecht verkauft, sondern einfach komplett ignoriert hat?


    Vorerst: ich weiß nicht, ob mein nächster Verlag ein Pseudonym wünscht. Möglich wäre es, weil man mich unter Phantastik abgespeichert haben könnte.
    Muss ich schauen.
    Bei Loewe/ script5 wird noch kein Pseudonym gefordert, auch wenn genau das in die Hose gehen könnte, denn mein nächstes Buch dort wird SEHR anders. Das ist ein Risiko, es könnte die DC-Fans stören und diejenigen, die DC nicht mochten und kein weiteres Buch von mir kaufen werden, könnten dieses Buch mögen.
    Der Verlag ist risikofreudig und ich auch. Wir werden sehen, ob sich das auszahlt.


    Was Thalia betrifft: ich habe eben mal online nach der Verfügbarkeit von Dark Destiny geguckt:
    40 Thalia-Fillialen: 1 hat mehr als 2 Bücher, 2 haben 1-2 Bücher (Regalplatz), alle anderen haben es NICHT.
    Gleichzeitig hat das Buch einen Online-VK-Rang von 65 - ist also gerade in der Thalia-Online-Top 100.
    Das ist der Buchmarkt. Buch mit sieben Siegeln. Man kann ihn nicht verstehen, man kann (als Autor) nur hoffen, dass die Verlage bei ihren Strategien ein gutes Näschen haben und erfolgreich in ihren Kaffeesätzen lesen.


    edit: Es zogen bei DC einige nach, weil das Buch gefragt wurde, aber eben nur vereinzelt.
    Der "kleinen Buchhandlung" gönne ich daher jedes Einzelne. Und Wortspiel ohnehin :grin

  • Asmos, ich gebe Dir da nicht grundsaetzlich unrecht. Ich habe einfach von Marketing etc. viel zu wenig (sprich: gar keine) Ahnung, um das beurteilen zu koennen.
    Wie gesagt, ich arbeite mehr als zwanzig Jahre in der Verlagsbranche ... warum sich manche Buecher verkaufen und andere nicht, habe ich bis heute nicht kapiert.
    Viel ist die Rede vom "Nerv", den manche Buecher bei Lesern eben treffen. Meinen treffen die nicht, meinen trifft Dark Canopy. Aber ich denke, wir als Vielleser sollten eben auch bedenken, dass wir der Nabel der Welt nicht sind. Es sind die Buecher, die die ganz normalen Ein-Buch-in-zwei-Monaten-Leser mitnehmen, die zu Verkaufserfolgen werden.


    Herzlich,
    Charlie

  • Gut, bemühen wir das Beispiel "Dark Canopy".
    Ein heutiger Blick auf www.novelrank.com besagt, dass im Februar über Amazon.de
    69 Exemplare verkauft wurden, im März 28 Stück.
    Anständige Kritiken loben diesen Roman, die Werbung im Netz läuft auf Hochtouren, aber der Titel verkauft sich nicht überragend.
    Versetzt man sich nun in die Lage des Buchhandels - unabhängig ob Kette mit Zentraleinkauf oder Einzelkämpfer - würdet Ihr dann stapelweise einen Titel ordern, der die Chance birgt, im Regal kleben zu bleiben? In Zeiten von kurzfristigen Bestell- und Liefermöglichkeiten würde ich eher nachordern als anfänglich auf eine große Stückzahl zu setzen.


    Was Novelrank betrifft, brauchen wir natürlich nicht über die absolute Glaubwürdigkeit dieser Webseite zu diskutieren. Viele bemühen sie und glauben dürfen wir wahrscheinlich nur die Hälfte von dem, was wir dort erfahren.

  • Würde ich Mulle nicht von diversen anderen Büchern her kennen und schätzen, hätte ich zu denen gehört, die Dark Canopy nicht gekauft hätten.
    Weil es das nur als teures Hardcover gab und immer noch gibt. Weder als ebook (heutzutage meine bevorzugte Lesemethode), noch als Taschenbuch (bei nicht erhältlichem ebook die Alternative).


    Ich kann für den Autor verstehen, dass es sich toll anfühlt, ein Hardcover von einem eigenen Buch in der Hand zu halten. Es ist halt edler.
    Ich glaube trotzdem, dass es marketingtechnisch ein Schuss ins Bein ist, denn "Gelegenheitskäufer", die auch den Autorennamen nicht kennen, greifen dann doch lieber anderswo hin ins Regal, wo die Bücher nur die Hälfte kosten.


