Jack Ketchum - Beutezeit

  • Wirklich nicht für zarte Wesen,


    abgrundtief ekelerregend, banal schockierend, grausam, verstümmelnd. Jedoch ebenfalls auch grenzüberschreitend, atemraubend und zwanghaft drängend um das Ende erleben zu müssen, das keineswegs enttäuscht und noch eine kleine "Überraschung" parat hat :yikes.


    Mein Tip: Das Vorwort wirklich erst hinterher lesen, es offenbarte mir recht viel von dem was mich emotional erwartete.


    Von mir gibt es 9 Punkte.

  • Anfangs bin ich sehr schlecht reingekommen in das Buch. Einfach zuviel gerede über dieses und jenes was mich schon sehr genervt hat. Das fand ich sehr zäh und hätte es am liebsten weggelegt.


    Es ist schon erschreckend dieses Buch. Für zarte Seelen also nicht so gut. Es geht schon ganz schön zur Sache. Mich hat es allerdings nicht berührt.


    Das Ende ist mal etwas anderes.



    Das fand ich sehr gut.


    Aber ich habe mir mehr Spannung erhofft. So richtig mitreißen konnte mich das Buch nicht. Wer gemetzel lesen will sollte es lesen. Erinnerte mich übrigens sofort an den Film "The wrong turn"


    Mit Evil sollte man dieses Buch nicht vergleichen da es zwei unterschiedliche Themen sind.


    Alles in allem fand ich das Buch nicht gut. Es kam nicht die richtige Spannung auf. Anfangs zuviel blabla. Habe es mit mühe zu ende gelesen.

  • Ich habe das Buch gestern Abend noch fertig gelesen.
    Teilweise war mir die Geschichte irgendwie.... naja, nicht zu brutal (das war sie zwar schon aber ich konnte es aushalten), sie war einfach nicht mein Ding.
    Es ging schon ziemlich spannend los und ich habe das Buch auch gerne gelesen, allerdings hat es mich nicht so sehr gefesselt wie vielleicht andere Bücher.
    Das Vorwort habe ich ebenfalls erst am Schluss gelesen! Ich verstehe auch nicht, wie man sowas an den Anfang eines Buches stellen kann. Jeder, der das liest, versaut sich doch die ganze Spannung...


    Am meisten gestört hat mich das Ende. Warum wurde nicht erklärt, wieso diese Menschen so gelebt haben und so geworden sind??
    Dafür ziehe gleich vier Punkte ab, denn darauf (auf die Erklärungen der Täter) lege ich immer besonders viel Wert.


    6 Punkte!

  • Beutezeit
    Kurzbeschreibung


    Wenn Menschen zu Bestien werden


    Drei junge Paare wollen eine Urlaubswoche in einem abgelegenen
    Ferienhaus an der amerikanischen Ostküste verbringen. Was sie nicht
    wissen: Die Gegend wird von einer Gruppe Verwahrloster heimgesucht, die
    unter primitivsten Bedingungen leben und Urlauber nur als Beute
    betrachten. Die Jagd beginnt ... Jack Ketchums brillanter Debütroman
    gilt schon lange als Klassiker der Horrorliteratur. Sein entlarvender
    Blick auf die Grundmauern unserer Gesellschaft ist ein schockierender
    Kommentar auf die Frage, wo Menschlichkeit und Zivilisation aufhören und
    die Herrschaft ungezügelter Brutalität beginnt.


    Klappentext


    "Ketchums unglaubliche Sprachgewalt und seine tiefen und emotionalen
    Einsichten verleihen diesem Roman seine verstörende Wirkung, die den
    Leser noch lange verfolgen wird."
    Publishers Weekly
    "Eins der erschreckendsten Bücher, das ich je gelesen habe."
    Robert Bloch


