Leichenblässe - Simon Beckett

  • Endlich die lang ersehnte Fortsetzung um David Hunter. Ich habe mir ein Loch im Bauch gefreut als ich das Buch in Händen hielt. (im übertragenen Sinne, nicht im wortwörtlichen)


    Die Messlatte lag hoch. Konnte Beckett an den Erfolg von "Chemie des Todes" und "Kalte Asche" anknüpfen? Meine Meinung: Ja, er konnte.
    Ich mag Hunter, auch seine Selbstzweifel fand ich nicht störend, sondern passend. Nach seinen schrecklichen Erlebnissen, hätte es mich weitaus mehr gestört einen selbstbewussten und abgeklärten Hunter zu erleben. Seine Unsicherheit kann ich nachvollziehen.


    Die Handlung ist wie immer spannend. Die Details wie gewohnt, hart an der Ekelgrenze. Das Kopfkino sollte man zeitweise einfach abstellen. Besser ist das.
    Übrigens gefiel mir wieder das Cover, wie bei den anderen Beiden auch. Schlicht, aber gut. :-]


    Fazit:
    Nicht ganz so stark wie "Chemie des Todes", aber verstecken muss sich "Leichenblässe" nicht.


    Von mir gibt es 9 Punkte.


    Edit: RS

    Bücher sind fliegende Teppiche ins Reich der Phantasie. (James Daniel)

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von hestia2312 ()

  • Mit Leichenblässe legt Simon Beckett den dritten Thriller um den forensischen Anthropologen David Hunter vor. Und wie schon seine Vorgänger besticht der Thriller durch furiose Wendungen, Spannung und Unterhaltung vom Feinsten!


    Nach dem Attentat, das Hunter am Ende von Band Zwei, “Kalte Asche”, fast das Leben gekostet hätte, zweifelt der Arzt und Wissenschaftler an seinen Fähigkeiten. Darum kommt die Bitte eines alten Freundes zur passenden Zeit, eine Weile in Tennessee zu gastieren und die dortige Body Farm zu besuchen. Dort werden Leichen unter verschiedensten Umständen in der freien Natur liegen gelassen, um die Verwesungsprozesse studieren zu können.


    Kurzerhand macht sich David in die USA auf. Kaum dort angekommen, werden die Wissenschaftler von den Behörden des Staates Tennessee um Hilfe gebeten: In einer Ferienhütte ist eine Leiche gefunden worden, deren Todesumstände näher zu klären sind…


    Mir hat es wieder sehr gut gefallen, Beckett schreibt so flüssig und versteht es, seinen Leser so zu fesseln, daß man das Buch kaum aus der Hand legen mag. Und so sehr ich realistische Darstellungen im Fernsehen verabscheue, in Büchern habe ich die nötige Distanz, mich darauf einzulassen.


    Spannend bis zur letzten Seite überrascht das Buch durch Wendungen, die ich so nicht erwartet hätte. In einigen Rezensionen las ich, daß es vorhersehbar war, einige sprachen davon, daß es kaum spannend war, weil so früh klar war, hinter welcher Figur sich der Mörder versteckt - dies kann ich nicht bestätigen. Vielleicht bin ich zu leichtgläubig, aber ich habe erst ganz am Ende verstanden, wer hier wen hinter das Licht geführt hat. Und habe mich brilliant unterhalten gefühlt.


    Mein Prädikat: Ich freue mich schon auf den vierten Teil!

    :lesend Anthony Ryan - Das Heer des weißen Drachen; Navid Kermani - Ungläubiges Staunen
    :zuhoer Tad Williams - Der Abschiedsstein

  • Auch mir hat "Leichenblässe" wieder sehr gut gefallen. Nachdem ich "Chemie des Todes" und "Kalte Asche" gelesen hatte, war "Leichenblässe" ein muss.


    Und Simon Beckett hat es wirklich wieder geschafft, die Spannung bis zum Schluss aufrecht zu erhalten.


    Auch ich freue mich, wenn ein weiterer Band der Reihe erscheint. Für mich ein "Must read".

  • Mir hat Leichenblässe genauso gut gefallen wie die Vorgänger. Ich habe wie Caia erst am Ende gewusst, wer es war. Freue mich schon auf den neuen Roman. :-]

  • Dank Katja bekam ich "Leichenblässe" als Wb zum Lesen und wurde nicht enttäuscht.


    An vielen Stellen war der Ekelfaktor ziemlich groß und man erfährt als Leser/innen Dinge, die man eigentlich nicht so genau wissen möchte. Da ich ein paar nette Lesestunden hatte, bekommt das Buch 8/10 Punkte.

    Willst du den Charakter eines Menschen erkennen, so gib ihm Macht. (Abraham Lincoln, 12.02.1809 - 15.04.1865)

  • Zitat

    Original von j_book_j
    Man sollte schon die Vorgänger gelesen haben, oder?


    lg j_book_j


    Ich würde dringend empfehlen, die Vorgänger zu lesen. Nicht wegen der Handlung, die kann man auch verfolgen, wenn man die beiden anderen Bücher nicht kennt. Aber um die Person David besser zu verstehen, wäre es besser die Bücher zu kennen.

