'Und dann gabs keines mehr' - Kapitel 01 - 04

  • Ich habe gerade die ersten 4 Kapitel beendet. Bis jetzt ist noch nicht viel passiert, die 8 Gäste ( incl.Sekretärin und Privatdetektiv) und die 2 Bediensteten sind auf Nigger Island angekommen - nur der Gastgeber fehlt! Und keiner hat ihn je gesehen!
    Mal sehen, wie es weitergeht! :gruebel

  • Wir haben 10 Menschen, welche eine Woche auf der Insel ( mir widerstrebt es sie beim Namen zu nennen, sorry ) verbringen sollen, kennengelernt. Jeder scheint ein Geheimnis zu haben.... Und sie wurden, wie sich herausstellt, unter einem Vorwand auf die Insel gelockt.
    Sie "beschnuppern" sich, trauen einander (noch?) nicht über den Weg.
    Beim Abendessen scheint sich die Situation etwas zu entspannen, als auf einmal eine Stimme ertönt und jeden einzelnen von ihnen eines Verbrechens bezichtigt.
    Zögernd scheinen sie nacheinander ihre Geheimnisse preiszugeben, nur Miss Brent schweigt beharrlich... Warum? :gruebel


    Und wer sind die geheimnissvollen Gastgeber?

  • Endlich beginne ich mit einem meiner Lieblings-Christies auf englisch - "Ten little niggers" im alten Titel. Ich weiß natürlich schon, wie es enden wird, und kann nun die Hinweise genauer betrachten.


    Ich mag diese Mörderversammlung, wo schon durch das Liedchen anklingt, dass die Insel nicht ganz so harmlos ist wie sie scheint. Die einzelnen Personen (mir fällt es unsagbar schwer, Lombard und den Arzt auseinanderzuhalten), wie sie zu Beginn charakterisiert werden, sind mysteriös, vor allem, weil schon zu Beginn klar wird, dass sie Dreck am Stecken haben. Allerdings ist nur einer da, der das vor allen anderen zugibt ...


    Ich geh jetzt mit einem Tee weiterlesen. :-]

  • Hallo ihr Lieben,


    so nun habe ich es auch endlich geschafft. Ich bin auf der Hälfte dieses seeehr guten (bisher) Buches angelangt.


    In den ersten Kapiteln tut sich noch nicht so viel, im Zug hängen alle Personen ihren gedanken nach und wir können sie ein ganz klein wenig kennenlernen.


    Das Haus und auch die Insel selber seinen, nun irgendwie "steril" zu sein. Kein Platz für Verstecke oder Dergleichen. Mhhh... :gruebel


    Sehr überraschend fand ich den ersten Todesfall zu Ende des 4ten Kapitels. Er ist wirklich geschehen, wie in dem Kinderreim. Das lässt ja noch einiges erwarten.

    liebe Grüsse melanie


    Wenn man Engeln die Flügel bricht, fliegen sie auf Besen weiter !
    :keks


    :lesend )

  • Bei der Lektüre des ersten Kapitels habe ich gemerkt, dass es sogar schon mein dritter Durchlauf mit diesem Krimi ist – ich habe mich nämlich daran erinnert, wie frustriert ich beim zweiten Mal war, dass ich mir bei einigen Figuren immer noch nicht merken konnte, wer da wer ist. :lache Und auch diesmal geht es mir wieder so! Vor allem die schnittigen jüngeren Herren verwechsle ich immer und muss zurückblättern und nachsehen, wer nochmal wer war. Zum Glück (ähem!) ist ja einer von ihnen das erste Opfer, sodass es nun gleich etwas übersichtlicher wird mit den Figuren.


    Ich finde es faszinierend, dass es dem geheimnisvollen Gastgeber gelingt, so viele Leute ohne kritische Nachfragen auf seine Insel zu locken, das erscheint mir eigentlich nicht realistisch. Bei den Arbeitsverhältnissen mag es noch angehen, aber die entfernten Bekannten… Also, ich würde mich nicht einfach von irgendwelchen ewig nicht mehr gesehenen Leuten auf eine obskure Insel einladen lassen… :nono

  • Ich bin nun durch mit dem ersten Teil, d.h. Kapitel 1 bis 4.


    Da es meine erste Leserunde ist, halte ich mich ein bisschen zurück mit dem Schreiben, da ich nicht zuviel verraten oder vorwegnehmen möchte.


    Ich habe das Buch erstmals 2010 gelesen, war laut meiner damaligen Leseliste Nr. 2. Und dann noch mal im Jahr 2013 als Hörbuch.

