Leichenblässe - Simon Beckett

  • Zitat

    Original von Kirsten
    Nachdem das Taschenbuch nun endlich erschienen ist, habe ich mich nun auch von "Leichenblässe" fesseln lassen. Für mich war die handlung spannend und auch nicht vorhersehbar.
    Etwas schade finde ich, dass das erste Kapitel nicht ähnlich aufgebaut ist, wie bei den beiden Vorgängern. Das war irgendwie etwas Besonderes.
    Den vierten "Hunter" werde ich auf jedenfall auch lesen.
    Von mir gibt es 9 Punkte.


    Hallo Kirsten,


    es ist bei "Leichenblässe" doch aber auch so. Es fängt an mit "Die Haut." Und dann wird sie mit ihren Funktionen und im Verwesungsprozess beschrieben. Beim ersten Teil waren es die Maden, beim zweiten Verbrennung, und hier wird halt beschrieben, wie die Haut nach dem Tod reagiert.

  • Mich konnte "Leichenblässe" nicht überzeugen, auch wenn der Schreibstil für einen Thriller sehr angenehm ist, da gibt es wesentlich Schlimmeres in diesem Genre. Aber es kam ganz einfach kaum Spannung auf und zum Ende hin überschlagen sich die Ereignisse auf recht konstruierte Weise, und das zudem nicht gerade glaubwürdig. Ich will da jetzt nicht näher drauf eingehen, aber an der Auflösung stören mich schon einige Aspekte, die ich auch in den LR-Abschnitten erwähnt habe.
    Schlecht ist das Buch aber auch nicht, gerade so Durchschnittskost, würde ich sagen. Keine Serie, die ich weiterverfolgen muß. 6 Punkte

  • So nach diesem Band ist dann Beckett eindeutig für mich gestorben.
    Der Mann hat einen wahnsinnig guten Schreib- und Erzählstil, aber seine Geschichten sind an Einfallslosigkeit kaum zu überbieten. Leider. Das ist jetzt der Dritte Beckett, den ich in der Hoffnung lese, daß er mich wenigstens ein bißchen so sehr begesitert, wie die breite Lesermasse.
    Leider hat auch dieser Band das nicht geschafft.
    Becketts zieht wieder mal sein Schema strikt durch, so daß zumindest mir schon auf den ersten 100 Seiten klar war, wer der Mörder ist. Jedoch nicht, weil ich kombiniert oder besonders aufmerksam gelesen hätte, sondern einfach, weil er seine Mörder immer nach Schema F aussucht. Vorher wird dann der Verdacht noch ein wenig auf wen anderen gelenkt, das passiert aber auch so plump und ungeschickt, daß es keine Freude bereitet und spätestens nach der Lektüre der ersten Bücher fällt man auf die meisten Finten nicht mehr herein.
    Logisch sind seine Bücher unterhaltsam, ja hier und da kommt auch Spannung auf, aber so begeistert, daß ich den Hype um diesen Autor verstehen könnte sind sie nicht.
    In diesem Band hat er sich dann auch noch schamlos bei einigen Thriller Klassikern bedient. Sei es das Insekt, daß den Ermittler auf die richtige Spur bringt (Schweigen der Lämmer). Der Handschuh aus Menschenhaut der ja auch in mehreren Thrillern vor kommt. Der arrogante Profiler oder das Opfer, das als Täter dargestellt wird. Alles schon mal da gewesen und zwar besser.


    Schade, drei Chancen hatte Herr Beckett mich zu überzeugen, eine Vierte bekommt er nicht. Meine Zeit ist zu kostbar um sie mit Büchern zu vertrödeln, die im Grunde eine Geschichte erzählen, die ich schon kenne.

