Elbenzorn – Susanne Gerdom

  • Im Rahmen der Leserunde habe ich dieses Buch gelesen!


    Inhaltlich habe ich den vorhergehenden Posts nichts hinzuzufügen. Es war sehr, sehr spannend geschrieben mit vielen liebenswerten Details!
    Das Ende war etwas zu knapp gehalten und lässt auf Fortsetzungen hoffen!

  • Ich habe das Buch in der Lesrunde gelesen und es war an sich ein Vergnügen... aber es gehört nicht zu den Büchern, die ich noch einmal lesen würde, mir hat da einfach zu viel gefehlt... besonders das Ende fand ich sehr unbefriedigend... es sind einfach zu viele wichtige Fragen offen geblieben!
    Insgesamt war das Buch schon spannend, aber mir hat es noch etwas an Action gefehlt... ich hatte einen richtigen Krieg erwartet und nur eine Verschwörung bekommen!
    Der Schreibstil ist wirklich sehr gut und auf Grund dessen werde ich bestimmt auch noch andere Bücher von Susanne lesen!

    :wave Gruß Dany


    Die Wirklichkeit ist etwas für Leute, die mit Büchern nicht zurechtkommen.
    Leserweisheit

  • Ich mochte das Buch eigentlich ganz gern. Mir gefällt der Schreibstil, die tolle Atmosphäre bei den Elben, die Charaktere waren plastisch und Spanung war auch vorhanden.
    Kritik gibts bei mir für die etwas zu lang geratene Trurre-Zwergen-Episode, die für mich für die Handlung nicht unbedingt nötig gewesen wäre.
    Auch fand ich das Ende zu schnell und hätte gerne noch mehr Fragen beantwortet gehabt.

  • Hmm, mir hat ehrlich gesagt auch einiges gefehlt.
    Ich wusste von Anfang an, wer der Verschwörer ist und von daher kam aus der Richtung keine richtige Spannung mehr auf. Da hab ich mich allerdings noch nicht so sehr dran gestört...was mich dann aber schon ein bisschen irritiert hat, war dass die Handlung meiner Meinung nach ziemlich auf der Strecke geblieben ist.
    Am Anfang war alles total spannend und ich wollte unbedingt wissen, wie es weitergeht, und dann dümpelte alles vor sich hin. Ivii kam nicht recht weiter, Ruta war ewig in der Wüste, bei den Sklaven etc und die Stellen mit Trurre (obwohl ich ihn mag) haben auch zu viel Platz eingenommen.
    Ich finde das Buch hätte vom handlungsstoff her doppelt so dick sein müssen, damit man es auch richtig ausbauen kann..



    Trotzdem waren die neuen Ansichten über die Elben klasse und haben mir sehr gut gefallen, ebenso die Teilung in Hell und Dunkel.
    Auch die Intrigen waren mal eine angenehme Abwechslung zu Mord und Totschlag, wie es sonst der Fall ist.
    Sprachlich habe ich auh gar nix auszusetzen, ein Grund die Anida Trilogie in meiner WL höher zu schieben, die ich auf jeden Fall noch lesen werde.


    7 Punkte von mir.

  • Zitat

    Original von Schwarzes Schaf
    Sprachlich habe ich auh gar nix auszusetzen, ein Grund die Anida Trilogie in meiner WL höher zu schieben, die ich auf jeden Fall noch lesen werde.


    Oh, ich habe hier ja noch gar nichts geschrieben? :wow Das hole ich später noch nach.


    Wenn Du die Anida-Trilogie noch nicht hast: die ist m. W. leider vergriffen. Ich hatte vor einigen Wochen das Glück, alle drei Bände in neuwertigem Zustand zu sehr akzeptablem Preis über Booklooker zu erwerben. :-] Auf meinem SUB sind die nach "Elbenzorn" auch ein gewaltiges Stück nach oben gewandert.

    Unter den Büchern finden wir wieder, was uns in der Fremde entschwand, Frieden im Innern und Frieden mit unserer Umgebung.
    (Gustav Freytag, 1816 - 1895, aus "Die verlorene Handschrift")

  • Antiquarisch bekommt man die Bücher auf jeden Fall; ist halt auch eine Preisfrage. Ich hatte das Glück, bei booklooker alle drei Bücher bei einem Händler zu finden, zu sehr ... akzeptablem Preis (insgesamt incl. Porto unter EUR 20,00). Und fast neuwertig. :-]

    Unter den Büchern finden wir wieder, was uns in der Fremde entschwand, Frieden im Innern und Frieden mit unserer Umgebung.
    (Gustav Freytag, 1816 - 1895, aus "Die verlorene Handschrift")

  • „Von einzigartiger Atmosphäre und voller faszinierender Wendungen.“ So liest man es auf der Buchrückseite. Eigentlich könnte ich jetzt einfach :write machen und mich dem nächsten Buch widmen. Doch ein bißchen mehr hat das Buch schon verdient. Zumal ich - im Gegensatz zu einigen meiner Vorschreibern - rundum zufrieden war. Na ja, fast rundum (dazu später mehr).


