Schreibwettbewerb Januar 2008 - Kommentare

  • Ich hab deine Aussage ja selbst auf mich bezogen, weil ich mehr als die Hälfte der Texte aussortiert hatte wegen der Handlung.
    Das ist aber ganz normal.
    Ein Text muss aber nicht zwangsläufig wegen einem bestimmten Thema durchfallen, sondern weil Thema, Sprache und Handlung einfach nicht ansprechen.
    Geschmäcker sind eben verschieden. Und das ist doch das Schöne am Wettbewerb.

    Liebe Grüße,
    Ninnie



    Es ist ein großer Vorteil im Leben, die Fehler, aus denen man lernen kann, möglichst früh zu begehen.
    Sir Winston Churchill 1874-1965

  • Zitat

    Original von ninnie
    Ich hab deine Aussage ja selbst auf mich bezogen, weil ich mehr als die Hälfte der Texte aussortiert hatte wegen der Handlung.
    Das ist aber ganz normal.
    Ein Text muss aber nicht zwangsläufig wegen einem bestimmten Thema durchfallen, sondern weil Thema, Sprache und Handlung einfach nicht ansprechen.
    Geschmäcker sind eben verschieden. Und das ist doch das Schöne am Wettbewerb.


    :write


    Ich würde mich aber über ein paar mehr Kommentare freuen.
    Ich habe ja schon die Hälfte meines Solls erfüllt :grin

  • Surreal
    Ich fand die Geschichte ein bisschen blass und zu wenig.


    Die Ausstellung
    Auch hier fand ich die Geschichte zu blass, war zu wenig Kraft dahinter. Und die Schreibe wirkte auf mich etwas abgehackt.


    nur gemalt
    Puh! Harte Kost und gute Grundidee! Aber es war mir zu dick aufgetragen. Es klang ein wenig unrealistisch. Wenn sie schon so krank war, dann wäre es ihr doch auch sehr schwer gefallen, nach dem Direktoren-Besuch von einem Bein aufs andere zu hüpfen. Und wenn sie kaum stehen kann, warum setzt sich im Bus nicht hin? Dann das Erreichen mit letzter Kraft fand ich einfach zu dramatisch.


    Sex III
    Netter Witz! Ich musste wirklich schmunzeln. Aber als Geschichte fand ich ihn nicht brauchbar.


    Muse
    Das war eine nette Geschichte mit interessantem Hintergrund. Den Schluss fand ich auch auch prima. Was mir nicht so sehr gefiel, war die Sprache. Ansonsten: hätte ich noch einen Punkt gehabt, wäre er hier gelandet. ;-)


    Das Bild
    Auch diese Geschichte hat mir gut gefallen. Der Konflikt wirkte echt und die Figuren lebhaft. Die Sprache flüssig. Auch hier hätte ich gerne Punkte gegeben. ;-)


    Suizid
    Und noch eine Geschichte, einen Punkt wert gewesen wäre, hätte ich noch welche gehabt! ;-)
    Die Geschichte ist spannend und flüssig geschrieben. Den Schluss finde ich witzig, aber leider fand ich ihn zu mager für den guten Aufbau. Er war auch für das Thema zu "albern". Dadurch stand die Geschichte in einem Licht, in das es nicht hinein gemusst hätte.


    Vorbei
    So, und hier kommt der erste Punkt :-):
    Die Geschichte hatte einen Spannungsbogen und ein sehr gutes Ende. Gefallen hat mir der Satz: (Zitat) "Und mit jedem Bild, das versteigert wurde, starb ein kleines Stück von ihm." Ich konnte an der Stelle sehr stark seinen Schmerz fühlen. Und auch die Schmach am Ende der Geschichte. Wirklich schön geschrieben!


    Über die Kunst, einen Döner Kebap zu essen, ohne sich mit Knoblauchsauce zu bekleckern
    Hier landeten meine 3 Punkte. :-)
    Eine witzige, spritzige Geschichte mit dem gewissen Etwas. Sie war zum Schmunzeln, zum Nicken und zum Überraschtgucken. Schön fand ich ja die typische Frage vom Dönermann: (Zitat) "Mit alles" :grin Ich kenne von unserem Dönermann: "Mit scharf?" ;-)
    Es ist eine Geschichte, die direkt aus dem Leben der Menschen, die ständig an uns vorbei laufen, oder die wir sogar kennen, gegriffen wurde. Sehr schön!