  • Fertig mit dem Buch :-]


    Den 2. Teil aus der David Hunter - Reihe fand ich nicht so prickelnd und mit reichlich Zeitabstand fand ich den nun gelesenen Teil 3 "Leichenblässe" gut gelungen. Ich tappte ziemlich lange im Dunkeln, bis mir der Täter klar war. Aber so blieb für mich der Spannungsbogen erhalten. Was mich immer irrirtiert, wie kann ein Mensch über 40 Menschen ermorden ohne einen Hinweis auf den Täter... gut im Roman als Fikiton geht es sicher, aber im wirklichen Leben.... das grauselt es mich doch schon ein bissel.


    9 Punkte von mir :wave


    Edit: Hab nochmal bei Wiki reingeguckt - dort gibt es eine Liste mit Serienmördern und Opferzahlen... puh :-(

    Bye Nikki snail.gif
    SuB 295
    :lesendDie Charité / Gesetze der Gewinner

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  • Nachdem ich den Vorgänger schon nicht so berauschend fand, dachte ich ich gebe diesem Buch trotzdem eine Chance. Den Becketts Stil gefällt mir doch recht gut, seine Art die Geschichte zu erzählen lässt einen weiterlesen obwohl sich manche Dinge schon früh erahnen lassen. Der Täter war recht schnell "ermittelt", das Motiv kristallisierte sich ebenso heraus, diverse Handlungsabläufe waren vorherzusehen. Und Hunter...naja, ein Sympathieträger wird er für mich wohl nicht mehr.
    Trotz dieser "Mängel" hat mir Leichenblässe etwas besser gefallen als sein Vorgänger, ob ich den nächsten Band lesen werde, ist allerdings erst mal fraglich...

  • Ich hab mich wieder über die gute „Schreibe“ gefreut und sie auch genossen, aber die Spannung hat mich irgendwie nicht gepackt und mitgerissen. Ich hatte immer mal phasenweise keine bzw. wenig Zeit und es hat mir nichts ausgemacht, das Buch auch mal 2 Tage wegzulegen und dann wieder weiterzulesen. Eigentlich ein schlechtes Zeichen, weil ich mir sonst doch irgendwie nachts noch ne Stunde freischaufele, um irgendwie dran zu bleiben.


    Tja, ein Verriss wird es von mir sicher nicht, aber das Außergewöhnliche, das Mitreissende, hat mir gefehlt. „Solide“ wäre wohl mein Wort für das Buch.


    Auf einen nächsten Band fiebere ich ganz sicher nicht hin, aber bei Gelegenheit lesen würde ich ihn schon. Ich schwanke zwischen 6 und 7 Punkte und habe mich für 7 entschieden.

  • Bei Leichenblässe handelt es sich um ein gutes Werk von Simon Beckett, allerdings nicht gerade um sein bestes. Es kommt zu schnell heraus, wer der Mörder ist. Ich glaube nicht, dass der Autor das beabsichtigt hat. Dadurch bleibt die Spannung auf der Strecke.
    Trotzdem liest sich Leichenblässe gut und flüssig, die Charaktere sind eindringlich beschrieben. Dr. Hunter bleibt sich treu, er bzw. sein Leben sind nicht perfekt, und seine Trauer und der Verlust seiner Freudin nimmt nicht zu viel Platz in der Story ein.
    Also gebe ich trotzdem noch jede Menge Punkte und warte auf den nächsten Band.

  • Der Mörder kommt zu schnell heraus? :gruebel
    Fand ich jetzt nicht!


    Am Anfang etwas "nervig", wegen sein Selbstmitleid, was sich aber schnell änderte und ich bis zur letzten Seite spannend war! Simon Beckett führte einen, was dem Mörder angeht, bis fast zum Schluß auf eine Finte. Das er es einen nicht leicht machte mit dem Mörder, war klar, sonst wäre es schnell langweilig geworden. Die Phantasie und vermutungen wer es nun doch sein konnte, ist dem Leser überlassen.


    Muss mich aber an vielen Vorgängern anschließen, das der Vorgänger Band, mehr Wow Effekt hatte, als wie dieser Teil. Trotzalledem für mich kein Grund auf ein nachfolgeband zu verzichten!