  • Zitat

    Original von hestia2312


    Ich würde dringend empfehlen, die Vorgänger zu lesen. Nicht wegen der Handlung, die kann man auch verfolgen, wenn man die beiden anderen Bücher nicht kennt. Aber um die Person David besser zu verstehen, wäre es besser die Bücher zu kennen.


    :write


    Außerdem hätte ich Angst, dass ich dann zuviel weiß, wenn erst DANACH die anderen Teile lesen würde (man erfährt keine Details, aber man wüsste dann schon, wie es in "Kalte Asche" endet, wann man "Leichenblässe" vorher liest).

    With love in your eyes and a flame in your heart
    you're gonna find yourself some resolution.

  • Ich habe es jetzt auch innerhalb von anderthalb Tagen verschlungen und bin wirklich zufrieden :-]
    Im Gegensatz zur Chemie des Todes, wo ich den Täter schon recht früh ausgemacht hatte, bin ich hier bis zum letzten Moment völlig im Dunkeln getappt.


    :lache


    Die Auflösung ist wirklich filmreif, überraschend und überzeugend. Mich gruselt immer noch, wenn ich daran denke *stellt sich die Szene verfilmt vor und schüttelt sich vor Ekel*


    Leichenblässe ist ein gut gemachter, solider und fesselnder Roman, der zudem eine glaubwürdige Tätermotivation präsentiert; etwas, das ich in vielen anderen Werken dieses Genres immer schmerzlich vermisse ...
    Bis auf ein paar Längen im Mittelteil, wo es mir etwas an Tempo gefehlt hat, habe ich nichts zu meckern und freue mich sehr auf den nächsten David Hunter :-]

  • Dank Katja durfte ich "Leichenblässe" als WB lesen, dafür nochmal Dankeschön :anbet


    Genau wie die anderen beiden Bücher der David-Hunter-Reihe hat mich "Leichenblässe" begeistert. Sicher lag es zum Teil daran, dass mir David Hunter mittlerweile ans Herz gewachsen ist. Zum anderen war es aber die spannende Geschichte an sich, die mir gefallen hat und dazu führte, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte.


    Gefallen hat mir, dass die Geschichte diesmal nicht dem gleichen Muster folgte wie die beiden anderen Werke vorher. Keine "einsame", geschlossene Gesellschaft und der Mörder
    [sp]war auch nicht unbedingt jemand, der David im Buch nahe stand[/sp].
    Außerdem hat mir sehr gut gefallen, wie die Gefühle von David Hunter beschrieben wurden - sein Gefühl, fehl am Platz und unerwünscht zu sein, seine Selbstzweifel und auch seine Angst, verfolgt zu werden. Für mich machte ihn das sehr sympathisch :-)


    Ich hätte mir jedoch gewünscht, etwas mehr über Jenny zu erfahren und auch über Grace Strachan.
    [sp]Am Ende des Buches, als es an der Tür klingelt, dachte ich im ersten Moment "Oh nein, nicht schon wieder" und hab gefürchtet, sie ist es erneut, aber das war dann doch nicht so [/sp]


    Was den Mörder angeht, hatte ich eigentlich recht früh eine Ahnung. Aber ich bin mir jetzt nicht mal sicher, ob es echte Ahnung war oder ob es eins von diesen "Der/die/das könnte es auch sein"-Theorien war.


    Die von vielen als "heftig" beschriebenen Szenen fand ich eigentlich sehr gut und habe mir gewünscht, ich hätte paar Bilder oder Gerüche zur Verfügung, um es besser erleben zu können :lache
    Wie diese forensischen Einzelheiten beschrieben wurden, fand ich klasse. Nicht zu viel Details, nicht zu wenig.


    Insgesamt hat mich das Buch sehr gefesselt und ich freue mich schon auf den 4. Teil. Und hoffe, dass David da wieder etwas Liebe bekommt :lache


    Von mir 9 Punkte.

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  • So hab Whispers of the Dead nun auch durch.....mh und leider bin ich diesmal nicht ganz so euphorisch. Zwar war der Killer überraschend, aber mir fehlte diesmal doch etwas die Spannung. Es hat mich diesmal einfach nicht so gepackt.


    Zum einen fand ich schon, dass die Story immer denselben Fanden verfolgt, zumindest wenn es um David Hunter geht. Immer will er sich raushalten und wird irgendwie in den Fall reingedrängt. Gut ist vielleicht eine Charaktereigenschaft, dass er so unsicher ist, was seine Tätigkeit angeht....aber diesmal fand ich es halt dahingehend komisch, als dass er nicht so recht wollte, der Polizist das auch nicht wollte und er am Ende trotzdem den Fall 'löst'.


    Ich hatte den Täter glaub ich nur mal am Rande in Betracht gezogen....mein Favorit war allerdings


    Liegt aber wahrscheinlich auch daran, dass dies der dritte Teil war und man automatisch alle als Verdächtige in Betracht zieht. Nur nicht den, der als Täter verdächtigt wird.


    Und da ist dann auch der Hund begraben.....wie immer bei Serien....man weiß einfach, dass es jemand unerwartet ist und niemand der verdächtigt wird.