    Ich glaube, ich werde mal nach der alten Verfilmung schauen und diese dann nach der Leserunde oder vielleicht schon parallel schauen ...


    Agatha Christie: Zehn kleine Negerlein - Das letzte Wochenende (Filmjuwelen)


    Die ist von 1945 und gilt als bislang beste Adaption.


    So richtig erinnere ich mich nicht mehr an die Frage "Wer war es?" und wie das Ganze dann voranschreitet. Beim Lesen aber sind mir unheimlich viele Dinge aufgefallen, die ich bisher nicht wahrgenommen habe,

  • Bei der Lektüre des ersten Kapitels habe ich gemerkt, dass es sogar schon mein dritter Durchlauf mit diesem Krimi ist – ich habe mich nämlich daran erinnert, wie frustriert ich beim zweiten Mal war, dass ich mir bei einigen Figuren immer noch nicht merken konnte, wer da wer ist. :lache Und auch diesmal geht es mir wieder so! Vor allem die schnittigen jüngeren Herren verwechsle ich immer und muss zurückblättern und nachsehen, wer nochmal wer war. Zum Glück (ähem!) ist ja einer von ihnen das erste Opfer, sodass es nun gleich etwas übersichtlicher wird mit den Figuren.


    Ich finde es faszinierend, dass es dem geheimnisvollen Gastgeber gelingt, so viele Leute ohne kritische Nachfragen auf seine Insel zu locken, das erscheint mir eigentlich nicht realistisch. Bei den Arbeitsverhältnissen mag es noch angehen, aber die entfernten Bekannten… Also, ich würde mich nicht einfach von irgendwelchen ewig nicht mehr gesehenen Leuten auf eine obskure Insel einladen lassen… :nono


    ... genau und dann waren es nur noch neun ...


    Ich habe auch schon mal eine Personenliste angelegt und versucht mal nach dem Alter zu ordnen, also rein nach meinem Gefühl.

    Der erste, der wegfällt, ist meiner Meinung nach, auch der Jüngste, oder?? :gruebel


    Das stimmt! Ich habe auch gedacht, dass die auf diese Insel gefahren sind, wie die Lämmer zur Schlachtbank. :gruebel

  • So, ich bin jetzt auch mit dem ersten Abschnitt durch und mittlerweile hat sich meine erste Verwirrung ob der vielen Personen schon wieder ein wenig gelegt. Ich habe mir gleich zu Angfang eine Namensliste mit Stichworten zu den einzelnen Personen angelegt, inzwischen kenne ich sie schon ganz gut und kann sie auch auseinanderhalten.


    Die ganze Situation da ist im Moment ja ziemlich undurchsichtig, weder weiß man, wem dieses Haus wirklich gehört, noch wer die geheimnisvollen Gastgeber sind, die es obendrein gar nicht wirklich zu geben scheint. Die Namen (Una Nancy Owen und Ulick Norman Owen) kamen mir schon recht konstruiert und merkwürdig vor, aber dass sie das Wort "unknown" ergeben, da wäre ich nie drauf gekommen, obwohl ich's direkt vor der Nase hatte.


    Also kann man wohl davon ausgehen, dass es Mr und Mrs Owen gar nicht gibt, sondern dass jemand sich die Namen nur ausgedacht und vorgeschoben hat. Irgendwo heißt es mal, ein gewisser Mr. Morris hätte sich um alles gekümmert und fungiert als Vermittler zwischen den "Owens" und dem Rest der Welt, ich glaube, das war bei der Bootsüberfahrt mit Mr. Narracot, diesem Fischer aus dem Dorf. Wäre interessant zu wissen, wer dieser Mr. Morris ist und wo er sich aufhält. Und mit wem er verhandelt hat.


    Wenn ich das jetzt aus dem bisher Gelesenen und dem Klappentext richtig zusammenbringe, dann sitzen die jetzt alle auf dem Inselchen fest und werden wie in dem "Zehn kleine Negerlein"-Kinderlied einer nach dem anderen umgebracht. Da (bis jetzt) außer den zehn Personen niemand sonst auf der Insel ist, wird der Mörder also unter diesen zehn sein. Ich würde vermuten, dass der erste Mord an Anthony Marston durch Gift (??) in seinem Drink passierte, also etwa so, wie es in dem Gedicht an erster Stelle beschrieben ist "er verschluckte sich"). Bin gespannt, ob auch die folgenden Morde sich nach dem Reim richten.