    Worte
    Mir hat diese Geschichte nicht so gut gefallen, weil mich der Gegenüber nervte. Wie kann man sich einfach so hinstellen und behaupten, man brauche nur Wörter aneinanderreihen?! Für mich scheiterte die Geschichte fast schon an dem Gespräch mit dem Mann, doch als er auch noch zugab, dass er es nicht geschafft hatte, fand ich das richtig albern. Irgendwie kam die Geschichte an mich nicht heran.


    Angeklagt
    Auch diese Geschichte hat mir nicht so gut gefallen. Sie nervte mich. Der Angeklagte, war mir mit seinem sprachlichen Gehabe unsympathisch. Ganz lustig, die Szene, wie er die Orgelpfeifen von der Empore aus warf. Das brachte mir die Geschichte trotzdem nicht näher.


    Das Ding im Park
    Diese Geschichte fand ich ganz nett. Aber das lange, weiße Ding wirkte mir für die Geschichte zu konstruiert. Gewollt anzüglich. Den Schluss ganz niedlich und einfallsreich. Ich finde, dass die Hundegeschichte richtig gut gewesen wäre, wenn man nicht mit dem weißen Ding auf eine falsche Fährte gelockt worden wäre.


    Kunst der Natur
    Das Bild konnte ich mir gut vorstellen. Aber es waren mir zu viele Worte, die so viel sagen wollten... Es ist eher eine Beschreibung und mir fehlte da die Geschichte.


    Die Revolution der Phantasie
    Eine heftige Geschichte! Sie ist fließend und nimmt den Leser mit. Der Schluss ist wahnsinnig, aber der Maler war's auch. Ich fand sie sehr typisch. Auch die typische Antihaltung Annelou gegenüber, nachdem sie ihn verlassen hat. Und dieses Reinsteigern in die Kunst - klasse! Hat mir sehr gut gefallen, hatte leider keine Punkte mehr. ;-)


    Perlen vor die Säue
    Das war ein lustiges, nettes und durchdachtes Gedicht. Ich mag Gedichte, und solche, die einen Inhalt haben, den man versteht, besonders gern! Die Reime passen super zusammen und sind auch noch lustig originell. Da steckt viel Mühe dahinter. Auch hier hatte ich leider keinen Punkt mehr! ;-)


    Künstlerpech
    Mir hat die Geschichte nicht so gut gefallen. Man musste intensiv lesen, wer was sagt. Dann waren Sprünge drin, wie die Mädchen zum Beispiel zu Sonjas Tisch in der Kantine wollten und plötzlich da waren, weil Sonja schon zu ihnen sprach. :gruebel
    Dann fand ich es unrealistisch, dass Sonja sich ihnen anvertraute, dass es mit dem Sex nicht geklappt hat. Verschweigt man so eine Sache den Arbeitskolleginnen nicht eher, besonders, weil es ja nicht ihre Freundinnen waren?! Auch das etwas Klischeehafte: nicht Gutaussehende schnappt gutaussehenden Arbeitskolleginnen den tollen Typen weg! Und als sonderbar empfand ich, da sie ja keine Freundin war, wie sie den Frauen auf die Nase band, dass sie ihn sich jetzt angeln würde... :gruebel


    Das Portrait
    Hier kommen meine zwei Punkte. :-) Eine schöne Geschichte. Sie ist spannend aufgebaut, man möchte wissen, was sich hinter der Geschichte verbirgt und die Auflösung war für mich der Aha-Effekt. Schön erzählt und rund. Klasse!


    Der Cleaner
    Obwohl ich den Ansatz gut fand, kam die Geschichte nicht so richtig an mich heran. Sie war auch eher eine Personenbeschreibung, als eine richtige Geschichte. Es gab keinen Spannungsbogen und kein "erfüllendes" Ende.

    :lesend Ich lese: "Weit übers Meer" von Dörthe Binkert


    - Beständigkeit ist der Schlüssel zum Erfolg -

  • Angeklagt
    Nur Dialog finde ich sehr anstrengend zu lesen, zumindest hier. Der Angeklagte war mir unsympathisch und alles in allem hat’s einfach nicht gepasst. Ein Text muss mich beim Lesen ansprechen, was der hier leider nicht geschafft hat.


