Das Spiel - Stephen King

  • Für mich ist "Das Spiel" auch eines der besten King-Bücher. Total spannend und fesselnd, stellenweise grausig und unheimlich, aber immer so, daß man unbedingt wissen will, wie es weitergeht. King gelingt es gut, die scheinbar ausweglose Situation und die Verzweiflung der Frau glaubhaft wiederzugeben. Gegen Ende wird es richtig grauslich, aber selbst das paßt gut zur Atmosphäre des gesamten Buches. Eines der wenigen Bücher, bei denen ich wahrhaftig Beklemmung verspürt habe, vor allem angesichts der schemenhaften Gestalt im Dunkeln. Aus an sich so wenig Handlung ein so intensives, dramatisches Buch zu machen, ist wahrhaft eine große Leistung.

  • Es ist schon zig Jahre her das ich dieses Buch gelesen habe. Aber ich fand es einfach super spannend. Habe es regelrecht verschlungen. Vielleicht sollte ich es nochmal lesen :-) Die anderen King Bücher haben mir leider nicht so zugesagt. Aber dieses war absolut spitze

  • King ist mein absoluter Nr. 1 Lieblingsautor, ich würde gerne so schreiben können wie er. Und doch ist dieses das Buch von ihm, das ich am wenigsten mag und bisher erst ein Mal gelesen habe. Ich weiß nicht, woran es liegt. Dieses Ausgeliefertsein der Prota - das gibt es ja in anderen Büchern auch. Durchgeknallte Antagonisten und Serientäter finde ich normalerweise spannend. Aber dieses - ach ja, und Thinner mag ich auch nicht wirklich (eines von den Bachman-Büchern). Ich fühle mich in diesen beiden unwohl.

  • Juppi - ich bin durch mit dem Buch! Anfängliche Schwierigkeiten haben sich in Luft aufgelöst. Ich habe ewig kein King-Buch gelesen und musste mich erst an den Stil gewöhnen und die Story musste Fahrt aufnehmen.


    Nach diesem Buch muss ich etwas ruhigeres Lesen, es war schon hart an der Grenze für mich.


    da musste ich zwischendurch das Buch weglegen und ein Schluck Wasser trinken.


    Und ich war auch fassungslos, nachdem ich erfuhr was an dem Tag geschah "als die Sonne erlosch..."


    Die Seiten flogen zum Schluss dahin und ich kann gute 9 Punkte vergeben...


    nur erstmal nichts in dieser Richtung mehr.... werde gleich einen cozy Krimi aus dem Regal ziehen. :wave

  • Ich habs auch durch. :-]


    Nach 50 Seiten habe ich überlegt, ob ich das Buch abbreche. Nach weiteren 15 Seiten konnte ich das Buch kaum noch aus der Hand legen. :lache


    Nein wirklich. Anfangs dachte ich "Will ich wirklich 400 Seiten lang die Gedanken und inneren Dialoge der gefesselten Frau lesen?" Aber dann kam der Hund (der mir im Übrigen ebenfalls unglaublich leid tat), dann die Erinnerungen und dann das Grauen.


    Lediglich eine kurze Szene am Ende hat mir nicht gefallen. Ich fand sie irgendwie fehl am Platz und im Gegensatz zum Rest der Geschichte fast schon lachhaft und kindisch:



    Wow. Wahnsinn, Mädchen. Da hast Du es ihm aber mal so richtig gegeben. :rolleyes


    Man kann wirklich nur den Hut ziehen vor der Leistung, mit so wenig Zutaten eine so spannende und 400 Seiten lange Geschichte zu kochen. :anbet

  • Vor 16 Jahren habe ich mir 'Das Spiel' gekauft, angefangen und abgebrochen.
    Jetzt habe ich ihm eine zweite Chance gegeben. Was soll ich sagen?
    Ich bin nicht wenig begeistert.


    Wie manch andere habe ich mich auch gefragt: "Was soll da denn alles kommen? Ist das überhaupt spannend genug?" Jetzt kann ich antworten: "Sehr viel." und "Klar."


    Dieses Mal hat es mich von Anfang an gefesselt. Wenn ich mal einen Tag aus Zeitgründen nicht gelesen habe, musste ich daran denken und konnte einfach nicht anders, als weiterzulesen.


    Ich finde nicht, dass es das beste Buch von King ist, aber für mich ist es klar unter den Top 5.