    Als Eule mag man das jetzt mit einem empörten Aufschrei quittieren. Aber es wurde ja schon weiter vorne im Thread festgestellt, dass Eulen eben nicht das Maß der Dinge sind. Das Maß der Dinge sind das Vielfache an Bücherkäufern, die sich nicht in Foren und Online-Communities "zusammenrotten". Die kaufen lieber zwei Bücher zum Preis von einem (soll heißen: 2 Taschenbücher zum Preis von einem Hardcover). Dann tut es nicht so weh, wenn eines der beiden Bücher der berüchtigte und gefürchtete Griff ins Klo ist.


    Ich würde NIE ein Hardcover von einem Buch kaufen, über das ich nichts weiß, dessen Autoren ich nicht kenne, von dem ich noch nie was gelesen habe ... und 20 Euro in den Sand setzen, wenn es mir nicht gefällt. Beim Taschenbuch zucke ich dann die Schultern, leg es weg und greife nach einem anderen.


    Es ist okay, das Buch einige Monate für die Fans und die sehnsüchtig Wartenden als Hardcover anzubieten. Ich halte es aber für die Verkaufszahlen für kontraproduktiv, es nicht nach spätestens einem halben Jahr in anderen Formaten anzubieten.

  • Man muss aber bedenken, dass Dark Canopy schon einige Monate auf dem Markt ist. Die meisten Bücher verkaufen sich in den ersten drei bis neun Wochen am Besten, danach sinken sie ab. So gesehen sind diese Zahlen meines Erachtens nicht schlecht.


    Es gibt immer wieder Bücher, bei denen man im Internet den Eindruck hat, dass sie super laufen: viele tolle Rezensionen, konstant guter Verkaufsrang bei amazon. Und dann erzählt einem der Autor, dass es nicht so war. Andere Bücher, die als Erfolg gelten, dümpeln bei amazon so vor sich hin, haben nur ein paar vereinzelte Rezensionen, die vielleicht sogar durchwachsen ausfallen.


    Das eigentliche Geschäft der großen Verlage wird aber im Buchhandel gemacht. Dort wird mit Vorliebe bestellt, was sich bereits als erfolgreich erwiesen hat, und so funktionieren auch die ganzen Trends. Dennoch gibt es Romane, die wider allen Erwartungen von Verlagen und Buchhändlern zu riesigen Erfolgen werden.


    Am Ende entscheiden wirklich die Leser, aber eben nicht der einzelne, sondern die breite Masse von ihnen.


    Viele Grüße


    Tereza

  • Corinna, mit edler hat das ueberhaupt nichts zu tun. Hardcover bringen wesentlich hoehere Tantiemen und ausserdem wird das Buch eben zweimal vermarktet.
    Fuer einen Autor ist ein Hardcover finanziell ein echtes Aufatmen. Ein Unterschied wie Tag und Nacht. Zumindest in meinem Genre werden Hardcover auch weiterhin gern gekauft. Da sind die Sammler, die Verschenker und vor allem auch die etwas aelteren Leser, die mit guter Kaufkraft dastehen und gern etwas "Bleibendes" in der Hand haben.


    Viele Gruesse von Charlie

  • Zitat

    Original von CorinnaV
    Würde ich Mulle nicht von diversen anderen Büchern her kennen und schätzen, hätte ich zu denen gehört, die Dark Canopy nicht gekauft hätten.
    Weil es das nur als teures Hardcover gab und immer noch gibt. Weder als ebook (heutzutage meine bevorzugte Lesemethode), noch als Taschenbuch (bei nicht erhältlichem ebook die Alternative).


    Das geht mir auch so. Ich bin auf das Buch aufmerksam geworden, als es Ende des Jahres von vielen Eulen als Highlight des Jahres genannt wurde und habe es daraufhin mal gewunschzettelt. Aber 18,95 Euro für ein Jugendbuch, das auch noch der erste Band einer Trilogie ist (d.h. ich muss ja einplanen, dass ich noch zwei in der Preisklasse kaufen muss, wenn es mir gefällt), ist mir zu viel.


    Zumal Beliebtheit bei den Eulen auch nicht unbedingt heisst, dass es auch mir gefällt. Und ich will eigentlich auch keine Hardcover mehr kaufen, weil ich eh keinen Platz habe und auch lieber Taschenbücher oder eBooks lese. Gebraucht bekommt man es auch nicht und als eBook auch nicht. Wobei man ja eh nur bei englischen eBooks so richtig was spart. Für 16 Euro, oder was der deutsche Verlag da für das eBook festsetzen würde, würde ich es auch nicht kaufen.