    Warum man unbedingt auch dieses Buch an Tolkien anschließen muß, ist mir nicht so ganz klar. Vermutlich, weil dieses Schlagwort mehr verkaufte Exemplare bedeutet. In dieser Hinsicht soll es mir recht sein; denn mehr verkaufte Exemplare bedeutet vielleicht, daß mein „fast rundum“ sich in ein „ganz rundum“ verwandeln kann. Nötig hätte das Buch allerdings dieses Anknüpfen an Mittelerde nicht. Hier ist eine ganz eigene Welt entstanden, mit eigenen Geschöpfen, Landschaften, Gesetzen. Genau das empfand ich als sehr wohltuend. Ein in sich geschlossener Kosmos, der seinen eigenen Gesetzen gehorcht und in sich logisch ist, ohne den Bezug zu was weiß ich wem zu brauchen. Wobei natürlich allgemein Bekanntes auch hier vorausgesetzt werden darf, zum Beispiel, daß Zwerge Äxte oder Elben spitze Ohren haben. Doch das weiß ja jedes Kind. ;-)


    Diese Mischung von Altbekanntem mit Neuem, teilweise Ungewohntem (z. B. die Kleidung und das Gehabe der „Goldelben“) macht für mich den Reiz des Buches aus. Und endlich, endlich mal kein Weltuntergang, keine „finale Schlacht um Alles oder Nichts“, kein Tyrann, der die ganze vorhandene und bekannte Welt unterjochen will, sondern eine „ganz normale“ Verschwörung. Dieses, in Verbindung mit den Intrigenspielen bei Hofe, gab ein recht realistisches Szenario ab, wie es in jedem Land oder Reich vorkommen kann.


    Der Exkurs in die Zwergenburg hätte vielleicht nicht sein brauchen, gab jedoch interessante Aspekte von Trurres Herkunft und Denkweise preis. Die Trennung in verschiedene Handlungsstränge ist oft problematisch, hier jedoch gut gelungen (und vor allem am Ende geschickt wieder zusammengeführt).


    Am Ende des Buches war diese Geschichte wirklich erzählt. Eines der wenigen Bücher, wo ich nicht das Gefühl hatte, sie seien zu lang oder zu kurz, sondern genau richtig.


    Aber warum dann nur „fast rundum“ zufrieden? Nun, wie gesagt, diese Geschichte ist fertig und auch zu einem guten, weitgehend in sich geschlossenen Ende gebracht. Und genau dieses „weitgehend“ ist der Knackpunkt. Ein paar Fragen sind schon noch offen, von einigen der Protagonisten will ich nicht nur wissen, was vor diesem Buch passiert ist (das „Prequel“ ist ja in der Mache bzw. Schreibe :-] ), sondern auch was im folgenden passiert.


    In der Leserunde schrieb ich:


    Mit anderen Worten: das Buch ist prädestiniert dazu, der Mittelteil einer Trilogie zu sein, und schreit förmlich nach einem Folgeband, in dem die genannten Fragen beantwortet werden. Und wenn denn durch den eingangs erwähnten Vergleich die Verkaufszahlen so gut sind, daß ein Folgeband in Angriff genommen werden kann, soll es mir recht sein. :grin

    Unter den Büchern finden wir wieder, was uns in der Fremde entschwand, Frieden im Innern und Frieden mit unserer Umgebung.
    (Gustav Freytag, 1816 - 1895, aus "Die verlorene Handschrift")

  • Zitat

    Original von SusanneG


    Bist du beim Tauschticket?


    Ja, allederings habe ich kein einziges Ticket..*seufz*
    Aber ich habe eh noch so viel zu lesen. Irgendwann kriege ich sie schon noch, aber danke.

  • Ich hab das Buch die letzten drei Abende gelesen. Irgendwie ist es eine Art Fantasykrimi. :gruebel


    Alles in allem mag ich das Buch, wenn es für meinen Geschmack auch etwas weichgezeichnet war. Allerdings habe ich gerade viel von R. A. Salvatore, Markus Heitz und Co gelesen, die gehen da schon etwas brachialer zur Sache.


    Die Figuren in Elbenzorn mag ich sehr - eigentlich schade, daß es so viele sind, weil jede einzelne dabei etwas zu kurz kommt. Hätte gern mehr über Trurres Zwergenmagie gehört oder darüber was Llouis alles schon so angestellt hat beispielsweise. Oder Schneeflüsterer, sehr interessant, zwei geheimnisvolle Auftritte und das war es dann. Find ich schade, weil gerade so am Ende auch die Ereignisse sehr schnell angerollt kamen.


    Was ich überhaupt nicht leiden kann, sind diese güldenen Adelselben in ihren großen Kostümen. Das mag mir zu Baumknutschern einfach nicht passen.

  • Normalerweise lese ich eher Kinder-/Jugendfantasy oder Phantastik, weil ich mich an "richtige Fantasy" mit all den Völkern, Wesen und Kriegen nicht so ganz rantraue.
    'Elbenzorn' hat mir allerdings gezeigt, dass Fantasy auch anders sein kann und mich neugierig auf weitere Bücher der Autorin gemacht.