    Was ich auch überlegt habe .... so eine Einladung bedarf ja einer ziemlich umfangreichen Organisation, das macht Arbeit, man muss alles koordinieren, Briefe und Einladungen schreiben, Leute anwerben, Bedienstete einstellen, Vorräte besorgen etc., also müsste unser Mörder ein guter Organisator mit ausreichend Zeit und Geld sein. Wenn ihm Haus und Insel nicht selbst gehören, muss er auch erst mal Gelegenheit haben, das Anwesen zu mieten, und das dann auch bezahlen können.


    Zudem stellt sich auch die Frage nach dem "Warum". Warum werden genau diese Personen eingeladen? Woher weiß der Mörder über all diese Dinge Bescheid, über das Privatleben der Leute und über die Vorfälle, die er ihnen anlastet? Einige der Personen hatten wohl wegen ihrer Taten eine Verhandlung oder wurden von der Polizei vernommen, so etwas kann man ja möglicherweise über die Presse erfahren oder durch ein Studium von Polizeiakten. Aber bei einigen taucht die Tat nirgends auf, so wie zB bei dem Arzt, der betrunken operiert hat. Da ist die Rede davon, dass das nur die OP-Schwester weiß und dass die geschwiegen hätte - woher kann der Mörder denn solche Infos haben? Und warum sollte er jetzt alle umbringen wollen? Rache? Bestrafung?


    Verdächtige gibt es ja jetzt genug, einige Personen verhalten sich auch ziemlich undurchsichtig: Miss Brent will zu den ihr vorgeworfenen Taten nichts sagen und schaltet auf stur. Philip Lombard lügt, als er nach dem Grund seiner Anwesenheit gefragt wird - er behauptet, er hätte eine Einladung bekommen und dass er alte Freunde treffen sollte, zu Anfang ist aber die Rede davon, dass er von Mr. Morris angeworben wurde, um auf der Insel einen ("schwierigen") Job zu erledigen, was immer das auch sein soll. Mr. Blore/Mr. Davis finde ich auch etwas merkwürdig.


    Auch den alten Richter finde ich ein bisschen dubios; der macht gleich einen auf Chef und reißt die Ermittlungen und die Befragungen an sich. Vielleicht macht er das ganz automatisch, weil er als Richter damit Erfahrung hat. Aber er entgeht so auch selbst unangenehmen Fragen, denn der Ermittler selbst ist von den Ermittlungen ja irgendwie immer ausgenommen, genießt eine Art Immunität. Das wäre dann sehr schlau von ihm. Die meisten scheinen ihn ja als eine Art Anführer zu akzeptieren.


    Wirklich seltsam fand ich auch, dass der Butler Mr Rogers angeblich sein Einstellungsschreiben weggeworfen haben soll - hebt man sowas nicht eher gut auf? Das ist für ihn doch eine Art Arbeitsvertrag. Auch General MacArthur hat seine Einladung vernichtet. Keiner der beiden kann beweisen, dass er überhaupt eine Einladung/einen Vetrag hatte. Vielleicht sollte man die beiden auch mal im Auge behalten.


    Am wenigsten verdächtig sind für mich bis jetzt eigentlich die beiden Frauen. Einen Mord würde ich ihnen wohl zutrauen, aber nicht die aufwändige Organisation dieses Events. Beide scheinen ja nicht sehr wohlhabend und/oder einflussreich zu sein. Bei meinem nicht vorhandenen Ermittlertalent waren es dann vermutlich beide zusammen :lache


    Wer ist für euch denn bis jetzt die undurchsichtigste/verdächtigste/geheimnisvollste/mrekwürdigste Person unter den zehn? Schon Tendenzen? :)

  • Ich haber jetzt auch den ersten Abschnitt gelesen. Und wie immer finde ich die Sprache und den Stil von Agatha Christi total toll. Es ist immer so ein wenig altmodisch und ich finde bei ihren Krimis kann man immer ganz besonders gut mitraten und rumrätseln.


    Wer ist für euch denn bis jetzt die undurchsichtigste/verdächtigste/geheimnisvollste/mrekwürdigste Person unter den zehn? Schon Tendenzen?

    Also so ganz spontan ist für mich dieser Mr. Blore/Mr. Davis am verdächtigsten. Weil er sich schon mal erst mit dem falschen Namen und einer falschen Geschichte vorstellt. Warum gibt er bitte an aus Südafrika zu sein, wenn er noch nie in dem Land war? Warum sagt er nicht seinen echten Namen und Beruf??