    Wie gesagt, ich fand es diesmal nicht gar so spannend und auch wenig detailreich, aber ich denke Teil 4 werde ich auch lesen...wenn er denn kommt.

  • Zitat

    Original von Gummibärchen
    Die von vielen als "heftig" beschriebenen Szenen fand ich eigentlich sehr gut und habe mir gewünscht, ich hätte paar Bilder oder Gerüche zur Verfügung, um es besser erleben zu können :lache
    Wie diese forensischen Einzelheiten beschrieben wurden, fand ich klasse. Nicht zu viel Details, nicht zu wenig.


    .


    Naja, wenigstens bei den Bildern kann ich behilflich sein *g*


    http://www.youtube.com/watch?v=GSDCiOW81mk&hl=de



    Ein NG Video von der Bodyfarm:


    http://video.nationalgeographi…n-body/body-farm-sci.html

  • Zitat

    Original von Cathrine
    Zum einen fand ich schon, dass die Story immer denselben Fanden verfolgt, zumindest wenn es um David Hunter geht. Immer will er sich raushalten und wird irgendwie in den Fall reingedrängt. Gut ist vielleicht eine Charaktereigenschaft, dass er so unsicher ist, was seine Tätigkeit angeht....aber diesmal fand ich es halt dahingehend komisch, als dass er nicht so recht wollte, der Polizist das auch nicht wollte und er am Ende trotzdem den Fall 'löst'.


    Zum Einen: Er hat ihn ja gar nicht selbst "gelöst", er war auch lange Zeit auf der falschen Spur, auch zum Schluss eigentlich.


    Und zum Anderen find ich schon, dass dieses "Raushalten, aber doch arbeiten wollen" sehr gut erklärt wurde.


    Wenn das jetzt jemand verstanden hat :lache


    Bouquineur : Oh, danke, dass ich nicht selbst drauf gekommen bin :lache Leider spinnt meine Verbindung gerade, aber ich guck mir später mehr davon an :wave

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  • Ich hab mich gefragt, ob es nicht sowas wie ein internationales Abkommen gibt und man ihn offiziell mit in die Entwicklungen hätte aufnehmen können. Es gibt doch sowas wie einen Beamtenaustausch, da werden auch schon mal Beamte aus anderen Ländern bei Einsätzen mit einbezogen.

  • Frau Bouquineur, so was gibt es sicher, aber ich schätze, daß damit eine Menge Papierkram einhergeht - und damit auch eine Menge Zeit ins Land geht, bis die entsprechenden Genehmigungen erteilt sind. Ich glaube, auch in den USA mahlen die Mühlen der Bürokratie entsprechend langsam - jedenfalls nicht schnell genug für diesen Fall, schätze ich.

    :lesend Anthony Ryan - Das Heer des weißen Drachen; Navid Kermani - Ungläubiges Staunen
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  • Zitat

    Original von Caia
    Frau Bouquineur, so was gibt es sicher, aber ich schätze, daß damit eine Menge Papierkram einhergeht - und damit auch eine Menge Zeit ins Land geht, bis die entsprechenden Genehmigungen erteilt sind.


    Hätte ich jetzt auch gedacht :gruebel

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  • Ich hab heute - während ich auf den Beginn der Oscar-Verleihung gewartet habe - das Buch in einem Rutsch durchgelesen. Eigentlich kann ich gar nicht viel schreiben, weil man mit jedem Satz Spannung spoilert und das muss ja nicht sein.


    Der Fall war spannend, wie bei Simon Beckett üblich war es etwas sehr ekelig :zwinker, die Geschichte hatte durch die Psycho-Probleme von David Hunter etwas Längen. Aber durch Hunters Einstellung, dass er keinen Psychiater braucht, hat er wieder Pluspunkte gewonnen...genau meine Meinung. Man muss nicht alles totquatschen.


    9 von 10 Punkte... ich hab übrigens die englische Ausgabe gelesen.


    Zitat

    Original von Andrea Koßmann
    Bis es aber vielleicht soweit ist, können Beckett-Fans und die, die es noch werden möchten, sich darauf freuen, dass es in diesem Jahr noch zwei weitere Bücher des Autors geben wird. Nämlich „Obsession“ und „Flammenbrut“.


    Interessant, dass der deutsche Verlag jetzt die ollen Kamellen aus den 90ern nacheinander auf den Markt "schmeisst". Na, die Hauptsache es geht mit David Hunter weiter... aber er hat ja noch einen Fall offen, daher denke ich, er wird uns noch eine Weile erfreuen :zwinker

  • Hallo :)


    Nachdem ich von "Kalte Asche" doch etwas enttäuscht war, hat mich Leichenblässe diesmal wieder begeistert.
    Das buch ist klasse und ich habe es wirklich verschlungen. Allerdings habe ich auf der krimi-couch einiuge Verisse gelesen, die ich so gar nicht nachvollziehen kann.
    Eine ausfühlriche Rezension habe ich auf dem buchbote Blog verfasst, die ihr hier lesen könnt: Link entfernt


    Edit: Link entfernt, siehe mein Beitrag. LG Wolke