    Rezension
    Viele viele Jahre sind vergangen, seitdem die dunklen Elben von ihren goldenen Brüdern und Schwestern aus der einst gemeinsamen Heimat, dem Wandernden Hain, vertrieben wurden. Zwar ranken sich um die Dunklen düstere Legenden, doch offiziell gibt es sie gar nicht – bis das ruhige, höfische Leben der Goldenen gestört wird, als der erste einer Reihe brutaler Morde passiert. Sollten die Dunklen zurückgekehrt sein, um sich zu rächen?


    Obwohl ich ein Neuling auf dem Gebiet der ‚Erwachsenen-Fantasy’ bin, fiel mir der Einstieg erstaunlich leicht und schon bald war ich völlig in dieser spannenden Geschichte um Macht, Magie, Freundschaft, Selbstfindung und (ein bisschen) Liebe versunken.
    Zusammen mit den beiden ungleichen Schwestern Iviidis und Rutaaura sowie einer Reihe interessanter Nebenfiguren machte ich mich an die Aufdeckung der Verschwörung und erlebte hierbei die eine oder andere Überraschung.
    Das fing schon damit an, dass die Elben in Elbenzorn nicht „typisch elbisch“ sind. Statt die Vorlage von Tolkien zu übernehmen, zeigt uns die Autorin ihr eigenes Elbenvolk, das zwar spitzohrig und naturverbunden, aber teils sehr eitel und steif ist und erstaunliche politische Intrigen spinnt. Schnell wird deutlich, dass längst nicht alle Goldenen gut und alle Dunklen nur böse sind.
    Durch ihre mal poetische, mal moderne Sprache schafft Susanne Gerdom eine dichte Atmosphäre, die durch zauberhafte Ideen wie die Fähigkeit der Baumsinger und die Möglichkeit der Falterpost noch vertieft wird. Auch der Humor kommt nicht zu kurz und besonders die vielen erfrischenden Dialoge ließen mich des Öfteren schmunzeln.
    Die Figuren sind durchweg interessant gezeichnet und so konnte ich mich gar nicht entscheiden, welchen Handlungsstrang ich am liebsten verfolgte. Selbst der Ausflug in die Welt der Zwerge, bei dem sich eine eigentliche Nebenfigur plötzlich in den Vordergrund spielt, hielt nicht auf, sondern war durch den tollen Charakter des Trurre Silberzunge und dessen komplizierte Familienverhältnisse überaus lesenswert.
    Die Auflösung am Ende kommt allerdings ein bisschen schnell. Da man bis zum Schluss auf sie gewartet hat, hätte ihr ruhig ein wenig mehr Platz eingeräumt werden können. Auch werden einige Fragen offen gelassen, was in manchen Fällen nicht weiter stört, in anderen aber unbedingt nach einer Fortsetzung schreit; zumindest was das Schicksal einer Figur angeht, die auf halber Strecke mehr oder weniger verloren ging.


    Die Aufmachung des Buches ist optisch sehr ansprechend und die Fantasy-Tattoos sind ein originelles Gimmick. Leider macht die sehr enge Bindung es jedoch schwer, das Buch ohne Lesefalten im Rücken zu lesen. Außerdem wäre ein Register mit Erklärungen/Übersetzungen der vielen elbischen Begriffe wünschenswert gewesen, die zwar allesamt wunderbar wohlklingend sind, deren Bedeutung sich aber nicht immer genau erschließen lässt.


    FAZIT: Ein Buch mit vielen fantasievollen Ideen, das einfach Spaß macht und auch für Fantasy-Einsteiger wunderbar geeignet ist.


    Bewertung: 4/5

  • Also wenn ich ehrlich sein soll fand ich das Buch jetzt nicht so doll. Ich habs zwar zweimal gelesen, aber ich kann mich trotzdem nicht so ganz mit anfreunden. Die Welt der goldenen Elben fand ich wirklich gut gelungen, auch dass Ividiis es dort nicht mag (verständlich), die Skralls hab ich mir wie friedliche Raptoren vorgestellt und die Zwergenburg war auch nicht schlecht, aber irgendwie hat mir da was gefehlt. :gruebel
    Wirklich spannend fand ich es nicht, es fehlte irgendwie unter anderem vielleicht auch Action- ich weiß es nicht. Es ist was für zwischendurch, aber mehr auch nicht.


    P.S.: vllt ist es mehr was für Jüngere, weil es nicht so blutig war... :-)

  • Blutige bücher hab ich genug, ich will mal was 'harmloses'


    Kundenbindung voll gelungen, komm grad vom unabsichtlichen Belohnungseinkauf heim, und haaaabe:



    (ohhh ich bin ja schon sooo neugierig was Lluis so treibt)

    DC :lesend


    Heinrich August Winkler: Geschichte des Westens I


    ...Darum Wandrer zieh doch weiter, denn Verwesung stimmt nicht heiter.
    (Grabinschrift F. Sauter )

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