    Meine Meinung: :yikes :yikes
    Die Handlung des Buches ist eigentlich recht schnell erzählt.
    Carla mietet sich ein abgelegenes, länger leer stehendes Ferienhaus an der Ostküste. In der Gegend sind schon einige Menschen, Urlauber und Durchreisende, verschwunden und nie wieder aufgetaucht. Carla hat einige Freunde, darunter ihren Partner, ihre Schwester mit Partner, ihren Ex Freund mit Partnerin, eingeladen. Nachdem Carla angereist ist, lauern die Kannibalen schon um das Haus und beobachten sie.......
    Die Geschichte ist eigentlich recht schnell erzählt und mehr möchte ich dazu auch nicht sagen.
    Ich habe bisher noch kein Buch von Ketchum gelesen und Beutezeit war so mit mein Erstes. Der Schreibstil liest sich recht gut. Die ersten 130 Seiten passiert nicht wirklich viel. Carla und ihre Freunde reisen an,

    . Mir stand mehr als einmal der Mund vor Ekel auf. Das Buch ist brutal, ekelhaft, blutig, pervers.Eines der erschreckendsten Bücher die ich bisher gelesen habe. Ich stelle mir normalerweise, wenn ich lese alles wie in Filmen Bildlich vor. Bei Beutezeit habe ich einfach gelesen ohne mir groß etwas vorzustellen und mir Gedanken zu machen, es war so schon ekelhaft genug. Ich fand einige der Szenen und Beschreibungen
    .... richtig abartig. Am Schluss überschlagen sich die Ereignisse und ich war auch recht froh das ich fertig bin. Das Buch ist nichts für schwache Nerven, aber empfehlenswert für alle die es blutiger möchten. Da es recht dünn ist liest es sich sehr flott.
    Was mich etwas störte, die Charaktere der einzelnen Protagonisten sind doch recht schlecht beschrieben, was allerdings bei der Seitenzahl des Buches auch nicht so machbar ist und eigentlich auch nicht so von Bedeutung ist. Was mich aber mehr störte waren die Kannibalen. Ich hätte doch gerne gewusst wie es dazu kam, das aus zivilisierten Menschen Menschenfressende Bestien geworden sind.
    Alles in allem, das Buch bekommt 4 von 5 möglichen Sternen

  • Wie es zu den Kannibalen gekommen ist, wird durch die Schwester leicht erklärt. Wird auch im weiteren Verlauf des Buches (oder war es dann in "Beutejagd"?) genannt. Die Schwester liest ein Buch, welches Clara ihr gegeben hat, über die neue Heimat. Insel, Leuchtturm, Hochwasser, etc. ;)
    Naja, und Inzest ist ja auch klar.
    Ich fand das Buch höchst interessant, abartig, abartig gut, etc.
    Habe "Wahnsinn", "Beutegier", "Beutezeit" und "Evil" innerhalb von 4 Tagen gelesen, und war sehr begeistert.
    Harte Kost, aber gut.
    Ich brauch noch mehr solchen Stoff, kann man mir per Nachricht, etc. Tipps zukommen lassen?

  • Ich habe dieses Buch gerade durchgelsen und muss sagen ich bin wirklich geschockt. Normalerweise habe ich nichts gegen grausame Bücher, aber dieses hier ist einfach nur wiederlich.
    Es geht einfach nur um "verrückte" Menchen, die Jagd auf andere Menschen machen. Das Buch ist einfach nur grausam und abstoßend.
    Während des lesens habe ich mir immer gesagt "nach der nächsten Seite legst du es weg", aber es ging nicht. Ich musste es zu ende lesen. Es vorher wegzulegen wäre um einiges besser gewesen.
    Dieses hier hat nichts mit einem guten Buch zu tun. Es lebt von grausamkeit. Zwischendurch ist es richtig ekelig und mir war oft und jetzt immer noch schlecht. So was hatte ich bis jetzt noch bei keinem Horror Buch, das ich gelsen habe. Ich persönlich würde es auch nicht als Horrorbuch bezeichnen, weil es damit einfach nichts zutun hat. Alleine wenn ich nochmal an das Buch denke wird mir wieder schlecht. Am schlimmsten fand ich die stelle, wo einer der Kannibalen


    Auch nicht viel besser ist die Stelle, wo

    Es ist einfach nur wiederlich. Ich würde jedem davon abraten es zu lesen.

  • Lach, warum wählst du dann so eine Lektüre? Hast du nicht vorher gelesen um was es geht? Und hast du nicht vorher von Ketchums Buch Evil gehört, dass auch sehr grausam ist und deswegen diskutiert wird?
    Ich liebe solche Lektüre und würd Fans von harten Sachen natürlich empfehlen. Noch lieber guck ich allerdings solche Filme^^.