    Das Ding im Park
    Witzige Idee, vor allem am Schluss „Jetzt gehörte es mir“ hat mir gut gefallen.
    Gut erzählt ist die Geschichte auch, nur dass es aus der Sicht eines Hundes erzählt ist, fand ich irgendwie störend. Also die Idee an sich ist gut, keine Frage, aber irgendwie hinterlässt es bei mir einen faden Beigeschmack. Vielleicht, weil ich schon so etwas ahnte?


    Kunst der Natur
    Ich glaube, ich habe die Geschichte erst jetzt richtig verstanden (obwohl es eigentlich nichts gibt, was man nicht verstehen könnte). Allerdings fehlt mir hier etwas… etwas, was mich in den Bann ziehen würde. So ist es eine bloße Beschreibung.
    Und ich verstehe irgendwie nicht, warum es im ersten Absatz für mich den Eindruck erweckt, dass es noch nicht sooo kalt ist (wärmende Wintersonne, knirschender Sand) und am Schluss hat aber die arktische Kälte und der pfeifende Wind eine Eisskulptur erschaffen?
    Und wie kann er sich „schlank, rund, rot“ erheben und dann von einer weißen Eisschicht überzogen sein? Müsste es dann nicht „schlank, rund, weiß“ heißen? Irgendwo komm ich da nicht mit (man verzeihe mir, ich hab grad ein bissi Kopfweh)


    Die Revolution der Phantasie
    Abgesehen davon, dass ich gegen betrunkene Menschen eine Abneigung hege (und ich daher gut in churchills Raster passe ;-) ), war mir die Geschichte auch viel zu konstruiert. Finde es außerdem sehr faszinierend, dass er in dem betrunkenen Zustand noch weiß, dass es da auch irgendwo ne Schlagader gibt.
    Thematik hin oder her, mir hat der Text nicht gefallen und vielleicht hat unbewusst auch meine Abneigung gegen Alkohol eine Rolle gespielt. Pech für den Autor (sorry).


    Künstlerpech
    Leider hat der Titel schon zu viel über die Geschichte selbst ausgesagt.
    Und die Wortwahl passt meiner Meinung nach manchmal nicht zu der Geschichte, die soll nämlich, so wie ich halt auffasse, locker-frisch sein, aber da kann ich dann mit Worten wie „unisono“ persönlich nichts anfangen. Außerdem wirkts ein bisschen zu sehr wie bei Sex and the City und pubertierenden Mädels und ein bisschen zu gewollt locker-flockig.


    Das Portrait
    Der Schluss hat mir gefallen und einzelne Ideen in der Geschichte selbst auch (das mit der Seele erfassen zum Beispiel). Ich hätte noch gerne ein bisschen mehr darüber erfahren, warum es denn so eine Qual ist, dort zu hängen. Aber ansonsten nicht schlecht!

  • @ licht


    Zitat

    @ bott: solche, die das Thema so anpacken, dass neue Seiten daran sichtbar werden, dass es überrascht, dass es Interesse weckt ...


    Okay. Gut. Verstanden. Aber dann versteh ich deine Kritik an manchen Geschichten nicht. Weil sie genau das tun. Merkwürdig.

  • @ Bott: meinst Du nicht eher: "Dann versteh ich deine Kritik an meiner Geschichte nicht..."
    Nein, sie weckt mein Interesse nicht. Nein, sie zeigt mir nichts Neues in Bezug auf das Thema Kunst. Der Themenbezug ist mir viel zu dürftig!
    Und ich kann Geschichten, in denen die Gedanken nur um dieses eine kreisen, wie man sich umbringt per se überhaupt nicht leiden. Ich kann daran weder etwas Kreatives noch etwas Neues entdecken - noch dazu, wenn es derart offen, ja fast platt daher kommt. Verzeih, das sind vielleicht harte Worte - aber so ist es.

  • Zur Erklärung, was ich heute morgen mit "prophetisch" meinte:


    Zitat

    Original von churchill
    Eine Anmerkung noch zu Kommentaren dieses Monats und der letzten Monate: Mir fällt auf, dass ein Nichtgefallen oft mit der jeweils beschriebenen Thematik begründet wird. Das finde ich ein bisschen schade. Ich stelle fest, es gibt sehr gute Texte, die bei den Eulen daran scheitern, dass Protagonisten oder Inhalte "unsympathisch" sind. Kein Wunder, dass "stromlinienförmige" Schreibversuche die Mehrheit der Einsendungen darstellen ...