    Ich hab es jetzt mal in meiner Bibliothek auf die Vorschlagsliste setzen lassen. :grin

  • # Wieso macht man es nicht umgekehrt und bringt erst ein billiges Taschenbuch auf den Markt [das der breiten Masse zugänglich ist, auch Menschen, die nicht ständig 20-25 Euro für EIN Buch ausgeben können], schaut sich die Verkaufszahlen und Meinungen der Leser an und entscheidet daraufhin [vielleicht nicht mit allzu großem zeitlichen Abstand], ob für Liebhaber und Sammler eine HC-Ausgabe ‚fürs Regal’ gedruckt werden soll?
    # Wie passen Bücher mit Broschur in diese Rechnung? Sie gehen optisch in Richtung Taschenbuch, sind Welten entfernt von der Stabilität eines Hardcovers, kosten aber fast genauso viel. Folglich sind sie weder was für Schnäppchenjäger und auch nicht zwingend etwas für Liebhaber und Sammler.


    Und um noch mal zu den Pseudonymen zurück zu kehren:
    # Fakt ist, Autoren kriegen durch ein Pseudonym oder gar mehrere, zweite und dritte Chancen.
    # Sie haben die Möglichkeit mehrere Bücher pro Jahr unter verschiedenen Namen zu veröffentlichen, was mit einem einzigen nicht oder nur schwer möglich wäre.
    # Die Folge daraus ist doch, dass der Buchmarkt eigentlich übersättigt ist und der Konkurrenzkampf so hart, dass eigentlich außer den Autoren, deren Bücher – aus welchem Grund auch immer – einen Hype hervorrufen, keine [bzw. wenige] Autoren mehr wirklich ‚richtig’ nur vom Schreiben leben können.
    # Frage: Teufelskreislauf?

    "Sobald ich ein wenig Geld bekomme, kaufe ich Bücher; und wenn noch was übrig bleibt, kaufe ich Essen und Kleidung." - Desiderius Erasmus

  • Zitat

    Original von Charlie
    Aber ich denke, wir als Vielleser sollten eben auch bedenken, dass wir der Nabel der Welt nicht sind. Es sind die Buecher, die die ganz normalen Ein-Buch-in-zwei-Monaten-Leser mitnehmen, die zu Verkaufserfolgen werden.


    Herzlich,
    Charlie


    Das kann ich von meinem Bekanntenkreis nur bestätigen. Niemand liest die Bücher die hier bei den Eulen oder anderen Bücherforen toll rezensiert werden. Es ist niemand dabei, der überhaupt in einem Bücherforum unterwegs ist. Von sagen wir 30 Leuten die gerne lesen (alle 2 - 3 Monate ein Buch), bin ich die Einzige (jede Woche ein Buch), die sich im Internet informiert. Von daher glaube ich auch, dass das Internet keine große Rolle spielt.

  • Zitat

    Original von Asmos
    Die Folge daraus ist doch, dass der Buchmarkt eigentlich übersättigt ist und der Konkurrenzkampf so hart, dass eigentlich außer den Autoren, deren Bücher – aus welchem Grund auch immer – einen Hype hervorrufen, keine [bzw. wenige] Autoren mehr wirklich ‚richtig’ nur vom Schreiben leben können.


    Jepp. Obwohl ich bis vor Kurzem keine Ahnung hatte, dass es das Genre "Love and Landscape" überhaupt gibt, stolperte ich heute auf der Buchmesse regelmäßig über solche Bücher. Und das sind ja nur die neuesten Bücher. (Deine Lobeto-Bücher waren übrigens am ich-hab-den-Verlagsnamen-vergessen-Stand sehr prominent plaziert, Charlie)


    Ich habe mir das eine oder andere Buch näher angeguckt und war doch ein wenig erschrocken, dass trotz verschiedener Verlage diese Romane kaum zu unterscheiden waren. Selbst die Autorinnen-Namen und -Vitae waren sehr ähnlich. Weiter oben wurde es bereits erwähnt, mir war das Ausmaß aber nicht bewusst: Leserinnen (oder Verlage?) scheinen keinen Wert auf Überraschungen zu legen. :wow

    Menschen sind für mich wie offene Bücher, auch wenn mir offene Bücher bei Weitem lieber sind. (Colin Bateman)

  • Ich verfolge gerade die Love and Landscape-Szene ein bisschen und frage mich, ob die Pseudonymeritis eigentlich ein deutsches Phänomen ist. Britische Autorinnen scheinen ja durchaus englische Namen behalten bzw. englische Pseudonyme wählen zu dürfen, auch wenn ihre Bücher in Südamerika spielen.


    In diesem Zusammenhang fällt mir noch Benelac ein, dieser Pseudo-Bretone und gab es da nicht einen französischklingenden Autor, der angeblich ein Buch, das in einer Pariser Buhhandlung spielt, geschrieben hat, den es aber auch so gar nicht gab (oder der in Wirklichkeit Deutscher war)?