  • Doch ich wusste schon worüber es geht und habe auch ein paar Disskussionen verfolgt. Trotzdem hat mich das Buch irgendwie gereitzt, da ich eigentlich gerne harte Sachen lese. Ich war mir wahrscheinlich nicht darüber im klaren, dass ich ein großes Problem mit Kannibalismus habe.
    Zurzeit lese ich Evil und ich finde Beutezeit um einiges schlimmer. Mit Evil habe ich keine Probleme. Es ist zwau grausam, aber ich lese solche Bücher gerne.
    Das Problem war wahrscheinlich nur die Vortstellung, dass Menschen andere essen.

  • Meine Meinung:
    Eine Frau bleibt mit ihrem Auto stehen, weil vorne ein Kind auf der Straße liegt und Hilfe braucht. Als sie aussteigt um zu sehen was los ist, wird sie von Kindern umringt, die mit Gerten auf sie losgehen. Sie beginnt zu laufen und kann sich nur retten, indem sie von einer Klippe ins Meer springt. Carla hat ein Haus gemietet und ihren Freund, ihre Schwester mit Freund und noch ein Pärchen für eine Woche eingeladen, mit ihr hier den Urlaub zu verbringen. Sie bereitet alles vor, putzt die Zimmer, sorgt für genügend Holz und bereitet alles für den Braten am nächsten Tag vor, wenn die Besucher ankommen. Sie bemerkt in weiter Ferne einen Mann, der sie beobachtet und winkt ihm zu. Sie weiß nicht, dass dieser Mann am nächsten Tag kommen wird um sie zu holen. In der Zwischenzeit kann die schwer verletzte Frau aus dem Wasser befragt werden, die der Polizei mitteilt, dass sie von Kindern angegriffen wurde. Auch ein Obdachloser hat mal eine Aussage gemacht, dass verwahrloste Kinder auf einen Menschen losgegangen sind, aber keiner hat ihm geglaubt. Aufgrund dieser Aussagen wurde nachgeforscht, in welchem Gebiet solche Vorkommnisse stattfinden. Und dadurch wird das Augenmerk der Polizei auf ein Ferienhaus gelenkt, dass in diesem Bereich steht. Und dort herrscht das wahre Chaos. Eine wilde Herde von Kindern und Erwachsenen haben sich Zutritt zum Haus verschafft und die Bewohner für Beute angesehen, die gejagt und verspeist wird. Der Freund von Carla liegt tot im Wohnzimmer, Carla selber wird gefoltert und getötet. Die Polizei ist entsetzt was sie vorfindet, als sie zu dem Ferienhaus kommt.
    Ketchum hat wieder mal alle Register gezogen.
    Ein wahnsinnig gutes Buch. Horror pur. Eine Jagd auf Menschen und die Kinder sind genau so brutal wie die Erwachsenen. Wahnsinn.

  • Mein Leseeindruck zu Beutezeit:


    Die Handlung ist einfach konzipiert: Sechs junge Menschen, drei Männer und drei Frauen, mieten sich in einem Häuschen in einem Wald ein. Ganz in der Nähe haust eine Horde Wilder, die regelmäßig auf Menschenjagd gehen, um ihre Götter sowie ihre Triebe zu besänftigen.


    Trocken, ausführlich und brutal schildert Ketchum die beiden Hauptmotive der Geschichte, Sex und Gewalt, in verschiedenen Szenen. Dazwischen finden Polizeiermittlungen statt.


    Ich habe schwer in die Geschichte gefunden, weil sie mich anfangs nicht fesseln konnte. Beim zweiten Anlauf bin ich genau da wieder eingestiegen, wo es beginnt, richtig spannend zu werden. Ab da, war das Buch sehr leicht zu lesen. Dennoch hätte ich wohl besser zur englischen Originalausgabe gegriffen, denn ich war von der deutschen Übersetzung sehr enttäuscht. Die sprachliche Umsetzung wirkte dilletantisch auf mich, ärgerte mich oft richtig und unterbrach so meinen Lesefluss.


    Das Ende war für mich überraschend und gut umgesetzt.