    Dazu passen wunderbar die Kommentare von Linda und Prombär von heute nacht:


    Zitat

    Original von Linda
    Angeklagt
    Auch diese Geschichte hat mir nicht so gut gefallen. Sie nervte mich. Der Angeklagte, war mir mit seinem sprachlichen Gehabe unsympathisch.


    und


    Zitat

    Original von Prombär
    Angeklagt
    Nur Dialog finde ich sehr anstrengend zu lesen, zumindest hier. Der Angeklagte war mir unsympathisch und alles in allem hat’s einfach nicht gepasst.


    Quod erat demonstrandum ;-)

    „Streite niemals mit dummen Leuten. Sie werden dich auf ihr Level runterziehen und dich dort mit Erfahrung schlagen.“ (Mark Twain)

  • Zitat

    Original von Sinela
    Ich glaube, da würde ich lieber den Döner als den Kugelfisch essen, wäre wahrscheinlich ungefährlicher. Aber was ein Glück: Als Vegetarier kann ich auf beides verzichten. :lache

    Bist Du der Meinung, dass alle Männer rattig sind (sorry, wollte an dieser Stelle keine Ratte beleidigen)? Kann doch sein, dass der Mensch in der Bar gar nicht auf einen One Night Stand aus war. Solche Männer soll es nämlich tatsächlich geben - habe ich mir zumindest sagen lassen. :lache :lache :lache


    Warum geht ein gutaussehender Mann allein in eine Bar? Sicher nicht, weil er Durst hat. :lache



    Zitat

    Original von churchill
    [Sex III:


    Natürlich ist dieser Text eine Provokation. "Provocare" heißt "Hervorrufen", man könnte auch sagen "Herauslocken". Das ist gelungen.


    Wer provokant in den Wald hineinruft, der darf sich nicht wundern, wenn es polemisch herausschallt. :grin



    Zitat

    Original von churchill
    Mir fällt auf, dass ein Nichtgefallen oft mit der jeweils beschriebenen Thematik begründet wird. Das finde ich ein bisschen schade. Ich stelle fest, es gibt sehr gute Texte, die bei den Eulen daran scheitern, dass Protagonisten oder Inhalte "unsympathisch" sind. Kein Wunder, dass "stromlinienförmige" Schreibversuche die Mehrheit der Einsendungen darstellen ...


    "Nichtgefallen" ist sehr komplex. Und setzt sich bei mir immer wieder anders zusammen. Gefallen ebenso.
    Du darfst dir sicher sein, dass ich alle Texte des Wettbewerbs gründlich lese. Mehrmals. Und dass mein Nichtgefallen nicht nur auf einem einzigen Kriterium beruht. "Objektive" Urteile gibt es bei Literatur ohnehin nicht.


    Ja, deine "Gegenrede" ist mir noch lebhaft in Erinnerung, nach all der Zeit, und gehört für mich im Rückblick zu den besten Texten. In dem Falle habe ich tatsächlich eine längere Zeit des Nachdenkens gebraucht, dafür wirkt es nachhaltiger. :-)

  • churchill :
    Ich hab mir gedacht, dass es eh schon wurscht ist und wenn du ich meine (edit: Was wollte ich damit sagen? :gruebel Wird bei Gelegenheit ergänzt, wenn es mir wieder einfällt) wahre Motivation, warum ich den Text nicht bepunktet hab, nicht hinterm Berg halten muss.
    In Wirklichkeit hatte ich sogar regelrechte Aggressionen gegen diesen Menschen :lache


    edit:
    Deutsche Grammatik? Was ist das?

    Ein Mädchen sollte zwei Sachen sein: Elegant und fabulös.

    (Coco Chanel)


    #proannika

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 Mal editiert, zuletzt von Prombär ()