    Gibt es diesen Effekt, dass der Autorenname so maßgeblicher Bestandteil des Marketings ist, eigentlich auch in anderen Ländern :gruebel

    Menschen sind für mich wie offene Bücher, auch wenn mir offene Bücher bei Weitem lieber sind. (Colin Bateman)

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  • Zitat

    Original von DraperDoyle: Gibt es diesen Effekt, dass der Autorenname so maßgeblicher Bestandteil des Marketings ist, eigentlich auch Grübeln


    Ich hoffe, dass ich Dein Anliegen richtig verstanden habe.
    Der Name als Marke fürs Marketing. Schau Dir Sebastian Fitzek und Frank Schätzing oder Richard David Precht an. Der Leser verbindet mit dem Namen eine Erwartungshaltung. Wenn diese Schrifsteller/Autoren nicht völlig fremd wildern, wird ihr Name ein Kaufargument bleiben.

  • Danke, Fallout, genau den meinte ich :wave


    Salonlöwin, da gingen wohl die letzen Worte verschütt, es muss natürlich heißen:


    Gibt es diesen Effekt, dass der Autorenname so maßgeblicher Bestandteil des Marketings ist, eigentlich auch in anderen Ländern.


    Ich meine damit nicht etablierte Autorennamen, die zur Marke geworden sind, sondern neueingeführte, die eine bestimmte Zielgruppe ansprechen soll.

    Menschen sind für mich wie offene Bücher, auch wenn mir offene Bücher bei Weitem lieber sind. (Colin Bateman)

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  • Ich glaube, der Trend stammt sogar aus Amerika. Da liest man das oft auf den Autorenwebseiten - man klickt zum Beispiel die Webseite einer Fantasy-Autorin an, und dann steht gleich groß oben in der Vita drin "schrieb unter dem Namen soundso auch sehr erfolgreiche Liebesromane".
    Das sind dann sehr gerne Namen, die sich aus ein bis zwei auf den Anfangsbuchstaben runtergekürzten Vornamen und dann einem Nachnamen zusammensetzen. Die Anfangsbuchstaben mit Punkt müssen nicht mal was bedeuten. Aber eigentlich immer wird dann von der Webseite des einen Pseudonyms in die Webseite des anderen Pseudonyms verlinkt und die ganze Sache wird nicht vertuscht, halt nur getrennt. Und es beschränkt sich auch nicht auf zwei oder drei Pseudonyme, das können sehr viel mehr sein ...

  • Zitat

    Original von DraperDoyle
    Ich verfolge gerade die Love and Landscape-Szene ein bisschen und frage mich, ob die Pseudonymeritis eigentlich ein deutsches Phänomen ist. Britische Autorinnen scheinen ja durchaus englische Namen behalten bzw. englische Pseudonyme wählen zu dürfen, auch wenn ihre Bücher in Südamerika spielen.


    In diesem Zusammenhang fällt mir noch Benelac ein, dieser Pseudo-Bretone und gab es da nicht einen französischklingenden Autor, der angeblich ein Buch, das in einer Pariser Buhhandlung spielt, geschrieben hat, den es aber auch so gar nicht gab (oder der in Wirklichkeit Deutscher war)?


    Gibt es diesen Effekt, dass der Autorenname so maßgeblicher Bestandteil des Marketings ist, eigentlich auch in anderen Ländern :gruebel


    Meinst Du britische Autorinnen die ihre Bücher in England verlegen?


    Denn in Deutschland ist es doch so dass Autorinnen die in England leben hier sehr wohl spanische Namen verwenden. :lache Oder wie passt Charlotte Lyne hier rein :gruebel

    Don't live down to expectations. Go out there and do something remarkable.
    Wendy Wasserstein

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  • Ja, ich meinte, ob das ein Phänomen des deutschen Buchmarktes ist. Müsste also Charlie, würde sie in England veröffentlichen, sich für ihre Mexico-Bücher auch eine spanischklingendes Pseudonym zulegen?


    Aber Corinna meinte ja, dass es auch bei den Amis Gang und Gäbe ist, für jedes Genre ein eigenes Pseudonym zu haben.

    Menschen sind für mich wie offene Bücher, auch wenn mir offene Bücher bei Weitem lieber sind. (Colin Bateman)

  • Sorry, das ich hier so reinplatze.
    Ich schrieb anfangs auch unter einem Pseudonym, stellte dann nach kurzer Zeit aber um auf meinen Klarnamen.Der Grund der gegen ein Pseudonym spricht ist de Tatsache, das man fast keine Möglichkeit bekommt aktive Pressearbeit ( Interview,Reportagen usw.) zu gestalten.
    Schreibt man unter seinem Namen, geht das weit einfacher.
    Lg
    Martin