    Alles in allem würde ich das Buch jedem empfehlen, der es blutig und brutal mag und dem es nichts ausmacht, dass die Handlung - wie in vielen Horrorfilmen auch - sehr vorhersehbar ist. Stört man sich generell öfter an deutschen Übersetzungen von englischsprachigen Thrillern und Krimis, sollte man in Erwägung ziehen das Original zu lesen.


    Für mich persönlich war das Buch ganz nett, aber nichts besonderes. Vieles war mir zu platt und zu wenig überraschend. Meine Wertung in Punkten: 4 von 10.

  • Das Buch war heftig. Wirklich heftig. Die viel zitierte Botschaft hinter dem Buch konnte ich zwar nicht ausmachen, aber immerhin erwartete mich eine überharte Schnetzelorgie aus dem Nachtprogramm von RTL II. Zumindest kam mir der Roman so vor.
    Ein nicht sonderlich origineller, durch seine Härte aber lange im Gedächtnis bleibender Thriller aus den Tiefen der Wälder. :wave


    (Und mit leckeren Rezeptideen zum Nachkochen ;-))

  • Ich habe das Buch jetzt endlich im Rahmen der LR gelesen.


    Das Buch beginnt relativ harmlos, die ersten 100 Seiten werden einem die handelnden Figuren vorgestellt und man beginnt diese Figuren näher kennenzulernen, entwickelt Sympathien und so weiter. Ich habe mich zu diesem ruhigen Zeitpunkt noch gefragt gehabt, was an diesem Buch jetzt so schlimm ist und warum es als so brutal angesehen wurde. Naja, "Beutezeit" ist bei weitem nicht mein erstes Buch von Ketchum, als jemand die Ketchums "Evil" gelesen hat, hätte ich natürlich wissen müssen das dieser Autor in der Regel ruhig beginnt und es dann so richtig krachen lässt.


    Ab der Mitte des Buches ging es dann los und ich begann zu verstehen, was an diesem Buch als so brutal und schockierend angesehen wird. Ketchum zeigt genau, wozu Menschen fähig sind, er zeigt uns die tiefsten Abgründe die möglich sind, lässt manchen Leser mit Sicherheit mehr als ungläubig zurück. Ein weiterer Faktor dafür, warum mich das Buch so gepackt hat, ist die Unberechenbarkeit des Autors. Der Leser glaubt zu wissen, was als nächstes geschehen wird und wird dann ganz hart auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt, der Autor will uns Lesern keinen Gefallen tun, will nicht das wir mit unseren Lieblingfiguren aufatmen können, nein er will uns regelrecht fertig machen.


    Das Vor- und Nachwort fand ich auch sehr aufschlussreich und interessant.
    Von mir gibt es für dieses tolle Debüt 9 Punkte :wave

    :lesend
    Rachel Aaron - The Spirit Rebellion
    Patrick Rothfuss - Der Name des Windes
    Stefan Zweig - Sternstunden der Menschheit

  • Zitat

    Original von Shadow91
    Ich habe das Buch jetzt endlich im Rahmen der LR gelesen.


    Ich auch. Das Buch ist wirklich Hardcore.
    In der LR habe ich abschliessend erwähnt, daß Ketchum sehr gut von solchen Niederen Beweggründen von Menschen schreiben kann. Dies hab ich bisher von einem Laymon noch nicht so extrem erlebt.


    Gut zu erwähnen, das ein neuer Leser bitte nicht das Vorwort lesen sollte, sonder es sich auf den Schluß aufheben soll!


    Von mir gibt es auch 9 Punkte!

    Gruss Hoffis :taenzchen
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    :lesend Der fünfte Tag - Jake Woodhouse
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  • Im in Ruhe arbeiten zu können, mietet sich Carla ein Häuschen auf dem Land. Für das Wochenende lädt sie fünf Freunde, darunter ihre Schwester, zu sich ein. Doch die Idylle hält nicht lange an: eine Horde Kannibalen hausen ganz in der Nähe. Und sie gieren nach frischem Menschenfleisch.