  • Ich weiß nicht, ob ich es heute (wäre ja der offiziell letzte Tag) noch schaffe, die Texte zu kommentieren, aber ich möchte ein paar Worte zu "Angeklagt" verlieren. Mir war sofort klar, daß der Text von Churchill ist, langsam (er)kennt man wenigstens ein paar seiner Pappenheimer. Der Text ist auch an und für sich recht gut, allerdings war mir die Pointe (wenn man das so nennen will) zu früh zu offensichtlich, zudem enthält er gravierende inhaltliche Fehler. Es ist nicht möglich, vor einem deutschen Strafgericht ohne Verteidiger aufzutreten (ggf. wird ein Pflichtverteidiger beigeordnet, deshalb heißt das so - ohne Anwalt kann man nur in einem Zivilverfahren auftreten, aber nur vor einem Amtsgericht), zudem trägt der Richter nicht vor, was die Anklagepunkte sind - der Staatsanwalt verliest die Anklage in Anwesenheit des Angeklagten, der sich danach dazu äußern kann, aber ohne daß der Richter nochmal zusammenfaßt, was die Vorwürfe waren. Diese Recherchefehler haben zwar nicht dazu geführt, daß der Text von mir keine Punkte bekam (er war intern auf Platz vier oder fünf auf meiner Liste), aber geärgert haben sie mich schon. Nur so am Rande. Wie gesagt, ich will versuchen, heute noch ausführlich zu kommentieren. :wave

  • Ich habe mit der Kommentierung so meine Probleme, wenn hinterher meine Kommentare so verissen würden wie ihr das jetzt gegenseitig macht ginge mir dasa auf den Keks.


    Ich punkte nachdem ich die Texte in der Regel erstinmal einzeln, nach ihrer jeweilgen Einstellung und dann nochmal gesamt als Ausdruck gelesen habe- und oft würde ich zwei Tage später ganz anders Punkten, so wie es eben das richtige Buch zur falschen Zeit geben kann trifft dies auch auf Kurzgeschichten zu.


    So fand ich hier SexIII einfach eine gelungene Provokation gerade auf die 500er Wortgreze mal mit "in der kürze liegt die Würze" zu antworten und habe mir so schwere Überlegungen wie über HIV überhaupt nicht gemacht- Bei Vorbei hätte ich gepunktet, wäre es zwei Sätze kürzer gewsen, die zwei Sätze nahmen die Schönheit des Textes mit sich. Beim Ding im Park ist mir die "unzutreffende" Beschreibung nicht aufgestoßen- wenn Spargel, Karotte oder Banane als sexuell anregendes Phallussymbol angesehen werden, kann es von der Symbolik mit der Detailgenauigkeit nicht so weit her sein. Ein Text wie Angeklagt kann von mir vielleicht auch nur deshalb drei Punkte bekommen, weil ich mir die Situation im Gerichtssaal viel lebhafter vorstellen kann als eine Situation in der sich Frauen über gutaussehende Männer unterhalten.

  • @ licht


    Zitat


    @ Bott: meinst Du nicht eher: "Dann versteh ich deine Kritik an meiner Geschichte nicht..."


    Seufz. Nein, das meine ich nicht, sonst hätte ich es auch so formuliert. Ich habe in deiner Kritik herauslesen dürfen, dass du gar nicht gewillt warst meine Geschichte zu lesen. Das ist doch schonmal was. Abgehakt.
    Aber z.B. bei "Das Ding im Park" kann ich deine Kritik eben nicht nachvollziehen, weil sie von dir erwartete Kriterien doch erfüllt. Auch wenn in anderen Wettbewerben bereits eine ähnlich Pointe verwendet wurde, ist jede Geschichte doch selbst etwas eigenes. Na ja... soviel zum Thema Objektivität. Ich mein ja nur. Ich will auch nicht großartig rumdiskutieren. Es ist halt 'ne Krücke, über die ich gestolpert bin.

  • @ Bott: ich habe deine Geschichte (wie alle anderen auch) mehrfach und ich denke auch gründlich gelesen ...


    Das Ding im Park ... dass sich da etwas wiederholt, macht etwas schlechtes nicht schlechter, aber eben auch nicht besser...
    Und da hab ich ja auch noch mehr, was mich dran stört und was ich nicht nochmals ausführen möchte. (dachte eigentlich ausführlich genug kommentiert zu haben :grin )

  • Zitat

    Original von Bott
    Auch wenn in anderen Wettbewerben bereits eine ähnlich Pointe verwendet wurde, ist jede Geschichte doch selbst etwas eigenes. Na ja...


    So ganz ausblenden lassen sich solche Vergleiche leider nicht.
    Wenn dieselbe Pointe innerhalb eines Jahres mindestens 4x verwendet wird (von sprechenden Bildern, Freiheitsstatuen, Städten, dem personifizierten Tod etc. mal gar nicht zu reden), dann mag das zumindest ein Hinweis darauf sein, dass besagte Pointe eventuell so wahnsinnig originell nicht ist ... ;-)