    Aber wahrscheinlich ist das eine komplett falsche Fährte. :lache Ich war noch nie gut darin, den echten Mörder zu ermitteln.


    Der Mörder muss ja in engen Kontakt zu allen anwesenden Personen gestanden haben. Sonst könnte er ja nicht so viel über die einzelnen Anwesenden wissen. Und woher er wohl die ganzen Erkenntnisse über die einzelnen Todesfälle/ Morde hat??

    Also ich bin auf jeden Fall gespannt, wie es weiter geht und wer wohl das nächste Opfer sein wird.;)

  • ok ... das sind meine Überlegungen ....


    * Insgesamt haben wir 10 Personen auf der Insel:


    1) Richter Walgrave -> Brief und Einladung durch Constance Culmington -> privat

    Hier wird aber auch schon ein Mr Owen erwähnt; als Walgrave über die wechselnden Besitzerverhältnisse der Insel nachdenkt.

    2) Vera Claythorne -> Arbeitsvermittlung -> Arbeit

    3) Philip Lombard -> Auftrag durch Vermittlung von Mr Morris -> Arbeit

    4) Miss Emily Brent -> Brief und Einladung von Mrs. Owen -> privat

    5) General Macarthur -> Einladung von Mr Owen -> privat

    6) Dr Armstrong -> Einladung von den Owens -> Arbeit (Leiden der Frau)

    7) Anthony „Tony“ Marston -> Einladung durch Biber -> privat

    8 ) Mr Blore (Mr Davis) -> angeblich von den Owens zu Beobachtung der anderen Gäste -> Arbeit

    9) Mr Rogers (Butler) -> Arbeit -> Arbeit

    10) Mrs Rogers -> Arbeit -> Arbeit


    * scheinbar kennen sich die Personen untereinander nicht; Ausnahmen:

    a) Richter Walgrave und Dr Armstrong -> vom Gericht

    b) Mr und Mrs Rogers -> verheiratet


    * Beobachtungen:

    a) Dr Armstrong bezichtigt Walgrave zu lügen, wenn dieser sagt, er kannte denjenigen, den er verurteilt hat, vorher nicht

    -> dann ist es aber Dr Armstrong, der als einziger der ‚Angeklagten’ lügt und sagt, dass er den Vorwurf nicht verstehe und er keine Person mit diesem Namen (seines Opfers) kennen

    -> die anderen ‚Angeklagten’ können sich zumindest sofort an die Vorwürfe und die Zusammenhänge erinnern und versuchen sich zu rechtfertigen

    b) bei den Rechtfertigungen auffällig:

    1) Philip Lombard -> keine Rechtfertigung, sondern gibt es zu -> Selbsterhaltungstrieb

    2) Tony Marston -> keiner Schuld bewusst, daher keine Rechfertigung -> Unfall

    3) Emily Brent -> Aussageverweigerung

    c) die Aufschlüsselung, dass hinter Mr Owen und Mrs Owen eine einzige Person steckt und zudem hinter dem Kürzel U.N.O. UNKNOWN steht, kommt relativ schnell vom Richter

    d) die Führung durch den Richter und seine gewissen Schlüsse werden von den anderen nicht groß in Frage gestellt, sie folgen weiter wie die Lämmer

    e) PERSON: RICHTER:

    - er wirkt in seiner Aussage zu den Vorwürfen sehr klar und überzeugend, er steht dahinter und hat reines Gewissen: scheint es nur so???

    - er führt an und die anderen folgen; ist er somit der Henker, der die anderen zur Schlachtbank führt???

    - als Richter könnte er in seiner Funktion als ausführende Instanz der Gerechtigkeit von UNKNOWN als solche auch eingesetzt worden sein; der Richter soll unbewusst als verlängerter Arm der Gerechtigkeit vor Ort fungieren

    - ist der Richter gar UNKNOWN???? Richter gerade in Pension und er weiß um alle diese Fälle, die seiner Meinung nach nicht der gerechten Strafe zugeführt worden sind, vielleicht auch wirklich rein vor dem Gesetz nicht als Verbrechen geltend gemacht werden konnten, und somit will er nun, selbst Justitia spielen????

    Er zieht das Ganze nach dem Schwanengesang auch wirklich wie eine Untersuchung auf, einschließlich Aussagen.