    10 Punkte von mir :wave

    :oha Lg Bellamissimo
    ~~~~~~~~~~~~~~
    Habent sua fata libelli- Bücher haben ihre Schicksale:pferd
    :lesend Der Fluch der Hebamme- Sabine Ebert
    Mit offenen Karten- Agatha Christie

  • Habe "Leichenblässe" nun heute auch beendet. Spannender Thriller mit einem angenehmen Schreibstil und mir war der Mörder bis zur Auflösung nicht klar. Freue mich schon auf seinen 4. Fall...


    9 Punkte von mir!


    :wave

    "If you wanna make the world a better place
    Take a look at yourself and then make a change" - Man In The Mirror

  • Ich bin grad über dieses Buch frustriert, das ich mir ob der von mir verschleppten LR als badewannenlektüre erkor...


    Ich bin noch nicht ganz fertig, heisst: ich gammle im 19. kapitel vor mich hin... aber ich komm irgendwie nicht weiter, zuerst, weil ich nicht ins buch kam, mir David mit seinem gejammer und seinem geseiere auf die nerven ging und dann, weil ich schon ahnte, wer der mörder ist, und ein ungeduldiges vorlinsen mich bestätigte. -
    Babyjane hat recht: der fall löst sich dadurch, dass man als leser dem aus den beiden vorbänden bekannten schema Beckett folgt: Die, die laut ermittlern & Hunter verdächtig sind, sind's alle nicht.
    Und ich lass mich nicht gern am nasenring im kreis führen, weil der autor mit anderen verdächtigen seiten schindet, und nicht in die richtung geht, die ich mir denk...


    Irgendwie waren die ersten beiden bücher spannender.


    Im ersten dachte ich nicht an die lösung, denn der täter fiel mir gar nicht als existent auf, das hatte für mich den vollen überraschungs-effekt, ich bitt euch, wer schaut auf den


    Im zweiten hab ich's mir gedacht, war aber neugierig, wie er es rausfindet, obwohl er sich dabei extrem tollpatschig und nervig angestellt hat, aber wenigstens hatte er noch einen knalleffekt am schluss...


    und hier im dritten... also ich weiss nicht. Irgendwie hatten wir das alles schon mal, oder schau ich zu viele krimis?


    Die Hauptfigur war mir schon im ersten buch nicht sehr sympathisch, im zweiten kam er mir ob seiner tollpatschigkeit und seinen fehlentscheidungen nervig vor, und jetzt im dritten mag ich ihn noch immer nicht... wenn ich einen vierten Band lese, dann nur, weil ich wissen will, wie sich das Grace-problem löst.
    Aber ich fürchte, darauf werd ich eventuell noch einige bände länger warten müssen, das kann sich zu einer längeren erzählklammer auswachsen.


    Das beste an dem buch sind tatsächlich die forensischen teile mit den leichenbeschreibungen, aber da waren die im ersten band mit den allgemein menschlichen betrachtungen über vergänglichkeit und den lebenskreislauf besser, weil eher ungewohnt und neu.
    Das mit dem zahnarzt hier am anfang war unerwartet und darob sehr gut, ein einstiegsgag, aber ich will auch nicht ständig von zerfallenden leichen und depressiven forensikern lesen, das ist sogar mir auf die dauer zu grausig und vergällt mir die laune...

    DC :lesend


    Heinrich August Winkler: Geschichte des Westens I


    ...Darum Wandrer zieh doch weiter, denn Verwesung stimmt nicht heiter.
    (Grabinschrift F. Sauter )

  • Die Handlung von "Leichenblässe" ist sehr spannend. Manchmal aber ist es mir etwas zu ekelig. Wenn es dann um die verworrenen Gedankengänge ging, empfand ich es als störende Längen.
    Insgesamt aber ein typischer Becket, unterhaltsam und gut.

  • Ich fand das Buch gut und habe es fast in einem Rutsch durchgeleseen. War auch schon von den ersten beiden Bände in einem Lesetempo beschleunigt worden. Ein super Buchh für einen langenn Nachmittag, der gut hehrumgebracht werden will.