    Nachdem ich Jack Ketchums beeindruckende Werke ‚Evil’ und ‚Blutrot’ gelesen habe, war ich neugierig, was dieser Autor noch zu bieten hat. Im Gegensatz zu den beiden genannten Werken zeigt bei ‚Beutezeit’ schon der Klappentext, dass man ein etwas anderes Buch in der Hand hält. Trotzdem hatte ich mir speziell von diesem Werk mehr erwartet. In ‚Evil’ hat Ketchum gezeigt, dass man mit gut gesetzten Gewaltszenen ausreichend Ekel und Verachtung hervorrufen kann. Im Vergleich dazu fließt in ‚Blutrot’ beinahe kein Tropfen Blut, trotzdem geht auch dieses Buch tief unter die Haut. Mit ‚Beutezeit’ steuerte Ketchum hingegen in eine völlig andere Richtung. Anstelle von gezielt eingesetzten Gewaltszenen, besteht das Buch – besonders gen Ende hin – eigentlich nur noch aus dem Zerfleischen von Menschen. Sicher, es ist grausam und brutal und geht unter die Haut [und man erwartet auch gar nichts anderes von Ketchum], aber schlussendlich helfen mir auch Nach- und Vorwort nicht dabei, mehr Tiefe in dieser linearen Abschlachtung von Menschen zu sehen. Dass bei Ketchum wenn überhaupt nur die allerwenigstens überleben, war mir klar und ich habe damit gerechnet, aber schlussendlich fand ich viele Dinge nicht stimmig [vor allen Dingen was das Wissen der Kannibalen anbetraf. Für derart primitive Lebensformen fand ich einige technische Details ziemlich unglaubwürdig] und mir hat der Hintergrund dieser Sippe völlig gefehlt. Ketchum startet mit einer Erzählung über die Geschehnisse aus früheren Tagen durchaus spannend und interessant, vergisst dann aber die Geschichte zu Ende zu erzählen. Zum Ende hin schien immer weniger Platz für irgendwelche Informationen zu sein, was dazu führte, dass ich die Kannibalen als recht oberflächlich gezeichnete Figuren empfunden habe. Dabei wäre genau dieser Punkt [sprich die Herkunft dieser Kannibalen] für mich interessant gewesen und hätte aus diesem Buch etwas Besonderes gemacht. So fand ich 'Beutezeit' größtenteils recht 'langweilig', auch wenn das sicher das falsche Wort ist, aber das Buch war für mich nicht im Geringsten spannend und diese Masse an Abschlachtungen führt dazu, dass man schnell die Sensibilität für das Grauen verliert [auch wenn Ketchum im Bezug auf dieses erschreckend einfallsreich ist. Die Art des Tötens ist immer unterschiedlich und so vielfältig, dass man als Leser immer wieder aufs Neue an seine Grenzen stößt]. Wenn sich das Schlachten immer und immer wieder [und derart häufig] wiederholt, ist es schließlich sinnlos auf irgendwelche Überraschungen und plötzlichen Wendungen zu hoffen, die auch in diesem Buch schlichtweg nicht vorhanden waren.


    Zudem habe ich mich immer wieder gefragt, was ‚Beutezeit’ von irgendwelchen Teenie-Splattern unterscheidet, bei denen das Auto einer Gruppe junger Menschen irgendwo in einer verlassenen Gegend stehen bleibt und sie dann der Reihe nach von irgendwelchen Irren, die in der Gegend hausen, der Reihe nach abgeschlachtet werden. Der Grad an Grausamkeit? Die Provokation und der Wagemut eines Autors vor zwanzig Jahren? Denn das Thema an und für sich ist weder spektakulär, noch neu [selbst für damalige Verhältnisse]. Man hätte weitaus mehr daraus machen können, als es in ‚Beutezeit’ schlussendlich der Fall war. Hätte man den Kannibalen etwas mehr Leben eingehaucht und vielleicht mit der Anzahl an restlichen Protagonisten etwas gespart, wäre mehr Platz in diesem ohnehin recht kurzen Buch geblieben, um die restlichen Figuren lebendiger zu gestalten, sodass es für mich als Leser einfacher ist, mitzufiebern.


    Ketchum hat längst gezeigt, dass er es deutlich besser kann.