    ==> kann einer der zehn Personen, die bereits auf der Insel sind, wirklich der Täter sein?????

    f) sehr schön die Bezeichnung Schwanengesang:

    -> ist bzw. könnte zweideutig:

    1) Abgesang auf etwas, was im Niedergang befindlich ist -> d.h. ein Abgesang auf

    die zehn kleinen Negerlein, also die ‚Angeklagten’

    2) Bezeichnung für das letzte Werk eines Musikers und Dichters -> können wir auch Künstler zusammenfassen

    -> d.h. UNKNOWN könnte sich als Künstler verstehen

    Hinweis darauf auch, dass er das ganze als Art Jüngstes Gericht inszeniert

    Überhaupt den Charakter einer Inszenierung

    -> könnte das auch heißen, dass UNKNOWN schwer krank ist und somit ohnehin nichts zu befürchten hat und daher das Ganze nun veranstaltet???

    g) die verschiedenen Verweise auf Gott, göttliche Gerechtigkeit, Jüngstes Gericht würden auf Miss Brent hindeuten -> sie liest in der Bibel

    h) Tendenzen zu weiteren Opfern:

    als Philip Lombard mit Vera Claythorne wartet, hat sie eine Wespe auf dem Arm -> deutet auf die 5. Strophe im Reim -> wird Vera durch Bienenstich sterben????

    i) 1. Opfer: Tony Marston:

    Welch Ironie von Christie. Genau er ist das erste Opfer …

    1) er, der auf der Überholspur ist, er setzt seine triumphale Fahrt fort

    2) der, der bei seiner Ankunft für unsterblich gehalten wird

    j) Person Mr MORRIS:

    tritt zweimal als Vermittler auf. Philip Lombard und Fred Narracott

    k) Eindrücke von anderen im Buch:

    Fred Narracott findet Philip Lombard komisch.

    Fred Narracott findet ganze Gruppe komisch und seltsam.

    Für Vera Claythorne hat Philip Lombard grausame Züge.

    Lombard denkt im Taxi, dass Macarthur als alter Kämpfer nun nur noch über Krieg redet, dieser erwähnt ihn aber nicht mit einem Wort. Hinweis??? Wirklich General??? Wirklich der Macarthur????

    l) verdächtig:

    Philip Lombard und seine Lüge bzgl. der Einladung -> unverständlich, da er zu Verbrechen ja eigentlich steht

    Mr Blore und seine falsche Identität: Warum???

  • S


    Am wenigsten verdächtig sind für mich bis jetzt eigentlich die beiden Frauen. Einen Mord würde ich ihnen wohl zutrauen, aber nicht die aufwändige Organisation dieses Events. Beide scheinen ja nicht sehr wohlhabend und/oder einflussreich zu sein. Bei meinem nicht vorhandenen Ermittlertalent waren es dann vermutlich beide zusammen :lache

    Bei den beiden Damen denke ich auch irgendwie, dass sie eher Opfer sind.


    Auf jeden Fall denke ich, dass es ein sehr gut organisierter Täter sein muss.

    Jahrelanges Sammeln der Fakten bzw. Informationen und vor allem geduldiges Ausharren, bis sich eine ideale Gelegenheit bietet.

    Die Geduld steht dann im Widerspruch zu General Macarthur, der in seiner 'Vorstellung' als absolut ungeduldig rüberkommt.


    Es ist zumindest kein Verbrechen aus Leidenschaft oder im Effekt :lache

  • Es ist zumindest kein Verbrechen aus Leidenschaft oder im Effekt :lache

    Nicht wirklich :lache

    Scheint alles von sehr langer Hand geplant zu sein ... und gerade da tun sich mir haufenweise Fragen auf.


    Was mir echt ein Rätsel ist: Wie kommt der Täter an seine Opfer? Nach welchen Kriterien hat er ausgerechnet diese Personen ausgewählt? Was sie verbindet, ist, dass sie (zumindest in den Augen unseres Täters) alle selbst Täter/Mörder sind. Aber woher kann er von all diesen Fällen wissen? Ihre Taten sind alle so unterschiedlich, da sind vermeintliche Unfälle dabei, Militäraktionen, Fehlverurteilungen, Tod nach Krankheit, ärztliche Kunstfehler, und einige davon wurden gar nicht weiterverfolgt und es wurde nicht ermittelt.

    Die einzige Verbindung zwischen ihnen, die bis jetzt zu erkennen ist, ist die, dass keiner für seine Taten zur Rechenschaft gezogen oder bestraft wurde. Möglicherweise hat diese Aufgabe jetzt der Täter übernommen, schwingt sich als Richter über diese Menschen auf und übt im Nachhinein noch Vergeltung.