  • Ich habe alle vorigen Bücher von Simon Becket gelesen und fand die außerhalb der Hunter Reihe nicht so gut. Umso mehr freute ich mich wieder auf dieses Buch.
    Auch mir kam es so vor, als wäre ein wenig die Luft aus David Hunter raus, die Spannung, die mir die ersten Bücher mit diesem Prot (besonders das erste) vermittelten, war bei "Leichblässe" nicht da.
    Dennoch war es ein kurzweiliges Lesevergnügen und daher geb ich dem Buch acht von zehn Punkten.


    LG Berta

    Berta Berger - "Die Prinzessin, die von der Liebe nichts wissen wollte" 2008 Autumnus Verlag
    "Kunigund kugelrund" Autumnus Verlag 2009


    Valentina Berger - "Der Augenschneider" Psychothriller, Piper Verlag August 2010

  • Ich habs gestern im zug fertig geschafft, und bin ob dem schluss etwas versöhnt, am besten hat mir ja Garners bemerkung über Jacobsen gefallen, das hat unserem verzweifelt nach anhang-suchenden helden einen gehörigen tiefschlag verpasst... :lache


    nein, das buch hatte doch etwas, wenn es auch in den letzten kapiteln schon ziemlich splatter-mässig war... allein die masse... naja, wenn man gar keinen geruchssinn mehr hat... kann sein, dass einem da das grausen ganz abstirbt...

    DC :lesend


    Heinrich August Winkler: Geschichte des Westens I


    ...Darum Wandrer zieh doch weiter, denn Verwesung stimmt nicht heiter.
    (Grabinschrift F. Sauter )

  • Hmmmm...


    Ich hab das Buch gestern fertig gelesen. Und ich muss sagen, dass es sich von seine 3 Hunter Romanen um das am schwersten verdauliche handelt. Ich bin ja echt vieles gewohnt, aber ich muss sagen, an manchen Stellen fand ich es dann doch echt gruselig.


    Unterm Strich finde ich es aber auch das Schwächste von den drei Romanen. An vielen Stellen vorhersehbar und das Finale war dann doch wie immer. Die Schwermut die Hunter durch das Buch hindurch an den Tag legt finde ich ein wenig überstrapaziert.


    Klar werde ich mir auch das 4. kaufen, wenn es denn auf den Markt kommt, weil ich doch neugierig bin, wies weitergeht. Ausserdem war es nicht so schlecht, dass ich sagen würde es ist nicht lesenswert, aber es ist mit Abstand das schwächste Buch in der Hunterserie.

  • Nach Leichenblässe bin ich mir noch nicht sicher, ob ich einen weiteren Hunterkrimi lesen werde. Ich hatte das Gefühl, er wird immer depressiver, das Selbstmitleid steigt stetig und sympathischer ist er mir nicht geworden. Die Handlung war nur teilweise spannend, wobei mir der forensische Teil am besten gefallen hat. Der Schluss war mir zu viel von allem und zu vollgepackt.


    Sechs Punkte von mir


    :wave

    :lesend Jonathan Tropper - Sieben verdammt lange Tage


    Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.
    Albert Einstein

  • Ich fand das Buch wieder super. Ich mag den Stil vom Herrn Beckett unheimlich gerne. Liest sich weg wie nix. Das gejammer vom Hunter hat mich am Anfang schon etwas genervt, aber das wurde mit der Zeit ja auch etwas weniger. Und auf den Täter bin ich nicht gekommen.


    9 Punkte.

  • Die Chemie des Todes und Kalte Asche waren Highlights - dagegen kann Leichenblässe meiner Meinung nach nicht anstinken. Es kommt einfach nicht soviel an Atmosphäre rüber.
    Trotz allem aber immer noch (knapp) über dem Durchschnitt, für mich 6 von 10 Punkten.

    Büchereulen sind Listen-Fetischisten :chen


    Lesestatistik 2011:
    31 Bücher
    13924 Seiten
    2,58 Bücher / Monat