    FAZIT:
    Ein blutüberschwemmter Horrorschinken, dem die Tiefe und ein wenig das Besondere fehlt. Selbst in Anbetracht der Tatsache, dass es sich um ein relativ frühes Werk handelt, fand ich Beutezeit in keiner Weise mit ‚Evil’ und ‚Blutrot’ vergleichbar. Von mir gibt es 4 von 10 Punkten, da ich dem Buche zu Gute halten kann, dass es kurz und schnell und einfach zu lesen ist, da Ketchum – Inhalt hin oder her – einen angenehmen und flüssigen Stil hat.

    "Sobald ich ein wenig Geld bekomme, kaufe ich Bücher; und wenn noch was übrig bleibt, kaufe ich Essen und Kleidung." - Desiderius Erasmus

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  • Ich hatte mich ursprünglich ebenfalls zur Leserunde angemeldet, mich dann aber aufgrund einer zeitweisen (und bei mir nicht untypischen) allgemeinen "Forumsflaute" nicht teilgenommen. Hierfür möchte ich mich entschuldigen. :keks


    Gelesen habe ich "Beutezeit" dennoch. Es war mein erster Ketchum und irgendwie bin ich mir - obwohl zwischenzeitlich einige Tage vergangen sind - immer noch nicht ganz im Klaren darüber, was ich von dem Buch halten soll. Einerseits war es gut - ich habs ohne Mühe innerhalb von vier Tagen durchgelesen und war auch immer interessiert daran, wie es weitergeht. Andererseits war es irgendwie abartig und widerlich. Ich würde dieses Buch auf jeden Fall nicht als Lektüre während der Nahrungsaufnahme empfehlen. :chen


    Wie schon so oft erwähnt, hat mich "Beutezeit" ebenfalls an bestimmte Filme (Wrong turn etc.) erinnert. Früher hab ich diese Filme gern gesehen, mittlerweile nicht mehr. Weil es nichts bringt, einen Film zu schauen, wenn man mehr weg- als hinsieht. Nun, beim Lesen lässt sich so schwer wegsehen... :grin


    Ich glaube nicht, dass dieses Genre jemals zu meinen Lieblingsgenres zählen wird. Mal so einen Schocker... ja, kann ich schon mal haben. Aber öfters muss ich so ein blutiges Gemetzel wirklich nicht lesen.


    Der zweite Teil liegt hier schon bereit...



    Ähem...ja. Ich vergebe 7 Punkte, weil "Beutezeit" innerhalb seines Genres ein spannendes Buch ist und ich es jedem empfehlen würde, der mal ein ordentliches Abschlachtbuch lesen möchte. :grin

  • Meine Meinung


    „Beutezeit“ ist Jack Ketchums Debüt und liegtin der deutschen Übersetzung zum Glück in der Originalfassung vor. Die zunächst in den USA verkaufte Fassung ist stark verändert und verfremdet, wie Jack Ketchum selbst erzählt.
    „Beutezeit“ ist der erster Teil einer Trilogie um eine Kannibalengruppe im Osten der USA in den 1980er Jahren. Ketchum spart nicht mit detaillierten Beschreibungen der Tötungen und der Mutlosigkeit, die sich dadurch breitmacht. Ich würde es nicht als interessant oder unterhaltsam bezeichnen, aber es ist einer der ganz wenigen Horrorromane, den ich lesenswert fand. Es ist überraschend, und doch gut. Wobei es erstaunlich ist, dass der Roman schon 30 Jahre alt ist, denn dies merkt man nur durch das fehlen von Handys und dem Internet.

  • Beutezeit -Jack Ketchum


    Mich haben Jack Ketchums autobiografische Texte dazu gebracht, zu seinem Debütroman zu greifen. Die Entstehung von Beutezeit (Off-Season) stammt aus einer Zeit, als dieses Genre ziemlich angesagt war, besonders bei den Filmen.

    Die Fassung, die ich gelesen habe, ist aber überarbeitet und mit einem Vorwort von Douglas E.Winter versehen sowie mit einem Nachwort des Autors.


    Man bekommt, was zu erwarten war. Dallas Mayr zieht in drastischen Passagen eine straffe Horrorshow ab und in gewisser Hinsicht macht er dies sehr gut. Er schafft einen Erzählton, der von dem ruhigen Beginn profitiert, wobei die Handlung dann schließlich in wilder Eskalation mündet.

    Sein Talent war es, Szenen effektvoll zu gestalten.


    ASIN/ISBN: 345367507X