    Was ich auch bemerkenswert finde: der Täter weiß bei jeder Person ganz genau, wie er sie am besten "anlocken" und dazu bringen kann, auf die Insel zu kommen. Er kennt so viele Details ... wie die alten Kameraden von General MacArthur heißen, wann und wo Miss Brent vor Jahren mal Urlaub gemacht hat, lauter solche Dinge. Woher kommen all diese Informationen, wie kann er das alles erfahren haben? Zu der damaligen Zeit konnte man ja nicht eben mal schnell eine Person googeln oder Details im Internet nachlesen. Er muss ja irgendwie an der Quelle sitzen oder zumindest Personen kennen, die in der Lager sind, für ihn diese Infos zu sammeln. Hat damit möglichweise doch dieser Mr. Blore als Detektiv zu tun? Oder kennt der Täter doch alle Personen persönlich, ohne dass sie selbst ihn erkennen?


    Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass der Täter plötzlich auf die Idee kam, zehn Menschen mit ungeklärten Todesfällen im Gepäck zu suchen und diese dann umzubringen. Ich denke, dass die Personen ihm schon lange vorher aus irgendwelchen Gründen ins Auge gefallen sein müssen, vielleicht hat er in der Zeitung von den Fällen gelesen und sich darüber aufgeregt, oder möglicherweise hat er tatsächlich eine persönliche Verbindung zu ihnen.


    Das Hauspersonal finde ich auch sehr undurchsichtig, vielleicht kämen auch diese beiden als Täter in Frage. Durch ihren verstorbenen Arbeitgeber sind sie wohl an eine Menge Geld gekommen, was die Organisation und Durchführung der Insel-Aktion ermöglichen könnte, und sie sind zu zweit, was die Planung und die anfallenden Arbeiten ebenfalls erleichtern würde. Und sie können sich frei im Haus bewegen, haben Zugang zu den Zimmern, zur Küche, zu den Lebensmitteln und Getränken, zu allen Einrichtungen. Allerdings sehe ich bei den beiden irgendwie kein Motiv :gruebel


    Rouge

    Ja, den Typ finde ich auch irgendwie seltsam. Mir war lange Zeit gar nicht klar, dass es sich bei Mr. Blore und Mr. Davis um die selbe Person handelt. Dieser Mr. Davis taucht da plötzlich am Hafen auf, da dachte ich noch, dass er einfach ein weiterer Gast sei, der dort auf die Überfahrt zur Insel wartet. Zwar hat er da auch was über Südafrika erzählt, genau wie zuvor Blore, aber ich hab zu dem Zeitpunkt trotzdem nicht kapiert, dass es nur eine Person ist. Diesen Mr. Blore habe ich zuerst für jemand ganz anders gehalten, irgendwie eine Art Spion, der heimlich die Gruppe überwachen soll. Er hatte ja diese Namensliste dabei, die er fleißig abgehakt hatte. Und beim Abendessen tauchte er nicht auf, deswegen dachte ich, er sei auf dem Festland geblieben. Ich merke schon, ich qualifiziere mich nicht gerade als neue Miss Marple :lache:lache

  • Sindolino und Bücherdrache Ich finde eure ausführlichen Überlegungen sehr spannend! :wave Da ich mich ja dunkel an die Auflösung erinnere, achte ich jetzt natürlich auf im Text angelegte Hinweise und da wart ihr für mich gerade echt hilfreich. :grin


    Nur Sindolino An Veras Arm (Seite 31 in unserer Ausgabe) ist keine Wespe. Meines Erachtens tut Lombard nur so, als ob da eine wäre, um Vera von einer für ihn gefährlichen Frage abzulenken. Zur Biene sage ich jetzt mal noch nichts... :biene Erinnerst du dich noch an die Auflösung? :chen

  • Sindolino und Bücherdrache Ich finde eure ausführlichen Überlegungen sehr spannend!

    Ich muss gestehen, dass ich derart ausführlich nur überlege, weil ich das Buch in einer LR lese und da halt besonders auf Details und Hinweise achte. Dieses gemeinschaftliche Herumrätseln macht ja auch total Spaß. Würde ich das Buch aber nur so allein vor mich hin schmökern, würde mir vieles davon gar nicht auffallen und über die meisten versteckten Hinweise würde ich einfach hinweg lesen.

    Wobei .... so wie ich mich kenne, sehe ich diese versteckten Hnweise auch beim aufmerksamen Lesen nicht :lache