    10 Punkte von mir.

    Viele Grüße
    Inks


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    SuB: 40

  • Wie versichieden doch die Geschmäcker sind. ^^
    Ich muss nämlich sagen, dass das Buch mir von allen Büchern, die ich bisher von Stephen King gelesen hab, am wenigsten gefallen hat. Ich hab es, glaub ich, letztes Jahr im Oktober angefangen zu lesen und nach 200 Seiten abbrechen müssen, weil es mir so überhaupt nicht zugesagt hat. Die ständigen Gedankengänge der Protagonistin, der Hund, das Glas und alles andere konnte mich nicht wirklich fesseln. Aber vielleicht geb ich dem Buch irgendwann noch mal eine Chance. Es wäre ziemlich schade, wenn's ungelesen in meinem Regal stehen bleiben würde. :)

  • Ich fand das Buch auch richtig spannend. Die Tatsache, dass das Buch zu 95% nur in einem einzigen Raum spielt, hat die ganze Sache noch ein wenig spannender gemacht. Wenn die "eigenen" vier Wände zum Gefängnis werden... Die Vorstellung ist echt richtig schlimm.
    Der Schreibstil war wirklich gut und sehr fesselnd. Ich wollte das Buch oft gar nicht weglegen und obwohl ich es im Hochsommer im Garten gelesen habe, wurde mir teilweise sogar ein wenig kalt.
    Jedes Mal, wenn ich jetzt an dieses Buch denke, muss ich mich immer vergewissern, ob auch wirklich niemand in einer dunklen Ecke des Zimmer steht.
    Das Ende fand ich dann schon ein wenig seltsam, aber es hat zur Geschichte gepasst. Ich kann das Buch auf jeden Fall weiterempfehlen. Aber es ist nichts für schwache Nerven!
    9/10 Eulenpunkten
    Beste Grüße
    Guardian

  • hab's gerade fertig gelesen, und mir hat's gut gefallen.
    Klar, der King'sche Schreibstil, mit den Klammern, Rückblenden usw...
    nicht jedermanns/fraus Sache.
    Ich habe King in den späten 1980gern und den 1990gern sehr viel gelsen, bis ich diesen Schreibstil über hatte.
    Auf den ersten paar Seiten hier, hat es mich dann auch wieder sehr abgenervt, aber ich bin dran geblieben und es hat sich gelohnt.


    Gutes, spannendes Buch.
    Nur das Ende hat mir gar nicht gefallen.
    Hätte man sich total sparen können.
    Für mich war nach der Flucht die Story zu Ende ... na ja ...

  • Ich brauchte für "Das Spiel" auch zwei Anläufe, weil es mich beim ersten Mal nicht richtig ... fesseln konnte. Beim zweiten Anlesen hatte es mich aber gepackt und es wurde ein richtiges Verschling-Buch, dafür hab ich King immer geliebt! :-) Überhaupt mag ich diese Was-wäre-wenn-Szenarien, in denen er seine Protagonisten in unmögliche Situationen bringt. Ähnlich wie bei "Cujo", "Das Mädchen" oder bei einer meiner Lieblings-Kurzgeschichten "Überlebenstyp". Ich bin froh, dass ich dem Buch eine zweite Chance gegeben habe, manchmal braucht es die richtige Zeit um mit so einer Atmosphäre was anzufangen.

  • Zum Inhalt:


    Jessie und ihr Mann Gerald möchten mehr Pep in ihr Liebesleben bringen, deshalb ziehen sie sich in ihr Sommerhaus zurück. Jessi lässt sich von Gerald ans Bett fesseln, in der Hoffnung diese SM-Spiele bringen den erwünschten Schwung zurück. Doch etwas läuft schief, Jessie mag diese Praktiken nicht, doch Gerald lässt sich von ihren Einwänden nicht beirren, was einen Tritt in dessen bestes Stück zur Folge hat und worauf dieser tot zusammenbricht und stirbt und Jessie bleibt ans Bett gefesselt zurück, was einen stundenlangen Leidensweg zur Folge hat.



    Meine Meinung:


    Nach "Misery" ist dies der zweite 2-Personen-Roman in Folge und auch in diesem Roman schafft es Stephen King mir erschreckende Bilder ins Gehirn zu brennen. Da wir es mit zwei Personen zu tun haben, wobei Jessies Eheman Gerald bereits im ersten Teil des Buches stirbt, entwickelt es sich mehr zu einem Ein-Personen-Roman, was den Blick auf Jessie und ihr Innenleben fokussiert, wie auch auf ihre Umstände, in denen sie sich befindet.



    Zwar ist "Das Spiel" ein spannender Roman, der es über weite Strecken schafft, die Spannung zu halten, gibt es andererseits auch die eine oder andere Durststrecke und manche Szenarien wurden meines Erachtens etwas zu breit ausgetreten, obwohl andererseits die Vorstellung daran Abscheu hervorruft.

    Mir hat, wie auch bei "Misery", gefallen, dass der Roman ohne übernatürliche Elemente auskommt. Es gibt zwar eine Szene, die Spielraum für Spekulatonen gibt: War es nur ein Schatten, der Jessies Sinnen ein Streich gespielt hat, ein Geist oder doch eine reale Person?


    Zwar empfand die eine oder andere Szene gegen Ende hin als etwas überzogen, unter anderem die Erklärung, was Jessie in ihrem Zimmer gesehen haben will, aber das kann ich verschmerzen.


    Alles in allem ist "Das Spiel" ein gelungenes und spannendes Kammerspiel, dem aber auch ein paar Kapitel weniger sicher gut getan hätte, ohne von seiner Kraft einzubüßen.